In der Erziehung versagt

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Verzweiflung Kinder

Ich (w/34) wuchs mit sehr strengen Eltern, vielen Verboten und Schlägen auf, sodass ich es bei meinen eigenen Kindern von je her anders machen wollte. Mein Ex-Mann und ich haben unseren Sohn, der heute 12 ist, die ersten Jahre zusammen groß gezogen, bis sich mein Ex leider wegen einer anderen Frau trennte. Aus Rücksicht und vielleicht auch falscher Nachsicht glaubte ich, meinen Sohn schonen zu müssen und ließ ihm zu viele Dinge durchgehen, die ich normalerweise nicht erlaubt hätte. Mein Sohn merkte, dass ich mich allein nicht durchsetzen konnte und er ohne Vater im Haus machen kann, was er will. Ich schaffte es nie, wirklich konsequent zu sein und brachte Verbote oder Schimpftiraden immer mit meiner eigenen weniger behüteten Kindheit in Verbindung und versuchte es weiterhin mit Toleranz, Gutem zureden und erntete doch nur mehr und mehr Respektlosigkeit, die mein Sohn nicht nur mir entgegenbringt, sondern mittlerweile auch Klassenkameraden und Lehrern, er hält sich an so gut wie keine Regeln mehr.
Mein Ex-Mann und meine Eltern machen mir zu recht Vorwürfe, dass ich in der Erziehung total versagt und alles falsch gemacht habe. Das stimmt leider, aber was ich auch versuche, mein Sohn nimmt mich gar nicht mehr ernst. Ich habe mir immer gewünscht, dass mein Kind stolz auf mich, die coole, lockere Mutter ist, mit der er über alles reden und eine Menge Spaß haben kann. Stattdessen komme ich nicht mehr an ihn heran und habe Angst, wie es weitergehen soll, wenn er mir völlig entgleitet. Es tut mir wirklich unglaublich leid, dass ich so eine schlechte Mutter bin. Aber was auch passiert, ich werde niemals die Hand gegen mein Kind erheben so wie meine Eltern damals bei mir, niemals!

Beichthaus.com Beichte #00032817 vom 03.03.2014 um 21:20:27 Uhr (33 Kommentare).

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Todesstoß für unsere Freundschaft

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Trunksucht Dummheit Last Night

Ich glaube, ich habe heute einen sehr großen Fehler gemacht und der Freundschaft zu meiner besten Freundin endgültig den Todesstoß versetzt. Seit sie mit ihrem neuen Freund zusammen ist, hat sie kaum noch Zeit für mich und hängt lieber mit ihm und seiner Clique rum als mit mir. Wir haben uns schon viel deswegen gestritten und sind leider nicht mehr so innig wie früher. Nachdem sie mir mal wieder einen Korb gegeben hat, weil sie angeblich keine Zeit hat, beschloss ich enttäuscht, mit ein paar anderen Mädels zum Karneval zu gehen und einfach mal den ganzen Stress zu vergessen. Ich vertrage nicht sonderlich viel Alkohol und ließ mich nach ein paar Gläsern Sekt dazu hinreisen, einer von den Mädels mein Leid zu klagen und berichtete ihr ausführlich, was alles vorgefallen war und wie sehr es mich ankotzt, dass mich meine beste Freundin so hängen lässt. Ich steigerte mich richtig rein, begann auch zu lästern und sagte, dass ich ihr nichts Gutes mehr gönne. Prompt tippt mich jemand von hinten an - und meine beste Freundin steht in dem ganzen Getümmel urplötzlich vor mir! Sie wollte mich spontan überraschen, sagte kurzerhand die Verabredung mit ihrem Freund ab und suchte mich in der Stadt, obwohl sie Karneval eigentlich nicht mag. Sie hatte meine Lästereien aber dummerweise mitbekommen und war sehr sauer. Ich konnte nichts mehr machen, sie sagte mir, dass ich eine verlogene miese Kuh sei, sie mich nie wieder sehen will und ließ mich stehen. Die Party war damit für mich gelaufen. Ich habe ihr mehrere Entschuldigungs-SMS geschrieben und versucht sie anzurufen, sie ignoriert mich konsequent. Zu allem Übel weiß ich, dass ich morgen auch noch einen dicken Kater haben werde, aber was ist das schon im Gegensatz zu einer kaputten Freundschaft? Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032814 vom 03.03.2014 um 22:04:44 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Wenn die Eltern viel zu alt sind

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Engherzigkeit Selbstsucht Familie

