Die bevorzugte Schwester

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Zorn Hass Familie

Die bevorzugte Schwester
Es tut mir leid, aber es gibt eine sehr lange Vorgeschichte. Seit meiner Kindheit habe ich ein schwieriges Verhältnis zu meiner Familie. Meine Schwester wurde bevorzugt und hat alles bekommen, was sie wollte. Ich (w) bin mittlerweile 23 Jahre alt und sie wird bald 26. Selbst bis zum heutigen Tage muss ich damit leben, dass meine Eltern meine Schwester mehr lieben, als mich. Ich wurde geschlagen, wenn ich etwas anstellte, sie bekam nie Ärger. Meistens bekam ich zu feierlichen Anlässen, wie Geburtstagen oder Weihnachten, ein paar Bücher, während meine Schwester immer mit einem Haufen Geschenken belohnt wurde und alles bekam, was sie wollte. Sie wollte einen Hund haben? Sie bekam ihn! Sie wollte eine teure Stereoanlage? Klar, kostet doch kaum was. Sogar ein Pferd bekam sie, bis sie schließlich die Lust daran verlor. Einmal wollte sie sogar ein Buch haben, dass ich zu Weihnachten bekommen hatte, woraufhin meine Eltern mir das Buch wegnahmen und ihr schenkten.

Es gab viele solcher Geschichten. Und meine Schwester hat ihre Sonderposition immer ausgenutzt - irgendwann hat sie mich sogar in der Schule gemobbt. Es war keine schöne Zeit. Als ich 13 war, hatte ich auch Selbstmordgedanken, nachdem meine Mutter zu mir sagte, dass ich niemals eine Tochter für sie gewesen sei, obwohl ich ja ihr Fleisch und Blut bin, während meine Schwester mich auslachte. Mit 15 fing ich dann an, zu arbeiten, da ich von meinen Eltern kein Geld mehr bekam - ich war schließlich alt genug, um selbst für mich zu sorgen. Meine Schwester allerdings bekam monatlich 100 Euro, was dazu führte, dass ich davon ausging, dass meine Noten nicht gut genug seien. Ich habe mich dann in Arbeit und Schule gestürzt, bis meine Schwester ihr Abitur mit einem Schnitt von 2,8 machte, (ich dachte immer sie sei 1er Kandidatin) und ihr Studium begann. Als ich dann achtzehn wurde, verlangten meine Eltern auf einmal, dass ich Miete zahlen sollte, was ich über mich ergehen ließ und mich weiter durch Arbeits- und Klausurstress kämpfte. Ich schaffte mein Abi dann irgendwann mit einem Schnitt von 1,7 und begann eine Ausbildung. Meine Eltern führten nun ein, dass ich das Essen selbst kaufte und ich sollte auch mehr Miete bezahlen. Ich bezahlte auch meinen Führerschein und mein erstes Auto selbst, während meine Schwester jeden Monat Geld für die Miete, das Studium, Benzin und generell eigentlich alles bekam - zum 21. Geburtstag schenkte man ihr sogar einen Neuwagen. Auch als sie das Studium abbrach, zu ihrem Freund zog, und eine Ausbildung begann, die monatlich 350 Euro kosten würde, zahlten ihr meine Eltern alles, während ich nichts bekam. Ich lernte dann meinen ersten Freund kennen und blühte auf, allerdings habe ich niemandem von ihm erzählt, da ich Angst hatte, meine Eltern würden mich rausschmeißen, damit ich bei ihm leben könnte. Meine Schwester heiratete ihren Freund, als beide im ersten Ausbildungsjahr steckten, kaum eigenes Geld verdienten und ihren Eltern praktisch auf der Tasche lagen. Die Hochzeit zahlten übrigens auch meine Eltern.

