Wenn Feuerzeuge verschwinden

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Diebstahl Zwang Engherzigkeit

Ich habe einen seltsamen und kleinkriminellen Tick. Obwohl ich selbst kein Raucher bin, stecke ich immer alle unbeobachteten Feuerzeuge in meiner Nähe ein. Ich habe inzwischen einen ganzen Eimer voll mit geklauten Feuerzeugen angehäuft und keine Ahnung, was ich damit anfangen soll. Ich rede mir immer ein, dass es meine Art ist, die Menschen vom Rauchen abzuhalten, aber letztendlich habe ich einfach eine diebische Freude daran, wenn die Menschen in meiner Umgebung ungläubig nach ihrem Taschendrachen kramen, der ja eben noch da war. (Von Zippos lasse ich übrigens die Finger, weil mir das dann doch zu gemein wäre.) Ich bitte um Absolution für meinen - für meine Mitmenschen bestimmt sehr nervigen - Tick.

Beichthaus.com Beichte #00038060 vom 15.04.2016 um 10:47:42 Uhr (10 Kommentare).

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Wir sind kein gutes Team

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Verzweiflung Engherzigkeit Maßlosigkeit Ex Partnerschaft

Mir (w/23) ist heute ganz plötzlich wieder eingefallen, wieso die Beziehung mit meinem Ex-Freund jahrelang - trotz einiger Schwierigkeiten - so gut funktioniert hat: Wir waren ein Team. Immer. Wir haben alles gemeinsam gemacht und dem anderen alles erzählt, unwichtig oder nicht. Auch haben wir uns stets und ständig abgesprochen, indem man beispielsweise den Partner fragte, ob er Zeit und Lust hat, zusammen auf eine Party zu gehen, bevor man dem Gastgeber zusagte oder gemeinsam plante, wen man zu einem Treffen einlädt. Ich wusste immer über seine aktuelle Gemütslage Bescheid, egal ob es Streit in der Familie gab oder er ein positives Gespräch mit einer Freundin hatte, mit der er zuvor lange keinen Kontakt gehabt hatte. Die Beziehung ging aus anderen Gründen auseinander, worüber ich im Übrigen auch sehr froh bin.


Inzwischen bin ich in einer neuen Beziehung und habe oft das Gefühl, gar nicht zu wissen, was mein Partner treibt oder wie es ihm geht, wenn wir uns nicht sehen können. Natürlich unterhalten wir uns, jedoch haben wir uns selten wirklich etwas zu erzählen. Ich bin mir bewusst, dass ich selbst nicht der gesprächigste Mensch auf der Welt bin, jedoch fühle ich mich manchmal etwas ausgeschlossen. Steht eine Party oder einfach ein Treffen mit Freunden an, werde ich erst gar nicht nach meiner Zustimmung gefragt und erfahre oft auch erst einen Tag zuvor davon, obwohl er schon wochenlang davon wusste. Frage ich ihn beispielsweise nach einem Telefonat, wer denn angerufen hätte oder worum es ging, bekomme ich oft gar keine oder eine blöde Antwort nach dem Motto: das geht dich nichts an. Dabei geht es mir in keinster Weise darum, ihn zu kontrollieren. Entscheidungen trifft er grundsätzlich allein. Jede Information muss ich ihm aus der Nase ziehen.

Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass er es nicht böse meint. Er ist halt ein pragmatischer Typ und oft sind es auch keine wirklich wichtigen Informationen, die er mir vorenthält. Ich liebe ihn sehr und würde ihn um nichts in der Welt eintauschen wollen, doch ich beichte, dass mir dieser Zusammenhalt und die Vertrautheit, die Sicherheit, zu wissen, was im Kopf des Partners vorgeht, manchmal fehlen. Mag sein, dass ich ihm in dieser Hinsicht etwas mehr Freiheiten zugestehen sollte. Er ist schließlich nicht mein Ex und das ist gut so. Ich werde mich morgen dafür entschuldigen, ihn deswegen angezickt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038046 vom 13.04.2016 um 02:02:27 Uhr (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Landsleute gehen vor!

