Meine ehemalige Geliebte ist meine Chefin!

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Lügen Morallosigkeit Schamlosigkeit Selbstsucht Arbeit Chef

Heute muss ich (m) mich erneut an die Beichthaus-Gemeinde wenden und um Vergebung bitten. Zugrunde liegt die Beichte 00034268. Dort habe ich eine Menge Affären und viele Dummheiten gestanden. Um mir erneut Absolution zu erteilen, solltet ihr vielleicht zuerst die Beichte von damals lesen. Es ging bei der ersten Beichte um eine Frau, der ich schlimme Dinge angetan hatte und die jetzt nach einer Unternehmensfusion meine Chefin geworden ist. Bisher war Händeschütteln der einzige erneute Kontakt zu ihr. Ich sollte gemeinsam mit ihr einen Wirtschaftsplan ausarbeiten, um die zusammengelegten Unternehmen zukunftsgerecht zu führen. Der Termin wurde von ihrer Sekretärin zwei Mal kurzfristig verschoben. Beim dritten Termin war ich bereits zwei Stunden vor dem Termin dort, um mich nicht wieder abwimmeln zu lassen. Ich hatte mich seit Wochen extrem gut auf diesen Termin vorbereitet und war für alle Eventualitäten gewappnet.

Ich kam dann in das riesige Besprechungszimmer. Sie saß bereits am Tisch, wir gaben uns die Hand, die Sekretärin verschwand und wir standen uns gegenüber. Sie war extrem zugeknöpft und trug die Haare sehr streng. Sie hat mir nur kurz in die Augen geschaut und starrte jetzt auf ihren Kugelschreiber. Dann sagte sie zu mir, dass wir rein aus beruflichen Gründen hier zusammensitzen und die Vergangenheit beiseitelassen sollten. Auch hätte sie mich in diesem Unternehmen gar nicht erwartet - ich trage einen Namen, den es hier zigtausendfach gibt. Da sich im Unternehmen so gut wie alle duzen, würde sie von mir nicht das "Sie" verlangen. Und so erklärte sie mir die Situation ziemlich trocken. Dann gab sie drei Stunden für das Gespräch vor und wollte beginnen - die Situation war total verkrampft. Ich hatte noch kein Wort gesagt, sah ihr dann kurz tief in die Augen und legte los mit meiner Show.

Ich präsentierte ihr kurz einen kompletten Wirtschaftsplan, den ich in den letzten Wochen alleine ausgearbeitet hatte, denn alle Zahlen waren für mich zugänglich. Das Unternehmen wird danach mehr als gut aufgestellt sein. Sie war total verblüfft. Jetzt war ich im Fahrwasser und sagte ihr, dass sie die Präsentation auf einem Stick erhält, und schob ihr das Teil rüber. Auf die Frage, warum ich die ganze Arbeit bereits gemacht habe, sagte ich ihr Folgendes: "Es steht etwas zwischen uns, was zuerst geklärt werden muss - sonst kann die Zusammenarbeit niemals Früchte tragen." Wir müssten über die Vergangenheit sprechen und alles aufarbeiten, den Stick soll sie in Ruhe ansehen, sprach ich langsam und in Ruhe weiter. Ich bat sie, ihren Gefühlen einfach freien Lauf zu lassen. Dann brach alles aus ihr heraus und ich ließ sie bestimmt 15 Minuten lang schreien - dann reden, sie heulte und rotzte herum, ihre ganze Schminke lief ihr herunter, sie verlor völlig die Fassung. Die Geschehnisse hier zu beschreiben ist wirklich sehr schwierig.

Ich musste mir verschiedene Dinge wie: "Wo warst du, als ich dich brauchte", "Ich war nur dein Betthäschen", "Meine ganze Existenz kippte und du bist feige abgehauen?" anhören. Sie knallte mir mein schäbiges Verhalten voll gegen den Kopf. Dies war ganz in meinem Sinn und ich ließ sie machen. Wie bereits erwähnt, war ich super vorbereitet, sie tat mir fast ein bisschen leid. Ich überreichte ihr eine Taschentuchpackung und gab ihr weitere fünf Minuten um sich zu beruhigen, sie war völlig am Ende. Dann legte ich los. Mit erstickter Stimme berichtete ich, wie ich damals, als es bei ihrer Ehe zur Trennung und zum Verlust materieller Güter kam, schockiert gewesen sei. Ich erklärte ihr, dass ich nicht mehr in den Spiegel schauen konnte, ich hätte Angst gehabt, ihr in die Augen zu schauen und so weiter und so fort. Ich hatte mich zur damaligen Zeit tatsächlich von meinem Arbeitgeber getrennt, da ich von meinem jetzigen Arbeitgeber ein unschlagbares Angebot vorliegen hatte. Nach meiner Kündigung war ich sofort freigestellt.

