Mein Leben ist eigentlich perfekt!

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Dummheit Verzweiflung Selbstverletzung

Ich lüge alle an. Ich tue so, als wäre ich total glücklich, da ich ja tatsächlich das perfekte Leben habe. Wer will sich schon das Gejammere von jemandem anhören, der eigentlich nichts zu jammern hat. Ich lebe dort, wo andere Urlaub machen, ich habe mehr Geld als ich ausgeben kann, habe keinen festen Job sondern eine Mischung aus verschiedenen Projekten, wo ich mich auf individuelle Art entfalten - kann mit dem, was mir Spaß macht, und ich habe meinen Traummann. Die Beziehung ist schöner als ich mir jemals eine Beziehung hätte erträumen können. Und trotzdem heule ich seit einem Jahr jeden Tag. Seit ich dieses Leben habe sind meine Suizidgedanken wieder da, obwohl ich dachte, dass ich das lange hinter mir gelassen habe. Glück kommt eben doch von Innen.

Ich überlege oft meinen Freund zu verlassen um davonzurennen und mich in irgendeinem Ashram in Indien zu verbarrikadieren, weil ich hier einfach nicht mit mir selbst klarkomme. Und das, obwohl ich in einem "spirituellen Zentrum" arbeite, wo ich Leuten dabei helfe, durch Meditation und andere Praktiken glücklich zu werden. Das war auch mal meine Erfahrung, aber mittlerweile klappt es irgendwie nicht mehr. Ich meditiere jeden Tag und habe jeden zweiten Tag Selbstmordgedanken und erzähle dann meinen Schülern, wie toll das doch alles hilft. Viele sagen mir, wie neidisch sie auf mein Leben sind und ich hasse mich oft dafür, dass ich es anscheinend nicht zu schätzen weiß und rumheule während andere Leute wirkliche Probleme haben. Deswegen sage ich auch meinen Freunden nichts. Obwohl ich auch manchmal extrem dankbar für dieses Leben bin. Und dann kommt 20 Minuten später wieder ein Nervenzusammenbruch. Ich bitte um Absolution für meine Maskerade und für mein jämmerliches Dasein

Beichthaus.com Beichte #00040930 vom 28.01.2018 um 04:24:03 Uhr (19 Kommentare).

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Kann ich meine Familie zerstören?

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Fremdgehen Verzweiflung Familie Groß-Gerau

Ich (m/35) weiß weder ein noch aus. Eigentlich (so dachte ich zumindest), hätte ich alles erreicht, was ich mir immer erträumt hatte: Freude und Erfolg im Job und dann auch noch meine Traumfrau kennengelernt und mit ihr eine wundervolle Tochter bekommen. Doch, ehrlich gesagt, fing alles schon in der Schwangerschaft an: Sie hatte einige Wochen schwere Depressionen, wollte das Kind erst doch nicht mehr, entschied sich letztendlich aber doch dafür. Ich stand ihr so gut es ging bei in dieser schwierigen Phase, aber hatte danach schon weniger das Gefühl, dass uns das gemeinsame Durchstehen dieser Schwangerschafts-Depression nicht mehr zusammen geschweißt hat, sondern eher in mir etwas kaputtgemacht hat. Das wird schon wieder, dachte ich damals. Bis zu dem Moment, als sie mich (ich hatte mal wieder mit unserer damals zweijährigen Tochter gebadet) ganz böse und andewidert ansah. Als ich später fragte, was los war, sagte sie mir, ich hätte bestimmt eine Erektion gehabt (was nicht stimmte) und heimlich unsere Tochter belästigt. Es war, als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen.

In der Zeit darauf klärte es sich für mich auf: Meine Partnerin gestand mir, dass sie in jungen Jahren von einem Freund übergriffig behandelt und beinahe vergewaltigt wurde, daher hat sie ein Trauma, welches sie nun auch von einem Psychologen behandeln ließ. Und trotzdem: Auch hier sind viele Narben zurückgeblieben. Ebenso bei der Tatsache, dass sie sich kein zweites Kind wünscht, obwohl wir früher oft davon sprachen und uns auch schon vorstellten, wie dann das Kinderzimmer der zwei aussehen wird usw. Wie schon gesagt: Man sagt ja oft, dass durchstandene Krisen einen nur noch mehr stärken in der partnerschaftlichen Bindung. Aber dieses Gefühl verspüre ich nicht, so sehr ich mich auch bemühe. Und dann kam Folgendes: Mit zwei meiner Ex-Freundinnen habe ich noch guten, freundschaftlichen Kontakt, aber kürzlich bin ich mit beiden im Bett gelandet. Ich weiß, dass das moralisch total scheiße ist und ich hege auch nicht die Absicht, mit einer der beiden Damen wieder eine Beziehung zu beginnen. Doch ich bin echt verzweifelt und weiß nicht, was ich tun soll? Ich liebe mein Kind und möchte immer für sie da sein, aber wäre das bei einer Trennung überhaupt möglich? Und stellt sich dieses “Wir haben die schwersten Krisen überwunden und sind dadurch untrennbar“-Gefühl doch noch irgendwann ein?

