Der wohltätige Burgerverkäufer

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Betrug Waghalsigkeit Diebstahl Arbeit Restaurant Wittmund

Der wohltätige Burgerverkäufer
Vor circa einem Jahr habe ich für eine geraume Zeit in einer namhaften Fastfoodkette gearbeitet, um mit ein bisschen Geld fürs Studium zu verdienen. Dabei war es meine Aufgabe die Bestellungen am Tresen entgegenzunehmen und folglich selber vorzubereiten.
Mit fortschreitender Zeit begann ich die Filiale und die gesamte Fastfoodkette abgrundtief zu hassen. Nicht nur, dass die Burger gefühllos zusammengequetscht werden, um möglichst schnell den Nächsten bedienen zu können, nein, öfters sind die Dinger auch nicht ganz durch oder die Pommes Frites abgestanden, wenn länger kein Kunde da war. Von den Preisen müssen wir gar nicht erst sprechen.

Dies war besonders in der Nachtschicht der Fall. Da die Bezahlung außerdem miserabel war und der Chef ein rücksichtsloser, geldgeiler Mensch, begann ich bald schon die Menüs nach meinem Gutdünken etwas zu erweitern. Konkret heißt das: In die Getränke schüttete ich entgegen den Vorschriften möglichst wenig Eis, dafür umso mehr vom Getränk selbst. Bestellte jemand die mittlere Größe eines Menüs, gab es von mir die größte Cola und die größten Pommes Frites dazu. Bestellte jemand das Kindermenü mit dem billigen chinesischen Plastikspielzeug, enthielt die entsprechende Kinderpackung bei der Übergabe ein zweites Exemplar. Kaufte ein älterer Herr ein Menü zum Mitnehmen, wird er zu hause überrascht zwei Burger in der Tasche vorgefunden haben.

Auch bei Beschwerdefällen handelte ich etwas großzügiger, als es der Herr Chef wohl gerne gehabt hätte. Beschwerte sich eine Mutter mit ihrem Kind über einen lauwarmen Burger, gab es von mir zusätzlich kostenlos ein neues, heißes Exemplar. Selbstverständlich erforderte meine "Kampagne" die präzise Sichtung meines Umfelds, um nicht auf frischer Tat ertappt zu werden. Dementsprechend führte ich meine "Aktionen" meistens in der Nachtschicht oder an Zeiten aus, in denen maximal zwei oder drei Mitarbeiter anwesend waren. Teilweise ging meine Gutmenschlichkeit soweit, dass ich noch heute in der Gegend gefragt werde, "ob ich nicht der freundliche, junge Mann vom Schnellimbiss XYZ wäre". Ich beichte also, dass ich letztes Jahr bewusst für Umsatzeinbußen bei meinem Chef gesorgt habe.

Beichthaus.com Beichte #00029528 vom 17.11.2011 um 10:14:09 Uhr in Wittmund (48 Kommentare).

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Meine Kochkünste

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Dummheit Peinlichkeit Ernährung

Ich möchte meine absolute Unfähigkeit zu kochen beichten und mich bei allen Menschen entschuldigen, denen ich unabsichtlich gesundheitlichen Schaden zugefügt habe.

Ein kleiner Auszug aus meiner unrühmlichen Historie:
1. Als ich für meinen Vater eine Forelle braten sollte, habe ich aus Versehen etwas vom heißen Öl auf die heiße Ofenplatte geschüttet, es entzündete sich in einer riesigen Stichflamme. Ich konnte das Feuer zwar löschen, aber wir brauchten ein neues Ceranfeld.
2. Beim Versuch, Croutons zu machen, habe ich Weißbrot in kleine Stücke gerissen und in eine Pfanne geworfen. Das Resultat waren kohleähnliche Stückchen, die dermaßen in der Pfanne angebrannt waren, dass ich die Pfanne wegwerfen musste.
3. Ich wollte meinem Bruder und meinem Cousin eine Tiefkühlpizza machen, habe aber übersehen, dass das Ofenrohr noch mit Backofenspray besprüht war. Den widerlichen Gestank habe ich ignoriert und den beiden die Pizza serviert, zum Glück haben sie es ohne ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen überstanden.
4. Nachdem ich für meinen Freund Lasagne gekocht habe, haben wir die Nacht abwechselnd auf der Kloschüssel und in den Eimer kotzend verbracht. Ich kann nicht genau sagen, an welcher Zutat es lag, vermute aber, dass es das Tomatenmark war.


