Der Nazi-Troll aus meiner Nachbarschaft

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Vorurteile Engherzigkeit Maßlosigkeit Internet Nachbarn

Ich (m/43) habe durch Zufall herausgefunden, dass ein Nazi-Troll, den ich auf einer kleinen aber recht bekannten Newsseite regelmäßig in seine Einzelteile zerlege, mein direkter Nachbar (etwa 20) ist. Der Zufall war, dass er, als wir uns im Treppenhaus trafen und unterhielten, sein Tablet bei sich trug, und ich kurz bevor ich die Wohnung verließ, noch auf dieser Seite ordentlich was gegen ihn geballert hatte. Nach ein paar Minuten sah er drauf, wurde leichenblass, murmelte "Dieser elende Hurensohn von (mein Username dort) hat es wieder gewagt, mich anzulabern, ich kriege die kleine Drecksau aber schon noch!", sagte Tschüss und zog sich in seine Wohnung zurück. Witzig hierbei ist, dass mein Nachbar dem Klischee des arbeitslosen und rechtsradikalen Alkis in vielem entspricht - davon abgesehen, dass er nicht mehr sehr laut ist und keinen mehr mit Nazisprüchen belästigt, das traut er sich nämlich nicht mehr.

Meine Beichte ist, dass ich, seit ich das weiß, ihn noch mehr triggere und immer kleine Anspielungen einfließen lasse, die nur er verstehen kann, und mittlerweile schon regelmäßig etwa 2-3 Minuten Minuten (er ist dort wirklich daueronline) ein affenartiges, unartikuliertes Wutgeheul aus seiner Wohnung zu hören ist, insbesondere, wenn er wieder getrunken hat. Etwa eine Stunde danach kommt der nächste Sermon von ihm auf der Seite online. Den ich dann wieder innerhalb von 2-5 Minuten zerlege, ich habe mittlerweile schon Textbausteine vorbereitet, da er immer mit denselben "Argumenten" kommt.

Es hat zwei Gründe, warum ich das tue. Also mal abgesehen davon, dass es Spaß macht: Erstens kann ich kleine Hetzer, die aber im echten Leben dumme kleine Feiglinge sind, nicht ausstehen. Und zweitens stinkt der ganze Hausflur nach schalem Bier, Schweiß, Rauch (lüften kennt er nicht, seine verdreckten und fast blinden Fenster sind IMMER zu!) und wenige Tage um den Monatsanfang herum, massiv nach einem ekelhaften, billigen Gras - etwas Besseres kann er sich wohl nicht leisten. Wir haben Kinder, im Haus leben auch noch andere, und dieser Mensch mit seiner Einstellung und seiner Lebensweise stellt eine Gefährdung des Kindeswohles dar. Und da wir Eigentümer sind, ist Umziehen für uns derzeit keine Option. Sein Vermieter sagt, ihm ist das egal, solange er keine schlimmen Straftaten begeht, da die Wohnung für ihn ein Abschreibungsprojekt ist und nach dem Auszug vollsaniert werden soll.

Und ihn wegen der Kifferei anzeigen, nein, so eine Drecksau bin ich dann auch wieder nicht. Irgendwie verstehe ich ja, dass das eine der wenigen Freuden ist, die ihm noch bleiben. Aber trotzdem, irgendwann habe ich ihn so weit, dass er so ausrastet, dass irgendein Nachbar die Polizei ruft. Nach außen hin bin ich einer der wenigen, die noch normal mit ihm reden, und sollte er je daraufkommen, dass ich das bin oder es hier lesen, nun, ich bin sehr gespannt, ob er seine großmäuligen Drohungen wahrzumachen versucht. Rein körperlich bin ich ihm haushoch überlegen und festhalten, bis die Polizei kommt, wäre eh alles, was nötig wäre. Der hat auch da nichts drauf.

Beichthaus.com Beichte #00040548 vom 28.10.2017 um 04:50:28 Uhr (23 Kommentare).

