Der falschen Person an Bein gepinkelt

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Boshaftigkeit Rache Feinde Bonn

Lieber J., weißt du, manchmal im Leben, da pinkelt man der falschen Person ans Bein, das war dein erster Fehler. Es war leicht, mir ein falsches Profil auf einem bekannten, sozialen Netzwerk anzulegen und mich mit dir anzufreunden. Von diesem Tag an, konnte ich plötzlich deinen Alltag miterleben, ich wusste, wo du arbeitest, wer deine Freunde sind und deine Freundin, die war wirklich hübsch und nett. Doch als plötzlich Nacktbilder und ein BH im Briefkasten lagen und sie von deiner Affäre mit Monika erfahren hat, war sie aus eurer gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Du warst am Boden zerstört, schließlich kanntest du keine Monika und deinen Job hast du auch noch verloren, nachdem dein Chef den Link zu deinem öffentlichen Profil erhalten hat. Es war aber auch nicht sonderlich nett von dir, den eigenen Chef als Sohn einer im horizontalen Gewerbe tätigen Frau zu bezeichnen. Die Miete war dann wohl zu teuer für dich und du musstest zu deinen lieben Eltern ziehen, deine Mail war wirklich sehr berührend, es war fast schon niedlich, wie du krampfhaft überlegt hattest, wer es da auf dich abgesehen haben könnte. Wochenlang passierte nichts mehr und du warst dir sicher, dass nun alles gut werden würde. Dummerweise kannte jemand die Adresse deines Elternhauses, es war wohl nicht sehr angenehm, mitten in der Nacht von jungen Männern geweckt zu werden, die sich auf eine homosexuelle Gang Bang Party mit dem Sohn freuten. Es ist verständlich, dass deine Eltern nach ähnlichen Vorfällen die Nase voll hatten, aber wer konnte ahnen, dass jemand deine momentane Adresse in Chatportalen veröffentlicht hat? Man konnte dir deine Verzweiflung ansehen, als du ein wenig zu spät beim Klassentreffen erschienen bist und dein Leid mit deinen ehemaligen Mitschülern geteilt hast, Ablenkung und Mitleid taten dir wohl gut. Sogar mir, dem schmächtigen Asiaten, hast du deine Geschichte erzählt, dir war gar nicht bewusst, dass ich sie kannte. Ja, sogar verantwortlich dafür war. Jahrelang hast du mich grundlos gemobbt und es tat gut, das gleiche mit dir zu tun.

Beichthaus.com Beichte #00040203 vom 20.08.2017 um 17:38:28 Uhr in Bonn (20 Kommentare).

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Warum hat der Busfahrer für mich gebremst?

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Feigheit Selbstverletzung Gesellschaft Bonn

Heute Morgen wäre ich (20) fast von einem Bus überfahren worden, hätte der Busfahrer nicht angehalten. Nun bin ich zu Hause und frage mich, ob es besser gewesen wäre, hätte er mich übersehen oder ignoriert, wenn er weitergefahren wäre. Es wäre ein Unfall gewesen, einer von vielen und vielleicht hätten sich all meine Probleme gelöst. Niemand hätte sich mehr über meine ungeschickte, schüchterne und unfähige Art lustig machen können. Höchstens die Tatsache, dass ich zu dumm war, um eine Straße zu überqueren, hätte für ein paar Lacher gesorgt. Ich hätte endlich aufgehört, mir Sorgen zu machen, dass jemand erfährt, dass ich das Kind eines Kriminellen bin. Diebstahl, Drogen und Geldwäsche. Man hätte einen anderen Grund gefunden, um mich zu beleidigen. Denn niemand kommt mit mir klar, obwohl ich keinem etwas tue. Und trotzdem bin ich das dumme Ding, was sich nicht wehren kann und bei Nervosität zittert.

Die einzige Freude finde ich, wenn ich kleine Geschichten schreibe, doch auch das wird nur belächelt. Aber etwas anderes kann ich nicht, ich habe keine Talente und bin nichtsnutzig. Meine Beichte ist, dass ich zu feige bin, mich umzubringen. Dass ich mit meinen gerade einmal zwanzig Jahren das Geschenk des Lebens nicht würdige und selbstsüchtig bin, wenn ich sterben würde, würde zumindest meine Mutter um mich trauern, sie würde damit nicht klarkommen und das kann ich ihr nicht antun.

Beichthaus.com Beichte #00040164 vom 09.08.2017 um 16:30:12 Uhr in Bonn (36 Kommentare).