Dies nahm ich zum Anlass für eine weitere Lüge und sagte zu ihr, dass ich nicht mehr fähig gewesen sei zu arbeiten, in meinem Kopf wäre nur noch Leere gewesen. In Wirklichkeit bin ich mit meiner damaligen neuen Gespielin auf einer mehrwöchigen Bergwanderung unterwegs gewesen. Ein Selfie mit dem Gipfelkreuz im Hintergrund, auf dem ich wirklich unrasiert, übernächtigt und einfach fix und fertig aussehe, hatte ich von zu Hause mitgenommen. Ich zeigte ihr das Foto und erklärte, dass ich mich hätte zurückziehen müssen, um in Ruhe und Abgeschiedenheit meine Taten zu bereuen, was natürlich in keiner Weise stimmte. Es lief prima. Ich wäre damals kaum in der Lage gewesen, die Dinge zu verarbeiten, weil sie meine große Liebe gewesen sei und ich mich vor mir selbst geschämt hatte. Sie starrte das Foto an und ich erkannte, wie es in ihrem Kopf zu arbeiten begann. Ich schniefte auch zur Show in ein Taschentuch und starrte auf den Boden und berichtete ihr von Selbstmordabsichten und großen Depressionen, die mich lahmgelegt hatten.

In Wirklichkeit war ich damals dann noch einige Zeit auf Mallorca und habe gefeiert. Jetzt kam mein größter Trumpf und ich griff in die Innentasche meines Sakkos. Ich hatte ein Bild eingesteckt, das uns gemeinsam beim Besuch eines Pferderennens zeigte. Wir hatten damals viel Spaß und lachten vergnügt, eng verschlungen, mit einem Glas Champagner in der Hand. Das Sofortbild war damals aus Zufall entstanden, ich hatte es dem Fotograf unverzüglich abgenommen. Ich hatte es absichtlich ganz leicht zerknittert und eingeschweißt. Dann erklärte ich ihr, dass ich dieses Bild immer bei mir trage, seit ich sie zum letzten Mal gesehen habe. Ich würde es jeden Tag anschauen und nachts auf meinen Nachttisch stellen. Dann verfiel sie wieder völlig in einen Weinkrampf und wollte etwas sagen, aber es funktionierte nicht. Naja, nach zwei Stunden versuchte ich zögerlich ihre Hand zu nehmen, aber sie zog sie weg.

Ich hatte mich damit erfolgreich als ebenbürtiges Opfer der Affäre hingestellt, es kam noch zu weiteren Weinanfällen, aber mehr will ich hier nicht ausführen. Sie erklärte mir, dass ihr jetziger Mann über 50 Prozent der Unternehmensaktien hält, sonst könnte sie sich mit einem acht Monate alten Töchterchen diesen Job gar nicht erlauben. Ich schlug ihr vor, die ganze Sache erst einmal sacken zu lassen. Sie ist jetzt wirklich der Meinung, dass die Beendigung unserer Affäre mich fast umgebracht hätte. Der komplette Plan ist aufgegangen. Mich würde es wirklich reizen, mit ihr wieder in die Kiste zu steigen, mal sehen. Hoffentlich wird sie diese Beichte nie lesen. Jetzt würde ich nur noch gerne um Vergebung meiner Lügen bitten. Dass ich diese Notlügen leider vorbringen musste, versteht vermutlich wohl jeder.

Beichthaus.com Beichte #00034577 vom 11.12.2014 um 11:35:58 Uhr (27 Kommentare).

