Samen einpflanzende Gartennerds

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Engherzigkeit Schamlosigkeit Peinlichkeit Partnerschaft

Meine Frau gärtnert seit zwei Jahren intensiv und ist jetzt auch Teil einer Art Club von Leuten, die ihre Gärten nett herrichten und designen und was-weiß-ich-noch. Anfänglich fand ich (m/36) das auch noch ganz angenehm. Seit sie ihr Hobby hatte, war sie deutlich entspannter. Natürlich kommt es auch jährlich zu zehn bis sechzehn Treffen, bei denen sich alle bei einem der Mitglieder einfinden. Das fand ich auch nicht sonderlich schlimm. Ich habe mich im Gegenteil sogar beim ersten Treffen sehr gefreut, gleich eine Handvoll neuer Menschen kennenzulernen (ich gebe zu, das klingt jetzt irgendwie komisch, aber ich weiß nicht, wie ich diese Freude formulieren soll). Das erste Treffen war etwas ernüchternd. Diese Leute waren größtenteils Singles oder in ihre Garten vernarrte Pärchen. Im Endeffekt handelte jedes Gespräch nur von ihrem Grün. Klar, mit meiner Frau können die ja gerne drüber reden. Aber wenn ich mit ihnen rede, wäre es schön, wenn sie mal bei der Sache bleiben würden, ohne die ganze Zeit das Thema auf ihren Garten zu lenken.

Letztes Jahr fanden vier Treffen bei uns statt, in diesem Jahr bereits zwei weitere und ein weiteres wird/würde noch kommen. Da diese Leute keine "Besserung" zeigen und selbst bei einfachstem Small-Talk mit ausführlichen Beschreibungen über den Gemütszustand ihres Rasen daherkommen, habe ich mir fest vorgenommen, die zukünftigen Treffen in unserem Haus zu sabotieren. Während ich mich sonst immer mehr im Hintergrund gehalten habe, habe ich mich die letzten zwei Treffen sehr in den Vordergrund gerückt. Immer wenn die Leute mir die Möglichkeit gegeben haben, indem sie zweideutige Begriffe verwendet haben, habe ich die Chance genutzt und wie ein Irrer gelacht. Wenn also jemand erzählt hat, wie er den Samen eingepflanzt hat, habe ich nur dazwischen gerufen: "Ist sie jetzt schwanger?", oder eben einfach nur gelacht und "Samen!" gerufen. Auch sonst habe ich mich ziemlich zum Depp gemacht und die Namen der Leute absichtlich verwechselt oder die Toilette abgeschlossen, sodass niemand drauf konnte. Keine Ahnung, was mich dazu geritten hat, so einen Rundumschlag zu machen. Meiner Frau war das peinlich. Mir nicht.

Im Nachhinein tut mir das schon leid. Vor allem da ich mitbekommen habe, dass einige nach den letzten Treffen, die so abgelaufen sind, keine Lust mehr haben zu uns zu kommen. Auf der anderen Seite bin ich schon etwas froh, diese Gartennerds in Zukunft nicht mehr beherbergen zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00040209 vom 21.08.2017 um 20:12:31 Uhr (21 Kommentare).

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Mit Freund und Familie im Urlaub

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Intim Urlaub Kitzbühel

Ich (w) und mein Freund sind für ein paar Tage mit meinen Eltern und meiner Schwester auf Urlaub. Heute in der Früh hatten wir Sex während meine Schwester im Nebenzimmer schon längst wach war und jederzeit zu uns reinplatzen hätte können. Unser Fenster hatten […]
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Beichthaus.com Beichte #00040189 vom 16.08.2017 um 20:52:30 Uhr in Kitzbühel (14 Kommentare).

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“Beichte

Wie ich zwei dumme Schlampen blutig schlug

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Aggression Gewalt Schule Hamburg

Ich (m/23) habe mit sechzehn etwas getan, was ich noch heute bereue. Schon immer war ich ein Einzelgänger, da ich den Großteil meiner Mitschüler abgrundtief hasste. Damals hatte ich ein starkes Aggressionsproblem und fing an, mich zu prügeln, um den angestauten […]
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Beichthaus.com Beichte #00040172 vom 12.08.2017 um 13:31:30 Uhr in Hamburg (17 Kommentare).