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Mein Mann ist ein guter Vater - aber mehr auch nicht

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Ehebruch Verzweiflung Ex Bonn

Ich (w/32) bin seit fünf Jahren verheiratet und todunglücklich in meiner Ehe. Warum ich diese dann weiterführe? Ich bin ein Scheidungskind und möchte nicht, dass mein Sohn genauso leidet wie ich damals. Hinzu kommt, dass ich meinen Mann seit einem Jahr mit meinem Ex-Freund betrüge, den ich wirklich liebe. Zu Anfang meines Studiums habe ich meine große Liebe kennengelernt (mein Ex) und wir hatten etwas mehr als zwei Jahre eine Beziehung. Es war die beste Beziehung, die ich jemals hatte. Wir haben uns auf allen Ebenen verstanden und ergänzt. Er ist 9 Jahre älter als ich, aber das hat unsere Beziehung nie gestört und es spielt auch heute keine Rolle.

Ich habe mich damals leider von ihm getrennt, weil er mich heiraten wollte. In dieser Zeit führten meine Eltern einen fiesen Rosenkrieg, in welchen sowohl ich, als auch meine Geschwister eingebunden wurden. Mein Vater ist der Meister des Psychoterrors gewesen und verteilte auch ab und an Schläge, obwohl wir damals schon alle älter als 16 waren. Da ich meiner Mutter sehr ähnlich sehe, hat er mich hauptsächlich für ihre Fehler büßen lassen. Das Letzte, was ich also wollte, war heiraten. Also verließ ich meinen Ex, weil ich dachte, dass er damit nicht umgehen könnte. Danach fiel ich in ein tiefes Loch und nahm kaum noch am Leben teil. Mein Studium ließ ich schleifen, ich musste mich in Therapie begeben und lernte drei Jahre später meinen jetzigen Mann kennen. Das erste Jahr mit ihm lief super und wir verstanden uns gut. Dann wurde ich schwanger. Dummerweise vertrugen sich meine Pille und die Antidepressiva nicht miteinander. Glücklicherweise habe ich einen wunderbaren Sohn, den ich mehr liebe als alles andere.

Ich heiratete, um meinem Kind stabile Verhältnisse zu bieten. Leider erlitt ich nach der Geburt eine starke Wochenbettdepression, welche mich wieder ein gutes Stück zurückwarf. Seitdem mein Mann Vater geworden ist, behandelte er mich erst wie Luft und fixierte sich völlig auf den Kleinen. Ich war nur noch Mittel zum Zweck. Er ging oft mit dem Kleinen spazieren, wenn ich am Schlafen war und beklagte sich dann bei seinen Verwandten, dass ich kein Interesse an unserem Sohn hätte. Mein Mann fing an mich klein zu machen. Er sagte mir, dass ich nichts im Leben erreicht hätte, ich nichts könnte und schrie mich in Streits richtig an. So kannte ich ihn vorher nicht.

Dann zogen wir in meine alte Heimat, wo der Terror erst richtig losging. Mir ging es merklich schlechter, denn Psychoterror konnte ich noch nie ertragen, da ich es ja schon von meinem Vater kannte. Also versuchte ich meinem Mann alles Recht zu machen, aber das machte es nur noch schlimmer. Nichts war ihm gut genug, nichts machte ihn glücklich. Ich machte auch im Bett alles mit, aber es machte mir schon lange keinen Spaß mehr. Irgendwann fühlte ich dabei gar nichts mehr und weinte oft nach dem Sex. Vor einem guten Jahr traf ich meinen Ex-Freund beim Einkaufen. Ich hatte ihn seit unserer Trennung nicht mehr gesehen, aber er sah sofort, dass es mir schlecht ging. Wir gingen einen Kaffee trinken und sahen uns ab da alle paar Wochen. Da erfuhr ich auch, dass er nach unserer Trennung gelitten hat und ich ihm nie richtig aus dem Kopf ging.

Es dauerte nicht lange und wir waren beide wieder verliebt wie früher. Wir treffen uns so oft wir können, halten via Handy Kontakt, können nicht ohne den anderen sein. Ich habe seitdem auch keinen Sex mehr mit meinem Mann, weil es mich anwidert.

Dieser Mann ist mein perfektes Gegenstück, er macht mich unendlich glücklich und liebt mich mit all meinen Fehlern. Er will mit mir zusammen sein, mich zu seiner Frau machen. Selbst meine engsten Freunde decken unsere heimliche Beziehung, weil sie ihn noch von früher kennen und meinen Mann nicht mögen, weil er mich so scheiße behandelt. Ich habe auch schon versucht mit meinem Mann zu sprechen, aber er verfällt immer wieder in die alten Muster. Er kann sie nicht ablegen. Jetzt habe ich aufgegeben es zu versuchen.

