Fliegen auf dem Arm

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Boshaftigkeit Ignoranz Dummheit Tiere

Ich habe, als ich ungefähr vier Jahre alt war, manchmal Fliegen in meinem Zimmer gefangen und sie am Flügel verletzt oder sogar einen ausgerissen, damit sie nicht mehr fliegen konnten. Dann habe ich sie mir über den Arm krabbeln lassen, weil ich das Kitzelgefühl auf der Haut dabei so toll fand. Im Nachhinein finde ich diese Taten grauenhaft. Inzwischen verletze ich kein Insekt mehr mutwillig. Seit Jahren werden alle Insekten und Spinnen in meinem Haus mit einem "Insektenschnapper" in die Freiheit entlassen. Vergebt mir, dass ich so ein grausames Kind war. Mir war nicht klar, was ich den armen Viechern damit antue.

Beichthaus.com Beichte #00038600 vom 08.08.2016 um 13:35:52 Uhr (16 Kommentare).

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So musst Du nie wieder zum Zahnarzt!

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Feigheit Gesundheit

So musst Du nie wieder zum Zahnarzt!
Ich (m/Anfang 30) beichte, dass ich seit guten 14 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt war. Das letzte Mal habe ich eine Zahnarztpraxis von innen gesehen, als ich eine Nachuntersuchung wegen der entfernten festen Zahnspange hatte. Davor hatte ich nur negative, gar traumatische Erfahrungen mit inkompetenten, empathielosen Pfuschern. Das will ich hier aber auch nicht weiter ausführen. Es gibt einfach verdammt viele schlechte Zahnärzte, kein Wunder, dass es so viele Angstpatienten gibt. Tja, neulich kam es, wie es kommen musste: Ich hatte tierische Schmerzen am Weisheitszahn. Es war nicht auszuhalten und es blieb mir nichts anderes übrig. Das Ende vom Lied? Der Arzt glaubte mir nicht annähernd, dass ich seit knapp 15 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt war. Keine Karies, keine Parodontose, kein Zahnstein, keine Plaque. Nichts!

Ich habe mir seit damals brav jeden Tag morgens und abends schlicht und einfach die Zähne mit einer harten Zahnbürste geputzt, Zahnseide benutzt und das scharfe Listerine. Ab und an die Zunge mit einer speziellen Bürste abgeschabt. Fertig. All die Jahre umsonst Panik geschoben und Schweißausbrüche gehabt. Weisheitszahn in zehn Minuten gezogen und jetzt werde ich die nächsten 10-15 Jahre keinem Arzt mehr meine Leiste zeigen. In meinem Fall ist es vielleicht gut gegangen, aber ich finde, diese dekadente Ärzteschaft ist sowieso überbewertet und ihr rennt wie die Lämmer dorthin. Der Rubel muss für den neuen Porsche ja rollen. Pflegt ordentlich eure Zähne und dann reicht es auch, alle zwei Jahre mal dahin zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00038599 vom 08.08.2016 um 08:12:47 Uhr (29 Kommentare).

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Ich heirate niemanden!

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Zorn Vorurteile Zwang Gesellschaft

Ich (m/29) bin seit vielen Jahren Single und habe mich bewusst für dieses Leben entschieden. Ich möchte keine Frau und keine Kinder. Das mag vielen Leuten befremdlich erscheinen, aber es ist nicht die Aufgabe von anderen, über meine Lebensentwürfe mitzubestimmen. Trotzdem versuchen Freunde und Familie permanent, mir einzureden, dass ich unbedingt eine Frau brauche und heiraten muss. Das geht eine halbe Ewigkeit schon so. Nun habe ich mich letztens zu einer drastischen Maßnahme entschlossen. Ich habe in der örtlichen Zeitung eine Heiratsanzeige der etwas anderen Art aufgegeben. Ich habe als Überschrift gewählt: "Wir heiraten heute nicht!" Darunter kam dann ein Symbolbild mit nur einem Ehering, statt mit zwei. Auf der linken Seite stand mein voller Name, auf der rechten Seite stand das Wort "niemand". Zum Abschluss kam noch der Hinweis, dass heute um 14 Uhr in der örtlichen Kirche keine Trauung stattfinden wird. Diese Anzeige war zwischen den ganzen echten Heiratsanzeigen versteckt, fiel aber natürlich allen auf.

