Kindergeburtstag

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Diebstahl Falschheit Schamlosigkeit Erftstadt

Ich war mit 11 Jahren auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Wir spielten mit den Barbies meiner Freundin, die Geburtstag hatte, und deren Schwester. Die beiden hatten total schöne Barbiekleider, und ich ließ, als keiner guckte, die zwei schönsten (eins von meiner Freundin, eins von ihrer Schwester) in meiner Tasche verschwinden. Blöderweise guckte das Kleid meiner Freundin aus der Tasche raus, und sie sah es. Ich meinte, ich habe es wohl aus Versehen eingesteckt, und gab es zurück. Damit war der Fall erledigt. Von der Sache wurde auch nicht mehr gesprochen, bis die Schwester meiner Freundin ihr Barbiekleid vermisste. Sofort guckten alle mich an, und die beiden Gastgeber verlangten, in meine Tasche gucken zu dürfen. Ich heulte wie ein Schlosshund und verbat mir dieses, wohl wissend, dass ich damit aufgeflogen wäre. Die beiden verlangten das immer wieder, dann nahm ich die Tasche und rannte heulend zur Mutter meiner Freundin. Die zwei Mädels kamen mir hinterher und sagten, ich habe bestimmt geklaut, garantiert sei das Kleid in meiner Tasche. Ich bekam mächtig Angst, aber die Mutter der beiden befahl ihren Töchtern, mich in Ruhe zu lassen, und tröstete mich liebevoll. Sie schaute nicht in meine Tasche, und ich durfte mit ihr fernsehen. Am Ende der Party fuhr sie uns alle nach Hause, und ich ließ mir vor meinen Eltern nichts anmerken. Das Mädchen sprach allerdings nie wieder mit mir und lud mich auch nie wieder zu sich nach Hause ein.

Beichthaus.com Beichte #00028727 vom 14.03.2011 um 21:22:37 Uhr in Erftstadt (15 Kommentare).

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Oberbürgermeisterwahl

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Betrug Faulheit Politik

Oberbürgermeisterwahl
Bei der letzten Wahl zum Oberbürgermeister einer Stadt hatte ich dort als Wahlhelferin mitgearbeitet. War schließlich leicht verdientes Geld: Den ganzen Tag dumm rumsitzen, Namen abhaken und dann 50 oder 80 Euro am Ende bekommen. Nunja. Nach 18 Uhr hatte unser Wahllokal geschlossen. Wir haben fleißig Stimmen ausgezählt und uns dabei über einige verschändelte und ungültig gemachte Wahlzettel amüsiert.

Dabei lief es so ab, dass wir für jeden Kandidaten einen Haufen gemacht haben, und uns einen Packen Zettel genommen haben und dann reihum jeweils die Zettel auf den richtigen Haufen gelegt hatten. Ich kann schon von Stolz behaupten, dass in unserem Wahlkreis keine einzige Stimme für den rechtsradikalen Kandidaten abgegeben wurde. Am Ende addierten wir die jeweiligen Stimmen der einzelnen Kandidaten zusammen. Doch dann kams: Die Zahl der abgehakten Namen auf der Liste stimmte nicht mit der Anzahl der Wahlzettel überein. Somit haben wir nochmal alles durchgezählt, schließlich muss man das ja auch offiziell so machen. Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Stimmzettel es waren, doch ich denke über 3000 waren es schon. Nach dem zweiten Durchzählen kamen wir dem Ergebnis schon ein wenig näher. Dennoch: es war noch ein Wahlzettel mehr als abgehakte Nahmen auf der Liste.
Unser Wahlleiter machte den Vorschlag einen ungültigen Zettel (es gab viele, die leer abgegeben wurden) zu vernichten, damit wir uns ein neuerliches Zählen ersparen. Den ganzen Tag rumsitzen strengt schließlich an. Darüber haben wir Wahlhelfer dann ganz brav demokratisch abgestimmt. Eine Person war dagegen. Wir haben sie dann aber überredet und einen leeren Zettel vernichtet, damit die Zahlen übereingestimmt haben. Somit beichte ich, dass ich persönlich daran beteiligt war, dass eine Oberbürgermeisterwahl einer mittelgroßen Stadt (über 500.000 Einwohner) nicht zu 100 Prozent demokratisch abgelaufen ist.