Bevor ich vor einem Jahr meine Ausbildung beendete, platzte mir der Kragen. Ich sollte mein Zimmer abgeben und in das kleine Gästezimmer ziehen, damit meine Schwester ein schönes Zimmer hätte, wenn sie uns besuchen käme. Die Möbel in meinem Zimmer sollten ihr dann auch gehören, obwohl ich mir alles zusammengespart hatte. Ich sollte natürlich weiterhin ordentlich zahlen. Dann habe ich meine Sachen gepackt, gesagt, dass ich morgen mit Umzugskartons kommen und alles Weitere abholen werde und bin zu meinem Freund gezogen, der mir dazu schon Monate zuvor geraten hatte. Ich habe mich nicht mal verabschiedet und bin gegangen, ohne zu erzählen, wohin ich gehe. Ich arbeite jetzt seit einem Jahr in einem tollen Betrieb und verstehe mich mit allen sehr gut. Die Familie meines Freundes hat mich mit offenen Armen empfangen und es ist einfach alles schön. Mein Freund und ich sparen auf ein kleines Haus und wir möchten eine Familie gründen. Nächstes Jahr werden wir heiraten und ich werde meine Familie nicht einladen. Es ist einfach zu viel passiert. Meine Familie wollte nicht einmal wissen, wo ich jetzt wohne. Es ist ihnen total egal. Ich weiß nicht, warum sie mich so hassen, aber eins steht fest: Die Hochzeit werden sie nicht miterleben und ihre Enkelkinder werden sie nicht kennenlernen, wenn es so weit ist. Vielleicht bin ich auch einfach zu eingebildet und habe einfach nur "First World problems", aber ich werde ihnen nicht verzeihen, dass sie mir das Gefühl gaben, ich wäre wertlos. Ich hoffe sie bereuen alles irgendwann und kommen angekrochen! Sollen sie alle in der Hölle verbrennen.

Beichthaus.com Beichte #00031895 vom 14.09.2013 um 11:51:41 Uhr (47 Kommentare).

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Der Abschaum in der Schule

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Aggression Boshaftigkeit Hass Schule Regensburg

Ich (w/18) hasse meine Schule, meine Schulkameraden und allgemein den Großteil der Menschheit. Dafür, dass sie mir das Leben jahrelang zur Hölle gemacht habe. Dass nichts außer sich im Kopf haben und nebenbei noch den Planeten zerstören und so tun, als müsste es so sein. Das Einzige, was mir daran leidtut, ist, dass mir nichts anderes übrig bleibt, als die Schule mit diesem Abschaum zu beenden.

Beichthaus.com Beichte #00031886 vom 12.09.2013 um 23:13:07 Uhr in 93047 Regensburg (Hauzensteinerstraße) (16 Kommentare).

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“Beichte

Leben und leben lassen

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Aggression Boshaftigkeit Hass Vorurteile Gesellschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass ich bei homophoben Menschen derartige Aggressionen und Mordgelüste bekomme, dass ich mich eigentlich dafür schämen sollte. Eigentlich bin ich ein ruhiger Mensch, der alles und jeden toleriert, aber diese verkorksten Ansichten kann ich nicht ertragen. Wie kann man der Meinung sein, dass homosexuelle Menschen nicht das Recht auf ein Leben haben, wie man es selbst hat? Ich wünschte, alle homophoben Menschen kämen in die Hölle und müssten für ihre Ansichten schmoren. Ich bitte um Absolution, weil ich solche bösartigen Gedanken habe. Aber bitte lasst Homosexuelle doch genauso leben, wie ihr lebt. Leben und leben lassen Leute.

Beichthaus.com Beichte #00031738 vom 14.08.2013 um 06:59:53 Uhr (30 Kommentare).

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Meine unerträglichen Mitbewohnerinnen

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Rache Engherzigkeit WG

Meine unerträglichen Mitbewohnerinnen
Ich (m/27) bin derzeit als Doktorand an einer größeren deutschen Uni tätig. Natürlich in einer Stadt mit vollkommen überteuerten Mietpreisen. Deswegen wohne ich zurzeit auch in einer WG mit zwei Frauen Anfang 20. Es ist die Hölle.
Die Eine hat einen kapitalen Putzfimmel und macht ständig Stress, wenn ihrer Meinung nach irgendetwas schmutzig ist. Dann dürfen wir anderen uns anhören, wir wären viel zu doof zum Putzen und daher absolut lebensunfähig. Mit Putzfimmel meine ich übrigens, dass eine Fläche, die nicht glänzt und klinisch steril ist, als dreckig angesehen wird. Vor allem im Bad. Wehe, irgendwo liegt auch nur eine Wimper, dann bekommt sie halbe Ekel- und Kreischanfälle. Das ist leider kein Witz. Die Andere ist eine verzogene Göre, deren Launen so schnell umschlagen, wie das Wetter. Ständig bringt sie irgendwelche Typen mit in die WG, die aussehen, als könnten sie nicht bis drei zählen. Dann geht sie meistens mit ihnen ins Bett und klingt dabei wie ein durchgeknallter Feuermelder. Die ganze Nacht geht das dann so.