Die Reaktionen meiner Familie und Freunde reichten über Belustigung bis hin zu handfesten Anfeindungen. Ich habe eine Welle der Empörung ausgelöst. Man hat es ja nur gut gemeint und ich würde als Dank so eine böse Anzeige schalten und damit alle Leute vor den Kopf stoßen. Ich wäre undankbar und eigensinnig. Ein wenig leidtut es mir inzwischen doch, aber niemand hat zuvor verstanden, dass ich nicht heiraten will. Seitdem ist zumindest damit Ruhe.

Beichthaus.com Beichte #00038597 vom 06.08.2016 um 20:50:05 Uhr (33 Kommentare).

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Auszuwandern war die beste Entscheidung meines Lebens!

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Begehrlichkeit Falschheit Geld

Auszuwandern war die beste Entscheidung meines Lebens!
Vor etwa einem Jahr bin ich nach Ostasien ausgewandert, weil ich mit knapp 30 Jahren keine Festanstellung in Deutschland finden konnte, mich von Job zu Job hangelte und es einfach leid war, trotz eines abgeschlossenen Studiums einen Lebensstandard wie ein Hartz-IV-Empfänger zu haben. Außerdem war ich in Deutschland Dauer-Single und litt sehr unter meiner Einsamkeit, auch wenn ich eine tolle Familie hatte und einige sehr gute Freunde. Alles in allem war es aber einfach kein Zustand mehr, in dem ich weiterleben wollte. Also habe ich den einzigen Ausweg genommen, der mir abgesehen von Selbstmord einfiel: Ich habe meine Sachen gepackt und bin in ein tropisches Entwicklungsland gegangen, wo ich eine Stelle bei einer internationalen Firma angenommen habe.

Mittlerweile verdiene ich etwa fünf bis sechs Mal mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung, muss nur zehn bis fünfzehn Prozent meines Lohns für Steuern abdrücken und habe daher netto genau so viel übrig, wie ich in Europa übrig hätte. Es gibt bloß einen Unterschied: Die Lebenshaltungskosten sind hier viel niedriger, sodass ich von allen Menschen hier als stinkreicher weißer Mann aus dem Westen wahrgenommen werde, obwohl das überhaupt nicht stimmt. Ich bin nur mäßig gut krankenversichert und habe keine Sozialversicherung, dafür kann ich es mir leisten, jeden Tag in feinen Restaurants essen zu gehen, mir ständig schicke Klamotten zu kaufen und fast nach Lust und Laune ganz Südostasien zu bereisen.

Auch privat hat sich bei mir etwas verändert - ich habe eine wunderbare Frau kennengelernt und denke gar nicht daran, sie für irgendetwas auf der Welt zu verlassen. Vielleicht wird sie irgendwann von sich aus den Wunsch haben, mit mir nach Deutschland zu gehen, aber solange das nicht der Fall ist, bleibt nur eines zu sagen: Liebe Eltern, liebe Familie, liebe Freunde - außer um Urlaub zu machen, werde ich nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Ich bin hier zwar schlecht abgesichert, fühle mich aber dafür frei, glücklich und genieße es, mich an jedem Tag selbst zu verwirklichen, neue Dinge zu essen, eine neue Sprache zu lernen, neue Aktivitäten auszuprobieren, neue Orte zu bereisen, Zeit mit meiner Freundin zu verbringen und mein Leben zu genießen.