Beichthaus.com Beichte #00040901 vom 21.01.2018 um 13:55:55 Uhr in 64521 Groß-Gerau (Frankfurter Straße) (21 Kommentare).

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Die scharfe Referendarin

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit Schule München

Ich (m/18) stehe gerade kurz vor dem Abitur. Mittlerweile dürfte auch der Letzte gerafft haben, dass die Wochen direkt nach den Osterferien - also die Prüfungen - echt nicht mehr weit weg sind. Daher lernen wir, was das Zeug hält. Um den Kopf vom Lernstress zu befreien, begebe ich mich gerne in Europas größte Therme hier in der Nähe von München. Im Dampfbad musste ich letzte Woche mit Erschrecken meine Englischlehrerin auffinden. Verdammt, was diese etwa 30-jährige Referendarin unter ihren üblichen sackartigen Pullis für ein unfassbar scharfes Fahrgestell ihr Eigen nennt ist der Hammer! Ich beichte, dass ich vorhabe, sie zum einen im Englisch-Abi voll wegzurocken und sie zum anderen nach dem Abi mal auszuführen und hemmungslos ... Ihr wisst schon.

Beichthaus.com Beichte #00040893 vom 17.01.2018 um 15:36:07 Uhr in München (Ottobrunner Straße) (25 Kommentare).

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Leben in Freiheit

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Stolz Deutschland

Ich (m/30) bin jetzt endlich aus dem endlosen Hamsterrad ausgebrochen. Was ich beichte? Ich habe dabei viele Freunde und meine Familie etwas verletzt, in dem ich sie einfach zurückgelassen habe. Aber mir geht es hierbei eben erstmal um mich. Mit 26 habe ich nach meinem Studium angefangen als Bauingenieur recht gut bezahlt und mit sehr sicherer Stelle im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Ich habe dann Anfang des letzten Jahres einen schönen Betrag von 100.000 Euro in einer Lotterie gewonnen. Das ist eine Menge Geld, aber nicht genug um nie wieder arbeiten zu müssen natürlich. Ich habe lange überlegt was ich damit machen soll, ein kleines Haus anzahlen? Ein teures Auto kaufen? Einfach für später sparen? Vor ein paar Monaten habe ich dann meine Entscheidung gefällt und meinen Job gekündigt. Wie es aber später mal weitergeht, weiß ich noch nicht. Ich habe dann meine Wohnung aufgelöst und ein paar Dinge eingelagert und nach Australien geflogen. Ich werde nun erstmal eine schöne Weltreise machen, denn ich will von meinem Leben einfach mehr haben, als jeden Tag von 9 bis 17 Uhr zu arbeiten, nur damit ich genug Geld habe, um dann in einer Wohnung zu schlafen, damit ich am nächsten Tag wieder pünktlich aufstehen kann.

Ich kann doch die besten Jahre meines Lebens einfach nicht damit verschwenden, jeden Tag in einem scheiß Büro zu sitzen und dann mal drei Wochen im Jahr einen Urlaub in Spanien zu machen. Nein, das will ich einfach nicht. Unsere Gesellschaft ist einfach schon immer ekelhaft, alle Menschen hocken in ihren Hamsterrädern und bekommen gerade so genug Geld um zu leben und sich etwas Unterhaltung zu leisten, damit keiner auf die Barrikaden geht. Damit wird dann ein paar Tausend superreichen "Entscheidern" ein Luxusleben ermöglicht. Ich bewundere all die Aussteiger, die diesem ekelhaften System einfach den Rücken gekehrt haben. Ich werde nie wieder in dieses Hamsterrad zurückkehren und ob ich je wieder nach Deutschland zurückkehre, weiß ich auch noch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00040891 vom 17.01.2018 um 11:13:53 Uhr in Deutschland (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das letzte Einhorn

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Manie Medien

Ich (m/39) möchte hiermit beichten, dass ich als "gestandenes Mannsbild" den Zeichentrickfilm "Das letzte Einhorn" liebe, ihn mir aber nicht zu oft ansehen kann, da ich jedes Mal mehrfach hemmungslos weinen muss. Komischerweise konnte ich den Film als Kind nicht ausstehen. Ich weiß nicht einmal wieso dem so ist, aber ich wollte es mal loswerden.

Beichthaus.com Beichte #00040868 vom 10.01.2018 um 19:06:52 Uhr (15 Kommentare).

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