Meine verblödete Generation

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Zorn Hass Gesellschaft

Meine verblödete Generation
Ich (m/26) möchte beichten, dass ich 80 Prozent meiner Generation verachte und mich als etwas Besseres sehe. Ich weiß, das klingt sehr überheblich. Und weil ich sonst eigentlich gar nicht der Typ dafür bin, beichte ich hier auch, ich komme mir mit diesen Gefühlen nämlich nicht sonderlich gut vor. Das Ganze hat irgendwann in den letzten Jahren angefangen. So viele Leute in meinem Alter verhalten sich einfach unglaublich dumm. Das fängt auf unzähligen Social Media Seiten an, bei denen es nur darauf ankommt, wer die schöneren Ferienfotos von den teuersten Ferienorten, das bessere Auto oder die heißere Entenfresse posten kann. Mir kommt es so vor, als seien die Frauen nur zeigefreudige Schlampen und die Männer verzweifelte notgeile Idioten. Wenn diese Leute keine zwanzig wären, wäre mir das ja egal, aber nein - ich rede hier von Menschen, die die 25 schon überschritten haben. Das ist auch der Grund, dass ich mein Profil bei der bekanntesten Seite gelöscht habe.

Ich will die Begegnungen mit Leuten von früher wieder von Angesicht zu Angesicht erleben, wo man sich die News der letzten Jahre wie Heirat, Kind usw. erzählt und ich dann meine wahre Freude zeigen kann, weil ich vorher nicht alles schon im Netz erfahren habe. Da sind wir schon beim nächsten Problem. Man kann sich nicht vorstellen, was für lange Gesichter ich ernte, wenn ich erzähle, dass ich meinen Account deaktiviert habe. Das sagt mir doch auch wieder, dass meine Generation völlig die Realität verliert, weil man sich nicht vorstellen kann, wie man ohne diese Dinge mit seinen Leuten gut kommunizieren kann. Und man verpasst dann scheinbar auch alles. Wenn ich dann am Wochenende mal unterwegs bin und ein hübsches Mädchen kennenlerne, ist spätestens die zweite Frage, wo man sonst feiern geht. Da kommen dann auch lange Gesichter, wenn ich sage, dass ich nur alle drei Monate mal Ausgang habe. Das ist dann meist auch der Punkt, an dem meinem Gegenüber der Gesprächsstoff ausgeht, weil ich mich nicht über die angesagtesten Partys unterhalten kann. Mich stimmt es traurig, dass ich dann uninteressant werde, nur, weil ich halt lieber bei Freunden auf der Couch sitze und mit gutem Essen und guten Gesprächen den Abend verbringe. Offenbar herrscht aber die Meinung, dass das in meinem Alter noch nicht der Fall sein darf. In meinem Alter muss man sich für 300 Euro betrinken, eine heiße Dame abschleppen und diese dann bei einem sozialen Netzwerk stalken - und natürlich mit den Fotos mit ihrem Duck-Face im Umfeld angeben, da sie ja so einen geilen Körper hat. Danke, das brauche ich nicht, ich behalte meine Bettgeschichten für mich. Schließlich ist das privat und hat sonst niemanden zu interessieren.

Und dann gibt es noch die Sorte Mädchen, mit denen du zwar gut reden kannst, die aber nur geldgeil sind. Und das sind leider auch nicht wenige. Dazu muss ich sagen, dass ich sehr gut verdiene, doch ich zeige dass nicht nach außen. Ich habe normale Kleider an, trage keine dicke Uhr, werfe nicht mit Geld um mich und fahre ein ganz gewöhnliches Auto. Erst in meiner Wohnung sieht man, dass ich etwas besser lebe, als die meisten. Es ist oft so, dass ich einen One-Night-Stand mit in die Wohnung bringe. Auch wenn wir uns beide im Klaren sind, dass das nur eine einmalige Sache ist, ändert sich oft die Meinung der werten Damen. Dann heißt es nämlich oft, dass eine Zukunft mit mir doch gar nicht so unwahrscheinlich sei. Mir ist schon klar, dass diese Frauen dank ihres Urinstinktes nur nach einem Ernährer und Erzeuger suchen, aber wie schnell so ein Sinneswandel vorkommen kann, ist kaum zu glauben. Ich habe nicht selten eine der Frauen vergrault, weil ich dann gerne auch mal frei geradeaus sage, was ich davon halte. Das Einzige, dass mich dazu bringt, überhaupt auf neue Leute zuzugehen sind die Ausnahmen, die es zum Glück ja auch noch gibt. Leider viel zu wenige. Meine Generation ist am Verblöden!

Beichthaus.com Beichte #00032182 vom 06.11.2013 um 18:26:07 Uhr (53 Kommentare).

