Der aufdringliche Radfahrer

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Aggression Gewalt Zorn Boshaftigkeit Blankenheim-Ahrhütte

Eines Tages kam ich, vielleicht mit einer gewissen Grundgereiztheit vom HNO-Arzt. Grundgereizt, weil der Herr es unwichtig findet, sich mit seinen Patienten zu unterhalten. Sehr angenehme Sache, wenn es heißt, dass man sich zur Seite drehen soll und danach direkt einen Schlauch am Gehirn hat und nebenher laut brüllend Fragen gestellt bekommt, bei denen einem schier das Trommelfell zerrissen wird. Zudem hatte sich der kühl beginnende Tag ekelhaft schwül entwickelt, mein schwarzes Kleid aus Wolle war perfekt gewählt. Auf meinem Heimweg wich ich mehreren Radfahrern und Fußgängern aus, sodass ich tatsächlich für wenige Sekunden auf den Radweg ausweichen musste. Sofort wurde ich von einem ungefähr 16 Jahre alten ausländischen Jugendlichen angepöbelt. Nach meiner sachlichen Reaktion fuhr er im Zeitlupentempo neben mir her. Dabei fielen Sätze wie: "Eh, ich schwör ne, isch sags dia so reschpektvoll und du so asi nä." Und diverse Schimpfworte. Ich bat ihn gefühlte hundert Mal, auch mit etwas Nachdruck, dass er jetzt doch bitte verschwinden möge. Der Junge sprach aber immer weiter und war äußerst diskutierfreudig. Kurzerhand drehte ich mich zu ihm und trat ihn an das Rad. Als er auf der Seite lag, schwor er mir, dass er sich sein mein Gesicht merken würde. Ich antwortete ihm, dass er das unbedingt tun sollte, und fühlte mich gut. Später habe ich mich sehr geschämt, weil er sich vielleicht verletzt hat oder sein Rad beschädigt wurde. Ich denke, dass das alles an diesem HNO-Arzt lag. Obwohl ich mich schäme, entschuldigen würde ich mich niemals.

Beichthaus.com Beichte #00031774 vom 20.08.2013 um 19:39:44 Uhr in Blankenheim-Ahrhütte (22 Kommentare).

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Ich werde sie im Stich lassen

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Hass Boshaftigkeit Rache Engherzigkeit Familie Wien

Ich will nicht zur Beerdigung meiner Eltern gehen, oder überhaupt etwas mit ihnen zu tun haben. Zwar leben sie noch, aber besonders mein Vater geht mit seinem Lebenswandel direkt einem raschen Tod durch Herzversagen entgegen. Sie wissen zwar, dass ich sie nicht leiden kann, ahnen aber nicht, wie weit meine Hassgefühle reichen und tun das mit Aussagen wie "Wir tun alles für sie, aber sie ist so undankbar blahblah" ab. Ich habe jetzt mäßigen Kontakt zu ihnen, da ich ohne ihr Geld nicht leben kann, da ich noch Schülerin bin, aber sie bedeuten mir nichts. Ich nutze sie nur dafür aus und jobbe noch ein wenig, damit ich mich wirklich halbwegs erhalten kann und nicht neben dem Mietgeld, dass ich von ihnen bekomme, um Geld betteln muss. Ich will sie auch nicht aufnehmen, wenn sie alt und nicht mehr alleine lebensfähig werden, obwohl sie bestimmt ganz fest damit rechnen.


Ich beichte, dass ich meine Eltern sofort im Stich lassen werde, wenn es ihnen schlecht geht und sie meine Hilfe brauchen. Ich weiß, dass viele jetzt über mich urteilen werden, aber diese Leute haben keine Ahnung von meiner Kindheit und was meine Eltern mir angetan haben. Schläge, brutale Bestrafungsmaßnahmen, Wegsperrungen und das daraus folgende Kindheitstrauma, mit Essstörung, Zwangsstörung und Angststörung ist nur wenig von dem, was ich erleben musste. Ich hatte auch eine Zwillingsschwester, die mit der Situation bei uns zu Hause nicht fertig wurde und sich mit 14 Jahren selbst umgebracht hat. Ich bin jetzt über 20 und habe es nach jahrelanger Therapie geschafft, Mut zu mir selbst zu fassen und Selbstvertrauen aufzubauen und beginne jetzt erst so richtig mein Leben. Ich hasse sie für die verlorene Zeit, die ich durch ihre Vorwürfe und Bestrafungen durchmachen musste und nie wieder bekommen werde.