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Gefangen in einer unglücklichen Beziehung

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Verzweiflung Falschheit Feigheit Internet Partnerschaft

Ich (m/19) bin seit über vier Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben uns auch schon immer oft gestritten, nie wirklich schlimm, aber fast jeden Tag hat sie etwas zu meckern - worauf ich dann auch mit schlechter Laune reagiere. Wir ziehen uns also gegenseitig total runter. Sex haben wir auch so gut wie nie, obwohl sie sagt und ich es auch merke, dass es ihr gefällt, wenn wir Sex haben. Ich habe auch schon oft über eine Trennung nachgedacht, habe aber einfach nicht den Mut dazu. Ich hatte vorher nie eine ernsthafte Beziehung, ich war ja erst 15, als wir zusammenkamen. Sie leidet unter Depressionen und hat sehr viel Stress in der Schule. Ich helfe ihr sehr viel, mache viele Hausaufgaben für sie, koche für uns und so weiter. Alles um sie zu entlasten, da sie ihre Zeit trotzdem noch bis spät abends vor dem Schreibtisch verbringt.


Manchmal schreibe ich andere Mädchen an, um einfach mit ihnen zu flirten, da ich keinerlei Kontakt zu anderen Mädchen habe, da meine Freundin sehr eifersüchtig ist. Jetzt schreibe ich aber regelmäßig mit einem Mädchen, das ich auf diese Art kennengelernt habe. Wir verstehen uns sehr gut und ich würde sie auch gerne kennenlernen. Sie wohnt aber 600 Kilometer weit weg und weiß nicht, dass ich eine Freundin habe. Ich fühle mich schlecht, weil ich meine Freundin hintergehe und der anderen verschweige, dass ich eine Freundin habe, aus Angst, dass sie den Kontakt abbricht. Ich bin sehr oft unglücklich mit meiner Beziehung, ich bringe es aber einfach nicht übers Herz, mit ihr Schluss zu machen, da ich merke, wie sehr sie auf mich angewiesen ist.

Beichthaus.com Beichte #00034570 vom 10.12.2014 um 21:12:41 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Moderner Feminismus

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Ignoranz Vorurteile Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (w) beichte, dass mir Hardcore-Feministinnen auf den Zeiger gehen. Ich habe eine eigentlich gute Freundin, die sich sehr gerne über Gender-Ungerechtigkeit und die Vorherrschaft der Männer aufregt. Ich stimme ihr in vielen Punkten zu, aber ich finde, generell wird mit diesem Kampffeminismus ziemlich übertrieben. Ich meine, wenn mir jemand auf der Straße hinterherpfeift, fühle ich mich nicht sexuell belästigt, sondern rein optisch geschmeichelt - natürlich situationsbedingt, aber ihr versteht mich schon. Natürlich weiß ich, dass unser heutiges System nicht von Lächeln und Warten kommt und dass wir Frauen uns auch darum kümmern sollten, dass das so bleibt. Letztens gab es jedoch ein Gespräch, bei dem ich ernsthaft an den modernen Feministinnen gezweifelt habe. Es fand mit besagter Freundin und einigen aus ihrem Freundeskreis statt und ging um unsere Zukunftsvorstellungen.


Tja - ich würde später gerne für meine Kinder zu Hause bleiben und mich um sie kümmern, wenn das mit dem Geld hinhaut. Karriere war mir noch nie so wichtig, ich kann mich sehr gut über etwas anderes als meinen Job definieren. Natürlich waren die Anwesenden "not amused." Ich wurde richtiggehend niedergemacht, dass ich eine Schande für die modernen Frauen sei und doch bitte wieder zurück ins 19. Jahrhundert gehen solle. Damit fand auch ein Bruch mit der Freundin statt, weil es auch in einer Freundschaft Grenzen gibt. Ich halte jedoch weiter an meinen Plänen fest. Ich finde, gerade heute gehört es auch zu unserem Erfolg, sich willentlich für die Mutterrolle zu entscheiden, wenn wir dies wünschen. Ich habe einige Befürchtungen, dass ich noch mein ganzes Leben solche Diskussionen führen muss, aber ich empfinde mich als selbstbestimmte, selbstbewusste Frau und werde mich auch von keiner "Feministin" abbringen lassen!

Beichthaus.com Beichte #00034557 vom 09.12.2014 um 19:26:55 Uhr (21 Kommentare).