Meine Eltern haben die ersten Jahre ihrer Ehe genutzt, um Karriere zu machen und viel zu verreisen. Dann entschieden sie sich aber im letzten Moment doch noch für ein Kind, bevor die biologische Uhr für immer aufhört zu ticken und so bin ich (m/22) entstanden. Zum Zeitpunkt meiner Zeugung waren meine Eltern bereits Mitte und Ende 40 und genau das ist mein Problem, denn inzwischen naht schon der 70. Geburtstag meines Vaters. Ich empfand es nie als besonders toll, so "alte" Eltern zu haben, bei denen andere stets dachten, sie wären meine Großeltern. Sicher hatten beide viel Zeit für mich und waren in gewissen Dingen auch gelassener, aber mir macht es wirklich zu schaffen, dass ich jetzt schon mitbekomme, wie beide gesundheitlich angeschlagen sind und mein Vater sich sogar schon um Sachen wie ein Pflegeheim oder das Testament kümmert. Manchmal finde ich es von meinen Eltern sehr egoistisch, damals unbedingt noch ein Kind zeugen zu wollen, obwohl sie ja nicht mehr die Jüngsten waren. Ich hätte mir Geschwister gewünscht oder würde in Zukunft gerne erleben, wie meine Kinder mit den Großeltern aufwachsen. Ich gebe zu, auch Verlustängste zu entwickeln, weil ich mich mit der Tatsache abfinden muss, dass meine Eltern in 20 Jahren eventuell nicht mehr da sind. Dann bin ich gerade mal vierzig Jahre alt. Auch können sie sich für meine Interessen nicht mehr unbedingt begeistern und leben wie die typisch deutschen Durchschnitts-Rentner. Ich liebe meine Eltern, aber insgeheim werfe ich ihnen schon vor, damals egoistisch gehandelt zu haben. Ich wünschte, sie hätten mich entweder schon mit Anfang 20 bekommen oder gar nicht! Und ich kann auch keinesfalls nachvollziehen, wie manch andere Väter mit 60 oder 70 noch mal Vater werden. Denkt denn niemand an uns Kinder? Es tut mir leid, dass ich so undankbar bin.

Beichthaus.com Beichte #00032811 vom 03.03.2014 um 02:46:12 Uhr (30 Kommentare).

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Die Luftmatratze

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Diebstahl Habgier Kinder Urlaub Kroatien

Ich (m/22) durfte mit meinen Eltern und meiner größeren Schwester mit 12 Jahren einen wunderschönen Urlaub in Kroatien verbringen, an den ich mich bis heute gerne, aber nicht ohne schlechtes Gewissen erinnere. Unser Campingplatz am Meer war wunderschön, wir gingen baden, tauchen und Boot fahren, sodass man durchaus von einer perfekten Urlaubsidylle sprechen kann. Jedoch nur fast. Wir hatten unsere Luftmatratze zu Hause vergessen und so beobachtete ich schon am ersten Tag neidisch eine Familie aus Holland, die eben eine solche dabei hatte. Abends im Zelt schmiedete ich mit meiner Schwester dann einen tollkühnen Plan, wie wir an die silber-durchsichtige Luftmatratze kommen könnten. Den Mut, diesen in die Tat umzusetzen hatten wir in dieser Nacht dann aber doch nicht.

Am nächsten Tag gingen wir also wie schon am Vortag ohne Luftmatratze an den Strand. Der Badetag ging schnell vorbei und hat trotz allem eine Menge Spaß gemacht. Nach dem Abendessen holte ich mir an der Strandbar noch ein Eis und konnte meinen Augen kaum trauen. Die Luftmatratze meiner Begierde trieb angebunden an einem Stein auf dem Wasser. Zurück am Platz erzählte ich sofort meiner Schwester von meinen eben gemachten Beobachtungen. Wir beschlossen, in dieser Nacht zuzuschlagen und die Luftmatratze in unseren Besitz zu übernehmen. So schlichen wir nachts aus unserem Zelt, was uns so weit auch gut geglückt ist. Angekommen am Strand banden wir die Luftmatratze los und versteckten sie Abseits im Gras. Danach ging es zurück in unser Zelt. Am nächsten Morgen brachten wir freiwillig den Müll weg, holten auf dem Rückweg die Luftmatratze aus dem Versteck und brachten sie zu unserem Platz. Unseren erstaunten Eltern erzählten wir, dass die Luftmatratze neben den Müllcontainern gelegen hätte und da unsere Mutter eine notorische Müllverweigerin war, lobte sie uns sogar noch für unsere Müll vermeidende Aktion.