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Der Pudel der alten Dame in Not

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Waghalsigkeit Tiere

Die Untermieterin von einer Verwandten war weit über 90 und die Dame hatte einen Asbach uralten Pudel. Die Dame wurde krank und da meine Verwandten selbstständig sind bat man mich auf das Tier aufzupassen. Man gab mir sogar ein wenig Taschengeld dafür. Ich war gar nicht begeistert, da ich den Hund peinlich fand, denn meine Freunde haben mich aufgezogen. Pudel das wäre nen Altweiber- und Schwulenhund. Nur ein Rottweiler oder Schäferhund wäre ein guter Hund. Zudem hatte der Pudel kaum noch Fell, war fast blind und reichlich klapperig. Meine Verwandte sagte dass der Hund mit seinen 20 nicht mehr gut dabei wäre und schwer herzkrank sei. Meine Freunde und ich waren circa 15 und dumm wie Brot und so beschlossen wir, mit dem Hund mal ein Ausdauerlauf zu machen, um zu gucken ob er das überlebt. Es ging im Eiltempo mit dem Pudel an der Leine über Stock und Stein, einmal übers ganze Truppenübungsgelände, den Wald und wieder Heim, bis der Hund fiepend und jammernd alle Viere von sich streckte.

Kurzum, es war versuchter Mord. Erst als er da lag und keinen Ton mehr sagte, kackten wir uns vor Panik ein. Irgendwann hat das arme Tier sich wieder erholt. Die ganze Nacht hörte man ihn jammern und morgens kam er kaum zum Fressnapf. Ich habe im Bett geheult. Als wir ihn wieder abgeben mussten, sagte ich, dass ich immer artig Gassi geführt hätte und lieb zu ihm war. Die restlichen zwei Tage war ich das sogar! Ich habe ihn zum Kacken getragen, ihm Leckerli gegeben, mit ihm gespielt und ständig gestreichelt. Meine blöden Freunde, von denen war Wochen lang nix zu sehen, die hatten Schiss, dass der Hund die Löffel abgibt.

Das Jahr haben weder die Oma noch ihr Pudel überlebt. Ich hab mir lange Vorwürfe gemacht, dass ich schuld dran war, dass sie beide gestorben sind. Heute hätte ich selbst gern einen Pudel, weil ich mittlerweile weiß, wie schlau, verspielt, gelehrig und sauber sie sind, denn sie haaren kaum. Ich bin seit dem nie wieder böse zu Haustieren gewesen. Ich war ein A****loch und das, obwohl ich Tiere mag.

Beichthaus.com Beichte #00040541 vom 26.10.2017 um 20:36:51 Uhr (6 Kommentare).

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Das Mädchen, das mit Steinen warf

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Rache Zorn Lügen Kinder Osnabrück

Mit acht oder neun Jahren machte ich (w/20) mit meiner Klasse einen Ausflug in den Wald. In der Grundschule mussten wir immer zu zweit nebeneinander laufen, meine Freundin und ich liefen natürlich nebeneinander und redeten aufgeregt miteinander. Irgendwann liefen wir alle an einem großen Teich entlang, dort schwammen Enten. Als Kind habe ich immer gerne Enten beobachtet, wenn ich mit meinen Eltern spazieren war. Plötzlich bemerkten meine Freundin und ich, dass ein Mädchen aus unserer Klasse mit größeren Steinen nach den Enten warf und lachte. Das Mädchen war für ihr Alter recht groß und stark, zusätzlich mobbte sie immer gern andere Schüler und verbreitete Lügen. Obwohl die Lehrer sagten, sie soll aufhören, tat sie es nicht, was mich wütend machte. Später kamen wir an einem Spielplatz an, alle rannten sofort zu den Spielgeräten.

Ich ging zu dem Mülleimer, um ein Taschentuch wegzuwerfen, aber als ich den großen Stein neben dem Mülleimer sah, wollte ich mich an dem Mädchen rächen, dafür, dass sie ständig auf Schwächere losging. Ich nahm ihn mit und suchte das Mädchen. Als ich sie gefunden hatte, knallte ich ihr den Stein voller Wucht an die Stirn, sie schrie auf und das kurze Gefühl der Genugtuung war verschwunden, denn sie blutete. Eine Lehrerin wurde darauf aufmerksam und fragte mich, was passiert sei. Ich galt als brave, schüchterne Schülerin, weshalb ich behauptete, das Mädchen hätte mich darum gebeten, ihr den Stein zuzuwerfen. Obwohl das Mädchen mehrfach protestierte, glaubte mir die Lehrerin und das Mädchen musste abgeholt werden. Es tut mir nur leid, dass ich die Lehrerin belogen habe!