Mindestens einmal pro Woche befriedigt sie sich auch selber, ohne dass ein Typ da ist. Dabei hat sie zwar ihr Organ ein wenig mehr unter Kontrolle, aber man hört es immer noch. Logischerweise ist es sehr ablenkend, wenn man etwas zu tun hat. Am Anfang fand ich es ja, zugegebenermaßen, ziemlich geil, wenn sie es sich besorgt hat, aber mittlerweile nervt es. Wenn man sie darauf anspricht, ob das auch leiser geht, bekommt man eine pampige Antwort, die immer in die Richtung abzielt, dass man ja zu verklemmt für diese Welt sei. Und dass man am besten direkt ins Kloster gehen sollte, wenn man noch nie etwas von Selbstbefriedigung gehört hat. Am Schlimmsten ist es, wenn sich die beiden Weiber in der Wolle haben. Da werden dann keine Gefangenen gemacht, was die Lautstärke oder die Beleidigungen angeht. Wenn man dann beruhigend eingreifen will, zieht man sich selbst den Hass der Beiden zu. Zwei Tage später tun sie dann aber wieder so, als wären sie die besten Freundinnen.

Um das Ganze für mich etwas erträglicher zu gestalten, bin ich dazu übergegangen, ihnen harmlose kleine Streiche zu spielen. Wenn Madame Feuermelder zum Beispiel wieder einmal die ganze Nacht lang rücksichtslos durch die Wohnung geschrien hat, wirkt manchmal etwas Chilisaft in einem ihrer Tangas Wunder. Hagebuttenextrakt geht übrigens auch. Danach befürchtet sie immer direkt Geschlechtskrankheiten. Gegen den Putzfimmel hilft etwas Aluminiumoxid auf dem Mikrofasertuch und den Staubsaugerbürsten. Das gibt richtig schöne graue Schlieren, vor allem auf glatten Oberflächen. Je mehr man versucht, das Ganze wegzuputzen, desto schlimmer wird es. Wenn die Beiden dann jeweils auf ihrem Zimmer sind, und mit sich und der Welt hadern, herrscht die schönste, angenehme Ruhe in der WG.

Beichthaus.com Beichte #00031559 vom 05.07.2013 um 10:44:33 Uhr (35 Kommentare).

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Danke an die Ex meines Freundes

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Hass Zorn Ex Berlin

Ich (w/22) habe einen abartigen Hass auf die Ex meines Freundes. Die beiden waren über vier Jahre zusammen, in dieser Zeit hat sie ihn mehrfach betrogen, was er aber erst im Nachhinein durch gemeinsame Freunde erfahren hat, oder als sie zwei Tage nach Beziehungsende ihre Sachen mit ihrem Neuen abgeholt hat. Vielen Dank an dieses Drecksluder dafür, dass mein Freund ihretwegen in seinem Selbstwertgefühl so verletzt ist, dass er sich grundlos einen Kopf macht, wenn ich ohne ihn etwas unternehme. Danke dafür, dass ich ihr Rumgehure ausbaden kann. Dieser Person wünsche ich nur, dass sie in jedem einzelnen Bereich ihres Lebens scheitert, dass sie von ihrem Neuen so verarscht wird, dass sie nicht mehr hochkommt. Jeder sollte wissen, dass sie nichts ist, als ein dummes Flittchen, dass es ohne Unterstützung ihres Freundes oder ihrer Eltern nicht einmal schafft, alleine eine Bewerbung zu schreiben, und das im Alter von 21 Jahren, geschweige denn, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Leute ausnutzen und sich aushalten lassen - mehr konnte sie noch nie. Niemals ist sie mit etwas zufrieden, niemals kommt ein Danke, niemals könnte man einfach glücklich sein - man muss einfach immer mehr wollen, egal was man anderen antut. Ihr habe ich nur eins zu sagen: Schmor in der Hölle - irgendwann stehst du ganz alleine da. Bereuen tu ich nur eins - dass ich mein Leben von so einer beeinflussen lasse und ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich ohne meinen Freund etwas unternehme.

Beichthaus.com Beichte #00031498 vom 24.06.2013 um 16:19:10 Uhr in 10115 Berlin (Chausseestraße) (11 Kommentare).

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