Willst du mich heiraten?

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Dummheit Feigheit Liebe München

M., ich weiß, du liest hier häufig mit, deshalb hoffe ich, dass du auch das hier lesen wirst. Ich muss mich aufrichtig bei dir entschuldigen. Dafür, dass ich so ein mieser Freund war, dass ich meine Wut an dir ausgelassen habe, obwohl du immer diejenige warst, die mich trösten wollte. Du bist eine wunderbare Frau, deshalb tut es umso mehr weh, dass ich jeden Tag, wenn ich in die Wohnung komme, merke, dass du ausgezogen bist. Ich vermisse es, neben dir einzuschlafen und am Morgen aufzuwachen, obwohl ich mich immer aufgeregt habe, weil du bereits morgens erschreckend gute Laune hattest. Ich bereue es zutiefst, dass ich so ein Arschloch war und dich für Dinge verantwortlich gemacht habe, für die du nichts konntest. Ich kann verstehen, dass du ausgezogen bist, nachdem ich dich wieder angeschrien und dir Vorwürfe gemacht habe.

Ich habe versucht, mein dämliches Verhalten zu ändern, aber ich falle immer wieder in das alte Muster zurück, ich hoffe, dass du weißt, dass ich es nie so gemeint habe, obwohl es wie eine billige Ausrede klingt: es stimmt. Bitte gib uns beiden noch eine Chance, ich weiß, dass du mich noch liebst, denn du hast mir trotzdem eine Karte und eine Kleinigkeit zum Geburtstag geschickt, ich habe deine Handschrift sofort erkannt, auch wenn du versucht hast, sie zu verändern. Also bitte, komm zu mir zurück, denn ich liebe dich und vermisse dich. Ich weiß, das ist unromantisch, aber ich beichte, dass ich dir einen Verlobungsring gekauft habe. Also was sagst du?

Beichthaus.com Beichte #00040595 vom 04.11.2017 um 20:02:35 Uhr in München (17 Kommentare).

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Richtig lügen fürs WG-Zimmer

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Lügen

Ich (w) war vor einem Jahr dringend auf der Suche nach einem WG-Zimmer und habe eine Frau kennengelernt, die zufällig gerade ein Zimmer zu vermieten hatte. Sie ist eine typische linkspolitische Queerfeministin mit bunten Haaren, die den ganzen Tag etwas von Ableismus, White Privilege und dem bösen Patriarchat schwafelt. Ein typischer Social Justice Warrior eben. Da ich das Zimmer wirklich dringend brauchte, lud ich sie auf einen Drink ein und erzählte ihr dann, dass ich von bösen weißen Männern unterdrückt werde, mich als Genderqueer/Non-binary identifiziere, wie schlimm der Sexismus in der Gesellschaft ist und dass ich mich in meiner Freizeit gerne mit einem "Refugees welcome"-T-Shirt an den Bahnhof stelle. Sie war begeistert davon und gab mir schon nach wenigen Tagen den Mietvertrag.

Was sie nicht weiß: In Wirklichkeit finde ich diesen ganzen Dritte-Welle-Feminismus dämlich und unnötig. Ich habe mich als Frau noch nie unterdrückt gefühlt und deren erfundenen First-World-Problems gehen mir am Arsch vorbei. Den Genderwahn finde ich auch lächerlich. Es gibt nur zwei Geschlechter und alles andere ist dämliche Spinnerei. Insgesamt verachte ich diese ganze Bewegung und ich wähle die AfD, weil ich die Flüchtlingspolitik kritisch sehe. Ich beichte, dass ich meine Prinzipien verleugnet habe. Aber ich brauchte dringend das Zimmer!

Beichthaus.com Beichte #00040588 vom 03.11.2017 um 20:20:15 Uhr (23 Kommentare).

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“Beichte

Exhibitionist im Zug

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Fetisch Mannheim

Ich bin einfach zu gerne nackt. Ich bin bekennender Exhibitionist und ziehe mich gerne vor anderen Leuten aus um mir einen runterzuholen. Meistens im Zug, aber jetzt habe ich mir ein Auto gekauft und fahre daher leider nicht mehr regelmäßig. Meistens betrinke ich mich davor, damit ich mehr Mut aufbringen kann, aber es ist einfach geil, wenn mich jemand dabei sieht. Ich fühle mich schlecht deshalb, weil ich irgendwie das Gefühl habe ich betrüge damit auch meine Freundin, aber der Zwang ist einfach so groß und ich habe auch kein Interesse an einer psychologischen Betreuung. Ich möchte niemandem schaden und nähere mich niemandem, sobald die Möglichkeit besteht, dass Kinder mich sehen, lasse ich das bleiben, das geht gar nicht. Aber mein Schamgefühl ist halt nicht sonderlich ausgeprägt. Ich hoffe, dass ich irgendwann die Stärke bekomme damit aufzuhören und nicht mehr mit der Angst leben zu müssen, diese Dummheit weiter zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00040585 vom 03.11.2017 um 18:58:09 Uhr in Mannheim (9 Kommentare).

