Der zurückgelassene beste Freund

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Engherzigkeit Ignoranz Morallosigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Düsseldorf

Ich muss beichten, dass ich meinen besten Freund wegen meinem Freund wie Müll behandelt habe und so unsere Freundschaft kaputt gemacht habe. Mein bester Freund war schon längere Zeit in mich verliebt und solange ich single war - knapp zwei Jahre - war es wirklich schön, jemanden zu haben, der für mich da war, mit dem ich was unternehmen und auch mal Arm in Arm spazieren gehen konnte. Allerdings nur so lange ich single war. Meine Beichte: Kaum, dass ich mit meinem Freund zusammen war, habe ich meinen besten Freund nur noch wie Müll behandelt. Ich habe ihm verschwiegen, dass ich einen Freund habe, ich habe angefangen, sämtliche SMS und Anrufe zu ignorieren und gemeldet habe ich mich nur, wenn ich was gebraucht habe. Ich habe ihn über ein knappes halbes Jahr hinweg bei wirklich jeder Gelegenheit versetzt. Ich habe sogar mal so getan als hätte ich ihn nicht gesehen, weil ich möglichst schnell zu meinem Freund wollte und als wir uns mal zum Eis verabredet haben, bin ich nach 20 Minuten abgehauen, weil ich Reizwäsche kaufen wollte.


Je ekliger ich zu ihm war, desto mehr Mühe hat er sich gegeben und desto ekliger bin ich zu ihm geworden. Das ging dann so lang weiter, bis wir einen größeren Streit hatten und er sich zwei Monate lang nicht mehr gemeldet hat. Ich habe ebenfalls keinen Kontakt mehr aufgenommen. Zu meinem Geburtstag jedoch hat er mir eine Karte geschickt mit Glückwünschen und so weiter und ich habe mich bei ihm gemeldet, dass wir uns doch bitte mal wieder treffen sollen. Zeit und Ort verabredet, aber erschienen bin ich nicht. Ich war den Tag mit meinem Freund und ein paar Freunden unterwegs und habe ihn ohne ein Wort versetzt. Eine Woche später bekam ich ein Paket von meinem alten Freund, in dem mein Geburtstagsgeschenk war, das er für mich gekauft hatte, ein Teddy. Ich hatte ein wirklich schlechtes gewissen, habe den Teddy im Keller deponiert und das Ganze verdrängt und vergessen. Ich war glücklich, ich hatte meinen Freund und neue gemeinsame Freunde und er war nur noch ein schlechtes Gewissen, das ich los werden wollte. Nach gut drei glücklichen Jahren hat mein Freund jetzt Schluss gemacht, weil er, bevor er alt wird, noch etwas Spaß haben will. Ich bereue die Zeit mit ihm nicht, es tut mir aber leid, was ich alles für ihn aufgegeben habe. Ich habe mich mal wieder per SMS bei meinem damaligen Freund gemeldet und mich entschuldigt. Er meinte, er hätte Verständnis für mich, wäre mir auch nicht böse, möchte aber mit mir keinen Kontakt mehr haben. Ich hätte ihn zu oft ignoriert und versetzt, sodass ich für ihn kein Mensch mehr wäre, dem er vertrauen könne und wolle. Meine Erfahrung: Was man einem Menschen Wert ist, erkennt man daran, wie er einen behandelt, wenn man ihn nicht mehr braucht. Deshalb vergesst die Menschen nicht, die für euch da waren.

Beichthaus.com Beichte #00030954 vom 31.03.2013 um 21:03:21 Uhr in Düsseldorf (Badendonker Straße) (26 Kommentare).

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Der beharrliche Verehrer

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Begehrlichkeit Engherzigkeit Liebe Hamburg