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Manipulation bei der Maßnahme vom Jobcenter

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Schamlosigkeit Boshaftigkeit Zorn Hannover

Es ist ein paar Jahre her - ich war gerade mit der Schule fertig und hatte noch keinen Ausbildungsplatz. Nachdem ich mich beim Jobcenter arbeitslos gemeldet hatte, wurde ich in eine "Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme" geschickt. Jedoch hatte ich schon vom ersten Tag an keine Lust auf diese "Maßnahme", da dort nur Asoziale, Kriminelle, und unmotivierte Jugendliche waren, zumindest 70 Prozent ohne einen Schulabschluss. Ich war das komplette Gegenteil - keine Vorstrafen, motiviert, Abitur etc. Also habe ich mir geschworen, nicht nur ordentlich Bewerbungen zu schreiben, sondern diesen gesellschaftlichen Abschaum ordentlich zu ärgern. Wie ich meinen Spaß gehabt habe, indem ich die eine oder andere Zukunft (kurz- oder langfristig) ruiniert habe? Ich habe sehr gute Kenntnisse im Bereich IT, und ich habe auch gute Kenntnisse, wenn es um das Thema Hacken oder Manipulieren geht. Und ich hatte eine unglaublich unintelligente "Betreuerin", die nicht nur ihren Rechner unbeobachtet ließ, nein, sie hatte ihren Benutzernamen sowie alle Passwörter auf einem Zettel unter der Tastatur versteckt. Und die Sicherheitsrichtlinien waren teilweise mehr als mangelhaft.


Also habe ich gewartet, bis sie Pause hatte, der PC war somit frei zugänglich. Mit einem USB-Stick und diversen Tools sowie mit den ganzen Passwörtern und den kuriosen Sicherheitsrichtlinien habe ich mir nicht nur einen dauerhaften Zugang mit Adminrechten auf fast allen Bereichen verschafft, ich habe auch noch schön einen Fernzugang eingerichtet. Zu Hause fing mein Spaß erst richtig an. Ich hatte Zugriff auf alle Daten, Informationen, Bewerbungen, Einträge, Pläne, Tests, Informationen von bzw. für das Jobcenter, komplette Systeme sowie viele Server, Drucker, Router, VoIP, also auf das gesamte Schulnetzwerk von den zwei Standorten inkl. aller PCs, Laptops, Telefone und mehr. Ich hätte nie gedacht, dass alles wirklich so schlecht konfiguriert und gesichert ist. Dumme Mitarbeiter, unprofessionelle IT-Kollegen. Aber ich hatte immerhin Zugriff auf quasi alle Daten! Und ich konnte vieles, wirklich vieles Bearbeiten. Die Qualität der Anwendungen war unterirdisch.


Ich habe alles Mögliche verändert, manipuliert und einiges gelöscht. So sind fehlerhafte Bewerbungen verschickt worden, die "Teilnehmer" konnten ihre Betreuer nicht anrufen, Urlaubspläne und Urlaubstage stimmten nicht, die Drucker habe ich mit "Vorlagen" gefüttert, sodass zum Beispiel bei einer Bewerbung hinter dem Anschreiben ganz dezent zwei Hunde beim Sex mitgedruckt wurden und noch vieles mehr. Es ging lange gut. Viele haben dadurch erst recht Absagen bekommen, einige haben wegen mir Abmahnungen erhalten, teilweise waren die wegen mir nicht mehr im System verzeichnet, konnten gewisse Abschlüsse und Qualifikationen nicht machen und Ähnliches. Nachdem ich nach relativ kurzer Zeit einen Ausbildungsplatz gefunden habe, habe ich mich dort nie mehr blicken lassen. Jedoch habe ich jeden Tag irgendwelche Manipulationen im System vorgenommen und ich konnte immer öfters beobachten, wie durch meine Manipulationen immer mehr Anträge von den Betreuern zum Jobcenter wanderten, weil die Teilnehmer unentschuldigte Fehltage hatten, katastrophale Bewerbungen abschickten, sich nie telefonisch meldeten und so weiter. Auch verschwanden ab und zu Teilnehmer aus dem System.


