Wurst vom Vortag

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Verschwendung Manie Zwang Ernährung

Ich habe einen bescheuerten Tick. Ich esse nur Wurst, die ich am selben Tag an der Wursttheke gekauft habe. Habe ich am nächsten Tag noch etwas übrig, kann ich nicht mehr drauf vertrauen dass die Wurst noch gut ist, und schmeiße sie weg. Zum Großteil kaufe ich aber auch nur so viel, wie ich an dem Tag essen werde, ich will ja nichts verschwenden. Das Verhalten habe ich in meiner Kindheit entwickelt. Wir hatten noch Fleischwurst im Kühlschrank und ich machte mir ein Brot mit eben dieser Wurst und habe das Brot genüsslich gemampft. Kurz darauf ging meine Mutter an den Kühlschrank, roch an der Wurst und warf sie weg, weil sie meinte, die sei nicht mehr gut. Danach hatte ich eine riesige Panik, dass ich jetzt eine fette Lebensmittelvergiftung habe.

Es kam nichts, sie war wohl doch nicht schlecht. Das scheint mein Vertrauen in Wurstfrische aber extrem erschüttert zu haben. Mir ist durchaus bewusst, dass die Wurst in der Wursttheke eventuell auch einen Tag alt sein kann, aber ich vertraue drauf, dass die Leute wissen, was sie verkaufen. Ich beichte, dass ich immer warte, bis Personen aufgewärmtes oder aufgetautes Essen oder eben Wurst vom Vortag mal probiert haben. Erst wenn die nicht tot vom Stuhl fallen, esse ich auch. Ich habe meine privaten Vorkoster.

Beichthaus.com Beichte #00038150 vom 27.04.2016 um 20:39:00 Uhr (17 Kommentare).

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Das Mädchen, das Zuckerwatte aus meinem Kopf machte

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Rache Begehrlichkeit Waghalsigkeit Last Night

Es sind nun schon ein paar Jährchen ins Land gezogen, seit das Vergehen, das ich heute gerne beichten möchte, stattgefunden hat. Zur Entschuldigung sei gesagt, dass ich jung, naiv und wohl in mancher Hinsicht auch etwas verschroben war, zugegebenermaßen. Ich verliebte mich in die Schönheit unseres Dorfes. Ein Mädchen mit Alabasterhaut, einem Gesicht und einer Figur wie aus Stein gemeißelt. Blonde Locken, blaue Augen, Sommersprossen, Beine bis zum Himmel und sogar noch ein Stück weiter. Sie verdrehte reihenweise Köpfe. Zu meinem Verdruss bemerkte ich jedoch bald, dass dieses engelsgleiche Wesen leider schon einen Freund hatte. Ich dachte bei mir, dass sie mit ihm nun nicht gerade den besten Geschmack bewies, allerdings nannte er stolz ein Auto sein eigen. Ich hingegen besaß nur das alte Fahrrad meiner Mutter. Immerhin mit Gepäckträger.

Die Zeit zog ins Land, und ich schmachtete sie aus der Ferne an. Ach was, schmachten ist noch zu wenig gesagt! Ich betete den Boden an, auf dem sie wandelte, hätte ihr dreckiges Badewasser leergesoffen und mich für sie mit verbundenen Augen an einen Stuhl gefesselt mit einem der Klitschkos geprügelt. Meinetwegen sogar mit beiden. Kurz, mein Resthirn bestand ihretwegen aus vollkommen nutzloser Zuckerwatte. Eines Tages erfuhr ich durch meine rastlosen unermüdlichen Nachforschungen im Fall Alabasterhaut, dass es in der Beziehung Stress gab, da ihr Freund ihr wohl fremdgegangen war. In meiner Welt war das natürlich die absolute, ultimative Blasphemie. Wie konnte er nur?! Ich war außer mir und überlegte mir einen teuflischen Racheplan.
Ich dachte daran, ihm in den Tank zu urinieren, aber das war noch zu wenig. Auch eine fiese Fäkalgranate, bestehend aus gesammeltem Hundekot, und aus dem Hinterhalt auf ihn abgefeuert, war nicht genug. Es musste perfide sein. Gemein, böse, und vor allem eine Lektion, die er niemals vergessen würde - und wenn er hundert Jahre alt und stocksenil wurde.

