Die Genusskackerin

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Falschheit Schamlosigkeit Verschwendung Straußfurt

Ich (w/18) bin eine Genusskackerin. Ich gehe nur ein bis zwei Mal pro Woche groß aufs Klo. Meine Darmtätigkeit hat sich mittlerweile so an meinen Tagesablauf angepasst, dass ich jede Woche am selben Tag praktisch zur selben Zeit merke, dass mein Darm sich entleeren will. Dadurch, dass ich nur so selten aufs Klo gehe, sehe ich durch meine schlanke sportliche Figur fast aus, als ob ich ein Babybäuchlein hätte, wenn ich nicht kacken war, und wurde auch schon öfters darauf angesprochen. Ich ernähre mich gesund und abwechslungsreich und treibe viel Sport. Dadurch, dass ich auch viele Ballaststoffe zu mir nehme, sammelt sich die Woche über ganz schön was an. Wenn es dann so weit ist, mache ich fast ein Ritual aus dem Gang zum stillen Örtchen. Ich lege mir Zeitschriften zurecht, mein Telefon wird ausgeschaltet und das Tablet kommt mit, damit ich mir Serien ansehen kann. Die ganze Prozedur kann sich dann schon mal ein bis zwei Stunden hinziehen, denn ich bin ja, wie gesagt, eine Genusskackerin.

Jetzt aber zum eigentlichen Problem, welches ich beichten möchte: Dadurch kommen da gigantische und steinharte Ausscheidungen zum Vorschein, welche jede Meterwurst auf der Kirmes in den Schatten stellen. Das Problem dabei ist, dass diese Würste regelmäßig das WC verstopfen, weil es scheinbar einfach zu viel ist. Der Vermieter hatte mich schon beschuldigt, dass ich Binden oder Tampons ins Klo werfe, weil er keine Lust hatte, zum dritten Mal die Rohrreinigung zu bezahlen, aber meine Hygieneartikel kommen nach Benutzung in den Müll, weil ich weiß, dass so etwas auch ganz fies die Rohre verstopfen kann. Der Klempner fand aber nichts, was nicht ins WC gehörte und somit konnten nur die Rohre an der Verstopfung schuld sein und mein Vermieter musste wieder mal für den Einsatz aufkommen. Es tut mir leid, dass aufgrund meiner Ess- und Kackgewohnheiten regelmäßig mein WC verstopft ist und mein netter alter Vermieter dafür aufkommen muss. Herr W. es tut mir leid. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034396 vom 24.11.2014 um 07:39:49 Uhr in Straußfurt (15 Kommentare).

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Mein Zweitleben als Punk

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Trunksucht Drogen Falschheit Begehrlichkeit

Jetzt sitze ich (w) nun hier. Ich komme aus einem sehr gut behüteten Elternhaus, habe meinen Realschulabschluss mit 1,9 gemacht und habe eine Ausbildung als Industriekauffrau angefangen. Ich war an sich immer das Mauerblümchen ohne Freunde, das sich eher zurückgezogen hatte, und recht spirituell angehaucht war. Dadurch, dass ich jetzt nicht mehr in die Schule gehe und nur noch Kontakt zu meinen spießigen Arbeitskollegen hatte, ging mir das schon ziemlich auf den Sack. Also habe ich mich aus meinem 80-Einwohner-Kaff hinaus und in eine etwas größere Stadt begeben, um dort einfach mal etwas zu erleben. Das war vor ungefähr acht Wochen. So kam es dann auch, dass ich inzwischen fast jedes zweite Wochenende in die Stadt fahre. Dort ist auch mein Freund ansässig und an den Wochenenden sind wir eigentlich ständig besoffen und auch mit vielen Punks unterwegs. Ich habe dabei festgestellt, dass meine Jugend jetzt erst richtig beginnt, denn vorher habe ich eigentlich nur gezockt und meine Schafe gestreichelt. Es ist mittlerweile sogar so weit, dass ich am Wochenende zu einem Punk mit roten Hosen und Springern mutiere - während ich unter der Woche das brave und spießige Mauerblümchen bin. Eigentlich finde ich beide Seiten meines Lebens toll, aber ich hasse es, wenn es ist wie heute und ich einfach nur meinem Wochenende hinterher trauere, während ich ein Shirt trage, das nach Bier, Tabak und Gras riecht.