Lieber Gott, falls es dich gibt, bitte erlöse mich von meiner quälenden Unfähigkeit! Ich bitte sowohl um Absolution als auch um eine kulinarische Erleuchtung, immerhin habe ich oft genug versagt.

Beichthaus.com Beichte #00029527 vom 16.11.2011 um 19:29:06 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Toner entsorgt

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Dummheit Waghalsigkeit Hochmut Arbeit Hamburg

Ich bin IT-Admin bei einer kleinen Firma. Mir wurde heute aufgetragen, den Waste-Toner unseres Laserdruckers auszuleeren. Für alle, die nicht wissen, wie ein Laserdrucker funktioniert: Ein Laserdrucker schießt winzige Farbpartikel mit Hochgeschwindigkeit aufs Papier. Deswegen ist die Farbe für Laserdrucker auch Pulverförmig.
Dabei entsteht Abfall, da ein Teil dieses Pulvers nicht aufs Papier gelangt. Der Drucker fängt dies in einer "Waste-Toner"-Box auf, da ist also dieses Restpulver drin. Ich sollte also den Toner ausleeren. Ich habe mich etwas veräppelt gefühlt, weil ich dachte, das man von mir etwas höhere Aufgaben verlangen könnte als einen Toner auszuleeren.
Was hab ich gemacht? Ich bin aufs Damenklo, habe da das Fenster aufgemacht und das Pulver aus dem 3. Stock in den Innenhof herausrieseln lassen. Nicht gerade sachgemäß entsorgt, ich weiß. Was mir danach aufgefallen ist, war das geringe Gewicht des Pulvers; es verteilte sich überall in der Luft und im Innenhof. Die gesamte Wand unter mir war pechschwarz, genau wie das Fensterbrett des Klos im Büroraumes unter uns. Nach einer hektischen, aber gründlichen Putzaktion hoffe ich einfach, dass dies niemand bemerkt und der nächste Regen alles beseitigt. Ungünstigerweise ist dieses Zeug ziemlich resistent. Mal schauen, was daraus wird. Ich beichte nochmal, wenn ich gefeuert wurde.
Auf die Nachfrage, wo das Zeug gelandet sei, sagte ich bloß mit einem dicken Grinsen "entsorgt".

Beichthaus.com Beichte #00029526 vom 16.11.2011 um 19:16:42 Uhr in Hamburg (Jungfernstieg) (40 Kommentare).

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Praktische Lernrunde

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Neugier Masturbation Schamlosigkeit Schule Intim

Ich (m/23) habe es nie jemandem erzählt und ich denke, dass wissen auch nur die, die dabei waren. Diesen Kreis will ich jetzt einfach mal rabiat erweitern, indem ich es hier beichte. Als unsere Klasse mal auf Klassenfahrt war, das war glaube ich in der 6. Klasse, haben wir alle im Bungalow gemeinschaftlich gewichst. Dabei haben die Erfahrenen den Unerfahrenen gezeigt, wie das geht. Natürlich nicht gegenseitig Hand angelegt, sondern eben nur vorgeführt. Das Ganze sah dann also so aus, dass fünf bis sieben 11- bis 12jährige gleichzeitig am Abwedeln waren. Noch heute muss ich beim Gedanken daran lachen, wie Kinder früher sexuelle Erfahrungen gemacht haben. Heute passiert das wohl nur noch durch Pornos und das stimmt mich traurig.

Beichthaus.com Beichte #00029525 vom 16.11.2011 um 15:27:37 Uhr (19 Kommentare).

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Terror im Hörsaal

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Aggression Zorn Studentenleben München

Heute in der Vorlesung hielt es eine Kommilitonin anscheinend für angebracht, die Konzentration aller durch ihr nicht enden wollendes Geplapper zu stören. Nach circa einer dreiviertel Stunde und der höflichen Bitte eines anderen Studenten, doch wenigstens zu flüstern, hielt die blöde Sau immer noch nicht ihre Klappe. Da habe ich sie, weil sie zwei Reihen hinter mir saß, mit einem Radiergummi beworfen und ihr gesagt, sie solle entweder ihre Fresse halten oder sich verpissen.
Im Nachhinein bereue ich es, da ich mich im Ton vergriffen habe und es bestimmt demütigend ist, mit Radiergummis beworfen zu werden. Aber wenigstens war sie dann leise.

Beichthaus.com Beichte #00029524 vom 15.11.2011 um 23:24:29 Uhr in München (Geschwister-Scholl-Platz) (29 Kommentare).

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