Die Bäder der Reichen

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Neid Ungerechtigkeit Verschwendung Arbeit

Ich (m/35) bin Fliesenleger, habe zwei Kinder und bin seit vier Jahren dabei ein kleines Haus abzuzahlen. Meine Frau muss auch arbeiten gehen, denn sonst könnten wir uns das alles nicht leisten. Meine Beichte ist, dass ich einen zunehmenden Neid auf die Kunden meines Chefs entwickele. Mein Chef hat sich darauf spezialisiert, sehr edle Badezimmer einzurichten. Die Arbeiten dort sind sehr anspruchsvoll und die Bäder sind wunderschön. Unsere Kunden sind gewöhnlich sehr reiche Leute, die finanziell ausgesorgt haben, sie arbeiten also selber auch nicht mehr. Einige dieser Kunden haben es sich zur Angewohnheit gemacht, ihr Haus laufend zu renovieren. Häufig sind es die Frauen, denen das alte Badezimmer nach einem Jahr nicht mehr gefällt. Um mal einen Preis zu nennen, so ein Badezimmer kostet durchaus auch mal 80.000 Euro. Die alten Materialien landen dann tatsächlich im Bauschutt, nach dem rausstemmen sind sie nämlich völlig kaputt. Mir tut es jedes Mal leid, wenn ich ein Badezimmer, das erst ein Jahr alt ist, wieder rausstemmen muss. Natürlich verdiene ich so immer wieder Geld, auch wenn mein Arbeitslohn nicht höher ist als nach Tarif. Meine Frau musste letztes Jahr zweimal den Beruf wechseln und ist Geringverdienerin. Es ist einfach alles so ungerecht, ich arbeite den ganzen Tag und werde mir niemals Marmor im Bad leisten können.

Beichthaus.com Beichte #00032736 vom 17.02.2014 um 14:39:08 Uhr (21 Kommentare).

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Die beste Freundin und der Ex

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Rache Fremdgehen Eifersucht Zorn Ex

Vor zwei Wochen trennte sich mein Freund spontan von mir, mit der Begründung, die Liebe sei futsch. Wir hatten Wochen zuvor schon mehrere Streitereien, da eine gute Freundin auf einmal anfing, sich dreimal die Woche mit ihm auf einen Kaffee zu treffen. Und auch wenn ich generell ein weltoffener und toleranter Mensch bin, der viel Vertrauen zu seinen Freunden hat, war mir das dann doch ein bisschen zu viel. Beide betonten, es sei nur Freundschaft, dementsprechend schockiert gab sich meine Freundin, nachdem sie von der Trennung erfuhr. Natürlich waren meine Vermutungen, dass sich da zwischen den beiden etwas anbahnt, noch da. Ich weiß, so etwas kann man ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr verhindern, aber ich bat sie zumindest telefonisch, ob sie mir versprechen könnte, dass zwischen den beiden in näherer Zeit nichts läuft, damit ich das Ganze auch erst einmal verarbeiten kann.


Ihre Antwort war nur, dass sie ihrem Glück keine Barrieren in den Weg legen wolle, dass sich jeder selbst der Nächste ist und dass sie auf mich keine Rücksicht nehmen wird. Schön systematisch ausgespannt, den Freund. Ich besitze noch einen Zweitschlüssel zu ihrer Wohnung, den ich habe nachmachen lassen, bevor ich ihn ihr jetzt zurückgebe. In meinem Kopf nimmt gerade das Setting von "Verbotene Liebe" Platz und ich würde am Liebsten in ihrer Wohnung ab und an mal männliche Boxershorts verteilen, wenn sie zusammen mit meinem Ex-Freund nach Hause kommt. Oder Kakerlaken aussetzen. Oder die Kaffeemaschine mit Noroviren infizieren. Oder Löcher in die Kondome stechen, um ihrer Karriere einen Strich durch die Rechnung zu machen und ihr ein Kind anzuhängen. Das sind schlimme Gedanken, die mich auch meinen Job kosten könnten, wenn ich sie umsetze, da ich Lehrerin bin. Deshalb möchte ich sie hiermit beichten.

Beichthaus.com Beichte #00032716 vom 13.02.2014 um 14:36:07 Uhr (21 Kommentare).