Aber ich habe ein riesiges Problem. So kacke mein Mann auch ist, er ist ein guter Vater. Unser Sohn liebt ihn sehr und über alle Maßen. Soll ich meinem Sohn wirklich den Vater nehmen und mich scheiden lassen? Mein Mann ist kein vernünftiger Mensch und ich habe Angst, dass es eine Schlammschlacht gibt. Dabei leiden aber immer die Kinder. Mich hat die Scheidung meiner Eltern gut kaputt gemacht, mein Vertrauen zerstört. Kann ich das meinem Kind antun? Ich habe solche Angst, dass ich diesem kleinen wunderbaren Mann schade. Mein Ex würde mich mit Kind und Kegel nehmen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Ich führe eine sehr traurige Ehe, die für mich die Hölle ist. Ich bescheiße meinen Mann, spiele die heile Familie und weiß, dass es falsch ist. Ich habe jeden Tag ein schlechtes Gewissen. Mein Ex hat doch auch verdient, dass ich zu ihm stehe. Ich beichte, dass ich mich selbst verachte und falsch handle. Ich beichte, dass mein Mann mir egal ist und ich meinen Ex tief und innig liebe. Ich beichte, dass ich ständig an ihn denke und ihn vermisse. Ich beichte, dass ich nicht mehr weiß, was richtig und falsch ist.

Beichthaus.com Beichte #00039934 vom 23.06.2017 um 11:36:29 Uhr in Bonn (41 Kommentare).

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Kein Mitgefühl für den Verlust

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Engherzigkeit Ignoranz Unfall Hamburg

Ein guter Kumpel meines kleinen Bruders (Mitte 20) ist vor Kurzem bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Den guten Kumpel kannte ich (w) nicht persönlich, aber er soll wohl sehr beliebt und in seinem Umfeld wohl etwas bekannter gewesen sein (öffentlichkeitsbedingt). Er war etwa im selben Alter wie mein jüngerer Bruder. Einerseits tut es mir leid, dass der junge Mann so ums Leben gekommen ist, dass mein kleiner Bruder und die restlichen Freunde einen guten Kumpel verloren haben. In kleinen Teilen fühle ich auch mit der Familie, in die plötzliche eine Lücke gerissen wurde.

Andererseits ist die eigentliche Beichte, dass es mir langsam auf den Wecker geht, dass um den Tod des jungen Mannes soviel Tamtam gemacht wird: Täglich postet mein kleiner Bruder auf Facebook irgendwelche selbstgemachten Bilder mit dem Konterfei seines Kumpels, dazu irgendwelche Kalenderzitate. Eines ist kitschiger als das andere. Oder er teilt Links von Leuten, die ebenfalls solche kitschigen Bilder erstellt haben. Oder Artikel von Online-Magazinen, die vom Unfall berichten. Das geht so weit, dass mein Bruder inzwischen das Foto vom üblich prall dekorierten Unfallort zum Profilfoto gemacht hat. Inzwischen habe ich das Profil meines Bruders deswegen nicht mehr abonniert.

Jetzt beschwerte sich mein Bruder via Facebook, dass die Leute achtlos am Unfallort vorbeigehen und -fahren, als sei alles wie immer. Und genau darin liegt der Knackpunkt. So tragisch das auch alles auf der einen Seite ist - mich interessiert der Tod des jungen Mannes auf der anderen Seite überhaupt nicht, denn es sterben jeden Tag Leute. Auch solche, deren Leichen lange unentdeckt in ihren Wohnungen liegen, weil sie keiner vermisste. Um diese Leute, finde ich, sollte mal so getrauert werden. Dennoch: Die vielen schmalzigen Bilder helfen vielleicht bei der Trauer, machen den Mann aber auch nicht mehr lebendig.

Gleichzeitig hege ich also eine große Gleichgültigkeit gegenüber dem Verstorbenen und fühle mich von jedem Bild aus dieser Kategorie von Mal zu Mal genervter. Eigentlich sollte ich Mitgefühl mit meinem Bruder und seiner Trauer haben, welche mir allerdings fehlt. Das bereue ich.

Beichthaus.com Beichte #00039720 vom 09.05.2017 um 16:30:25 Uhr in 20249 Hamburg (Kellinghusenstraße) (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Verstecken in der Stadtbibliothek Bonn

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Feigheit Bonn

Ich bekenne mich schuldig, dass ich mich heute nach Feierabend in die Stadtbibliothek verkrümeln und dort stundenlang bleiben werde. Der Grund hierfür ist, dass der Heizungsableser sich angesagt hat. Die Heizung habe ich allerdings selbst abgelesen, sodass er nicht noch einmal kommen muss.

Beichthaus.com Beichte #00039701 vom 05.05.2017 um 10:48:35 Uhr in Bonn (Mülheimer Platz) (11 Kommentare).

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