Der Witz auf der Bühne

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Peinlichkeit Urlaub Tübingen

Der Witz auf der Bühne
Als ich so zwischen acht und zehn Jahre alt war, verbrachte ich zusammen mit meiner Familie einen Urlaub in Tunesien. Es gab da von den Animateuren auch eine Show für die Kinder: Wir spielten Reise nach Jerusalem auf der Bühne und die Hotelgäste im Publikum schauten uns zu. Der Animateur redete mit jedem Kind, das verloren hatte, kurz ein paar Worte, bevor es von der Bühne ging. Also wie man hieß, warum man verloren hatte, ob es einem gefallen hat oder einen Spruch. Ich stand also, nachdem ich ausgeschieden war, nervös da vor den vielen Leuten und sollte außer meinem Namen noch irgendwas sagen. Mir fiel dabei nur ein blöder Witz ein, den ich irgendwann mal gehört hatte. Also sagte ich zum Animateur: "Ich hätte halt noch einen Witz. Also: Was ist der Unterschied zwischen dir und einem Vulkan? Der Vulkan ist ein Erdloch und du bist ein Arschloch." Das ganze Publikum brach in schallendes Gelächter aus. Meine Eltern fanden das aber nicht so witzig und der Animateur war ebenfalls verlegen. "Ich habe es nicht ganz verstanden, aber es war wohl witzig", sagte er nur dazu. Ich beichte hiermit, dass ich meine Familie und mich selber in diese peinliche Situation gebracht habe. Ich hatte am nächsten Tag Angst, dass mich jemand im Speisesaal erkennen könnte. Meine Eltern haben mir das auch noch ein paar Jahre danach vorgeworfen. Aber mittlerweile ist es zum Lachen!

Beichthaus.com Beichte #00030968 vom 04.04.2013 um 10:15:20 Uhr in Tübingen (Europaplatz) (10 Kommentare).

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Die Zweitfamilie

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Betrug Fremdgehen Verzweiflung Familie Internet

Die Zweitfamilie
Ich muss hier etwas niederschreiben, das mir seit einer Woche sehr auf den Schultern lastet. Es fing damit an, dass mein Computer den Geist aufgab und da ich kein internetfähiges Smartphone oder Tablet habe, musste ich demnach ohne Internet auskommen. Ein neuer PC war schnell bestellt, doch sollte erst in ein paar Tagen geliefert werden. Unser PC im Wohnzimmer hat keinen Internetanschluss und so war ich relativ genervt, als mir mein Vater, Consultant für Unternehmen, auch seinen Firmenlaptop nicht zumindest für ein paar Minuten überlassen wollte. Ich muss dazu sagen, dass ich im Rahmen meiner Tätigkeit als angehender Anwendungsentwickler auch auf das Internet nach der Arbeit angewiesen bin. Nach langem Hin und Her entschloss ich mich kurzerhand, seinen Laptop ohne Erlaubnis zu benutzen, was auch nicht wirklich schwierig war, da mein Vater zu den Menschen gehört, welche ihre Passwörter auf einem Klebezettel in der Innenseite des Laptops aufbewahren. Kurz eingeloggt und schon war ich im Internet, das E-Mail Programm war offen und da der PC im Standby-Modus war, sprangen mir gleich einmal ein halbes Dutzend Nachrichten entgegen.
Normalerweise öffne ich fremde Mails nicht, doch in etwa zehn Minuten kam immer wieder dieses nervige Signal, sodass ich draufklickte, um es zu beenden. Doch der Betreff der Nachrichten machte mich stutzig. Es war eine dieser klischeehaften Anreden und ich brach meine Regel und klickte mich durch die Mails, bis ich mir nach kurzer Zeit klar war, was hier vor sich ging. Mein Vater hatte eine Affäre. Ich konnte es nicht fassen, gleichzeitig hoffte ich, dass das möglicherweise ein Missverständnis ist, doch je weiter ich mich durchs Postfach klickte, desto mehr merkte ich, dass es keine Affäre war, sondern eine Art Zweitfamilie. Da waren also Fotos von einer Frau mit zwei kleineren Kindern, betitelt mit "wir vermissen dich, komm bald heim". Ein Junge und ein Mädchen in freudiger Umarmung mit der Mutter, im Hintergrund eine grüne Wiese und eine Schaukel. Die kurzen neuen Mails enthielten ähnliche Passagen und wünschten beste Grüße nach Zürich. Zürich war also der Ort, an den mein Vater immer wieder vorgab, auf Geschäftsreise zu sein, auch uns gegenüber. So langsam begriff ich erst, was ich da überhaupt sah, denn bisher lief dies im Zeitraffer, wie in einer Fernsehserie. Plötzlich machte alles Sinn. Warum mein Vater so viele Tage in der Woche nicht zu Hause ist, oder auch sehr spät von der Arbeit heimkommt, da die Klienten ihn angeblich wieder besonders auf Trab gebracht haben.
Ich schaltete den Laptop aus und ging erst mal außer Haus, um frische Luft zu schnappen und einen klaren Gedanken zu fassen. Immer wieder fragte ich mich, ob das überhaupt sein kann, was ich gesehen habe, und ob ich vielleicht sogar schlecht träume. Jetzt nach einer Woche habe ich mich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu reden, und nachdem ich von der Arbeit heim kam und meinen Computer jetzt vollständig ausgepackt, aufgebaut und eingerichtet habe, setze ich diese Beichte auf, und male mir das Worst-Case-Szenario vor meinem inneren Auge aus. Was könnte passieren, wenn ich es meiner Mutter erzähle, was würde passieren, wenn ich meinen Vater darauf anspreche. Ist es besser, den Mund zu halten. Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Beichthaus.com Beichte #00030967 vom 03.04.2013 um 21:53:48 Uhr (39 Kommentare).