Meine Wahl fiel nach langen, sinisteren Überlegungen auf Strom. Ich würde sein Auto mit einem Weidezaun-Stromgerät verkabeln, und wenn er es öffnen wollte, würde er ein schönes, schmerzhaftes Tänzchen veranstalten. Abends hinter dem Jugendclub nahm mein Plan Gestalt an. Ich brauchte zwar zwei Kabeltrommeln, und einen knappen Viertelkilometer Weidedraht, aber schließlich gelang es mir, die Karre unter Strom zu setzen. Zwar holte ich mir dabei auch zwei ziemlich heftige Stromschläge, aber das war mir die Rache ohne Weiteres wert. Schließlich trat mein Opfer aus dem Jugendclub. Hackedicht, und verfolgt von zwei seiner Freunde, die ihn davon abhalten wollten, noch mit dem Auto zu fahren. In der lebhaften Diskussion vernahm ich aus meinem Versteck heraus folgende kausalen Zusammenhänge: Fräulein Alabasterhaut hatte sich offensichtlich endlich aus den Fängen dieses üblen Widerlings befreit, und er sich wohl ordentlich einen auf die Lampe gegossen.

Also stand er nun vor seinem Auto, mit beachtlicher Schlagseite, und suchte nach seinen Schlüsseln, während ihn seine Kumpels bequatschten, er solle doch lieber laufen. Davon wollte er jedoch nichts wissen, er habe ja auch nur einen halben Kilometer zu fahren. Dann kam der große Moment, in dem er tatsächlich an sein Auto fasste. Alles funktionierte nach Plan. Er bekam mächtig eine geschossen und hüpfte mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einem Bein ums Auto herum, sich die Hand haltend. Da sein Pegel aber kein besonders gut koordiniertes Hüpfen zuließ, landete er bereits nach knappen drei Sekunden im Dreck, von wo aus er sich beim Aufstehen am Auto festhalten wollte. Natürlich bekam er wieder eine gefeuert und führte einen wahren Affentanz im Liegen auf. Seine Kumpels fragten sich natürlich was los war und fassten kurz nacheinander ebenfalls an das Auto, worauf eine beeindruckend asynchrone Ausdruckstanzveranstaltung stattfand.

Einer vermutete daraufhin statische Elektrizität, der andere spekulierte auf Kurzschluss der Batterie. Meine hervorragend versteckte Litze fand jedoch keiner. Sie standen, bzw. lagen noch eine Weile diskutierend herum. Dann verdrückten sie sich schließlich im Schleudergang nach Hause. Das war also die ganze Show. Ich hatte sie mir in meiner Fantasie zugegebenermaßen wesentlich spektakulärer vorgestellt, und war ziemlich enttäuscht. Ein wenig mehr Funkenflug, und Elektrischer-Stuhl-Flair wäre immerhin ganz nett gewesen, aber man konnte ja nicht alles haben. Ich baute also meine Teufelsmaschinerie ab und verzog mich nach Hause. Einige Zeit danach erfuhr ich im Übrigen, dass nicht er sie, sondern sie ihn betrogen hatte. Im Zuge dessen bekam ich dann auch mit, dass Fräulein Alabasterhaut zwar schön anzuschauen, aber charakterlich eher eine Mischung aus Pech und Schwefel war. Seitdem bereute ich dann die dämliche Nummer mit dem Strom. Immerhin hat das Ganze ihren Ex davon abgehalten, im Suff nach Hause zu fahren. Fräulein Alabasterhaut ist übrigens später zum Studieren ins Ausland gegangen, und ward fortan nie mehr gesehen.

Beichthaus.com Beichte #00038138 vom 26.04.2016 um 11:10:50 Uhr (9 Kommentare).