Beichthaus.com Beichte #00028725 vom 14.03.2011 um 10:34:25 Uhr (34 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Verlängerte Wochenenden

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Faulheit Schamlosigkeit Stolz Schule Scheßlitz

Da ich in meiner Schulzeit ein ziemlicher Versager war, fiel ich mehrmals durch. So hatte ich das "Glück" im Laufe der 10. Klasse 18 zu werden. Auf Grund dessen war ich ab meinem 18. Lebensjahr kein einziges mal Montags und Freitags in der Schule. Attest vom Arzt nicht nötig. Eigenhändige Entschuldigung reichte. Gesagt hat auch keiner was. Das Sekretariat hat nach einiger Zeit sogar gelacht, wenn ich angerufen habe. Meine Eltern waren beide berufstätig und ich konnte so immer gemütlich mein verlängertes Wochenende genießen. Wenn sie Urlaub hatten, ging ich in die Stadt. Ich möchte beichten, dass ich trotz meiner Faulheit immerhin als Drittbester meine Mittlere Reife geschafft habe. Eigentlich hatte ich mir den Schulabschluss nicht verdient. Dafür bin ich in meinem jetzigen Job sehr fleißig und habe noch nie blau gemacht. Macht aber auch mehr Spaß als Schule.

Beichthaus.com Beichte #00028718 vom 10.03.2011 um 21:32:47 Uhr in Scheßlitz (20 Kommentare).

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Verkehrskontrolle

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Falschheit Waghalsigkeit Polizei

Ich (m) war als Jugendlicher ein großer Fan von Bund und Polizei und alles was damit zu tun hatte. Und so hatte ich mir über ebay einige Utensilien der Polizei ersteigert, unter anderem die bekannte Polizeijacke, sowie ein Pulli, eine Schirmmütze, die Polizeikelle und ein paar Kleinigkeiten. Der ganze Spaß hat mich ungefähr 200 Euro gekostet. Ich und mein bester Freund (er war auch Polizeibegeistert und hatte einige Polizeiutensilien) hatten immer einen Riesen Spaß damit, uns als Polizisten zu verkleiden und so durch unser Dorf zu laufen. Natürlich nur nachts. Wir sahen wie echte Polizisten aus. Und so fuhren die näher kommenden Autos auch immer sofort langsamer, wenn sie uns sahen. Eines Tages kam mein Kumpel dann auf die blöde Idee Polizeikontrolle zu spielen. Also sind wir mit dem Rad ein paar Dörfer weiter gefahren und haben uns am Ortseingang positioniert. Wir hatten eines dieser Diskoblaulichter. Das haben wir auf ein parkendes Auto gestellt. Und so haben wir auf ein Auto gewartet und es dann raus gewunken. Wir haben uns die Schirmmützen tief ins Gesicht gezogen und sind dann zu dem Auto gegangen und haben uns Führerschein und Fahrzeugpapiere geben lassen. Der ältere Mann war sehr verängstigt und er tat mir fast ein bisschen Leid. Wir haben ihn dann mit einer Verwarnung wegen zu schnellen Fahrens gehen lassen. Das Spiel haben wir etwa die halbe Nacht gemacht und sind dann nach Hause gefahren. Natürlich haben wir uns dann für die nächste Nacht wieder verabredet. Das Ganze nahm erst sein Ende als uns der Dorfpolizist fragte, ob wir die beiden Polizisten gesehen hätten, die in der letzten Nacht in einem Nachbardorf Verkehrskontrolle machten. Wir hatten einen Riesenschiss und machten das Ganze nie wieder. Sorry!

Beichthaus.com Beichte #00028715 vom 09.03.2011 um 22:41:57 Uhr (25 Kommentare).

