Schmerz gegen die Enttäuschung

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Selbstverletzung Verzweiflung Liebe

Ich (w/23) kriege einfach keinen Mann ab. Ich hatte noch nie einen richtigen Freund und bin noch Jungfrau. Ich habe absolut keinen Schimmer, warum das so ist. Ich finde eigentlich nicht, dass ich schlecht aussehe oder eine zu verachtende Figur hätte. Ich bin auch nicht vollkommen hohl, immerhin studiere ich. Ich weiß, das muss noch nichts heißen, aber immerhin habe ich es so weit gebracht. Eigentlich finde ich mich echt ganz gut und ich bekomme auch regelmäßig von außen bestätigt, dass ich nicht total zu verachten bin. Aber dabei bleibt es dann auch meistens. Immer, wenn sich so etwas wie eine Beziehung mit jemandem anbahnt, dann ist es plötzlich nach kurzer Zeit schon wieder vorbei. Ich treffe mich einige Wochen oder sogar Monate mit jemandem und plötzlich geht dieser jemand zurück zu seiner Ex, meldet sich plötzlich nicht mehr, oder trifft sich parallel mit einer Anderen und entscheidet sich für diese. Auch kommt es vor, dass er mir sagt, dass es nicht gefunkt hat und so weiter. Seit Jahren und seit gefühlten 100 Männern ist es immer wieder dasselbe Spiel. Vor gut zwei Wochen habe ich mal wieder einen Korb bekommen. Ich möchte hiermit beichten, dass ich vor zwei Jahren, nachdem ich mich sehr heftig in jemanden verliebt hatte, dieser sich einfach nicht mehr bei mir gemeldet hat und ich im Nachhinein erfahren habe, dass er wieder mit seiner Ex zusammen ist, mich zum ersten Mal selbst verletzt habe. Ich habe dabei kein Messer oder ähnliches benutzt, sondern habe dieselbe Stelle immer wieder mit meinen Fingernägeln traktiert. Davon trage ich immer noch eine Narbe. Ich habe davon nie jemandem erzählt, habe es seitdem auch eigentlich nie wieder getan, weil ich weiß, dass es mir nicht weiterhilft. Doch seit letzter Woche merke ich, wie ich teilweise wieder ein Verlangen nach dem körperlichen Schmerz habe. Er erleichtert einfach das seelische Leid darüber, dass mich offensichtlich niemand liebenswert findet. Ich weiß, dass sich das alles furchtbar jämmerlich anhören muss und eigentlich bin ich nicht so. Wie gesagt, niemand weiß davon und ich würde das auch niemals freiwillig zugeben, was da Heftiges in mir vorgeht.

Beichthaus.com Beichte #00030411 vom 31.10.2012 um 00:34:25 Uhr (43 Kommentare).

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Uringeruch im Handtuch

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Peinlichkeit Lügen Unreinlichkeit Wollust Partnerschaft Hamburg

Ich und meine Freundin waren zu Besuch bei meinen Eltern und in der Nacht konnten wir nicht die Finger voneinander lassen. Wenn ich meine Freundin richtig fingere, spritzt sie auch ziemlich viel ab. Da sie davon nicht so schnell genug kriegt, ging das Rumgefingere halt über mehrere Runden. Um das Bett nicht einzusauen, haben wir natürlich vorher Handtücher unter gelegt. Nachdem wir unseren Spaß hatten und uns wieder frisch gemacht haben, habe ich die Handtücher noch in der Badewanne nass gemacht und ausgewrungen. Am nächsten Tag fragt mich meine Mutter, als wir alleine in der Küche waren, wieso denn die Handtücher nach Urin rochen. Wer eine Partnerin hat, die abspritzen kann, weiß, dass das Ejakulat erst neutral riecht, aber später einen ziemlichen Uringeruch annimmt. Ich war zunächst total geschockt und wollte am liebsten im Erdboden versinken und sonst wo auf der Welt wieder auftauchen, bloß weg aus dieser Küche! Stammelnd habe ich mir eine unglaublich bescheuerte Ausrede ausgedacht, dass meine Freundin es nicht mehr rechtzeitig aufs Klo geschafft hätte und so etwas. Eigentlich hätte ich meiner Mutter die Wahrheit erzählen können, aber irgendetwas in meinem Gehirn hat diese dämliche Ausrede fabriziert und im Schockzustand entfleuchte dieser Mist auch noch aus meinem Mund. Meine Freundin weiß davon nichts und dass ist wohl auch besser so. Ich schäme mich ja schon. Da möchte ich nicht wissen, wie sie darüber denken würde. Vergebt mir, dass ich meine Freundin so in die Pfanne gehauen habe. Hätte ich faules Schwein am besten gleich die Handtücher richtig gewaschen.