Beichthaus.com Beichte #00031773 vom 20.08.2013 um 23:09:10 Uhr in 1130 Wien (Nibelungengasse) (30 Kommentare).

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Mein Identitätsproblem

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Maßlosigkeit Dummheit Masturbation Internet Essen

Ich (w) muss hier dringend etwas beichten, das mich seit Jahren plagt! Seit ich 12 Jahre alt bin, habe ich im Internet ein Identitätsproblem. Mittlerweile bin ich volljährig und kann es immer noch nicht lassen: Ich gebe mich ständig als eine andere Person aus. Einerseits, um mich zu schützen, aber auch der Reiz, eine andere Person zu sein und mich neu zu erfinden bringt mich dazu. Und es ist eine echte Katastrophe! Es fing mit 12 Jahren an, ich wurde aufgrund meiner Schüchternheit gemobbt und suchte mir deshalb im Internet die fehlende Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung. Meine Eltern waren auch nie fähig, mir dies zu bieten, da sie emotional sehr kühl sind und sich eh nicht für meine Gefühle interessieren.

Ich lernte im Internet einen netten Mann kennen, der um die 30 Jahre alt war. Er war sehr freundlich und wir redeten oft nächtelang. Er ermutigte mich, alles durchzustehen. Jetzt könnte man meinen, dass er ein Perverser sei, aber dem ist nicht so, er war einfach lieb, aufmerksam und hilfsbereit. Was wohl auch daran lag, dass ich mich selbst als älter ausgab, als ich war. Denn für ihn war ich eine zwanzig Jahre alte Frau - er schöpfte übrigens nie Verdacht. Ich vermute, dass das daran liegt, dass ich sehr frühreif bin und eine leichte Hochbegabung im mathematischen Bereich habe - ich sehe viele Dinge einfach anders als Gleichaltrige. Auch heute habe ich noch zu ihm Kontakt, aber er denkt immer noch, dass ich viel älter wäre, da wir nur telefonieren oder chatten.

Als ich dann merkte, dass ich langsam mehr wollte, als nur reden, suchte ich mir ein paar andere Männer um mich über Sex, Liebe und Partnerschaft auszutauschen - natürlich im Internet. Ich komme aus einem konservativen Elternhaus, deshalb machte es mir unheimlich Spaß, mit drei verschiedenen Männern Sex über die Webcam und das Telefon zu haben. Natürlich ohne Daten zu nennen oder gar mein Gesicht zu zeigen. Auch diese Männer dachten, dass ich älter sei, als ich in Wirklichkeit war, und es war schon sehr peinlich, wenn wir uns dann über unsere Hobbys, den Sinn des Lebens, das Studium und andere Sachen unterhielten. Und jetzt, wo ich volljährig bin, habe ich knapp 15 Männer in meiner Skype-Kontaktliste, mit denen ich regelmäßig rede und mich austausche. Und es hört einfach nicht mehr auf. Das ist unglaublich anstrengend und meine Eltern schöpfen auch langsam Verdacht.

Beichthaus.com Beichte #00031762 vom 18.08.2013 um 11:56:45 Uhr in 45127 Essen (Alfredistraße) (18 Kommentare).