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich einem echt lieben Typen das Herz herausgerissen habe und ihm weiter ignorieren werde, weil er es nicht lernt. Als ich vor drei Jahren mit meinem jetzigen Ex-Freund eine Beziehungspause eingelegt habe, weil wir uns entweder nur gestritten oder nur ignoriert haben, habe ich mich bei meinem besten Freund über ihn ausgekotzt. Er hat mich natürlich getröstet und beruhigt und mich zu sich eingeladen, damit ich auf andere Gedanken komme, da er gut 200 Kilometer weit weg von mir wohnt. Ich bin da natürlich sofort drauf eingestiegen, habe mich in den Zug gesetzt und bin bei ihm übers Wochenende geblieben. Dabei hat er mich langsam aber sicher abgefüllt, sodass wir angefangen haben, rumzuknutschen. So haben wir also eine Fern-Affäre angefangen, die für mich nie einen ernsthaften Charakter hatte, für ihn, wie ich dann später herausgefunden habe, allerdings schon.
Das lief dann so drei Monate vor sich hin, bis ich mich mit meinem damaligen Freund wieder versöhnt habe. Ich habe ihm alles erzählt, er war nicht unbedingt begeistert darüber, hat es aber akzeptiert, da ja auch nichts weiter zwischen mir und meinem Kumpel gelaufen ist und wir unsere Beziehung ja auf Eis gelegt hatten. Ich habe die Affäre dann auch sofort beendet, nicht ohne mir von meinem Kumpel über fünf Stunden lang anzuhören, dass er mich lieben würde, dass ich etwas Besseres verdient hätte als meinen Ex und dass er mich glücklich machen würde. Da ich, wie gesagt, nicht damit gerechnet habe, dass er das alles so ernst nimmt und so krass drauf reagiert, war ich erst ein wenig überfordert und habe dann die Standard-Sätze abgespult. "Es liegt nicht an dir, es liegt an mir", "Gerade funktioniert das nicht aufgrund der Entfernung, vielleicht, wenn wir irgendwann mal in der gleichen Stadt wohnen, können wir es ja nochmal probieren" und so weiter. Ich wollte ihn ja nicht verletzen und er war mir ja schon wichtig. Als er aber nicht aufgehört hat, mich zu bedrängen, habe ich zu ihm fürs Erste den Kontakt eingestellt. Vereinzelt kamen dann immer wieder Versuche von ihm, sich mir wieder anzunähern, die ich aber jedes Mal abgeblockt habe.


Vor Kurzem dann, als die Beziehung schon länger endgültig vorbei war und ich tatsächlich aufgrund des Studiums umgezogen bin und dabei einige Zeit lang nur 15 Minuten von ihm entfernt gewohnt habe, habe ich mir zunächst nichts weiter gedacht, für mich war die Sache ja abgehakt und schon lange Geschichte. Ich habe auch den Kontakt zu ihm wieder zugelassen, weil er es nicht mehr erwähnte und ich dachte, dass inzwischen Gras über die Sache gewachsen ist und er es auch überwunden hat, zudem hatten wir einige Kurse an der Uni zusammen.
Doch allmählich bekam ich das Gefühl, dass da doch noch nicht alles von seiner Seite aus abgehakt sein könnte. Er schrieb mir immer wieder, aus eigenem Antrieb, und ließ sich nicht dadurch abschrecken, wenn ich mal keine Zeit oder keine Lust zum Antworten hatte. Als ich Geburtstag hatte, lud er mich zum Essen und ins Kino ein, die Frage nach dem "Pärchensessel" in letzterem (zwei Sitze im Kino ohne Lehne dazwischen zum aneinander kuscheln), musste ich aber ablehnen, weil er mich an dieser Stelle nur angestarrt hat. Meine Familie und Freunde bestätigten mich dann später immer und immer wieder in meinem Verdacht. So fragte mich meine Mutter nach einem Fest im Ferienhaus meiner Tante, wo er mit seiner Familie auch immer ist, ob zwischen uns was läuft, weil er mich immer so "sehnsuchtsvoll" angeschaut hätte. Auch Bekannte, die nichts von unserer kurzen Liaison wussten, sprachen mich darauf an, ob ich denn bemerkt hätte, dass eben dieser Kumpel mich immer wieder so anstarren würde. Inzwischen versucht er, mich immer wieder zu sich in seine WG einzuladen, um "Filme zu schauen". Dass ich inzwischen in einen anderen Stadtteil gezogen bin, habe ich ihm noch nicht erzählt. Auch immer, wenn ich ihn zufällig auf dem Campus begegne, versuche ich ihm auszuweichen und tue so, als würde ich ihn nicht sehen. Bevor hier jetzt ein Shitstorm losgeht, in dem man mich fertig macht und mir sagt, dass ich typisch Frau wäre und den lieben Kerl für einen Idioten wegstoßen würde: Ich will keine Beziehung zu einem Idioten, der mich nur fertig machen will und dem ich für Anerkennung hinterher kriechen muss. Ich möchte aber auch nicht mit einem Typen zusammen sein, der nahezu willenlos in mich verliebt ist und mir für Anerkennung hinterher schleicht. Da habe ich ab und zu lieber richtigen Streit und einen Typen, der bereit ist, sich (verbal!) durchzusetzen, als ein kleines Weichei, der keine eigene Meinung hat, von mir komplett abhängig ist und kein Rückgrat hat.