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“Beichte

Mangelnde Zivilcourage

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Ignoranz Morallosigkeit Feigheit Nürnberg

Ich (w/23) habe heute etwas getan - oder besser gesagt habe ich es eben nicht getan - und schäme mich sehr dafür. Ich war einkaufen und auf dem Supermarktparkplatz kam ein dicker BMW angeschossen, zielgenau auf den Behindertenparkplatz. Beim schwungvollen Zurücksetzen hat er fast eine Frau angefahren, die ihr Kind auf dem Arm hatte. Die Frau war total erschrocken und hat sich dann zum Fenster runtergebeugt und gefragt, was das soll. Klischeehaft saß ein typischer Angeber im Schrankformat drin, der dann auch gleich losgelegt hat, dass sie doch besser aufpassen solle, wo sie lang läuft und solche Sachen. Die Frau hat dann im Weggehen noch etwas gesagt, weil er auf dem Behindertenparkplatz stand, worauf er ihr nachgeschrien hat, ob sie die Strafe denn zahlen müsse. Ich habe alles genau gesehen und trotzdem nichts unternommen.


Der Typ hatte noch eine Frau im Auto sitzen, und ich dachte sie mault ihn jetzt an, dass er so krass zu der Frau war, aber nein, die beiden haben gelacht. Beim Einkaufswagen holen haben sie der Frau noch hinterhergeschaut und Sachen gerufen. Ich hatte richtig Herzklopfen. Als ich dann schon am Wegfahren war, habe ich gesehen, dass sie sich noch das Kennzeichen notiert. Dann habe ich allerdings wieder eingeparkt und mich erkundigt, ob sie mich als Zeugin bräuchte, und dass sie sich gerne meine Daten aufschreiben könne. Sie meinte, dass alles in Ordnung sei, und dass sie das nur als heftig empfunden hätte. Ich bin entsetzt von mir selbst. Ich mache sonst auch immer einen auf hart, und als hätte ich keine Angst vor nichts - aber wenn dann mal etwas passiert kneife ich. Man könnte jetzt argumentieren, dass ich gegen so einen Typ chancenlos gewesen wäre, aber es hätte ja nichts passieren können, überall waren Leute und Überwachungskameras sowieso. Auf der Heimfahrt kamen mir die Tränen, weil ich so enttäuscht von mir bin und ich in so einer Situation gewiss auch gerne Unterstützung gehabt hätte. Anscheinend bin ich das beste Beispiel für mangelnde Zivilcourage.

Beichthaus.com Beichte #00032714 vom 13.02.2014 um 17:24:46 Uhr in 90411 Nürnberg (Bessemerstraße) (23 Kommentare).

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Die falsche Blondine auf der Dating-Seite

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Falschheit Masturbation Selbstsucht Engherzigkeit Internet

Ich (m/25) habe mir vor einiger Zeit ein Fake-Profil auf einer größeren "kostenlosen" Single/Dating-Plattform angelegt, in dem ich eine hübsche, junge und bisexuelle Blondine bin. Ursprünglich habe ich das nur gemacht, weil ich testen wollte, ob der Plattformbetreiber tatsächlich nur uns Männer für jeden Furz auf dieser Plattform sogenannte "Credits" bezahlen lässt. Diese Credits kann man entweder durch echtes Geld kaufen oder durch Downloads irgendwelcher hirnverbrannten Handy-Apps und Programme erhalten - aber wenn ich ehrlich bin, wollte ich auch wissen, was meine männliche Konkurrenz so treibt. Und vor allem, ob es stimmt, dass sich dubiose Anfragen und einfallslose Anmachen im Postfach sammeln, wie die Frauen das immer behaupten. Und ja, es stimmt alles - ich habe unzählige Credits, und noch mehr Anfragen und dumme Anmachen in meinem Postfach. Ich muss an dieser Stelle übrigens sagen: Ein Armutszeugnis für meine Geschlechtsgenossen! Und das ist noch freundlich ausgedrückt. Aber auf meiner Profilbesucher-Liste fiel mir irgendwann dann ein eigentlich recht durchschnittlich aussehendes Mädchen auf, das immer mal wieder vorbeischaute. Sie hatte sogar einen Fake-Check absolviert, bei dem sie ein Foto von sich und einem Zettel machen musste, auf den der Name des Seitenbetreibers und ihr Nickname handschriftlich geschrieben sind. Das wird dann auch redaktionell überprüft, daher musste die gute Dame also echt sein - und irgendwann hat sie sich auch ein Herz gefasst und mich angeschrieben.


