Peinliche Flirtversuche in der U-Bahn

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Peinlichkeit Begehrlichkeit Bahn & Co.

Peinliche Flirtversuche in der U-Bahn
Ich bin gerade mit Freunden im Urlaub in Berlin, wo ich auch Bekannte habe, die ich hier besuche. Gestern saß ich in der S-Bahn, auf dem Weg zu alten Freunden. Mir gegenüber saß eine Frau, zwischen 20 und 25 Jahren, und sie war genau mein Geschmack. Langes, dunkles Haar, dunkle mandelförmige Augen, volle Lippen. Sie las gerade ein Buch. Ich überlegte fieberhaft, wie ich sie in ein Gespräch verwickeln könnte. Sie hatte eine Tasche mit der Aufschrift "Charité" auf dem Schoß. Ohne darüber nachzudenken, und von der Nervosität getrieben, fragte ich sie, stolz auf meine Französischkenntnisse, "Heißt das nicht Barmherzigkeit?" Sie war erst leicht überrascht und wusste anscheinend nicht, wovon ich sprach. Dann sah sie auf ihre Tasche herunter, lächelte und sagte nur "Ja." Ich - dumm, bedröppelt und trottelhaft, wusste nicht mehr, was ich weiter sagen soll und nickte nur lächelnd. Sie lächelte mich auch an, und widmete sich wieder ihrem Buch.

Ich überlegte wieder fieberhaft, weil ich wusste, dass ich es mir später vorwerfen würde, wenn ich sie nicht nach ihrer Handynummer fragte. Ein paar Stationen weiter hatte ich meinen ganzen Mut zusammengekratzt und fragte, ob sie mir ihre Nummer geben könnte. Sie war offensichtlich erstmal leicht verwirrt, und sagte darauf entschuldigend lächelnd, dass es ihr leidtue, sie gebe Fremden aber generell nicht ihre Handynummer. Alles was mir daraufhin einfiel war: "Äääh, kann ich dir meine geben?" Und sie sagte, wahrscheinlich aus Mitleid, dass das okay wäre, und ich diktierte ihr meine Handynummer. Sie lächelte nochmals freundlich und stieg dann bei der nächsten Station aus. Ich hatte das Gefühl, dass die anderen Fahrgäste, die meine peinlichen Flirtversuche mitbekommen hatten, mich belustigt anguckten. Ich könnte mich jetzt im Nachhinein zu Tode schämen. Mein Kopf ist gerade hochrot, während ich das schreibe. Wie kann man mit fast 30 Jahren nur so unbeholfen sein? Wahrscheinlich ist sie nur ausgestiegen, um vor mir zu flüchten. Ich beichte, dass ich ein trotteliger Versager bin.

Beichthaus.com Beichte #00031526 vom 27.06.2013 um 21:43:39 Uhr (36 Kommentare).

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Mein unsympathischer Nachbar

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Lügen Hass Boshaftigkeit Nachbarn Studentenleben

Ich hatte während meines Studiums einen ziemlich unsympathischen Wohnheimnachbarn. Ich kannte ihn schon von früher, er ist ein wahnsinnig fauler und dreister Mensch, der andere Leute seinen Dreck wegräumen lässt, nie irgendetwas tut und dann von anderen die Lösungen […]
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Beichthaus.com Beichte #00031485 vom 23.06.2013 um 01:30:35 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Keine Berechtigung

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Faulheit Trägheit Engherzigkeit Arbeit Vieselbach

Ich bin Callcenteragent für Vod*fone (DSL und Festnetz) und ich bin faul. Allen Kunden, die ein komplexes Problem haben, sage ich, dass das Problem von mir nicht gelöst werden kann, weil ich keine Berechtigung für die entsprechenden Daten hätte. In 98 Prozent stimmt das nicht. Ich will mich nur nicht mit dem Kunden auseinandersetzen, daher die Weiterleitung. Keine Sorge, den Kunden wird natürlich auch geholfen, es dauert nur etwas länger. Und zwar 48 - 72 Stunden und nicht zehn Minuten.

Beichthaus.com Beichte #00031457 vom 18.06.2013 um 11:54:59 Uhr in Vieselbach (27 Kommentare).