Beichthaus.com Beichte #00030946 vom 28.03.2013 um 23:35:45 Uhr in Hamburg (Bundesstraße) (20 Kommentare).

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Meine Beziehung zu einem Muslim

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Engherzigkeit Zwietracht Vorurteile Partnerschaft Berlin

Meine Beziehung zu einem Muslim
Die muslimische Religion hat meine Beziehung ruiniert. Mein Freund erzählt mir ständig, dass ich alle seine Bedürfnisse zu erfüllen habe und Frauen nicht so gut sind wie Männer. Ich fühle mich schmutzig, auch wenn er sagt: "Sorry, ich muss so sein. Eines Tages wirst Du Deine Rolle in der Gesellschaft verstehen."

Beichthaus.com Beichte #00030941 vom 28.03.2013 um 15:44:36 Uhr in Berlin (Emmentaler Straße) (58 Kommentare).

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300 km umsonst gefahren

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Ignoranz Selbstsucht Engherzigkeit Münster

Ich lernte vor Jahren einen ganz sympathischen Typen im Internet kennen, wir tauschten Nummern aus und schrieben Tag und Nacht. Letzten Sommer haben wir uns gestritten, ich habe den Kontakt abgebrochen, ihn ignoriert. Einen Tag später, stand er morgens vor meiner Tür um alles zu klären. Ich weigerte mich ihm zu begegnen, total geplagt von Selbstzweifel und dem Glauben, er würde mich abstoßend finden. Ich machte mich fertig und fuhr dann zu einer Freundin. Ich habe mich noch mit den Worten "Du bist doch gestört" verabschiedet. Danach hatten wir noch Kontakt, er hat sich entschuldigt, ich mich nie.
Heute tut mir das Ganze unglaublich leid. Er bat mich auch um etwas zu trinken, aber ich wollte nur möglichst schnell fort und habe ihm nicht einmal eine Wasserflasche in die Hand gedrückt. Ich kriege immer wieder Bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass er 300 Kilometer gefahren ist, nur um das zu klären, während ich so ein Miststück war. Falls mir noch einmal sowas ähnliches passieren sollte, kriegt die arme Person einen Kaffee, selbst dann wenn sie nur um die Ecke wohnt, versprochen!

Beichthaus.com Beichte #00030929 vom 25.03.2013 um 15:40:11 Uhr in Münster (12 Kommentare).

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Unser Bunker im Wald

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Dummheit Engherzigkeit Waghalsigkeit Kinder Dessau-Roßlau

Unser Bunker im Wald
Ich (m/23) möchte einen Dummerjungenstreich beichten. In der Grundschulzeit haben wir (drei Jungs) oft und gerne Bunker und Buden im Wald gebaut. Bei einem Bau haben wir uns dann irgendwann ziemlich gestritten. Normalerweise wurde das mit einer Prügelei aus der Welt geschafft, aber mein Freund und ich waren so sauer auf den dritten, dass wir ihn einsperrten und für eine gewisse Zeit nicht gehen ließen.


Problem dabei: dieser Junge litt an Diabetes, musste regelmäßig gespritzt werden und war darüber hinaus in dem Moment schon sehr spät damit dran. Wir wussten das und haben es ignoriert. Erst nachdem er uns minutenlang anflehte, haben wir ihn gehen lassen. Er ist dann nach hause getorkelt. Glücklicherweise ging alles gut und er bekam noch rechtzeitig seine Dosis. Rückblickend schäme ich mich für unser Verhalten. Wie grausam Kinder sein können. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man das noch unter Dummerjungenstreich verbuchen kann.

Beichthaus.com Beichte #00030928 vom 25.03.2013 um 11:21:20 Uhr in Dessau-Roßlau (13 Kommentare).

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