Beichthaus.com Beichte #00030410 vom 30.10.2012 um 20:01:15 Uhr in Hamburg (Willy-Brandt-Straße) (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das virtuelle Leben zerstört

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Aggression Boshaftigkeit Rache Games Ex Salzburg

Ich (w/21) muss beichten, dass ich mich einfach nicht so locker von meinem Ex lösen konnte, wie er offenbar von mir. Nach drei Jahren Beziehung trennte er sich von mir einfach über eine kleine Nachricht bei Facebook, in der stand, wie sehr ich ihn doch in seinem Leben und seinem Glück behindern würde, und er müsse endlich mal wieder richtig glücklich sein dürfen. Was das heißt, wusste ich zu dem Zeitpunkt genau - er spielte nämlich zunehmend lange ein bestimmtes MMORPG, also ein Spiel im Internet, in dem es darum geht, seine Charaktere langsam aufzubauen und zusammen mit anderen echten Spielern Aufträge zu erfüllen. Und da war ich zunehmend im Weg, ich wollte hin und wieder ja auch was mit ihm unternehmen, mal reden und etwas Zuwendung. Ständig konnte er nicht, beziehungsweise, er wollte "gleich" kommen, was bedeutete, in drei bis vier Stunden vielleicht, wenn er es bis dahin nicht vergessen hatte. Jedenfalls habe ich dann kurzerhand an seinem Account erst das Passwort geändert, damit die siebentägige Löschfrist eingehalten werden konnte und dann auch alle seine Charaktere erst ausgeleert, damit, falls er den Account retten könnte, der ja definitiv unbrauchbar wäre und dann die Figuren selbst gelöscht. Als nichts mehr drauf war, habe ich ihm sein neues Passwort zugeschickt und das danach auch blockiert - das Wutgeheul kann ich mir vorstellen, musste ich mir aber nicht antun. Im Nachhinein tut es mir allerdings doch leid. Er hatte ja wirklich Monate für das Spiel geopfert und ich hatte das in einer Woche vernichtet, nur weil ich mir das nicht mehr von ihm gefallen lassen wollte. Zurückbringen kann ich da auch nichts, und er ist deswegen am Ende. Was mir gleichzeitig auch weh tut. Ich hoffe, er lernt auch was daraus und vergisst die Realität nicht mehr so vollkommen. Und ich bin hoffentlich nicht mehr ganz so blind vor Wut und Rache.

Beichthaus.com Beichte #00030408 vom 30.10.2012 um 01:28:26 Uhr in Salzburg (Alter Markt ) (37 Kommentare).

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Das erfundene Kind

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Rache Betrug Lügen Ex München