Beichthaus.com Beichte #00034394 vom 23.11.2014 um 19:20:43 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Rivalität zwischen Fußball-Fanclubs

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Stolz Morallosigkeit Aggression Vandalismus Sport

Ich (w) bin in einem Fußball-Fanclub. Beim gestrigen Auswärtsspiel mussten wir noch ungefähr eine halbe Stunde vor dem Stadion warten, bis der Einlass geöffnet wurde. Ein wirklich netter Junge, etwa in meinem Alter, begann ein Gespräch mit mir. Er hatte einen Schal der Heimmannschaft an. Nach einigen Minuten merkte ich, dass dieses Gespräch in einen Flirt hinausläuft. Als das Tor geöffnet wurde, musste das Gespräch abgebrochen werden und wir haben uns an einem Getränkestand beim Gästeblock verabredet. In unserem Block wurde ich sogleich von Mitgliedern unseres Fanclubs zusammengestaucht, was das solle und warum ich mich so lange mit ihm unterhalten habe. In der Halbzeit traf ich mich mit ihm am Getränkestand, er war schon dort, hatte zwei Becher mit Glühwein in der Hand und strahlte über beide Ohren. Es war dort extrem voll, man stand sehr eng beieinander.


Während ich mich dann mit ihm unterhalten habe, standen zwei andere Mitglieder meines Fanclubs, beide weiblich, um uns herum. Eine hat versucht seinen Schal anzuzünden, das hat nicht geklappt, aber es gab ein größeres Brandloch, was in dem Moment niemandem aufgefallen ist. Die andere beschmierte seine Jacke und Hose mit Senf. Weitere Dinge konnten wegen der vielen Menschen um uns herum nicht durchgeführt werden. Meine Handynummer habe ich ihm natürlich nicht gegeben, obwohl ich Single bin. Ich werde ihn wohl nie wieder sehen. Im Nachhinein tut es mir leid, dass wir etwas Unfug mit ihm getrieben haben, aber er hat es auch verdient, wenn er sich mit gegnerischen Fangruppen unterhält. Andererseits muss ich immer wieder an ihn denken, denn er war so nett. Im eigenen Fan-Lager haben wir aber auch viel Anerkennung für unsere Tat erhalten.

Beichthaus.com Beichte #00034387 vom 23.11.2014 um 10:44:42 Uhr (28 Kommentare).

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Kotangriff auf Rentnerhaus

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Ekel Boshaftigkeit Vandalismus Trunksucht Nachbarn Regensburg

Ich (m/33) habe vor mittlerweile über 15 Jahren etwas ziemlich ekelhaftes gemacht. Im Sommer 99, ich hatte gerade mein Abi in der Tasche, war ich mit meinen Kumpels in der Innenstadt einen trinken, gegen vier Uhr traten wir dann zu Fuß stockbesoffen den Heimweg an. Wir (ich, meine zwei Nachbarn und ein Kumpel, der bei mir pennen wollte) waren schon fast zu Hause und redeten über einen alten Mann, der bei uns in der Siedlung wohnte und der uns allen zutiefst verhasst war. Wir nannten ihn immer den Nazi, nicht nur aufgrund einer schwer abstreitbaren optischen Ähnlichkeit mit dem Typen, der bei Schindlers Liste immer vom Balkon aus Leute erschießt, sondern auch, weil er wirklich ein Rassist war. Er pöbelte z.B. immer meinen dunkelhäutigen Kumpel an, der aus Nigeria stammte und adoptiert worden war, und lästerte immer über seine Eltern, so nach dem Motto, wie man den nur einen Negerjungen adoptieren könne. Er saß auch im Ortsvorstand einer kleineren rechten Partei. Dazu kam noch der ganze standardmäßige "böser, alter Mann"-Kram. Wenn mal ein Fußball über seine Hecke flog, er wohnte neben unserem Bolzplatz, behielt er ihn immer, er denunzierte Nachbarn wegen irgendwelchem Kleinmist und hetzte mir bei der Feier zu meinem 18. Geburtstag die Polizei auf den Hals, während alle anderen Nachbarn cool waren und einer sogar einen Kasten Bier spendiert hat. Er war wie Clint Eastwood in Gran Torino, bevor er sich wandelt.