Mit unserer neuen Errungenschaft gingen wir an den Strand und sahen die holländische Familie erneut - zu unserer Überraschung jetzt mit zwei großen aufblasbaren Walen und einer neuen Luftmatratze. Unser Diebstahl fiel aufgrund der vielen Gäste nicht auf, die niederländische Familie hatte Ersatz für die Luftmatratze gefunden und uns hat sie bis in den letzten Sommer, als sie das Zeitliche segnete, gute Dienste erwiesen. Trotzdem bereue ich die Tat, jedoch nicht ohne Grinsen im Gesicht und nicht ohne daran zu denken, dass wir auch einen Wal mitnehmen wollten. Dieser Plan wurde allerdings nicht in die Tat umgesetzt, sie wirkte uns damals schon zu dreist. Unsere Luftmatratze ruht nun nach jahrelangem Gebrauch in den ewigen Jagdgründen. Für meinen Seelenfrieden habe ich letztes Jahr den örtlichen Kindergarten auf einen Badetag mit allem Drum und Dran eingeladen und jedem Kind eine neue Luftmatratze geschenkt, sodass diese im Urlaub nicht auf die schräge Bahn kommen.

Beichthaus.com Beichte #00032805 vom 02.03.2014 um 14:16:46 Uhr in Kroatien (Pula) (9 Kommentare).

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Exhibitionist in Italien

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Peinlichkeit Dummheit Schamlosigkeit Urlaub

Ich (m/26) habe vor drei Jahren mit meiner damaligen Freundin zwei Wochen in Italien verbracht. Da wir keinen Zeitdruck und genügend Reisegeld hatten, machten wir auch gerne Umwege durch kleinere Dörfer, um möglichst viele Eindrücke zu gewinnen. Unsere dritte Nacht im fremden Land verbrachten wir in einem Dorf, das in der Nähe von Milano lag. Es war diese Nacht, die ich meinen Lebtag nicht mehr vergessen werde. Wir kamen am frühen Abend an und fragten uns zu einer kleineren Herberge durch, die in der roten Abendsonne wirklich einen romantischen Anblick abgab. Angekommen an der kleinen Rezeption, händigte uns eine junge Dame, die scheinbar zur Familie des Wirts gehörte, unseren Schlüssel aus. Die Koffer ließen wir im Auto, da wir ja eh am nächsten Morgen abreisen würden und wir das ganze Zeugs nicht in den zweiten Stock tragen wollten. Also schnell das Zimmer gefunden, Tür zu und ab auf das Bett. Wie wir so dort lagen und den Sonnenuntergang im Fenster betrachteten, waren die romantischen Gefühle doch stärker als die aufkommende Müdigkeit. Schnell waren die ersten Küsse ausgetauscht und Kleidungsstücke abgelegt.

Für die nächste Stunde hatte ich den wohl schönsten und aufregendsten Sex, den ich je mit einer Frau erleben durfte, welcher natürlich auch zu einem kraftvollen Höhepunkt führte, der jedoch hastig in die Luft umgeleitet wurde, da die Kondome natürlich auch in meinem Koffer lagerten. Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte ich erneut zum Auto und ein paar Kleinigkeiten holen, wobei ich bemerkte, dass meine Ladung nicht nur meine abgelegte Hose, sondern auch den dunklen Teppichboden versaut hatte. Ohne lange zu überlegen, was ich besser mal getan hätte, verließ ich noch halbnackt unser Zimmer und rannte zu einem Reinigungswagen, den ich zuvor auf dem Flur gesehen hatte. Noch während ich mich an Tüchern und Reinigungsmitteln bediente, hörte ich plötzlich Schritte und dann einen lauten Schrei. Ich drehte mich um und alle meine Befürchtungen bewahrheiteten sich. Vor mir stand die junge Dame von der Rezeption und starrte mich geschockt an, bevor sie ein ebenso lautes "Papa!" von sich gab. Das war mein Codewort.

Wie von der Tarantel gestochen ließ ich augenblicklich alles fallen, rannte zurück in unser Zimmer und erklärte meiner Freundin hastig, sie solle sich sofort anziehen und keine Fragen stellen. Noch bevor sie vollständig bekleidet war, hörte ich schon auf dem Flur italienische Flüche anrollen und zerrte meine Freundin, allen Widersprüchen zum Trotz, aus dem Zimmer und die Treppe hinunter, der schimpfende Gastwirt immer hinterher. Halbnackt rannten wir also beide, unsere Kleider unter den Armen, über den kleinen Vorhof und brausten mit dem Auto davon, ohne für das Zimmer oder die Reinigung meiner Hinterlassenschaften bezahlt zu haben. Um Absolution bitte ich, weil ich diese Beichte mit einem Lächeln auf den Lippen schreiben musste, da dieser Abend in Italien so viele Erinnerungen brachte, von denen ich keine missen möchte.

Beichthaus.com Beichte #00032793 vom 28.02.2014 um 04:45:18 Uhr (11 Kommentare).

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