Als ich (w) 15 war, habe ich einen ebenfalls 15-Jährigen kennengelernt, dicht mit ihm rumgemacht und ihn in meinem nicht mehr ganz so zurechnungsfähigen Zustand gefragt, ob er eine Freundin hätte. Als er dies verneinte, sagte ich ihm, er hätte jetzt eine. Danach waren wir noch fast zwei Jahre zusammen. Es endete, als ich mit 17 aus dem Urlaub wiederkam. Er machte mit mir Schluss, weil diese eine Freundin von ihm, die vor ihm immer geheuchelt hat, was für ein süßes Pärchen wir wären, ihn mir ausgespannt hat. Ich musste also irgendwie Rache üben. Deshalb erfand ich eine Schwangerschaft. Er war unglaublich fertig und auch ich konnte das Ganze nicht so genießen, wie ich es mir bei einer ordentlichen Rache vorgestellt habe, weil meine Gefühle einfach noch zu sehr verletzt waren. Ich habe bis heute niemandem davon erzählt, da ich damals vorgetäuscht habe, das Kind verloren zu haben. Sogar meinem neuen Freund, den ich drei Monate nach der Aktion kennengelernt habe und mit dem ich jetzt seit zwei Jahren zusammen bin, habe ich nie die Wahrheit erzählt. Er hat es wahrscheinlich sowieso schon wieder vergessen. Ich beichte hiermit, dass ich als dummes, 17-jähriges Mädchen Rache an einem leicht zu manipulierenden Kerl nehmen wollte, der mir mein Herz herausgerissen hat. Heute habe ich ein schlechtes Gewissen und bin extrem froh, dass dieser Idiot damals mit mir Schluss gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00030402 vom 29.10.2012 um 13:14:07 Uhr in München (Landsberger Straße) (10 Kommentare).

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Tierquälerei aus Langeweile

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Dummheit Morallosigkeit Kinder Tiere Polen

Ich (m/26) würde gerne von einer Begebenheit aus meiner frühen Kindheit, als ich so sieben bis acht Jahre alt war, berichten, auf die ich nicht besonders stolz bin. Meine Familie und ich sind Spätaussiedler aus Polen. Es war üblich, einmal im Jahr, vorzugsweise in den Sommerferien, in die alte Heimat zu fahren und unsere Verwandten zu besuchen. Meine wichtigste Bezugsperson dort war mein zwei Jahre älterer Cousin. Die Verhältnisse in Polen nach der Auflösung des kommunistischen Regimes waren nicht besonders gut und somit auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder eingeschränkter, als man es hier und heute gewohnt ist. Aber wir Kinder wussten uns zu beschäftigen und spielten meistens in den Höfen und Straßen. Wie es der Zufall so wollte, gab es in der Stadt tausende von streunenden Katzen, man könnte sogar sagen richtige Katzengangs. Den Kindern waren die Katzen ein Dorn im Auge und ich hatte im Nachhinein das Gefühl, dass sie von der Bevölkerung eher als Plage angesehen wurden. Der Respekt vor diesen Tieren war also eher gering. Ich weiß nicht, ob es schlussendlich die kindliche Gewissenlosigkeit oder der fehlende Respekt vor den Tieren war, aber die Katzen wurden gerne mal mit Steinen beworfen und/oder getreten. Mein Cousin und seine Kumpels gingen sogar so weit, die Katzen zu fangen und sie in einen Müllcontainer zu werfen, der im Hof stand. Der Container war vergleichbar mit Schuttcontainern, allerdings hatte er diese schweren Klappen, so dass die Tiere kaum eine Möglichkeit hatten, dort wieder herauszukommen. So furchtbar es klingt, auch ich habe mir einmal eine Katze geschnappt und sie in den Container geworfen. Was aus ihr geworden ist, weiß ich nicht. Ich muss gestehen, dass es mir damals nicht falsch vorkam und ich anfangs deswegen gar keine Gewissensbisse hatte. Einige Jahre später, als wir eine Katze bekamen, erinnerte ich mich wieder daran und mir wurde bewusst, was für eine Dummheit ich eigentlich gemacht habe. Lange Zeit ließ mich dieses eine Lebewesen, das ich in den Container geworfen habe, nicht los. Gestern ist mein Kater gestorben und ich musste wieder an das Schicksal der Katze in Polen denken.

Beichthaus.com Beichte #00030388 vom 26.10.2012 um 07:02:46 Uhr in Polen (Aleje Jerozolimskie, Warszawa) (26 Kommentare).

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