Die bevorzugte Schwester
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Es gab viele solcher Geschichten. Und meine Schwester hat ihre Sonderposition immer ausgenutzt - irgendwann hat sie mich sogar in der Schule gemobbt. Es war keine schöne Zeit. Als ich 13 war, hatte ich auch Selbstmordgedanken, nachdem meine Mutter zu mir sagte, dass ich niemals eine Tochter für sie gewesen sei, obwohl ich ja ihr Fleisch und Blut bin, während meine Schwester mich auslachte. Mit 15 fing ich dann an, zu arbeiten, da ich von meinen Eltern kein Geld mehr bekam - ich war schließlich alt genug, um selbst für mich zu sorgen. Meine Schwester allerdings bekam monatlich 100 Euro, was dazu führte, dass ich davon ausging, dass meine Noten nicht gut genug seien. Ich habe mich dann in Arbeit und Schule gestürzt, bis meine Schwester ihr Abitur mit einem Schnitt von 2,8 machte, (ich dachte immer sie sei 1er Kandidatin) und ihr Studium begann. Als ich dann achtzehn wurde, verlangten meine Eltern auf einmal, dass ich Miete zahlen sollte, was ich über mich ergehen ließ und mich weiter durch Arbeits- und Klausurstress kämpfte. Ich schaffte mein Abi dann irgendwann mit einem Schnitt von 1,7 und begann eine Ausbildung. Meine Eltern führten nun ein, dass ich das Essen selbst kaufte und ich sollte auch mehr Miete bezahlen. Ich bezahlte auch meinen Führerschein und mein erstes Auto selbst, während meine Schwester jeden Monat Geld für die Miete, das Studium, Benzin und generell eigentlich alles bekam - zum 21. Geburtstag schenkte man ihr sogar einen Neuwagen. Auch als sie das Studium abbrach, zu ihrem Freund zog, und eine Ausbildung begann, die monatlich 350 Euro kosten würde, zahlten ihr meine Eltern alles, während ich nichts bekam. Ich lernte dann meinen ersten Freund kennen und blühte auf, allerdings habe ich niemandem von ihm erzählt, da ich Angst hatte, meine Eltern würden mich rausschmeißen, damit ich bei ihm leben könnte. Meine Schwester heiratete ihren Freund, als beide im ersten Ausbildungsjahr steckten, kaum eigenes Geld verdienten und ihren Eltern praktisch auf der Tasche lagen. Die Hochzeit zahlten übrigens auch meine Eltern.
Bevor ich vor einem Jahr meine Ausbildung beendete, platzte mir der Kragen. Ich sollte mein Zimmer abgeben und in das kleine Gästezimmer ziehen, damit meine Schwester ein schönes Zimmer hätte, wenn sie uns besuchen käme. Die Möbel in meinem Zimmer sollten ihr dann auch gehören, obwohl ich mir alles zusammengespart hatte. Ich sollte natürlich weiterhin ordentlich zahlen. Dann habe ich meine Sachen gepackt, gesagt, dass ich morgen mit Umzugskartons kommen und alles Weitere abholen werde und bin zu meinem Freund gezogen, der mir dazu schon Monate zuvor geraten hatte. Ich habe mich nicht mal verabschiedet und bin gegangen, ohne zu erzählen, wohin ich gehe. Ich arbeite jetzt seit einem Jahr in einem tollen Betrieb und verstehe mich mit allen sehr gut. Die Familie meines Freundes hat mich mit offenen Armen empfangen und es ist einfach alles schön. Mein Freund und ich sparen auf ein kleines Haus und wir möchten eine Familie gründen. Nächstes Jahr werden wir heiraten und ich werde meine Familie nicht einladen. Es ist einfach zu viel passiert. Meine Familie wollte nicht einmal wissen, wo ich jetzt wohne. Es ist ihnen total egal. Ich weiß nicht, warum sie mich so hassen, aber eins steht fest: Die Hochzeit werden sie nicht miterleben und ihre Enkelkinder werden sie nicht kennenlernen, wenn es so weit ist. Vielleicht bin ich auch einfach zu eingebildet und habe einfach nur "First World problems", aber ich werde ihnen nicht verzeihen, dass sie mir das Gefühl gaben, ich wäre wertlos. Ich hoffe sie bereuen alles irgendwann und kommen angekrochen! Sollen sie alle in der Hölle verbrennen.