Den Betrunkenen zurückgelassen

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Engherzigkeit Ekel Trunksucht Last Night

Gestern Abend war ich mit einer Freundin in der Disco feiern. Als der gute Abend sich dem Ende nahte, sagte sie zu mir, sie müsse noch einen Freund suchen, den sie mitnehmen müsse. Bis dahin ist ja noch alles gut. Die beiden haben sich Nachrichten geschrieben. Ab und zu wagte ich einen Blick auf den Bildschirm und las dann Nachrichten wie "bin auf Klo" und "alles über die Hose". Da habe ich schon gedacht "na toll!" Ich hatte nämlich keine Lust, mit jemandem mitzufahren, der total betrunken war und sich gerade volle Kanne übergeben hatte. Ein Glück war ich nicht der einzige, der sich das gedacht hatte. Wir sind dann zu zweit mit dem Auto nach Hause gefahren. Im Auto bekam sie dann noch eine Nachricht: "Ich habe mir in die Hose gemacht". Das war für mich irgendwie der lustigste Moment des Abends. Wir beide haben uns köstlich über diese Nachricht amüsiert. Hiermit beichte ich, dass wir einem Freund in einer sehr beschissenen Lage nicht geholfen haben.

Beichthaus.com Beichte #00031028 vom 14.04.2013 um 14:44:39 Uhr (17 Kommentare).

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Lacher auf Kosten meines Bruders

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Engherzigkeit Gewalt Familie Sinsheim

Ich muss beichten, dass ich meinen Bruder ziemlich schlecht behandelt habe. Wir sind damals mit meinen Eltern aus der Stadt aufs Land gezogen. Ich war damals 13 und mein Bruder neun Jahre alt. Wie auf dem Dorf so üblich, gibt es strenge Hierarchien. Wer nicht im Tennisclub […]
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Beichthaus.com Beichte #00031020 vom 12.04.2013 um 16:05:49 Uhr in Sinsheim (29 Kommentare).

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“Beichte

Die Hab-Dich-lieb-SMS mit Folgen

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Kollegen Düsseldorf

Ich (w/27) muss beichten. Wir hatten einen Arbeitskollegen, der wohl ein ziemlich Außenseiter war, zumindest nach der geringen Anzahl seiner Facebook-Freunde und auch nach seinem Benehmen im Büro zu urteilen. Ich hatte immer Mitleid mit dem Kerl, weil er immer höflich und nett zu mir war und mir die Tür aufhielt, wenn wir uns auf dem Gang begegnet sind. Als HR-Angestellte bekomme ich natürlich immer Nachrichten, wer heute Geburtstag hat und als er auf dem Display erschienen ist, habe ich ihm dann persönlich und wohl als Einzige gratuliert, worüber er sich im Übrigen wohl auch ziemlich gefreut hat. Wir haben uns dann auch angefreundet und zu meinem Geburtstag hat er sich ziemlich viel Mühe gegeben, mehr will ich auch nicht verraten.

Wie man als Girly nun mal so ist, verschickt man viele SMS und sagt auch schon mal zu guten Freunden "hab dich lieb". Er hat das dann wohl etwas zu ernst genommen und so hat sich das Ganze dann hochgeschaukelt. Irgendwann ist mir das Ganze dann zuviel geworden und ich habe angefangen, ihn zu ignorieren. Je mehr ich ihn ignoriert habe, desto aufdringlicher in Form von SMS und Geschenken ist er aber geworden. Irgendwann, als dann wieder ein Geschenk auf meinem Arbeitsplatz lag, ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe mir das Ding geschnappt, bin zu ihm ins Büro gestürmt, in dem noch drei andere sitzen, habe es ihm gegen den Kopf geworfen und ihm gesagt, dass er ein kranker Psycho ist und mich doch bitte in Ruhe lassen soll. In Ruhe gelassen hat er mich dann auch, und die Firma gleich mit. Auf SMS hat er nicht mehr geantwortet und als ich knapp drei Monate später sogar bei ihm vorbeigefahren bin (ich hatte wirklich Angst, dass er sich was angetan hat) bekam ich von seiner WG nur als Antwort, dass er wohl wieder in seine Heimatstadt zurückgezogen ist. Meine Beichte: Ich habe diesem labilen Mann, der gar nichts verbrochen hat und einfach nur sehr nett zu mir war, wirklich sehr weh getan und alles nur, weil ich nicht den Anstand hatte, ihm zu sagen, dass aus uns nichts wird.

Beichthaus.com Beichte #00031017 vom 11.04.2013 um 19:59:23 Uhr in Düsseldorf (Oberrather Straße) (34 Kommentare).

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Meine Schwester hasst mich

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Engherzigkeit Familie Zorn Düsseldorf

Meine Beichte ist die, dass meine Schwester und ich wie zwei Fremde sind. Das hört sich unfassbar brutal an, aber die Gründe sind vielfältig. Es ist nämlich so: Seit frühester Kindheit kommen wir ums Verrecken nicht miteinander aus. Obwohl von meiner Seite immer wieder Annäherungsversuche kamen, ich mich bemüht habe, mir den Kopf zerbrochen habe, kam von ihr niemals etwas zurück, es wurde nur noch schlimmer. Wir wurden schließlich erwachsen und jeder ging seinen Weg. Auf Familienfesten blieben wir regelrecht förmlich miteinander, doch schaffte sie es nie, ihre offensichtliche Abscheu zurückzuhalten. Vielleicht lag es daran, dass ich Freunde hatte, gut in der Schule war, ein wirklich (ohne mich selbst loben zu wollen) artiges Kind war - sie war nichts davon. Ich bewunderte sie aber insgeheim dafür, dass sie so rebellisch und individuell war. Doch nichts half, sie öffnete sich mir gegenüber nie und ich gab mir lange Zeit die Schuld daran. Das heißt, ich dachte, ich sei vielleicht zu arrogant, nicht verständnisvoll genug, zu sehr in meiner eigenen Welt. Eines Tages rief sie bei mir an und meldete sich zu einem Besuch an. Ich war aufgeregt, da selbst solche Kommunikation eher die Ausnahme war. Ich freute mich aber, dachte, es ist der Zeitpunkt da, wo wir uns endlich wie zwei erwachsene Menschen zusammensetzen können und endlich diesen Irrsinn beenden können.