Aus Langeweile habe ich ihr geantwortet und wir haben uns im Laufe der Zeit immer besser verstanden und wurden immer offener. Ich musste öfters auch ihre Versuche, mit mir zu telefonieren oder mich gar zu treffen, abweisen, aber das ging ganz gut. Als ich gestern mal wieder Lust dazu hatte, mir ordentlich einen von der Palme zu wedeln, kam mir die grandiose Idee, dass ich sie dank unseres tollen Verhältnisses "von Frau zu Frau" zum CS im Chat überreden könnte, was sogar klappte. Sie scheint mir inzwischen wirklich absolut zu vertrauen und hält mich wohl auch für echt. Aber jetzt zu meiner Beichte: Mitten in der Aktion habe ich dann auf einmal angefangen, mir Gedanken darüber zu machen, was ich da eigentlich gerade für einen Mist mache. Plötzlich fand ich meinen Einfall auch gar nicht mehr so toll, zumal ich glaube, dass sich die Gute inzwischen etwas in "mich" verliebt hat. Und jetzt frage ich mich, wie ich aus dieser Nummer wieder rauskommen soll, ohne ihr damit wehzutun. Die Wahrheit kann ich ihr ja nicht sagen, und ich möchte ihr den Abschied von ihrer Freundin auch nicht so schwer machen.

Beichthaus.com Beichte #00032710 vom 13.02.2014 um 00:53:25 Uhr (11 Kommentare).

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Zu feige für eine Racheaktion

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Feigheit Fremdgehen Ehebruch Rache Semmenstedt

Meine Frau ist mir (m/47) vor vier Jahren fremdgegangen. Der Mistkerl hat sie vorher über Jahre angebaggert. Sie gestand mir, dass ihr die Komplimente und Aufmerksamkeiten gefielen, aber sie lange nicht im Traum daran dachte, mit dem Typen wirklich etwas anzufangen. Als es dann in unserer Ehe eine Zeit lang nicht gut lief, hat er seine Chance genutzt und ihr auf seine charmante Art eingeredet, dass ich doch nicht gut genug für sie bin und sie etwas Besseres verdient hat. Als ich dann zufällig dahinter kam, habe ich ihn gleich angerufen. Allein die Aussicht, dass ich es seiner Frau erzähle, hat ihn panisch werden lassen. Sofort hat er meine Frau abserviert, und zwar auf eine Art und Weise, die sie schwer traf. Er meinte, dass sie selbst schuld sei und dass er von ihr verführt wurde. Durch diverse Chatverläufe kenne ich allerdings die Wahrheit, auch wenn ich immer noch nicht verstehen kann, dass ein Mann andere Frauen anbaggert und sein Selbstwertgefühl mit Affären heben muss, obwohl er eine attraktive Frau und zwei süße Töchter hat.


Seit vier Jahren male ich mir jetzt immer wieder aus, seiner Frau von der ganzen Sache zu erzählen. Oder ihm einen Aufkleber mit "Nazi? Na und!" auf sein Auto zu kleben, da ich seinen Arbeitgeber kenne und das für ihn mit Sicherheit ein Kündigungsgrund wäre. Aber die Aussicht, dass seine Töchter darunter leiden müssen, hindert mich daran. Sie sind nette, richtig aufgeweckte und sensible Gymnasiastinnen mit einer guten Zukunft. Und mit diesem Vater sind sie gewiss schon genug gestraft. Ich möchte deshalb beichten, dass ich zu feige bin, um diesem Typen eins auszuwischen oder ihm auch nur klarzumachen, dass er Verantwortung für seine Handlungen übernehmen muss. Er ist mit der Sache einfach viel zu glimpflich davon gekommen, während meine Ehe von der Affäre immer noch belastet ist. Und das nach vier Jahren! Außerdem möchte ich beichten, dass ich zu dumm bin, um mir eine Vergeltung auszudenken, die seine Familie nicht betreffen würde. Ich hasse mich für meine mangelnde Fantasie und meine Feigheit!

Beichthaus.com Beichte #00032702 vom 12.02.2014 um 11:07:02 Uhr in Semmenstedt (25 Kommentare).

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