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“Beichte

Das besondere Schattenspiel

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Peinlichkeit Sex Familie

Das besondere Schattenspiel
Ich möchte hier auch mal was beichten: Ich (w/20) hatte mit 14 mein erstes Mal, mein damaliger Freund war zu der Zeit etwa 16 und das war auch seine Entjungferung. Nun wollte mein Freund natürlich sofort alle möglichen Stellungen und Pratiken ausprobieren, die er […]
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Beichthaus.com Beichte #00030965 vom 03.04.2013 um 15:11:45 Uhr (29 Kommentare).

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Meine faulen Kollegen

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Aggression Ungerechtigkeit Kollegen Osnabrück

Meine faulen Kollegen
Ich gehe jeden Tag während meiner Arbeitszeit mindestens eine halbe Stunde kacken, um hier die neuesten Beichten zu lesen. Ich halte das für angemessen, weil ich der Meinung bin, dass ich deutlich mehr leiste als meine faulen Kollegen. Diese sind jeden Tag wirklich 90 Prozent ihrer Zeit am quatschen und Blödsinn machen. Des Weiteren finden die es sehr lustig, dass ich so karriereorientiert bin, weil ich während meiner Vollzeitstelle ein Studium und eine Onlinefirma unterhalte. Neulich meinte einer meiner Kollegen: "Oh, der werte Herr möchte irgendwann mal mein Chef werden." Daraufhin sagte ich nur trocken: "Wenn ich euer Chef werden sollte, wird meine erste Amtshandlung der Austausch der überflüssigen Mitarbeiter sein." Für den Moment war es wirklich eine Genugtuung, aber jetzt tut es mir leid, weil ich ihm vermutlich einen Teil seiner Zukunftspläne genommen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030963 vom 03.04.2013 um 01:07:11 Uhr in Osnabrück (17 Kommentare).

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Satanistische Symbole für die Gläubigen

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Satanistische Symbole für die Gläubigen
Als ich ungefähr neun Jahre alt war, gab es in unserer Nähe eine sehr strenge Gemeinde. Ich weiß nicht genau, was es war, sie trafen sich immer in einem sehr neuen Gebäude. Zeugen Jehovas waren es aber nicht. Auf jeden Fall haben die Mitglieder mich und meinen etwas älteren Bruder immer ziemlich mit Bekehrungsversuchen genervt, wenn wir an besagtem Gebäude vorbeigingen und ihnen dabei begegneten. Natürlich bekamen wir auf diese Weise aber auch mit, wann sie sich zum Gebet versammelten. In einer gut durchgeplanten Nacht- und Nebelaktion - zugegeben: es war Tag - haben wir ihren Eingangsbereich verschandelt. Aus Ermangelung an echtem Graffittilack mussten drei Dosen Schlagsahne herhalten. Mit denen haben wir dann allerlei satanistische Symbole und so überaus kreative Sprüche wie "Satan wird euch alle holen" an ihre Pforte und auf den Platz davor gesprüht. Doch damit nicht genug der Sünde. Anschließend sind wir mit unseren Hunden spazieren gegangen und haben zugesehen, wie die geschockten Gläubigen nach und nach eintrudelten. Auf Nachfrage haben wir ihnen außerdem vermittelt, dass wir bedauerlicher Weise keinen Täter gesehen hätten. Ich entschuldige mich hiermit offiziell für die Todesangst und den Schrecken, den wir ganz sicher verbreitet haben.

Beichthaus.com Beichte #00030958 vom 02.04.2013 um 10:43:51 Uhr in Chemnitz (20 Kommentare).

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