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Alles verzockt

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Diebstahl Sucht Dummheit Lügen Geld

Ich bin 21 Jahre alt und seit meinem siebzehnten Lebensjahr Spiel- bzw. Wettsüchtig. Ich verspielte erst meine Ersparnisse, also knapp 6000 Euro in kürzester Zeit und kam dann auf die Idee, meinem Arbeitgeber Geld zu stehlen. Ich schaffte es irgendwie, innerhalb von zwei Monaten um die 10.000 Euro zu stehlen, was dann natürlich auffiel. Meine Eltern zahlten es zurück, ebenso wie meine Rechnungen, die ich weiterhin ansammelte. Da kamen knapp auch 8000 Euro zusammen, außerdem verbrachte ich noch drei Wochen im Jugendarrest, um meine Straftat abzusitzen. Inzwischen arbeite ich wieder und verdiene ganz gut, mit 1600 Euro netto, aber ich schaffe es einfach nicht, von meiner Sucht wegzukommen. Ich habe schon eine Therapie gemacht, die aber keinen Erfolg hatte. Da ich durch meinen Job in den letzten Wochen weniger Zeit hatte, habe ich verhältnismäßig wenig Geld verloren - aber ich möchte ab heute nicht mehr Wetten. Nun ist Schluss! Ich habe in den letzten vier Jahren nicht nur unglaublich viel Geld verzockt, sondern auch gelogen und sogar meiner Mutter den Schmuck gestohlen um meine Sucht zu befriedigen. Aber ich werde mich bessern.

Beichthaus.com Beichte #00031760 vom 17.08.2013 um 18:09:28 Uhr (11 Kommentare).

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Der Zwang zu lügen

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Lügen Falschheit Verzweiflung Engherzigkeit Partnerschaft Garrel

Ich habe eine Zeit lang ziemlich krumme Dinger gedreht, wie Urkundenfälschung und Drogenhandel, und bin es daher gewohnt, niemandem zu vertrauen. Denn egal, ob der Typ seit Kindheitstagen dein bester Freund ist - wenn es um Drogen geht, werden alle zu Tieren. Also habe ich jahrelang eigentlich permanent gelogen, was meine Vergangenheit, meine Gegenwart und sogar meinen Namen angeht. Ich wollte niemanden auch nur einen Zentimeter an mich ranlassen, um nicht verraten oder verletzt zu werden. Seit zwei Jahren ungefähr bin ich aber raus aus der Kriminalität und habe einen legalen, ganz normalen, Job und führe ein ziemlich durchschnittliches Leben. Was aber nicht heißt, dass ich aufgehört habe, zu lügen. Vor ein paar Monaten lernte ich dann eine Frau kennen.


Ich zog dieselbe Nummer ab wie immer und erzählte ihr quasi das Blaue vom Himmel. Was ich alles gemacht habe und wo ich schon überall war - normalerweise lassen sich die Frauen dann auch auf eine Nacht mit mir ein, bis ich sie morgens wieder nach Hause schicke. Aber diese Frau war ganz anders. Anstatt alles, das ich erzählte, nur bewundernd hinzunehmen, ging sie darauf ein, hakte nach und betrachtete vieles mit Skepsis. Sie las irgendwie in mir, wie in einem Buch und ging nach dem Abend dann alleine zu sich. Ich verabredete mich immer wieder mit ihr, weil sie mich so faszinierte, und verliebte mich in sie. Aber, obwohl ich sie wirklich vergöttere, kann ich einfach nicht damit aufhören, sie zu belügen. Das fängt bei völlig nichtigen Kleinigkeiten an geht dann aber bis zu ganzen Lebensabschnitten, die einfach erstunken und erlogen sind. Ich glaube, dass sie insgeheim weiß, dass ich eigentlich nie wirklich die Wahrheit sage und mich trotzdem liebt. Ich versuche wirklich, es zu lassen, weil sie mir echt am Herzen liegt, aber es ist unheimlich schwer, diese Gewohnheit abzulegen. Momentan denke ich über eine Therapie nach, kann mich aber noch nicht ganz dazu durchringen.

Beichthaus.com Beichte #00031757 vom 17.08.2013 um 02:10:14 Uhr in Garrel (13 Kommentare).

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