Orangensaft mit Schuss

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Unreinlichkeit Ekel Boshaftigkeit Shopping Ernährung Markdorf

Vor einigen Jahren durfte ich beobachten, wie einer meiner Freunde eine entleerte und mit Eigenurin aufgefüllte Flasche Orangensaft neben die anderen Flaschen der gleichen Marke in das Regal eines Supermarktes stellte. Farbe und Konsistenz von O-Saft und Urin waren sehr ähnlich. Kurz habe ich darüber nachgedacht, ihn aufzuhalten. Aber die witzige Vorstellung, eine besonders spießige Familie würde mit der Flasche auf dem Tisch zu Abend essen, war zu göttlich. Denn die Zielgruppe der Orangensaftmarke mit der schrillen Musiknote im Namen ist zweifelsfrei eine solche Familie. Wir scherzten schließlich sogar darüber, wie sich das Ganze wohl abspielen könnte: "Papi, der Saft schmeckt nicht!" - "Trink jetzt, das ist gut für dich!" Ich möchte beichten, dass ich mich bis heute bei dieser Vorstellung kugele. Gleichzeitig ist mir aber auch klar, wie abartig und unüberlegt die Aktion war. Wäre ich ein besserer Mensch gewesen, hätte ich es verhindert.

Beichthaus.com Beichte #00032845 vom 09.03.2014 um 23:59:44 Uhr in Markdorf (19 Kommentare).

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Löcher in den Füßen

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Ekel Unreinlichkeit Gesundheit Isny-Eisenbach

Vor ein paar Jahren hatte ich mehrere total fertige, ausgelatschte Schuhe im Internet gekauft, natürlich ungewaschen. Die Schuhe habe ich dann intensiv weitergetragen, und ständig daran gedacht, wie wohl die Füße der Vorbesitzer aussehen. Ich war total erregt bei der Vorstellung, dass meine Füße den fremden Stinkgeruch annehmen. Der fremde Stinkgeruch an meinen Füßen ging dann natürlich irgendwann wieder weg. Dafür habe ich etwas anderes bekommen, das ich bis heute nicht mehr wegbekommen habe. Nachdem ich eines der Schuhpaare sehr intensiv, also stundenlang an den Füßen hatte, habe ich "Pitted Keratolysis" an den beiden Fußsohlen bekommen. Das sind Bakterien, die mit dem Fußschweiß reagieren und Löcher in die obere Schicht der Hornhaut der Füße fressen. Tut nicht weh, sieht aber total scheiße aus, besonders wenn die Füße aufgeweicht sind, zum Beispiel nach dem Baden. Seit zwei Jahren habe ich nun diese unansehnlichen Füße, und ich glaube, dass ich das nie mehr los werde. Ich desinfiziere zwar ständig meine Füße, was zumindest etwas hilft, aber trotzdem wird der befallene Bereich immer größer. Aber das ist wohl die gerechte Strafe für das tragen fremder Schuhe.

Beichthaus.com Beichte #00032841 vom 08.03.2014 um 20:48:11 Uhr in Isny-Eisenbach (16 Kommentare).

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Die Flucht der Rabenmutter

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Hass Zorn Engherzigkeit Verzweiflung Familie

Ich (w) bin heute 29 und wuchs anfangs noch ganz behütet auf, meine Eltern trennten sich allerdings, als ich zehn war und mit Erziehung, Scheidung, Arbeit, Haushalt usw. war meine Mutter dann scheinbar heillos überfordert, obwohl sie auch Hilfe von unseren Verwandten […]
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Beichthaus.com Beichte #00032835 vom 07.03.2014 um 01:33:07 Uhr (20 Kommentare).

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Liebe Grüße, Ihre Mörder

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Engherzigkeit Kinder Nachbarn

Ich (w) wohne in einem Mehrfamilienhaus mit insgesamt sechs Parteien. Im Alter von zehn Jahren haben meine beste Freundin, die direkt über mir wohnte, und ich uns einen Streich für ihren unausstehlichen Nachbarn ausgedacht. Er war ein alter, unfreundlicher Mann, der noch nie etwas von Höflichkeit verstand, zudem ist seine Ehefrau damals eine ziemliche Furie gewesen. Oft hat sie sich mit Nachbarn über ihren gemieteten Parkplatz gestritten. Die beiden fuhren einen kleinen Campingwagen, obwohl sie schon Mitte 60 waren, sie waren nun wirklich nicht für die Natur geschaffen. Trotzdem bestanden sie darauf, diesen Parkplatz für ihren Wagen freizuhalten, nicht einmal für einen 5-minütigen Besuch durfte man diesen belegen, ohne einen Zettel mit der Aufschrift "Gemieteter Parkplatz, Abschleppung droht!" unter dem Scheibenwischer zu kassieren. Schrecklich! Jedenfalls haben wir beide, geblendet von den Krimi-Fällen, in denen die Täter Buchstaben aus einer Zeitung für ihre Drohung ausschneiden, aus diesen besagten Schnipseln eine "Vorwarnung" gebastelt. "Wir werden Sie töten!! Liebe Grüße, Ihre Mörder." - Naja, immerhin kannten wir in unserem zarten Alter schon die Regeln des Anstands und der Höflichkeit, im Gegensatz zu dem alten Ehepaar.