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Ungerechtigkeit Vorurteile Arbeit

Ich (ein männlicher Personalchef) sortiere Bewerbungen von Menschen mit ausländischen Wurzeln erst einmal aus und lege sie dann meist in Ablage P. Der Grund ist, dass ich der Meinung bin, dass erst einmal die Landsleute ein Vorrecht haben sollten. Es stimmt, ich sortiere auch Leute weg, die von einem deutschen Ehepaar adoptiert wurden, ein deutsches Elternteil und ein afrikanisches (Beispiel) haben oder zwar afrikanische Eltern haben, aber hier geboren sind. Doch auch in diesen Fällen denke ich mir: Irgendwie ist es nicht fair. Hätte ich zu wenige Bewerbungen oder nur schlechte, würde ich natürlich diese Leute wieder ins Boot holen, wenn sie qualifiziert sind, aber dem ist nicht so. Ich habe immer sehr viele Bewerbungen, kann auch viele der Landsleute gar nicht berücksichtigen. Und wenn ich die Bewerbungen von Kofi S., Ayman Y. und Niklas Müller (ausgedachte Namen) mit gleichen Qualifikationen vor mir liegen habe, dann ist es für mich eigentlich klar, dass ich Niklas Müller wähle, denn Niklas Müller sollte doch ein gewisses Vorrecht haben.


Mir tut es in solchen Fälle wie den Adoptierten ja auch sehr leid, aber da greift ein gewisser Gerechtigkeitssinn bei mir durch. Wenn man sich Katzen anschafft, sagen sich viele doch auch: "Ich gehe ins Tierheim, da gibt es genügend Katzen ohne Herrchen und Frauchen." Warum soll das bei Arbeitnehmern nicht ähnlich sein, warum soll man nicht erst einmal den Leuten von hier einen Job geben? Und ein Adoptierter ist für mich eben trotzdem "Einfuhrware" (bitte nicht wörtlich nehmen). Aber wer jetzt denkt, ich sei rassistisch - ich sortiere auch Österreicher und Schweizer aus. Der Österreicher sollte in Österreich ein Vorrecht haben gegenüber einem Deutschen, der Schweizer in der Schweiz, der Nigerianer in Nigeria, der Ami in den USA. Ja, ich weiß, dass es in Nigeria sehr viel schwieriger ist. Aber trotzdem wäre es irgendwie ungerecht bei einem gleich qualifizierten Landsmann. Ich bin übrigens ein völlig umgänglicher Mensch mit sehr vielen Freunden aus dem Ausland, bin zu jedem Menschen höflich und nett und könnte mir sogar eine ausländische Freundin vorstellen, wenn die Beziehung stimmt. Aber nur in der Sache Job, da bin ich eben doch eigen.

Beichthaus.com Beichte #00038018 vom 08.04.2016 um 22:17:17 Uhr (40 Kommentare).

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Meine Ex war nicht attraktiv!

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Falschheit Lügen Peinlichkeit Eitelkeit Ex

Ich beichte, dass ich meiner Ex-Freundin vorgespielt habe, sie attraktiv zu finden. Ich habe mich vor ihren fetten Oberschenkeln, vor ihrem massigen Körper, vor ihren dicken Waden und vor ihren schwabbeligen Oberarmen geekelt. Ich fand ihren Körper nicht erregend. Beim Sex habe ich versucht, nicht hinzuschauen. Ich mochte nicht, wenn sie kurze Hosen trug, im Schwimmbad wollte ich sie nicht küssen, duschen wollte ich erst recht nicht mit ihr. Weil sie unattraktiv war. Auch ihre Tattoos auf ihrem fettleibigem Körper habe ich nicht mehr sehen können. Ich wollte sie beim Sex nicht nackt sehen. Ich schämte mich vor anderen Leuten manchmal für ihr Aussehen, bzw. dafür, dass ich mit ihr zusammen war. Ich beichte, dass ich ihr jahrelang vorgespielt habe, ihren Körper erotisch zu finden. Heute sieht sie übrigens nicht besser aus.

Beichthaus.com Beichte #00038012 vom 08.04.2016 um 16:58:14 Uhr (9 Kommentare).

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Die Entführung meiner Indianerin

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Neugier Schamlosigkeit Waghalsigkeit Urlaub Kinder

Es ist schon einige Jahrzehnte her - zu einer Zeit, als solche Sachen in Deutschland noch nicht so ausgesprochen wurden und auch anders behandelt wurden. Ich war in der dritten Klasse und es ging auf Klassenfahrt. Wir fuhren in ein schönes Schullandheim, welches auf dem Grundstück einen tollen See hatte, sowie in der Nähe einen riesigen Wald. Wir haben uns natürlich die lokalen Sehenswürdigkeiten angeschaut, aber es blieb auch mehr als genug Zeit, um im Wald zu toben. Anders als auf dem Schulhof spielten Jungen und Mädchen zusammen: Das Thema Indianer war zu der Zeit ziemlich bei uns Jungs angesagt und die Mädchen spielten mit. Wir bildeten zwei Stämme, jeder Stamm baute sich sein kleines Lager im Wald. Wir hatten etwa gleich viele Jungs wie Mädchen - demnach auch gleich aufgeteilt. Wir spielten dann Entführung, also die Jungs von dem einen Camp versuchten, die Mädels aus dem anderen zu entführen, beziehungsweise versuchten wir, unsere Indianerfrauen zu befreien, wenn sie denn entführt wurden. Ich denke mal, heutzutage würde so ein Spiel zu einer Predigt des Lehrers über die amerikanischen Ureinwohner führen, aber damals halt nicht.