Irgendwann muss aber jemand misstrauisch geworden sein. Ich meine: So viele Problemfälle?! Und das quasi ohne Ende? Ich habe, kurz bevor alles aufflog, den Mailverkehr einer Betreuerin mit dem Jobcenter gelesen, wo sie den Verdacht äußerte, die Teilnehmer seien nicht für alles verantwortlich und sollen mal alle Änderungen, Zugriffe und Sonstiges auf Fehler bzw. Unstimmigkeiten überprüfen. Zwei Tage später hatte ich keinen Zugriff mehr. Was danach passiert ist, ob die unschuldig Bestraften wieder eine Chance bekommen haben und ob die Sicherheit wieder gewährleistet ist, kann ich nicht beantworten. Ich habe mit niemandem "von dort" Kontakt. Jedoch bin ich mir zu 99,9 Prozent sicher, dass ich die Zukunft einiger Personen - teilweise - zerstört habe. Inzwischen sind ein paar Jahre vergangen, meine Lehre habe ich erfolgreich beendet und arbeite an einem guten Arbeitsplatz. Jedoch tut es mir wahnsinnig leid, was ich den Personen damals angetan habe. Warum? Ich habe in der Stadt vor Kurzem einen ehemaligen Teilnehmer gesehen - ohne Job und ohne Wohnung. Seitdem fühle ich mich wahnsinnig schuldig. Im echten Leben habe ich es bisher niemandem gebeichtet, weil ich mich dadurch strafbar gemacht habe. Falls ein ehemaliges Mitglied das dennoch lesen sollte: Es tut mir wahnsinnig leid!

Beichthaus.com Beichte #00034551 vom 08.12.2014 um 20:50:09 Uhr in 30161 Hannover (Hamburger Allee) (10 Kommentare).

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“Beichte

Deutsche Mark (DM) im Schuhgeschäft

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Zorn Ungerechtigkeit Geld Shopping Geseke

Deutsche Mark (DM) im Schuhgeschäft
Ich möchte beichten, dass ich vor ungefähr einer Stunde in einem Schuhgeschäft ausgerastet bin. Normalerweise bin ich extrem höflich, taktvoll und eher zurückhaltend, aber vorhin ist mir der Kragen wirklich geplatzt. Ich habe etwas für 5,95 Euro gekauft und mit 7 Euro in bar bezahlt - ich hatte einen 5-Euro-Schein und ein 2-Euro-Stück im Geldbeutel. Als Rückgeld bekam ich 1,05 Euro. Erst im Nachbargeschäft fiel mir auf, plötzlich ein 1-DM-Stück, also keinen Euro im Geldbeutel zu haben. Da hatte sich die Kassiererin doch tatsächlich vertan. Ich ging zurück ins Geschäft und sprach die Dame darauf an, sie reagierte überrascht und meinte, dass sie die Kasse gerade nicht öffnen kann, ging und kam mit einer Kollegin im Gepäck wieder. Diese Kollegin machte mir gleich unmissverständlich klar, dass ich keinerlei Ansprüche hätte und ich das Geld das nächste Mal gefälligst vor dem Verlassen des Ladens überprüfen solle. Es stellte sich übrigens heraus, dass dies die stellvertretende Filialleiterin war.

Ich protestierte noch höflich und zeigte den Kassenzettel, meinte, dass dies ja durchaus vorkommen könne, ich jedoch gerne mein Eigentum zurück haben will. Ich meinte noch, dass es mir eher ums Prinzip als um den Euro gehe, was man mir auch abkaufen konnte, da ich ziemlich gut gekleidet war und einen teuren Mantel trug. Die stellvertretende Filialleiterin verteidigte sich weiterhin vehement und stellte mich wiederholt als den Schuldigen dar. Das reichte mir! Ich machte ihr in einem deutlichen, aber nicht grenzüberschreitenden Ton klar, dass sie gerade eben dafür sorgt, in Zukunft einen Kunden weniger zu haben und dass es eine allgemeine Unverschämtheit sei. Daraufhin meinte sie, wenn ich es so nötig hätte, würde sie mir jetzt einen Euro aus ihrem privaten Portemonnaie holen. Ich sagte, ich sei einverstanden, da es mir um das Prinzip gehe. Plötzlich wurde sie laut und meinte zu ihrer Angestellten, dass sie doch genau gehört hätte, wie ich sie bedroht hätte.

Ich war völlig perplex, aber die beiden schienen diese Nummer ernst zu meinen. Plötzlich hatte ich also beide bedroht und ich wurde gebeten, den Laden sofort zu verlassen. Das tat ich auch, aber bevor ich rausging, nahm ich das 1-DM-Stück, warf es vor die Füße der Filialleiterin, und meinte zu ihr, dass sie nicht einmal das wert sei und sie sich ins Knie ficken solle! Danach drehte ich mich um und ging einfach. Ich bitte um Absolution - jedoch nicht für mein Verhalten, sondern dafür, dass diese verlogenen Betrügerinnen heute Nacht ihr Abendbrot nicht durch den Strohhalm schlürfen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00034550 vom 08.12.2014 um 19:25:54 Uhr in Geseke (35 Kommentare).

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