Nun hatten wir an dem Abend alle komplett vollgetankt, wollten aber auch noch nicht ins Bett gehen. Aus der Kombination jugendliche Dummheit und Alkohol entstand dann die großartige Idee, ihm vor die Tür zu kacken. Wir haben ein paar Zeitungen aus umliegenden Briefkästen genommen und jeder hat dann einen Haufen auf ein Zeitungsblatt gesetzt. Eingerollt in die Zeitungen trugen wir dann die Kotwürste durch die Gegend, auf der Suche nach einem Ort, an dem wir sie am Besten anbringen könnten. Eine wanderte schließlich in den Briefkasten, eine durch die Hundeklappe in der Hintertür, eine wurde an der Scheibe seines Wintergartens verschmiert und eine wurde mit einem sauberen Wurf in ein offenes Fenster im zweiten Stock befördert. Im Nachhinein ist diese Tat natürlich sehr dämlich und einfach nur peinlich. Noch etwas mehr, als für die eigentliche Aktion, schäme ich mich für die Tatsache, dass ich heute noch darüber lachen muss, wie der Kerl am nächsten Tag bei uns sturmklingelte und meinem völlig perplexen Vater mit einer eingetüteten Kotwurst vor dem Gesicht rumfuchtelte und rumbrüllte, dass das bestimmt sein missratener Sohn und der Neger gewesen seien. Und ich muss zugeben, dass ich immer noch das örtliche Lokalblatt in einer Schublade habe, mit der Überschrift: "Kotangriff auf Rentnerhaus - politisch motiviert?"

Beichthaus.com Beichte #00034383 vom 22.11.2014 um 23:05:42 Uhr in 93051 Regensburg (Augsburger Straße) (8 Kommentare).

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“Beichte

Der Fluch des Kinderkriegens

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Boshaftigkeit Hass Zorn Schwangerschaft Kinder Ingolstadt

Ich (w) will keine Kinder! Es fängt schon an, wenn die guten Frauen schwanger werden und dann überall diese Ultraschallbilder umherzeigen, auf denen ich absolut nichts erkenne. Ich glaube ja, dass nur werdende Eltern ein angehendes Leben auf diesen Bildchen erkennen können. Schwanger - schön und gut, aber so sind die normalen Schwangeren wie die von früher? Wenn sie dann mit einer richtigen Kugel herumlaufen und jedem zeigen, dass sie schwanger sind und erzählen, was sie nun alles tun und lassen müssen. Und dann ziehen sie sich Unmengen an Fachbüchern rein: Wie wird mein Kind besser als die anderen? Schwangere lesen nicht mehr so etwas wie früher: "Wie bringe ich mein Kind zum Durchschlafen?" Nein, immer so komische Dinge, wie ihr Kind besser wird und wie man sein Kind vegan ernähren kann. Dann, wenn das Kind da ist, muss man es ja ganz arg lieb haben und es ist ja so zuckersüß! Zur Hölle, nein! Zwar gibt es auch wirklich hübsche Babys, aber sehr viele sind einfach nur grässlich! Und wenn man ablehnt, das Kind zu halten, haben diese ganzen Trullas kein Verständnis dafür, dass man einfach keine Kinder mag. Und wenn ein Baby einfach nur auf die Seite fällt, wenn es auf dem Boden sitzt, schreit es rum - und das noch in einer unfassbaren Lautstärke. Nein!

Natürlich gibt es dann später auch die wohlerzogenen Kinder, die "Bitte" und "Danke" sagen, brav sind, sich nicht aufführen und einfach nicht verwöhnt und verzogen sind. Und ich rege mich auch nicht auf, wenn z.B. im Restaurant die Kinder nicht auf ihren Hintern sitzen bleiben können - das sind Kinder, die können halt noch nicht so lange sitzen bleiben. Ist normal. Natürlich freue ich mich auch, wenn mich ein Kind anlächelt und nein, ich kriege nicht die Krise, wenn ein Kind kotzt. Ich hatte übrigens eine normale Kindheit - aber trotzdem habe ich Angst davor, dass die Welt mich zum Kinderkriegen bekommen will, wenn ich 30 werde. Aber ich will keine Kinder. Und ich will auch nicht heiraten, denn es werden unzählige Ehen geschieden und dann ist man doch unglücklich. Eigentlich heißt es ja immer, dass es nicht so schlimm sei, wenn man keine Kinder bekommt, heutzutage ginge das ja - wenn man das dann aber tatsächlich laut sagt, folgt die große Verstörung, schließlich muss irgendjemand die Rentenkasse füttern. Ich beichte, dass ich wohl auf meine Karriere fixiert und egoistisch bin!

Beichthaus.com Beichte #00034380 vom 22.11.2014 um 18:14:44 Uhr in 85049 Ingolstadt (Eriagstraße) (19 Kommentare).

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