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Nacktbilder aus meiner Vergangenheit

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Schamlosigkeit Neugier Morallosigkeit

Ich (w/20) möchte heute meine Vergangenheit beichten. Ich bin ohne Vater aufgewachsen und hatte auch von meiner Mutter wenig, da sie oft arbeiten musste und auch heute noch mehrere Jobs hat, um mich und meine Schwester zu ernähren. Dadurch war ich oft auf mich gestellt und habe wenig Zärtlichkeit erfahren. So kam es, dass ich wenig Selbstbewusstsein hatte und mich dadurch oft in Sex gerettet habe. Ich war zwar immer mit den Jungs befreundet, aber meistens war es für mich von vornherein klar, worauf ein Treffen hinausläuft, denn "ich bin ja für nichts anderes gut". Der Sex hat mir auch nie Spaß gemacht, ich war nie an meinem Vergnügen interessiert, nur an der Aufmerksamkeit. Dadurch hatte ich natürlich auch den Ruf in der Schule weg und auch einige Nackt-Bilder waren in Umlauf. Inzwischen ist das Ganze zwar so lange her, dass ich kaum noch mitkriege, dass irgendjemand so über mich redet. Aber jedes Mal, wenn irgendwie das Thema Schlampe, Nacktbilder oder sonst irgendwas in der Art aufkommt, fühle ich mich schlecht, bilde mir blöde Blicke ein und sage gar nichts mehr.

Irgendwann habe ich, statt Sex, das Ritzen für mich entdeckt, weshalb ich später auch zum Psychiater musste, der mir aber kein Stück geholfen hat. Das Ganze lief so, bis ich meinen Freund kennengelernt habe. Ich war doof genug, ihm zu erzählen, dass ich ja schon so viele hatte und so viel Erfahrung hätte. Einfach nur, um mich mal wieder interessant zu machen. Für ihn war Sex aber schon immer etwas Besonderes und deshalb fühlt er sich jetzt immer klein neben mir. Er denkt wohl auch oft daran, mir fremdzugehen, um dieses Gefühl loszuwerden. Einerseits kann ich ihn verstehen, andererseits würde ich ihm so gern klar machen, dass es für mich absolut nichts Gutes oder Erstrebenswertes war. Seinetwegen habe ich auch mit dem Ritzen aufgehört, weil er gedroht hat, mich zu verlassen, wenn ich es weiterhin mache - aber mir gibt es einfach ein gutes Gefühl. Inzwischen habe ich zum Glück einen Sport für mich entdeckt, der mir mit meinem Selbstwertgefühl hilft, aber ich habe trotzdem noch oft das Bedürfnis, mir wehzutun. Ich weiß nicht wirklich, mit wem ich über meine Probleme reden soll, ich habe auch immer wieder depressive Phasen, möchte aber niemanden nerven oder belasten und suche mir deshalb keine Hilfe.

Beichthaus.com Beichte #00032177 vom 05.11.2013 um 23:44:32 Uhr (14 Kommentare).

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Eltern beklaut und trotzdem Pleite

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Diebstahl Habgier Geld Familie

Eltern beklaut und trotzdem Pleite
Ich habe jahrelang, vor allem während des Studiums, von meinen Eltern Geld geklaut. Sie sind finanziell sehr gut gestellt. Ich wusste immer, wo sie ihr Geld hatten. Da verschwanden dann hin und wieder mal 50 oder auch mehr Euros. Ich glaube, ich habe mich irgendwann daran gewöhnt. Obwohl ich auch immer Schüler- und Studentenjobs hatte. Im Prinzip war immer Geld da und ich konnte ergo auch bei fast allem (Parties, Kurzreisen, unnötige Anschaffungen) immer vorne dabei sein. Dadurch habe ich es nie gelernt, mit dem Geld auszukommen, was mir eigentlich monatlich zur Verfügung steht. Auch jetzt nicht nach dem Studium, obwohl ich letztendlich gar nicht so schlecht verdiene. Dies führte unter anderem dazu, dass ich ein Minus von 3.000 Euro anhäufte. Merkwürdigerweise konnte ich trotz Minus immer Geld vom Konto abheben. Mittlerweile habe ich einen Kredit aufgenommen um den Dispo auszugleichen. Dispo habe ich mittlerweile auch abgeschafft und ich kann nicht mehr unter 0 Euro kommen, damit sowas nicht wieder passiert. Ich fühle mich dreckig wegen der Klauerei. Wohlgemerkt auch immer nur bei meinen Eltern. Ich denke sie wissen es irgendwie, zumindest vom Gefühl her. Ich befürchte, dass ich dies nie meinen Eltern erzählen werde, weil ich mir unendlich schmierig und unfähig vorkomme und es einfach furchtbar peinlich ist.

