Der Supporter

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Boshaftigkeit Zwietracht Telefon Kollegen Arbeit Zürich

Ich arbeite zurzeit am IT Service Desk. Da haben wir jeden Tag um die 300 Anrufe. An Spitzentagen sogar bis zu 600. Wir haben um die 7.000 Mitarbeiter und mit der Zeit kennt man die Leute, da immer wieder dieselben anrufen. Nun habe ich einmal das Telefon abgenommen und da hatte ich eine Frau von der Nationalbank dran, die gerne einen Tisch zu essen reservieren wollte. Da habe ich ihr kurzerhand die Nummer von einem Supporter gegeben, der mich nie gemocht hat und mir immer Drecksarbeit gegeben hat.
Ich gebe immer wieder externen Leuten, die sich zu uns verirren die Nummer von diesem Supporter. Er hat sich auch schon oft über solche Anrufe aufgeregt. Ich und die Kollegen vom Service Desk müssen dann immer Schmunzeln und uns manchmal auch beherrschen, dass wir nicht einfach laut loslachen. Der Supporter ist auch einer, der sehr unhöflich sein kann und ich habe einmal mitbekommen, wie er so eine Person angeschnauzt hat nicht seine Zeit zu verschwenden. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich die armen falschverbundenen Leute an so einen sozial inkompetenten Menschen verweise, mich darüber amüsiere und meine Stelle am Service Desk dafür ausnutze. Dafür, dass ich den Supporter so nerve, will ich keine Absolution, weil wir uns alle einig sind, dass er es verdient hat.

Beichthaus.com Beichte #00030281 vom 21.09.2012 um 13:22:57 Uhr in Zürich (Huttenstrasse) (11 Kommentare).

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Schlankheitswahn

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Hass Falschheit Ernährung Partnerschaft

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich bei meiner Freundin (23) gute Miene zum bösen Spiel mache. Als wir vor einem Jahr frisch verliebt waren, war sie noch etwas molliger als jetzt (nicht dick). Sie hat dann begonnen, eine Diät und Sport zu machen. Sie hatte mehr […]
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Beichthaus.com Beichte #00030273 vom 18.09.2012 um 21:50:46 Uhr (29 Kommentare).

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“Beichte

Papiermüll angezündet

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Vandalismus Neugier Dummheit Wesendorf

In meiner frühen Jugend (mit circa 11 Jahren) habe ich mit einer gleichalterigen Freundin ziemlich viele Dinge in unserem Heimatdorf beschädigt. Wir haben zum Beispiel hinter dem hiesigen Supermarkt erst den Container mit Papiermüll angezündet, der brannte uns aber (durch die feste Pappe) nicht gut genug. Also öffneten wir den Container, in dem der Plastikmüll gesammelt wurde. Wir nahmen uns beide ein Stück heraus, und kokelten mit Streichhölzern herum. Nun wussten wir nicht das Plastik beim Verbrennen ziemlich heiß wird und dann beginnt zu tropfen. Wir erschraken als wir bemerkten das recht schnell der ganze Containerinhalt zu brennen begann. Aus Angst liefen wir schnell zu mir nach Hause. Als wir dort ankamen, hörten wir schon die Sirenen der Feuerwehr. Denen hatten wir aber zuvor den Weg versperrt, da wir sämtliche Einkaufswagen in einer Schlange auf dem Parkplatz platziert hatten. Irgendwie konnten sie aber doch das Feuer löschen, sodass es nicht auf nebenstehende Häuser ausgebreitet ist. Ich schäme mich für den unnützen Einsatz der Feuerwehr, der sicher nicht billig ist. Noch mehr schäme ich mich für die dadurch entstandene Umweltverschmutzung.

Beichthaus.com Beichte #00030264 vom 15.09.2012 um 21:19:14 Uhr in 29392 Wesendorf (Gifhorner Straße) (15 Kommentare).

