Eine teuflische Zigarette

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Engherzigkeit Rache Sucht Maßlosigkeit Luzern

Ein Kumpel von mir schnorrt sich öfters Zigaretten bei mir, da er sich weigert, sich selbst welche zu kaufen. Angeblich will er nämlich nicht richtig anfangen zu rauchen. Das Ganze ging mir irgendwann jedoch ziemlich auf die Nerven und auf die Geldbörse, weshalb ich eine Zigarette mit einem Knallteufel präpariert habe und ihm diese dann anbot. Da ich meistens selber drehe, fiel es auch nicht auf. Etwa nach dem dritten Zug ist das Ding vor seiner Nase in die Luft geflogen - weiter ist nichts passiert. Er war darauf ziemlich geschockt, aber er fragt seit dem nicht mehr nach Zigaretten und plötzlich kauft er sich auch seine eigenen Päckchen. Therapeutisch gesehen ein voller Erfolg. Ich bitte um Absolution, dass ich meinen Kumpel so geschockt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031747 vom 14.08.2013 um 13:04:56 Uhr in Luzern (Schweiz) (22 Kommentare).

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Das Heft im Container

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Dummheit Feigheit Vandalismus Lügen

Als Teenager ging ich auf das Gymnasium - das ist schon eine ganze Weile her. Ich schrieb damals immer Vieren oder Fünfen, was ich natürlich geheim halten wollte. Wenn die Arbeitshefte voll waren, verbrannte ich sie immer in unserem Garten - damit man sie niemals finden konnte, da ich gerne auch mal die Unterschriften meiner Eltern fälschte. Ich nutzte immer die Gelegenheit, wenn gerade niemand zu Hause war. Als ich dann mein Mathearbeitsheft verbrennen wollte, kam meine Schwester nach Hause, als es gerade zur Hälfte abgebrannt war. Ich bekam Panik, trat das Feuer aus, rannte zu dem Altkleider-Container direkt gegenüber und warf es dort hinein. Was ich nicht bedachte, war allerdings, dass das Heft noch glühte. Das Ende der Geschichte war dann, dass der Container abbrannte. Ich konnte noch nicht einmal zugeben, dass ich daran schuld war, als die Polizei mich danach befragte. Ich habe ihnen einfach ins Gesicht gelogen und behauptet, dass es ein paar Jungs waren, die ich nicht leiden konnte. Deshalb konnte ich ein paar Tage lang auch kaum schlafen.

Beichthaus.com Beichte #00031743 vom 14.08.2013 um 19:57:15 Uhr (8 Kommentare).

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Besser als meine Peiniger

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Zwang Zorn Ungerechtigkeit Verzweiflung

Ich (w/25) möchte etwas loswerden, worüber ich mir erst in den letzten Wochen richtig klar geworden bin. Als Kind war ich eine unscheinbare Person - klein, bleich, schüchtern und ruhig. So wurde ich von niemandem wahrgenommen, ich durfte höchstens als Opfer hinhalten. Deshalb begann ich, auf meine Weise auffallen zu wollen. Dies erreichte ich mit schulischer Leistung. Ich kann mich erinnern, dass ich auf allen Schulen, die ich besuchte, Klassenbeste war. Aber ich habe immer wahnsinnig unter meinem selbst aufgezwungenen Druck gelitten. Nun, mit dem Alter kam der Freund und mit ihm ein wenig Selbstbewusstsein. Dennoch konnte ich mich von diesem Zwang nicht mehr befreien. Und es breitete sich auch noch auf alle Bereiche meines Lebens aus. Ich entwickelte eine Art Selbsthass, weil ich einfach nicht perfekt sein kann. Das wirkt sich auf viele Arten aus: Ich kann nicht ungeschminkt aus dem Haus, muss immer "schöne" Kleidung tragen und will immer dünner sein, als die Anderen. Komplimente kann ich nie annehmen und ich mache mich immer schlechter, als ich bin. Ich leide darunter, wenn jemand mich nicht mag, und will es immer allen recht machen. Ich habe vor einiger Zeit meine Beziehung durch meine krampfhafte Suche nach Fehlern beinahe zerstört. Dabei ist mein Freund einer der Wenigen, die hinter meine Fassade sehen.