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“Beichte

Die Tussi aus dem Mathe-Kurs

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Hass Boshaftigkeit Falschheit Internet Schule Mainz

Vor etwa zehn Jahren war ich (w/25) noch auf dem Gymnasium. Ich war eine relativ stille, zurückhaltende Schülerin, zu den Strebern gehörte ich dennoch nicht. Ich wurde wahrscheinlich als eine gewissenhafte Schülerin eingestuft, was mich manchmal doch ein bisschen angekotzt hat, weil ich zwar äußerlich recht unscheinbar war, innerlich jedoch durchaus fiese Gedanken hegte. Meist jedoch berechtigt. Es gab da so eine Schülerin in meinem Mathe-Kurs, die immer total aufgebrezelt in die Schule kam und wirklich strunzdumm war, immer am Lästern und Tratschen. Außer ihrem Aussehen hatte sie sicher keine Beschäftigungen. Sie hat sich immer als erste über alles aufgeregt und fand immer alles "total unfair", was Lehrer so gemacht haben. Sie war einfach eine extreme Nervensäge. Das sah nicht nur ich so. Dennoch hatte sie ihre Tussi-Freundinnen, denen sie ein Ohr abgekaut hat und umgekehrt.


Eines abends kamen mir wegen dieser Knalltüte leichte Mordgelüste und ich war in Laune irgendwas anzustellen. Ich kramte im Internet die Lehrerliste hervor und fand ein paar Lehrer, die auch wie ich AOL hatten. Unter anderem stand dort eine Lehrerin, die ich vom Sehen kannte, aber nie im Unterricht hatte. Ich wusste aber, dass Sabine L., die Strunzdumme, bei ihr Unterricht hatte. Also legte ich einen neuen AOL Namen mit Sabines Vor- und Zunamen an und fügte die Lehrerin, Frau Fuchs, in der Freundesliste hinzu. Kaum war die Lehrerin online schrieb ich ihr munter ein Telegramm (funktioniert wie ein Messenger) als Sabine L. mit lediglich folgendem Inhalt: "Arschloch" und Grinse-Smiley hinten dran. Ich wollte es auch nicht übertreiben. Die Lehrerin antwortete natürlich nicht.


Direkt am nächsten Morgen kam ich zu Mathe in die Klasse und sobald ich auf meinem Hintern saß, hörte ich Sabine schon empört rumgeifern. Ich wusste sofort was los war, war aber schon etwas erstaunt darüber wie schnell das bekannt wurde. Die ganze Klasse war am Quasseln und Theorien aufstellen und ich stellte mich blöd und hörte interessiert zu. Immer wieder hörte ich Sabine sagen "das war irgendjemand, der sich an Frau Fuchs rächen will und dann soll es auch noch auf meinem Rücken ausgetragen werden" oder irgendwie sowas. Alle Leute gingen davon aus, dass sich jemand an Frau Fuchs rächen will. Dabei kannte ich die gute Frau noch nicht mal und sie war mir wirklich total egal. Niemand kam auf die Idee, dass man es auf Sabine abgesehen hatte. Frau Fuchs war natürlich blöd genug zu glauben, dass es auch tatsächlich Sabine war. Wie blöd kann man denn sein. Wenn ich sowas machen wollte, schreib ich doch nicht mit vollständigem Namen meine Lehrerin an. Ich fand es zu gut. Die Lehrerin schien dann noch einiges unternommen zu haben und ich weiß auch gar nicht genau, welche Konsequenzen es gab, weil es schon wieder 10 Jahre her ist. Ich würde mich diebisch freuen, wenn Sabine L. das jetzt liest.


Ich bin mir sehr sicher, dass niemand in der Stufe auf die Idee gekommen ist, dass ich das war. Ich war viel zu ruhig und brav, als dass man mir das zugetraut hätte. Umso mehr freute es mich, dass ich der Grund war, dass alle sich das Maul zerrissen haben. Mit so wenig Aufwand soviel Drama-Show veranlasst zu haben fand ich äußerst unterhaltsam. Ich habe Sabine vor einer Weile zum ersten mal nach der langen Zeit an der Bushaltestelle stehen sehen und da fiel mir diese Geschichte wieder ein. Ich musste direkt grinsen. Ich habe das damals niemandem verraten und jetzt nach 10 Jahren wollte das mal raus. Und was die meisten nicht wissen: es werden immer die lauten verdächtigt, es sind aber immer die stillen, mit denen keiner rechnet.

Beichthaus.com Beichte #00028710 vom 09.03.2011 um 12:14:29 Uhr in Mainz (26 Kommentare).

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