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Sport-Sucht aus Liebeskummer

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Sucht Manie Sport

Ich (w/20) war im Frühling 2011, wenige Monate vor den Abiprüfungen, zum ersten Mal so richtig heftig verliebt in einen Kerl, der damals auch Abiturient war und außerdem Teil meines Freundeskreises. Er war sich meiner Gefühle bewusst, sie schmeichelten ihm und er machte mir endlos viele Hoffnungen. Ich bin nicht gerade die Mutigste, aber ich hatte mir felsenfest vorgenommen, dass ich ihn fragen würde, ob er sich etwas Ernsteres mit mir vorstellen könnte, sobald wir unser Abi in der Tasche hätten. Meine Aussichten erschienen mir realistisch. Doch einen knappen Monat, bevor es ernst wurde mit den Abschlussprüfungen, hatte er wie aus dem Nichts eine neue Freundin. Das hatte mir dermaßen den Boden unter den Füßen weggerissen, dass ich eine Weile lang völlig kopflos durch die Gegend wandelte, wegen Nichtigkeiten in Tränen ausbrach und meine Mitmenschen in den Wahnsinn trieb. Ich bestand mein Abi, harrte die Abi-Reise, auf der er mit dabei war, regelrecht aus und brach danach den Kontakt zu ihm ab. Darüber geredet habe ich nie mit ihm.


Ich war der Überzeugung, dass meine Figur der Grund ist, warum er mich nicht wollte. Seine Freundin (mit der er übrigens noch zusammen ist), war groß und schlank, ich hingegen klein und pummelig. Auf meine 163 cm wog ich 70 kg. Ich brauchte dringend eine Veränderung. Nach den Sommerferien begann ich ein Praktikum in einem Büro. Aber das interessierte mich gar nicht und die Arbeit war langweilig. Von meinem ersten Lohn leistete ich mir ein sehr teures Fitnesscenter-Abonnement mit allen drum und dran, Fitness, Aerobic, Wellness und Indoor-Cycling. Von dem Moment an bestand mein Leben nur noch aus Sport und Kalorien. Mindestens 5 Mal in der Woche befand ich mich im Center. Ich trainierte gezielt meine Ausdauer, ging regelmäßig in den Kraftraum und nahm mehrmals wöchentlich an Zumba-Kursen teil. Anstatt wie geplant meinen Praktikumslohn für mein Studium zu sparen, verprasste ich mein ganzes Geld in meine Sportausrüstung, die inzwischen ziemlich groß ist. Bald war mir das Center alleine nicht mehr genug, also ging ich draußen laufen, nahm an Mountainbiketouren in Gruppen teil und verabredete mich mit Leuten aus dem Center zum schwimmen. In meiner Manie verlor ich einige, gute Freunde von mir, die sich nicht mehr mit meinem neuen Lebensstil identifizieren konnten. Jetzt, gut ein Jahr später, komme ich langsam wieder zu mir. Inzwischen wiege ich noch 59 kg. Zwar fühle ich mich sehr viel wohler und sehe meine Figur nun nicht mehr als Problem an, aber dennoch bin ich geschockt, wenn ich überlege, wie sehr ich mich in den Sport reingesteigert habe. Manchmal scheint es mir so, als wäre mein Leben die letzten Monate nur so an mir vorbei gezogen und ich fühle mich ständig, als ob ich ein grundlegendes Problem, das ich mit mir selber habe, noch gar nie angegangen bin. Jedenfalls habe ich vor gut einem Monat diesen Jungen (ihn einen Mann zu nennen erscheint mir einfach nicht angebracht) zufälligerweise in der Stadt getroffen und er hat mich erst nicht erkannt, realisierte dann aber, dass es sich um mich handelt und hat ein wenig mit mir geplaudert. Ich hab mich ihm gegenüber bewusst desinteressiert und kurz angebunden gegeben, habe dennoch freundlich gelächelt und die Selbstbewusste gemimt und bin bald weitergezogen. Zuhause habe ich dann zum ersten Mal seit langem wieder stundenlang geweint. Einen Tag später habe ich von einem guten Freund, der mit ihm Fußball spielt, erfahren, dass er gesagt hätte, er fände es unglaublich, dass ich auf einmal so gut aussehe.
Ich möchte hiermit beichten, dass ich ohne diese Liebeskrankheit vermutlich niemals diese unglaubliche, vor allem auch körperliche Motivation zur Veränderung hätte aufbringen können, dass ich mich ein ganzes Jahr abgekrampft habe, nur für dieses winzig kleine Erfolgserlebnis und dass ich, obwohl es mir irgendwo lächerlich vorkommt, ihm auch sehr, sehr dankbar bin. Nächste Woche werde ich in eine andere Stadt ziehen, wo mein Studium beginnt. Das Fitness-Abo habe ich diesen Monat um ein weiteres Jahr verlängert.