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Stadtleben statt schwäbisches Dorfleben

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Verzweiflung Gesellschaft

Im Sommer hatte ich (w/31) vier Wochen Urlaub. Während dieser Zeit habe ich immer spontan das gemacht, worauf ich gerade Lust hatte. Mal war ich ein paar Tage zelten und Fahrrad fahren, mal Freunde besuchen, mal habe ich eine Städtereise gemacht und dann war ich wandern in den Bergen. Es war ein richtig toller Monat. Währenddessen habe ich mir auch viele Gedanken darüber gemacht, ob ich mit meinem aktuellen Leben zufrieden bin.

Mein Ergebnis ist, dass ich mich deutlich verändern will. Ich möchte raus aus der Provinz und endlich wieder das Stadtleben mit all seinen kulturellen Angeboten genießen, abends Alkohol trinken und mit der Straßenbahn heimfahren statt immer nüchtern zu bleiben und mit dem Auto aufs Dorf zurück fahren zu müssen. Ich möchte umgeben sein von offenen freigeistigen Menschen statt von engstirnigen schwäbischen Tratschweibern. Ich beichte, dass ich am liebsten meine Beziehung, meine Freunde, meinen ruhigen Job und mein Ehrenamt hinter mir lassen würde, um woanders komplett neu anzufangen. Je länger ich in der Provinz wohne desto mehr eingesperrt fühle ich mich, da ich sehr oft anecke wenn ich meine ehrliche Meinung sage. Deshalb muss ich sehr oft meine Meinung für mich behalten. Ich will nur noch weg, denn so kann ich nicht weitermachen.

Beichthaus.com Beichte #00040171 vom 11.08.2017 um 23:16:17 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Die günstigen Artikel der Hilfsorganisation Brockenstuben

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Vandalismus

Vor einigen Jahren ging ich als Teenie zum ersten Mal in einem HIOB Brockenstuben. Dazumal wusste ich noch nicht, dass die Schweizer Brockenhäuser von anderen Leuten die Artikel meistens gratis bekommen und der Verkaufserlös karitativ verwendet wird. Ich dachte irrtümlicherweise, dass die Ladenbesitzerin die Artikel gekauft hatte und sie aus Gutmütigkeit gegenüber den anderen versuchte, sie billiger zu verkaufen.

Jedenfalls wollte ich mir an besagtem Tag einige DVDs ansehen, da ich gehört hatte, dass man sie dort billig bekommt. Gleich nebenan war die Bücherabteilung, und aus reiner Neugier blätterte ich einige Exemplare durch. Die Preise überraschten mich: Viele guterhaltene Bücher zum Preis von bloss 1,00 Franken! Andere reichten von 3-5 Franken, was eher meiner Vorstellung von bereits gekauften Bücher entsprach.

Wegen meines im Vorfeld beschriebenen Fehlkonzepts tat mir die freundliche Besitzerin des Ladens leid. Wieso verkaufte sie Dinge so billig, wie konnte sie jemals Gewinn erzielen? Auch der Laden sah mit den alten Möbel irgendwie trübselig aus, dass ich plötzlich Mitgefühl empfand. Um irgendwie helfen zu können, holte ich den Minenbleistift aus meinem Etui raus und schnappte mir nach und nach und unbemerkt die 1-Franken-Bücher. Die Preise waren nämlich auf der ersten Seite des Buchs mit Bleistift notiert, und so radierte ich den alten Preis aus und schrieb einen neuen Beitrag. 5, 6 Franken, in etwa so, bei einem waren es sogar 10. Scheinbar bin ich nie erwischt worden. Schlussendlich diente mein Hilfsbeitrag weder den Käufern noch der Besitzerin. Vielleicht ist es auch aufgefallen. Aber wenn irgendein doofer Heini, wie ich, damals so ein überteuertes Buch dennoch gekauft hat, hat sich der Schwindel gelohnt. Es war für einen guten Zweck.

Beichthaus.com Beichte #00040167 vom 10.08.2017 um 14:39:22 Uhr (2 Kommentare).

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