Beichthaus.com Beichte #00032174 vom 05.11.2013 um 10:02:52 Uhr (5 Kommentare).

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Die harte Finanzbranche

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Aggression Hass Stolz Zorn Arbeit Euerdorf

Ich beichte hiermit, dass ich meinen momentanen Job und meinen Chef hasse. Derzeit absolviere ich ein Praktikum in einer Beratungsfirma und bis vor einigen Monaten hatte ich noch Freude an Zahlen und dem Finanzwesen. Bis ich hierhin kam. Ich bin jetzt 24 Jahre alt, sitze täglich locker 12 Stunden im Büro, wobei ich nur etwa vier Stunden wirklich arbeite. Der Rest ist sogenannte "Facetime". Man will sich ja vor dem Chef beweisen. Dann können aber auch gut und gerne 14 oder 15 Stunden aus einem Arbeitstag werden. Ohne, dass es Anlass dazugäbe. Außerdem entsprechen die Arbeiten, die ich erledigen muss, nicht meiner eigentlichen Anstellung. Als Praktikant werde ich dazu verdonnert administrative Arbeiten zu erledigen - man kann sich so gemütlich die Assistentin sparen und den Praktikanten für einen Hungerlohn arbeiten lassen und das Prinzip der Gewinnoptimierung verfolgen.


Das wäre mir eigentlich noch egal, doch sind die Arbeitsanweisungen meines ewig gestressten Chefs so schwammig, dass im Endeffekt sowieso wieder alles falsch ist. Er zieht dann mit genervter Miene davon und erledigt die Dinge selbst. Nicht selten sagt er, ich solle dies so tun, am nächsten Tag soll ich es aber dann doch wieder etwas anders machen. Ich hasse ihn. In einem Monat ist das Zeug zu Ende. Man bin ich froh. Ich hasse ihn. Ich habe schlimme Aggressionen ihm gegenüber entwickelt. Wie gesagt, ich beichte hiermit, dass ich meinen momentanen Job und Chef hasse und die Finanzindustrie mittlerweile langweilig und dämlich finde. Trotzdem habe ich vollen Respekt vor den mehrheitlich sehr intelligenten Personen, die in dieser Branche arbeiten. Allerdings ist es nichts mehr für mich. Weiter möchte ich beichten, dass ich früher nie Respekt vor den Leuten hatte, die wirklich arbeiten. Die Krankenschwester, die Altenpflegerin oder der Maurer um die Ecke, welche vielleicht aus geldtechnischen Gründen nie eine Universität besuchen konnten, hätten die 400.000 Euro jährlich viel mehr verdient, als der Sesselfurzer in seinem Armani-Anzug. Den Kapitalismus verehre ich trotzdem. Nach meinem Praktikum will ich aber ins Marketing. Ich möchte keiner dieser Typen werden, die ihrem Boss für Geld in den Arsch kriechen. Zudem will ich mich nach dem Ende dieses Praktikums bei meinen Freunden entschuldigen. Ich hatte kaum noch Zeit für sie. Lieber etwas weniger Geld und dafür Freunde, als viel Geld und keine Freunde.

Beichthaus.com Beichte #00032170 vom 04.11.2013 um 20:07:27 Uhr in Euerdorf (19 Kommentare).

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Nackt im Schwimmunterricht

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Boshaftigkeit Peinlichkeit Engherzigkeit Ignoranz Schule

In der Schule hatten wir oft Schwimmunterricht. Dort waren zwei große Umkleidekabinen für die Jungen und für die Mädchen direkt nebeneinander. Diese waren allerdings nicht komplett getrennt. Natürlich war eine Mauer dazwischen, allerdings ging diese nicht ganz bis zur Decke. Ich fand es damals unglaublich witzig, zu warten, bis eine Mitschülerin ausgezogen war und gerade in ihren Badeanzug schlüpfen wollte. In diesem Moment riss ich ihr den Badeanzug aus der Hand, nahm auch ihre Tasche mit den ganzen Sachen und warf sie über die Wand zu den Jungs. Sie wusste erst gar nicht, wie ihr geschah, als sie plötzlich nackt und schutzlos in der Umkleide stand. Da sie nicht sehr beliebt war, lachten die anderen eher noch, als ihr zu helfen. So blieb ihr nichts anderes übrig, als splitternackt in die Umkleide der Jungen zu gehen und ihre Sachen zurückzuholen. Heute tut es mir sehr leid, dass ich sie so blamiert habe und alle Jungs unserer Stufe das Mädchen nackt gesehen haben.

Beichthaus.com Beichte #00032166 vom 03.11.2013 um 15:38:45 Uhr (24 Kommentare).

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