Traumberuf Behindertenpfleger

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Falschheit Feigheit Ignoranz Vorurteile Partnerschaft Schmallenberg

Ich beichte hier, dass ich zu meinem Freund nicht ganz ehrlich bin. Er möchte Behindertenpfleger werden und ich bewundere ihn für seine soziale Ader. Aber er weiß nicht, dass ich ihn dafür bewundere, weil ich mich vor Behinderten nahezu ekele. Ich sehe sie zwar als Menschen an, kann aber nichts mit ihnen anfangen und gehe ihnen so oft wie möglich aus dem Weg. Ich schäme mich dafür, besonders da ich weiß, dass ich meinen Freund bei seinem Traumberuf nicht komplett unterstützen kann, nur weil ich in dieser Hinsicht ignorant bin.

Beichthaus.com Beichte #00027532 vom 18.02.2010 um 09:41:37 Uhr in Schmallenberg (21 Kommentare).

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Beurteilung schreiben bei der Bundeswehr

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Rache Hochmut Hass Zivi & Bund Budel

Ich wurde gegen meinen Willen zur Zwangsarbeit in die Bundeswehr eingezogen. Habe auf Zivildienst verzichtet, weil dieser einen Monat länger gedauert hätte. Direkt am ersten Tag habe ich alle Soldatengesetze, Rechte und Pflichten durchgelesen und wusste ziemlich genau, was ich mir erlauben kann und was für Sanktionen möglich sind.
Also habe ich keine Angst gehabt, wenn ein Vorgesetzter mich angeschrien hat, sondern habe ihn ausgelacht oder gesagt "Sie brauchen nicht zu schreien, reden Sie normal mit mir, dann verstehe ich Sie besser." Ich habe provoziert, wo es nur ging, habe sie mit Worten auf die Palme gebracht. Es war herrlich: Gewalt durften Sie nicht anwenden, Schreie waren bei mir wirkungslos und ich habe mich stets überlegen gefühlt, weil sie oft die Fassung verloren haben und ich nie. Als ich einen Aufsatz über mein Verhalten schreiben sollte, habe ich einen geschrieben, wo ich es nach wie vor als richtig darstellte und das Konzept der Zwangsrekrutierung (Wehrpflicht) in Frage stellte.

Einer unserer Vorgesetzten (ausgebildeter Einzelkämpfer) behandelte uns sehr schlecht und war allgemein unbeliebt. Als ich wie gewohnt irgendwo im Wald einen Spruch gebracht habe, um die Situation zu lockern und seine Autorität zu untergraben, haben alle gelacht, aber er wurde beleidigend. Mit "wenn der Kuchen redet, haben die Krümel still zu sein" hat er mich sehr verletzt.


Am Ende der Grundausbildung durften wir eine Beurteilung über unsere Vorgesetzten schreiben, die direkt ganz nach oben an die Standortleitung ging. Andere Ausbilder haben teilweise sehr gut abgeschnitten. Für einen, der nett und menschlich war haben die Leute sogar zusammen geschmissen und ein Geschenk gekauft. Ich als einziger habe mich nicht beteiligt. Und jetzt zu meiner Beurteilung des "Einzelkämpfers": Ich habe geschrieben, er mag ein guter Soldat und Einzelkämpfer sein sei aber völlig unfähig mit Menschen zu arbeiten. Er besitze keinerlei Führungsqualitäten und sei als Ausbilder für junge Soldaten gänzlich ungeeignet. Und noch viel mehr, aber stets sachlich und unpersönlich.
Als erstes kam sein Vorgesetzter, völlig aufgebracht und hat mich bedroht und verlangt, dass ich eine neue Beurteilung schreibe. Ich blieb hart, obwohl ich da schon Angst hatte. Dann kam der "Einzelkämpfer" und sagte, dass von diesen Beurteilungen abhänge, ob er als Berufssoldat übernommen werde oder nicht und ich solle bitte seine Zukunft nicht gefährden.
Zum ersten Mal war er nett und zeigte Demut.
Weil er die Einzelkämpferausbildung gemacht hat, hatte er keinen zivilen Beruf erlernt. So war er auf dem Arbeitsmarkt außerhalb der Bundeswehr chancenlos. Und das war mein Triumph! Ich erinnerte ihn an den Spruch mit dem Kuchen und den Krümeln und sagte, wer seine Untergebenen so behandle, habe es anders nicht verdient.