Irgendwie kam es so, dass fast jeder Junge und jedes Mädchen eine Art Paar bildeten. Und irgendwann kam von irgendjemandem die Idee einer Indianerhochzeit. Meine Indianerfrau war in meinem Alter und ich kann nicht sagen, ob sie hübsch war, aus dem einfachen Grund, dass man in der dritten Klasse kein Auge für Mädchen hat. Als ich sie einmal zurückgeklaut hatte und wir das kurze Stück zu unserem Camp liefen, meinte sie, mir etwas zeigen zu wollen. Wir gingen etwas Abseits und sie fragte mich, ob ich sie denn bei der Indianerhochzeit heiraten wolle. Meine Antwort war in etwa: "Ja, kann ich machen." Daraufhin meinte sie, dass man aber als Mann und Frau auch bumsen müsse. Nun das war ein Wort, welches ich nicht kannte und nicht verstand. Sie erklärte mir dann, was das wäre und ich glaubte dem Ganzen nicht wirklich. Sicher, ich wusste Jungs und Mädels sind anders, aber in dem Alter hatte ich mir keinerlei Gedanken bezüglich Fortpflanzung gemacht.

Sie meinte dann, ich solle meinen in ihre reinstecken, was ich verneinte. Dann meinte sie, ich solle meine Hose öffnen, als wenn ich Pipi machen müsse. Das tat ich und sie nahm ihn in den Mund. Ich bekam in dem Alter natürlich keinen Ständer, im Gegenteil es fühlte sich alles andere als schön an. Nach kurzer Zeit hörte sie auf und wir gingen zurück. Ich erzählte keinem meiner Freunde davon, ich dachte, dass sie mich eventuell auslachen würden, vielleicht war es auch etwas, was alle machten und ich wusste es nur noch nicht. Der Tag der Hochzeit kam näher und kurz davor kam sie auf mich zu und meinte, ich solle mit ihr in den Wald kommen. Es war aber kurz vorm Abendbrot und ich hatte keine wirkliche Lust. Sie drohte mir daraufhin, dass sie mich dann nicht heiraten würde, sondern einen anderen, und ich willigte ein. Im Wald angekommen zog sie sich aus und verlangte dasselbe von mir. Dann sagte sie mir, ich solle sie untenrum küssen, was ich auch tat, mit geschlossenen Lippen, denn nur so kannte ich Küsse. Ich sollte mich irgendwann auf sie legen, sodass unsere Genitalien aneinander reiben.

Das war der Punkt, an dem eine der Angestellten uns gesehen hat. Man hatte uns nämlich gesucht, da wir nicht beim Essen waren. Unsere Lehrerin fragte uns viele Dinge. Und das war es. Als wir zurückkamen, wurde in der Klasse nie wieder davon gesprochen, ich weiß nicht, ob ihren und meinen Eltern etwas erzählt wurde, aber meine haben nie etwas gesagt. Ich habe mit ihr das auch nie wieder angesprochen - bis zum Ende der Schulzeit. Als ich dann etwas älter wurde, sah ich es mit ganz anderen Augen. Damals sah ich es als etwas an, was verboten war, aber nichts mit Sex zu tun hat. Etwa so wie beim Doktorspielen der Schwester das Plastikthermometer in den Popo stecken, man denkt sich nichts dabei.

Ich denke über die Jahre oftmals daran zurück. Was bei ihr wohl vorging. Ob es Missbrauch in ihrer Familie gab, ob es eventuell ältere Nachbarskinder waren. Ich habe nach der Rückkehr das Thema nie mit meinen Eltern angesprochen, was mir leidtut, denn so hätte ich Aufschluss bekommen, was da eigentlich genau passiert war. Meine Eltern sind nun beide tot, sie kann ich nicht mehr fragen. Heute würde so etwas ganz anders behandelt, aber damals schien es nur so etwas wie ein kleiner Streich zu sein. Es hat mich übrigens nie geschädigt, ich habe eine gesunde Sexualität.

Beichthaus.com Beichte #00037979 vom 03.04.2016 um 13:29:07 Uhr (11 Kommentare).

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