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“Beichte

Ich bekomme ein Kind von meiner Affäre

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Selbstsucht Lügen Falschheit Fremdgehen Schwangerschaft

Sie ist meine beste Freundin - und er ein sehr guter Mann im Bett. Eigentlich ist es zwischen ihm (26) und mir nur Sex, aber guter Sex. Und mit ihr (26) bin ich (25) seit der Grundschule befreundet. Ich weiß, ihr werdet nun alle auf der Freundschaft herumhacken und mir unterstellen, keine gute Freundin zu sein. Was in einer gewissen Hinsicht bestimmt zutrifft. Aber bitte verteufelt mich nicht, so etwas kann euch auch passieren. Jedoch haben er und ich nicht vor, es zu beenden. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass sie möchte, was passiert. Hier ein Beispiel: Letztens waren wir zusammen bei ihr, sie musste plötzlich noch etwas einkaufen gehen und wir wollten sie begleiten. Doch sie meinte, wir sollen es uns gemütlich machen. Das war doch eine eindeutige Andeutung! Und ja, auch wenn das nun komisch klingt, ich weiß, dass ich sonst eine sehr gute Freundin bin.

Bis jetzt war alles übrigens sehr unkompliziert - doch vor ein paar Monaten ist uns das Kondom gerissen. Ich habe dann einen Schwangerschaftstest gemacht und er war positiv. Als ich es ihm gesagt habe, ist er total in Panik geraten. Nach einer Weile hat er mir ein Angebot gemacht: Ich gebe den Kindesvater als unbekannt an und erzähle meiner besten Freundin das Kind stamme von einem One-Night-Stand, im Gegenzug überweist er mir monatlich 600 Euro und wir führen unsere kleine Affäre fort. Ich beichte also, dass ich eine Affäre habe. Da ich aber nicht vergeben bin und selbst weder fremdgehe noch jemanden betrüge, bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038136 vom 25.04.2016 um 21:15:16 Uhr (44 Kommentare).

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Ich bin zu dick für meine Arbeit

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Völlerei Peinlichkeit Verzweiflung Maßlosigkeit Arbeit

Ich (w/32 Jahre/1,64m) bin Zahnarzthelferin in einer großen Praxis. Vor Kurzem hatte ich ein außerordentliches Mitarbeitergespräch. Meine Chefin kam dann schnell zur Sache, ihr sei aufgefallen, dass ich mich in den letzten Jahren körperlich stark verändert hätte, vor allem aber im letzten Jahr, und da sie auch eine Sorgfaltspflicht hätten, müssten sie mit mir reden. Sie würden mein Übergewicht zurzeit sehr bedenklich sehen, ich wäre körperlich sichtbar eingeschränkt. Im Übrigen gebe es auch Beschwerden seitens einiger Patientin. Ich wurde knallrot. Mensch, war das peinlich, so etwas zu hören. In den letzten zwei Jahren habe ich fast 40 Kilo zugenommen. Ich habe mich nach der Trennung von meinem Freund extrem gehen gelassen. Anfangs war es vor allem Frustessen, später dann mehr und mehr Gewohnheit, dass ich mir riesige Mengen reingeschaufelt habe. Das ist keinem verborgen geblieben, ich bin ja selbst am Unglücklichsten darüber.

Ich wiege jetzt knapp 160 Kilo, eine Katastrophe für mich. Es hätten sich schon einige Patienten geweigert, von mir behandelt zu werden, da sie es aufgrund meiner Fülle als unangenehm empfinden, wenn ich mit meiner Oberweite oder den Armen auf ihnen aufliege oder berühre, aber anders geht es nun einmal nicht. Auch ist es in den Behandlungszimmern recht eng für mich, wenn mir mal etwas runterfällt, wird es immer schwieriger, es wieder aufzuheben. Aufgrund dessen hätten sie entschieden, dass ich bis auf Weiteres keinen direkten Patientenkontakt haben sollte. Ich arbeite also jetzt in der Sterilisation, Archiv und Bestellungen, das würde ja auch mir peinliche Situationen ersparen. In drei Monaten soll das nächste Gespräch stattfinden und entschieden werden, wie es weitergehen soll. Es sei ganz klar, dass ich nur Chancen hätte, da rauszukommen, wenn meine "körperliche Erscheinung und Verfassung" einen Patientenkontakt wieder zulässt.