Ich bin inzwischen recht beliebt, habe einen lieben Freund und sollte mich auf eine tolle Zukunft freuen, da ich nicht zufriedener sein könnte. Und das ist meine Beichte. Ich bin mir bewusst, wie dieser selbst auferlegte Zwang mein Leben beeinflusst, trotzdem schaffe ich es nicht, davon loszukommen. Ich trage nämlich eine unglaubliche Wut in mir - wegen all jener, die mich schlecht behandelten. Deshalb verfolge ich auch meine Ziele - ich will stärker und mächtiger sein als meine Peiniger, damit ich es ihnen heimzahlen kann. Krank, nicht?

Beichthaus.com Beichte #00031741 vom 14.08.2013 um 09:20:25 Uhr (16 Kommentare).

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Gefühlskalt

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Verzweiflung Vorurteile Engherzigkeit Niedersimten

Ich (m/30) kann keine Gefühle zeigen. Also das heißt, wenn ich eine Komödie schaue, kann ich herzhaft lachen, und auch wenn etwas Schlimmes in den Nachrichten gezeigt wird, bin ich fähig, Betroffenheit zu zeigen. Aber wenn es sich dann um meine Mitmenschen dreht, dann geht einfach gar nichts mehr. Ich kann meiner Mutter nicht sagen, dass ich sie liebe und dass ich froh bin, so eine tolle Mutter zu haben. Wenn ich es versuche, habe ich eine Art Blockade, die mich daran hindert und wechsele schnell das Thema. Auch meiner kleinen Schwester kann ich nicht sagen, dass ich stolz auf sie bin. Und in einer Beziehung, die ich mit einer Frau führe, die ich wirklich liebe, sage ich so gut wie nie "Ich liebe dich". Wenn vor mir ein Kind hinfällt und weint, mache ich nur einen Schritt zur Seite und gehe weiter. Natürlich tut mir das Kind leid, aber ich kann ihm einfach nicht aufhelfen und es mit einem Lächeln trösten. Ich kann auch einer Hundebesitzerin, die sich freundlich lächelnd dafür entschuldigt, dass ihr kleiner Hund mich angesprungen hat, nicht mit einem Lächeln antworten, dass es schon Okay ist. Nein, ich starre nur kurz den Hund an und laufe dann ausdruckslos weiter. Ich kann es nicht, obwohl ich der Umwelt sehr gerne meine Gefühle mitteilen würde.


Dabei bin ich eigentlich ein sehr freundlicher und hilfsbereiter Mensch. Deshalb möchte ich beichten, dass ich nicht fähig bin, diese Dinge zu ändern, obwohl ich fürchte, dass man mich deshalb für arrogant und eingebildet halten könnte.

Beichthaus.com Beichte #00031740 vom 14.08.2013 um 02:40:21 Uhr in 66955 Niedersimten (19 Kommentare).

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Von den Ex-Freunden begehrt

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Masturbation Fremdgehen Verzweiflung Begehrlichkeit Ex Barleben

Ich (w) habe seit zwei Monaten wieder einen Freund, mit dem es sehr gut läuft, er ist total lieb und aufmerksam und auch der Sex ist toll. Seit Kurzem schreibe ich jedoch mit zwei meiner Ex-Freunden. Diese Beziehungen liegen eigentlich schon lange in der Vergangenheit und wir schreiben normalerweise als "normale Freunde". Hin und wieder komme ich mit dem einen aber auf perverse Themen, die teilweise sogar dazu führen, dass er mir lange und ausgiebig erläutert, wie er mir oral Vergnügen bereitet. Und ich muss beichten, dass mich das immer sehr erregt und ich deshalb oft masturbiere. Auch mit meinem anderen Ex führe ich Gespräche, die ich eigentlich nicht führen sollte, denn er macht mir unentwegt Komplimente, obwohl er auch vergeben ist. Und es gefällt mir, Komplimente gemacht zu bekommen oder so begehrt zu werden! Deshalb kann ich ihnen auch nicht sagen, dass sie damit aufhören sollen. - Mein Freund weiß natürlich nichts davon. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031737 vom 13.08.2013 um 13:44:00 Uhr in Barleben (17 Kommentare).

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