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Einen Tag selbst befriedigt

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Masturbation Maßlosigkeit Freizeit Karlsruhe

Ich (w/24) könnte mich vor lauter Wut gerade selbst schlagen. Leider fehlt mir die Kraft, da ich seit heute morgen, seitdem mein Freund auf der Arbeit ist, nur am masturbieren bin. Jetzt kann ich nicht mehr, weil ich nicht mal mehr meine Arme bewegen kann. Wir haben aktuell 22:44 und ich muss schauen, wie ich jetzt wenigstens noch die Wäsche waschen kann.

Ich habe mir eigentlich fest vorgenommen, heute Sachen von letzter Woche zu erledigen. Leider hatte ich einen zu guten Traum, der mich den ganzen Tag nicht mehr losgelassen hat. Und ich sage euch, es hat sich bis jetzt gelohnt, sich das Hirn wegzuficken. Ich hoffe, ich schaffe wenigstens morgen etwas.

Beichthaus.com Beichte #00040580 vom 02.11.2017 um 22:47:47 Uhr in Karlsruhe (14 Kommentare).

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Großeltern zur Pflege

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Zorn Verzweiflung Familie

Es geht darum, dass Oma bei uns einziehen wird, weil sie Pflege benötigt und ich will das nicht. Dabei geht es mir nicht darum, dass meine Ruhe gestört wird oder sonst etwas - das ist völlig okay für mich. Mir ist ja immerhin bewusst, dass ich in diesem Alter auch gerne jemanden haben will, der für mich sorgt. Nun ist es aber so, dass vor gut zwei Jahren etwas passiert ist und ich deshalb nicht möchte, dass sie bei uns einzieht.

Meine Eltern, meine Schwester und ich wohnten noch mit unseren Großeltern zusammen in einem Haus - ohne eigenes Appartment - also keine Privatsphäre. Die ganze Pflegesache bin ich also von Opa schon gewohnt und wie gesagt macht mir das mittlerweile nichts aus. Nun war das aber so: Jeder x-beliebige Verwandte kam uns besuchen und eines Tages vor 2 Jahren hat meine Tante die Bombe abgeschossen. Sie meinte zu uns nach einem Streit: "Ihr seid sowieso wie Parasiten - geht doch endlich in euer eigenes Haus und verschwindet." Mit anderen Worten: Sie hat uns nie als Pfleger angesehen, sondern als Leute, die auf Kosten von Oma und Opa leben. Oma hat nichts dazu gesagt - im Gegenteil, sie hat ihre Tochter uns vorgezogen und uns uns selbst überlassen. Wir sind dann dementsprechend aus dem Haus gegangen und haben uns in unserem Heim eingelebt.

In diesen zwei Jahren ist einiges passiert. Mein pflegebedürftiger Opa ist verstorben - und das deswegen, weil Mama sich nicht mehr um ihn kümmern durfte bzw. wir (als Enkel) ihn nicht sehen durften. Meine beiden Tanten haben uns verboten ins Haus zurückzukehren (haben regelrecht Randale und Terror geschoben, wenn wir vor der Haustür standen, bis wir gingen) und Opa, der schwerhörig war und nichts davon mitbekam, haben sie (nach Erzählungen von Gästen), jeglichen Kontakt zu uns verwehrt. Einmal haben wir sie dabei erwischt, wie sie seine Medikamente nicht fachgerecht gelagert haben - sprich: Die Tabletten, Spritzen etc. die er nutzte, waren im Endeffekt nutzlos geworden. Aus diesem Grund und auch deshalb, weil keiner von den Töchtern bereit war Oma und Opa zu sich nach Hause zu nehmen, um sie zu pflegen - sehe ich sie als Mörder an. Für mich haben sie willentlich Opa in den Tod getrieben und dafür verachte ich sie von ganzem Herzen. Zudem haben meine Tanten zusammen mit Oma sich auf das Erbe von Opa gestürzt. Ab diesem Moment haben sich meine negativen Gefühle nur vervielfältigt, mein Verdacht hat sich damit auch bestätigt und meinen Respekt haben die drei damit für immer verloren.

An dieser Stelle muss ich sagen: Ich bin ganz und gar nicht stolz auf diese Gefühle. Im Gegenteil ich schäme mich sehr für diese. Trotzdem möchte ich, dass die Gerechtigkeit zuschlägt. Meine beiden Tanten sollen ihre Scheinheiligkeit endlich aufgeben und für Oma sorgen. Das sind sie ihr wenigstens schuldig. Aber stattdessen erfinden sie Ausreden von wegen: "Wir müssen arbeiten" - das müssen wir auch! Daher sehe ich das nicht als unsere Aufgabe an, ihr helfen zu müssen. Trotzdem hoffe ich, dass ich genug Geduld aufweise, um nicht alles schlimmer zu machen. Ich hoffe so sehr, dass ich meine Klappe halten kann, um meine Eltern nicht traurig zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00040579 vom 02.11.2017 um 16:17:29 Uhr (6 Kommentare).

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