Beichthaus.com Beichte #00038091 vom 18.04.2016 um 13:53:52 Uhr (31 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Kollegen sind mobbende Heuchler!

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Rache Boshaftigkeit Schamlosigkeit Engherzigkeit Kollegen

Da ich (w/19) aus krankheitsbedingten Gründen einen seltsamen Geruch habe, muss ich immer wieder Hohn und Spott über mich ergehen lassen. Ganz besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln. Da kamen dann schon Sprüche wie: "Wasch dich mal, du Schlampe", "Du stinkst wie ein Güllehof", oder sogar: "Wenn ich dich noch länger riechen muss, schneide ich dir die Titten ab und gebe sie meiner Katze." Und das sind nur ein paar Aussagen, die ich fast jeden Tag zu hören bekomme. Klar, können sie nicht wissen, dass der Geruch nicht wegen mangelnder Hygiene auftritt, aber dennoch verletzt es mich zutiefst, so etwas hören zu müssen. Auch bei der Arbeit werde ich gemieden, obwohl sie wissen, warum ich so rieche. Ich bin immer sorgfältig und erledige meine Aufgaben gut, selbst der Chef lobt immer wieder meinen Einsatz, aber für meine Kollegen bin ich nur ein wandelnder Müllhaufen. Zu der letzten internen Feier wurde ich sogar fast nicht eingeladen, weil sie die vor mir verheimlicht haben. Nur durch einen Zufall erfuhr ich davon.

Da habe ich mir etwas vorgenommen: Ich weiß viel über die Beziehungen der Kollegen untereinander und ich weiß auch, wie es da zur Sache geht. Lug, Betrug, Fremdgehen, alles ist dabei und ich habe sogar Beweise dafür. Die anderen gehen mit ihren Daten ziemlich fahrlässig um und haben sogar private Pornos von sich auf dem Rechner. Ich habe mir da pikante Bilder und Urlaubsfotos rausgesucht, in denen sie ihren Partner betrügen oder auch mit den genannten Kollegen SM-Spiele betreiben. Mein Favorit ist übrigens ein Kollege, der mit einer Schweinemaske und einer Windel - in Ketten gelegt von einer Kollegin - mit einem Trichter gezwungen wird, ihren Urin zu trinken. Das beste Bild von allen! Auf der Feier wurden dann per Beamer alte Fotos abgespielt und alle waren am Grölen und am Lachen, aber nur bis sie meine eingeschmuggelten Bilder zu sehen bekamen!

Unter der Menge wurde getuschelt, andere wurden rot und wieder andere guckten in die Richtung der Betroffenen und machten ein verdutztes Gesicht. Der Mann einer Kollegin begann dann zu brüllen: "Ach, das machst du also bei deinen angeblichen Betriebsreisen", und zeigte auf ein Foto, das sie mit einem braun gebrannten Stecher in einer sexy Pose zeigte. Der Abend hat viele Narben hinterlassen und sei es nur, dass die angeblichen netten und hilfsbereiten Kollegen in einem anderen Licht erscheinen. Der Schuldige dafür wurde nicht gefunden, darum ist jetzt unter den einstigen Mobbern, die sich nur gegen mich verschworen haben, jeder ein Verdächtiger und wird gemieden. Seitdem hatte ich auch keine gemeinen Nachrichten, verschimmeltes Essen oder Kackhaufen mehr auf meinem Platz und meine Mittagspausen konnte ich ohne dumme Kommentare oder Fürze, die absichtlich direkt vor meinem Tisch abgelassen werden, genießen. Ich weiß, meine Tat war falsch, aber zum ersten Mal fühlte ich mich richtig glücklich.

Beichthaus.com Beichte #00038075 vom 16.04.2016 um 17:34:12 Uhr (17 Kommentare).

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