Diese "grausame" Nachricht legten wir ihm auf die Fensterbank seines Schlafzimmers. Wochenlang waren wir gespannt auf seine Reaktion, doch langsam geriet alles in den Hintergrund, bis es verjährte. Meine jetzt ehemalige beste Freundin und ich hatten keinen Kontakt mehr zueinander und die Aktion war auch schon längst vergessen. Vor ungefähr vier Jahren hörte ich dann einen Krankenwagen vor unserem Haus. Ich sah, wie sie den alten Mann in den Krankenwagen brachten, doch es war zu spät: Er starb an einem Herzinfarkt. Die frischgebackene Witwe kam einige Zeit kaum aus der Wohnung. Verständlich. Vor circa zwei Jahren aber bewegte sie sich wieder häufiger aus ihrer Wohnung, auch einen Wellensittich legte sie sich zu. Jeden Morgen höre ich ihn fröhlich zwitschern. Sie ist inzwischen gebrechlich und kann kaum alleine laufen, weswegen ich ihr im Treppenhaus oft helfe, ihr die Tür aufhalte und sie freundlich grüße. Sie bedankt sich immer aufrichtig und macht mir Komplimente, ich sei ein gebildetes und bildschönes Mädchen. Hiermit beichte ich, dass ich mich jedes Mal aufs Neue schlecht fühle, wenn ich auch nur ihren Vogel zwitschern höre. Die "Furie" ist eine nette, alte, wenn auch verwirrte Frau. Ich schätze, sie hat damals nur das Ego ihres Mannes streicheln wollen. Der Parkplatz ist jetzt übrigens immer leer, der Wagen ist verkauft.

Beichthaus.com Beichte #00032832 vom 06.03.2014 um 19:21:46 Uhr (13 Kommentare).

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“Beichte

Der bevorzugte Bruder

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Ungerechtigkeit Zorn Familie

Ich möchte beichten, dass ich ziemlich neidisch auf meinen Bruder und zugleich sauer auf meine Eltern bin. Meine Großeltern haben damals ein Haus gebaut, welches meine Eltern irgendwann übernommen und ausgebaut haben. Seit dem Tod meiner Großeltern haben wir deren alte Wohnung vermietet und uns so ein wenig Geld nebenher verdient. Die letzten Mieter haben sich jedoch extrem danebenbenommen, sodass meine Mutter aus Eigenbedarf gekündigt hat. Seit einiger Zeit wohnt mein Bruder nun mit seiner Freundin in der Wohnung, damit habe ich auch kein Problem - eher im Gegenteil, ich freue mich für ihn, dass er nun endlich auf eigenen Beinen stehen möchte. Was mich stört, ist, dass meine Eltern meinen Bruder einfach unheimlich bevorzugen. Mein Bruder hat mit 16 eine Ausbildung begonnen und verdient seither richtig gut. Inzwischen ist er sogar Gruppenleiter und hätte genug Geld, um sich eine Wohnung zum "vollen" Preis zu leisten. Stattdessen bekommt er bei meinen Eltern einen Mieterlass von über 50 Prozent. Noch dazu hat er unsere Esszimmerstühle für lau bekommen und hat meinen Eltern im Gegenzug sein altes Bett verkauft. Außerdem holen meine Eltern jeden Samstag für die beiden Brötchen und bezahlen sie natürlich auch.


Ich habe im Gegensatz dazu mein Abitur gemacht, dann eine Ausbildung begonnen und bin aktuell noch im Studium. Im Sommer will ich außerdem heiraten und weiß nicht, wovon ich das alles bezahlen soll. Wenn ich mit meinen Eltern dann darüber rede, dass wir uns nach Wohnungen umschauen, wir uns aber keine davon leisten können, bekomme ich nur zu hören, dass ich entweder meine Ansprüche runterschrauben oder eben aufs Dorf ziehen muss. Als Student müsse man eben kleinere Brötchen backen. Und wenn meine Mutter mal den ganzen Tag arbeiten muss, soll ich mir in der Kantine etwas holen - bekomme aber keinen Cent beigesteuert. Ich meine, ich kann mir das natürlich auch selbst kaufen, aber meine Eltern kommen einfach nicht auf die Idee uns gleichzubehandeln. Wenn wir Holz machen, darf ich natürlich auch schön helfen, während mein Bruder den Samstagmorgen einfach verschläft und sich im Winter trotzdem an unserem Holz vergreift. Er und seine Freundin dürfen aber auch jederzeit bei uns mitessen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen, während meine Eltern mein Kindergeld behalten und zusätzlich noch Kostgeld verlangen.


Meine Verlobte bekommt das natürlich alles mit und hat schon gar keine Lust mehr, zu uns zu kommen, was ich vollkommen verstehen kann. Wenn meine Mutter dann fragt, muss ich immer lügen und sagen sie hätte keine Zeit. Es ärgert mich einfach maßlos, dass wir so ungerecht behandelt werden. Ich liebe meine Eltern sehr, aber ich habe manchmal eine Abneigung gegen sie, dass ich mir wünsche, dass es endlich Sommer ist und ich mit meiner Frau in unserer eigenen Wohnung wohne. Wie wir das gelöst haben? Meine Schwiegereltern in spe haben eine Eigentumswohnung gekauft, in die wir vorerst ziehen dürfen. Wenn wir dann mit dem Studium fertig sind, und die Schwester meiner Verlobten alt genug ist, bekommt sie die Wohnung und wir suchen uns etwas Eigenes. Ihre Eltern schauen nämlich darauf, dass alle Kinder gleichbehandelt werden!

Beichthaus.com Beichte #00032828 vom 06.03.2014 um 12:26:35 Uhr (16 Kommentare).

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