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Meine Arachnophobie

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Ekel Feigheit Peinlichkeit Tiere

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich schrecklich große Angst vor Spinnen jeglicher Art habe. Es wird immer schlimmer - wenn sich Bekannte über Spinnen unterhalten suche ich sofort das Weite. Und heute hatte ich wieder eine im Badezimmer hinter der Toilette sitzen - so ein riesiges Ding mit fetten Beinen. Die Viecher verstecken sich einfach überall, da ich in einem sehr alten Haus wohne. Nun saß besagte Spinne an dem Spülkasten. Ich war total fertig, erst habe ich versucht sie mit meinem Hausschuh zu töten, aber da war nichts zu machen. Dann kam ich auf die glorreiche Idee, sie mit Haarspray zu töten, aber nein! Das hat auch nicht geholfen, nun hat sie nur eine hübsche Frisur!!
Natürlich ist sie dann hinter den Kasten geklettert und ich habe mich nicht getraut mich aufs Klo zu setzen, und habe mich stattdessen in der Badewanne erleichtert. Ich hasse diese Viecher! Wenn ich abends ins Bett gehe, nehme ich die größte Taschenlampe, die wir im Haus haben, und untersuche alle Ecken und Kanten in meinem Zimmer und meinem Bett. Ich kann nachts teilweise auch nicht mehr richtig schlafen, weil ich Angst habe, so ein blödes Vieh könnte mir über das Gesicht laufen - was mir tatsächlich schon einmal passiert ist. Ich denke, dadurch habe ich auch diesen Knacks, mir ist das teilweise wirklich peinlich. So eine Spinne tut einem ja nun wirklich nichts, aber ich finde sie einfach nur ekelig und habe Angst vor ihnen. Ich besuche sogar meinen Onkel nicht mehr, weil er im Wohnzimmer einen Tisch mit eingebautem Terrarium stehen hat, und in diesem Tisch wohnt eine Vogelspinne. Das ist für mich der absolute Super-Gau! Ich kann nicht verstehen, wie Leute sich freiwillig diese riesigen behaarten Viecher im Haus halten können. Am liebsten würde ich alle Spinnen vernichten, dieses ekelige krabbelnde Pack. Ich bitte um Absolution für mein teilweise kindliches und egoistisches Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00031404 vom 11.06.2013 um 14:16:19 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Bonbons auf dem Waldboden

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Falschheit Feigheit Maßlosigkeit Selbstsucht Kindergarten

Im Kindergarten haben wir einmal an einem Samstagnachmittag, mitsamt einem Elternteil, einen Ausflug in den Wald gemacht. Ein Förster hat uns viel über Tiere und Pflanzen erklärt. Dann sollten wir Bonbons suchen. Es gab braune Durchbeißer, die auf dem Waldboden kaum auffielen und grellgelbe Süßigkeiten, die allerdings nur Steine in gelbem Papier waren. Der Förster erklärte uns damit, dass ungenießbare Tiere, also zum Beispiel Wespen, leicht zu sehen sind, bei essbaren Tieren müssten sich Raubtiere aber sehr anstrengen, diese zu finden. Ich hatte zwei Durchbeißer gefunden und war damit auch sehr froh. Es gab dann allerdings von der begleitenden Erzieherin für die Kinder, die nur einen Stein gefunden hatten, auch noch ein Bonbon, damit sie nicht leer ausgingen.


Die Erzieherin, die die Bonbons mitgebracht hatte, hatte allerdings nur für jedes Kind genau ein Bonbon mitgenommen, sodass für ihre eigene Tochter am Ende keine Süßigkeit mehr da war, weil ich zwei gefunden hatte. Ich hatte die Problematik am Anfang gar nicht verstanden, weil ich lieber mit einem Stock spielte, als der Erzieherin zuzuhören. Als ich das Problem dann erkannte, wollte ich das Bonbon aber nicht herausrücken. Einerseits, weil es mir peinlich gewesen wäre, es erst jetzt herauszurücken, als alle schon verärgert danach suchten und das Wort "Dieb" gefallen war, zum anderen betrachtete ich das Bonbon, weil ich es gefunden hatte, als mein rechtmäßiges Eigentum. Um nicht aufzufallen, habe ich dann bei der Suche geholfen und spitzfindig bemerkt, dass einer von uns ja zwei Bonbons haben müsse.
Am Ende hat die dicke Erzieherin in ihrem Auto wohl doch noch ein Bonbon für ihre Tochter gefunden. Ich habe mich allerdings danach sehr schlecht gefühlt, weil ich das Mädchen zum Weinen gebracht hatte. Einen Durchbeißer habe ich genüsslich gegessen, den anderen habe ich dann zu Hause in die Mülltonne geschmissen, weil ich es nicht essen konnte.
Ich habe mich danach noch tagelang schuldig gefühlt.

Beichthaus.com Beichte #00031399 vom 09.06.2013 um 23:21:16 Uhr (13 Kommentare).

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