Und sollte ich mit 60 oder 65, nach 30 oder 35 erfüllten Jahren nicht mehr arbeiten können und wegen der Entscheidung, die ich jetzt getroffen habe, nicht genug Geld haben, um mich um mein eigenes Wohl zu kümmern, und sollte es auch niemanden geben, der das für mich tut, wie z. B. meine Kinder oder Kindeskinder, dann werde ich nicht verzweifelt in irgendwelchen Müllcontainern nach Essen suchen. Eher würde ich mir, mit 60, 65 oder 70 nach 3-4 erfüllten Jahrzehnten aufrecht stehend selbst in den Kopf schießen, um meinem wunderbaren Leben ein würdiges selbstbestimmtes Ende zu setzen, als mit 90 in irgendeinem Heim in Deutschland dahinzuvegetieren und unglücklich darüber zu sein, dass ich nie die Chance ergriffen habe, mich auszuleben.

Ich bin glücklich hier und bereit, notfalls den Preis für das Risiko zu bezahlen, das ich auf mich nehme, wenn ich langfristig bleibe. Auch bin ich bereit, für mein neues Leben meine langjährigen Freundschaften in Deutschland zu opfern und meine Eltern, außer im Video-Chat, nur noch alle zwei Jahre zu Weihnachten oder zum runden Geburtstag zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00038596 vom 06.08.2016 um 20:15:35 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ihr mögt Japan eigentlich gar nicht!

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Zorn Dummheit Hochmut Gesellschaft

Ich (m/30) möchte hiermit beichten, dass ich die heutige, sich selbst als Japan-liebend bezeichnende Jugend nicht ab kann. Insbesondere gilt das für Otakus und Visual Kei, Gothic Lolitas und den ganzen Müll. Warum? Ganz einfach, diese Gören meinen alles über Japan zu wissen und plappern einen, wenn man nachfragt, über J-Rock usw. voll. Fragt man aber, wann Tokugawa Ieasu die Abschließung Japans beschlossen hat, sehen sie einen an wie eine Kuh, wenn es blitzt. Das war übrigens genau im Jahr 1600, also leicht zu merken, falls euch mal jemand fragt. Der Unterschied zwischen Nija (Shinobi) und Samurai (Bushi)? Fehlanzeige. Die 47 Ronin? Okay, da gibt es einen Manga von, den kennen manche sogar. Selbst Hideki Tojo kennen die nicht. Aber dafür die dürren, androgynen Kerle irgendwelcher Bands anschmachten, denn die sind ja so anders als andere Männer, sagen sie ja in ihren Texten, gell?

Mädels, ihr seid nicht japanophil, ihr kennt dieses Land kaum, sondern nur eine völlig kaputte Populärkultur, die sowohl echt nur durch Verstrahlung entstanden sein kann. Das Beste ist, wenn ihr dann 2-4 Jahre für eure zwei Wochen Tokyo gespart habt und völlig enttäuscht zurückkommt, weil erstens eben nicht dauernd lebensgroße Pikachu und Doreamon (den ihr ja auch nicht kennt, weil zu alt) rumrennen, zweitens die Japaner eben NICHT begeistert und mit offenen Armen auf Europäer reagieren, die einen Teil ihrer Popkultur zum Lebensstil erhoben haben. Im Gegenteil, die ignorieren euch in der Öffentlichkeit (Höflichkeit!) und lachen euch zu Hause aus (aber das mit den drei Gesichtern sagt euch bestimmt auch nichts).

Klar sind das dort Teile der Popkultur, nur mit dem Unterschied, dass erwachsene Japaner nicht die Zeit und die Lust haben, sich damit abzugeben. Die sind also 15-18 Jahre alt, wenn sie sich verkleiden. Ihr seid aber allesamt 20+ und meint, von der Welt enttäuscht zu sein, weil ihr ja so anders seid. Seid ihr nicht, wacht einfach auf. Ihr werdet hier wie dort ausgelacht. Punkt.

Beichthaus.com Beichte #00038594 vom 06.08.2016 um 14:33:07 Uhr (28 Kommentare).

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