Beichthaus.com Beichte #00030258 vom 09.09.2012 um 21:12:26 Uhr (37 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das kleine Ruderboot

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Vandalismus Dummheit Kinder

Vor längerer Zeit waren mein Bruder und ich (damals etwa 5 und 7 Jahre alt) in den Osterferien bei meiner Oma zu Besuch. An einem der Tage, haben wir einen kleinen Ausflug zum Main gemacht, um dort unterhalb eines Klosters Bärlauch zu sammeln. Meine Oma gab mir und meinem kleinen Bruder jeweils ein kleines Messer, damit wir ihr bei der Ernte helfen konnten, was wir anfangs auch brav gemacht haben. Mit der Zeit wurde uns allerdings langweilig und wir entfernten uns von unserer Großmutter, da wir es viel interessanter gefunden haben, Steine ins Wasser zu werfen. Zu der Zeit hatte der Main ein wenig Hochwasser, das heißt dass das Ufer relativ flach war. Ein bisschen weiter entfernt entdeckten wir nach kurzer Zeit ein kleines Ruderboot, dass mit einem Miniaturanker an einer Schnur an einem Baum festgelegte. Da ich zu dieser Zeit extrem fasziniert von Piraten war, habe ich meinen kleinen Bruder dazu beauftragt, den Anker mit einem der kleinen Messer von dem Seil zu trennen, damit wir ihn mit nach Hause nehmen konnten, um damit zu spielen. Kurz nachdem der Anker abgeschnitten war, ist mir aber aufgefallen, dass wir ihn niemals an unserer Großmutter hätten unbemerkt vorbeischmuggeln können, weswegen wir beschlossen, den Anker einfach zu versenken. Nun war das Boot, welches durch den Anker gesichert war, der Strömung gnadenlos ausgesetzt und trieb da vor sich hin, was uns zwei kleine Bengel köstlich amüsiert hat. Glücklicherweise war zu dieser Zeit (wie schon erwähnt) Hochwasser, weswegen sich das kleine Boot nach kurzer Zeit zwischen zwei Bäumen verkeilte und somit nicht weiter abtreiben konnte. Da nun kein Reiz mehr darin bestand, das Geschehen weiter zu beobachten, haben mein Bruder und ich uns wieder zurück zu unserer Oma begeben und nicht mehr auch nur ein einziges Wort über das vorhergehende Erlebnis verloren.
Heute weiß ich leider nicht, ob das Boot weiter flussabwärts getrieben ist, was mir teilweise noch ein schlechtes Gewissen verpasst, dass ich möglicherweise, in meiner kindlichen Dummheit, jemanden um sein kleines Liebhaberstück gebracht habe. Ich hoffe, dass der Besitzer sein kleines Boot wiedergefunden hat und dass mir diese Dummheit vergeben werden kann.

Beichthaus.com Beichte #00030257 vom 08.09.2012 um 18:19:52 Uhr (15 Kommentare).

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