Dann war ich aber gezwungen, meine Beurteilung schriftlich zu begründen. Und so habe ich sie Wort für Wort auseinander genommen und mit Situationen und Beispielen untermalt. Die Begründung umfasste 5 volle Seiten und ist noch härter ausgefallen. Ich weiß nicht, was mit dem Mann danach passierte, weil wir nach der Grundausbildung versetzt wurden, aber ab dem Tag wurde ich von allen Ausbildern mit nötigem Respekt behandelt und in Ruhe gelassen.

Ich musste 9 Monate meines Lebens etwas tun, was ich nicht wollte, musste mich mit Menschen umgeben, die ich nicht kennen wollte und ich bereue es, dass ich es nicht geschafft habe, diesen Dienst zu umgehen.

Beichthaus.com Beichte #00027526 vom 17.02.2010 um 14:41:28 Uhr in Budel (62 Kommentare).

Gebeichtet von Armin_Luck
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“35.000

“Beichte

Fahrkarten manipuliert

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Betrug Geiz Bahn & Co.

Ich (m) musste in meiner Ausbildung immer mit der Straßenbahn zur Berufsschule fahren. Ich habe immer auf meiner Fahrkarte den Streifen der entwertet wird mit Klebestreifen überklebt und danach mit Kleber eingeschmiert, damit der Klebestreifen nicht mehr so glänzt. Dann habe ich immer schön in der Bahn meine Fahrkarte entwertet und abends einfach das bedruckte auf dem Klebestreifen wieder abgewischt und neu mit Kleber eingeschmiert. So konnte ich meine Fahrkarten ziemlich lange benutzen. Kontrolliert wurde ich dabei auch mal. Der Kontrolleur hat meine Fahrkarte ziemlich lange angeschaut und sogar mit den Fingern auf die Stelle gefasst wo der Kleber drauf war, aber am Ende hat er nichts gesagt und sie mir einfach wieder zurückgegeben. Ich finde die Preise der ÖV einfach überteuert.

Beichthaus.com Beichte #00027510 vom 13.02.2010 um 19:29:54 Uhr (15 Kommentare).

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Staubsauger-Vertreter

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Faulheit Unreinlichkeit Schamlosigkeit

Staubsauger-Vertreter
Während meines Studiums habe ich den Teppichboden meiner Studentenbude kein einziges Mal selbst gereinigt. Ich wohnte in einem größeren Wohnkomplex mit deutlich gehobenem Durchschnittsalter. Etwa einmal pro Semester wurde der örtliche Vorwerk-Vertreter vorstellig und wollte das gerade aktuelle Topmodell ihres Kobold oder Tiger-Staubsaugers verkaufen. Ich hab mir das Teil jedes Mal gründlich vorführen lassen. Das heißt, er hat jedes Mal die komplette Bude gesaugt, was auch jedes Mal dringend notwendig war. Da die Firma damals wohl eine relativ große Fluktuation ihrer Außendienstmitarbeiter und anscheinend auch kein CRM-System hatte, kam jedes mal ein anderer vorbei, so dass meine Schmarotzerei nicht weiter auffiel. Ich hab jedes mal großes Interesse geheuchelt, mir die Visitenkarte geben lassen und versprochen, mich zu melden - was ich aber nie tat. Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich jetzt, 15 Jahre später, in meinen Erinnerungen von damals krame und die gesammelten Vorwerk-Visitenkarten finde. Mittlerweile besitze ich einen kräftigen Zyklonstaubsauger des führenden Herstellers.

Beichthaus.com Beichte #00027498 vom 09.02.2010 um 18:08:25 Uhr (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Zitroneneis

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Lügen Boshaftigkeit Nachbarn Hamburg

Neulich beim Schneeschippen hat mich das nervige Nachbarskind gefragt, warum der Schnee bei den Bäumen manchmal gelb ist. Ich habe der Kleinen dann erzählt, dass es sich um Zitronenbäume handelt und der gelbe Schnee eine Art Zitroneneis ist. Sie fragte mich, ob man das essen kann. Na klar! Die Kleine hat sich dann eine Handvoll in den Mund gesteckt und gleich wieder ausgespuckt. Sie sagte: "Bäh! Das schmeckt ja gar nicht nach Zitrone!"
Später klingelte die wütende Mutter bei mir und wollte mich zur Rede stellen. Ich habe einfach alles abgestritten. Die Leute sind doch selbst Schuld, wenn sie ihre Kinder nicht aufklären.

Beichthaus.com Beichte #00027489 vom 06.02.2010 um 11:13:17 Uhr in Hamburg (49 Kommentare).

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