Beichthaus.com Beichte #00040469 vom 14.10.2017 um 16:06:52 Uhr in Osnabrück (10 Kommentare).

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Peinlichkeit beim Frauenarzt

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Peinlichkeit Wollust Gesundheit Traunstein

Mir (w/38) ist letzte Woche das Schlimmste passiert, was ich mir an Peinlichkeit vorstellen kann. Ich war bei meinem Gynäkologen und ich habe keine Ahnung, warum - aber im Laufe der Untersuchung bin ich relativ unvermittelt aber sehr heftig und somit auch deutlich erkennbar gekommen. Vielleicht, weil ich sehr lange keinen Sex hatte, ich habe wirklich keine Ahnung. Ich wäre am liebsten im Boden versunken. Mein Arzt hat die Situation perfekt umspielt, erst einmal eine Pause eingelegt und gesagt, dass das gar kein Problem ist oder ein Grund sich zu schämen. Aber ich finde das einfach nur schrecklich peinlich und kann doch jetzt nie wieder zu diesem Arzt gehen. Und sprechen kann ich auch mit niemandem drüber, weil es mir dermaßen unangenehm ist...

Beichthaus.com Beichte #00040441 vom 09.10.2017 um 22:22:29 Uhr in Traunstein (24 Kommentare).

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Hund zu Tode gefüttert!

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Vandalismus Missbrauch Maßlosigkeit Tiere Nachbarn Schleswig-Holstein

Als ich (w) noch zur Schule ging, lebte neben uns ein Ehepaar, etwa Ende 50/Anfang 60. Sie hatten einen Mischlingshund, unter anderem war ein Dackel drin. Das war ein toller Hund und ich bin anfangs immer wieder mit ihm spazieren gegangen. Schon damals war ich total erschrocken, wie ungesund der Hund gefüttert wurde. Er bekam quasi rund um die Uhr Leckerli, ständig etwas vom Tisch, dazu noch viel zu viel Nass- und Trockenfutter. Er war deshalb schon von Anfang an zu dick. Aber was anfangs "ein bisschen zu dick" war, änderte sich mehr und mehr zu "lebensbedrohlich fett." Ich traute mich lange nicht, doch irgendwann sprach ich sie an, dass der Hund viel zu dick ist und sie ihm nicht so viel geben dürften. Sie fanden das auch gar nicht schlimm (waren von der Art her sehr gutmütige Leute) und meinten, dass ich sicher recht habe, aber der Hundeblick lässt sie ganz schnell weich werden. Es wurde immer schlimmer und ich fragte meine Eltern, ob ich jemandem Bescheid geben soll und sie meinten, dass ich das nicht machen kann, da uns das nichts angeht, das sei nur Sache der Besitzer.

Dann musste der Hund irgendwann eingeschläfert werden. Ich war damals vielleicht 14 Jahre alt und habe stundenlang geheult, weil er noch so lange hätte leben können, wenn er nicht so dick und bewegungsunfähig gefüttert worden wäre. Ich habe mit irgendeinem Lack, den man quasi kaum abbekommt "Tierquäler, Tiermörder" an die Hausfassade gesprüht. Meine Eltern haben erst kurz getobt, weil ich aber so fertig war, haben sie mich in den Arm genommen und sagten, dass man vielleicht wirklich etwas hätte unternehmen sollen. Tage später klingelte das ältere Ehepaar, nahm mich zur Seite und sie sagten, dass sie sich so sehr schämen, sie hätten jetzt dazu gelernt. In sehr anstrengenden Tagen haben wir es alle zusammen geschafft, den Lack zu entfernen.

Ich schäme mich oft, dass ich nicht einfach Hilfe geholt habe für den Hund. Die Sache mit dem Lack war sicher auch nicht richtig, aber ich hatte ja schon den Gedanken, warum habe ich auf meine Eltern gehört? Oft denke ich, dass es auch daran lag, dass ich mich mit den Leuten weiterhin gut verstehen wollte, die waren fast wie Großeltern für mich und sind es auch heute noch (leben aber mittlerweile in einer Senioren-WG und hatten seither keinen Hund mehr).

Beichthaus.com Beichte #00040434 vom 08.10.2017 um 08:18:27 Uhr in Schleswig-Holstein (12 Kommentare).

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