Jedoch hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie ein Chaos hinterlassen würde, an dem ich lange zu knabbern hatte. Sie quartierte sich bei mir ein. Sie hatte - mal wieder - ihren Job verloren. Danach ignorierte sie mich aber vollkommen und fing langsam aber sicher an, Leute aus meinem Freundeskreis gegen mich aufzuhetzen. Sie ist weiß Gott nicht dumm. Sie freundete sich mit ihnen an, erzählte, was für ein grausames Kind ich gewesen sei, wie ich nach dem Tod unseres Vaters völlig desinteressiert an der Familientragödie war, wie ich das, wie ich das. Ich merkte, dass mich einige Freunde komisch anguckten, dachte mir jedoch nichts dabei. Auf einer Weihnachtsparty wurde mir jedoch bewusst, dass ihre Abscheu mir gegenüber gänzlich neue Formen angenommen hatte: Sie küsste meinen Freund - ich erwischte sie dabei, wahrscheinlich war es auch von ihr geplant. Ihr denkt bestimmt, ich sei ausgerastet, habe mit Entsetzen festgestellt, dass meine eigene Schwester mein Feind sei? Keineswegs. Ich habe sogar Erleichterung gespürt. Mir wurde nämlich Folgendes bewusst: All die Jahre, in denen ich mir selbst vorgeworfen habe, Schuld an unserem gestörten Verhältnis zu sein, sind weg. Ich war in dem Moment befreit von allen Schuldgefühlen, ich habe endlich akzeptiert, dass nur, weil wir Schwestern sind, wir keine Freunde sein müssen. Ich empfand auch Mitleid für sie, denn sie gab mir die Schuld an ihrem chaotischen Leben und dachte sich, wenn sie sich meine Freunde ausborgt, meinen Freund küsst und mich im Chaos zurücklässt, dass es irgendetwas besser macht. So habe ich es ihr auch gesagt, sie ist, ohne ein Wort zu sagen, gegangen. Versteht mich nicht falsch, ich hasse sie nicht. Ich möchte vielleicht eines Tages mit ihr befreundet sein, aber sie wird den ersten Schritt machen müssen. Das Chaos, das nach ihr blieb, habe ich soweit in Ordnung gebracht. Aber wichtiger ist mir die Erkenntnis: Nur weil das gleiche Blut in unseren Adern fließt, heißt es nicht, dass ich mir dieses Kreuz auf den Rücken stemmen muss, noch, dass ich Schuld an irgendetwas trage. Es ist zwar sehr traurig, aber ich fühle mich befreit und werde mein Leben ohne sie bestreiten.

Beichthaus.com Beichte #00031001 vom 10.04.2013 um 03:59:16 Uhr in Düsseldorf (Königsberger Straße) (15 Kommentare).

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Den Brieffreund vergrault

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Bielefeld

Ich (m) habe im Alter von zehn oder elf Jahren einen sehr unfreundlichen und verletzenden Brief an einen Jungen geschrieben, der mein Brieffreund werden wollte. Ich hatte zu jenem Zeitpunkt schon zwei Brieffreundinnen und dann kam dieser Brief als Antwort auf eine etwas länger zurückliegenden Anzeige, die ich in eine Jugendzeitschrift gesetzt hatte. Es war ein nettes Schreiben, sogar mit Foto. Aber irgendwie hatte ich dann keinen Bock mehr auf einen dritten Brieffreund; es war mir zu viel Arbeit. Und so habe ich dann, in vollem Bewusstsein, was ich tue, einen absolut unmöglichen Brief zurückgeschrieben. Den wörtlichen Inhalt weiß ich nicht mehr, aber es war nach dem Motto: "Wer braucht Dich schon als Brieffreund, wir haben eh keine gemeinsamen Interessen, wieso hast Du mir überhaupt geschrieben?! Schreib bloß nicht zurück." Es war sehr unfreundlich und herablassend, eigentlich überhaupt nicht meine Art. Aber ich habe den Brief abgeschickt. Verständlicherweise habe ich nie eine Antwort erhalten. Ich habe in meinem Leben sicher schon die ein oder andere Dummheit oder auch Fehler gemacht, wie jeder andere auch. Mit denen kann ich leben. Aber diese eine Sache hängt mir noch bis heute nach, wenn ich darüber nachdenke, und zwar, weil ich damit einen anderen Menschen wirklich verletzt habe. Das tut mir leid. Ich würde mich gerne entschuldigen, aber nach über 20 Jahren weiß ich weder Namen noch Adresse des anderen. Ein bisschen Gerechtigkeit stellte sich dann wenig später ein: der Kontakt zu den anderen beiden Brieffreundinnen brach ab. Somit hatte ich dann gar keinen Brieffreund mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030956 vom 01.04.2013 um 17:06:40 Uhr in Bielefeld (Düningshof) (9 Kommentare).

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