Geld sammeln für den guten Zweck

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Diebstahl Schamlosigkeit Habgier Studentenleben United Kingdom

Ich möchte beichten, dass ich eine gemeinnützige Organisation bestohlen habe. Die Tat liegt lange zurück, ich war damals Studentin bei der University of Portsmouth, England, und ich machte ein Access-Year in Art und Design. Das Studentenleben machte mir Freude, und ich wollte damals unbedingt Künstlerin oder Designerin werden. Doch dieses Leben hatte auch seine harten Seiten. Die meisten anderen Gast-Studenten hatten Eltern, die es sich leisten konnten, ihre Kinder finanziell zu unterstützen. Mein damaliger Freund bekam auch alles von ihnen reingestopft, er konnte entspannt und ohne Sorgen sein Studium abschließen, während ich in der Anfangsphase schon zu kämpfen hatte. Um mir wenigstens das Nötigste leisten zu können, jobbte ich für Personalleasing-Firmen, und einmal in der Woche betreute ich einen schwer behinderten Mann, in dessen Wohnung ich auch übernachtete. Ich musste oft mehrmals in der Nacht aufstehen, und ihm beim Wasserlassen helfen, dadurch war an guten Schlaf nicht zu denken und ich musste so manches Mal eine wichtige Vorlesung ausfallen lassen. Meine Mutter half mir manchmal mit einer finanziellen Überbrückung, doch mein Stolz ließ es nicht zu, immer wieder von ihrem Brot zu leben.

Jede Woche wollte mein Landlord, bei dem ich in Untermiete wohnte, seine 45 Pfund Miete haben. Eines Tages kam er zu mir mit einer glorreichen Idee. Eine bekannte Organisation würde in der Stadt für ihre Zwecke sammeln. Ich könnte mich doch als freiwillige Helferin einschleusen und das Geld für mich behalten. Mir war sehr mulmig dabei, doch am Ende habe ich es getan. Aus einem leeren und säuberlich gereinigten Chlor-Behälter, der in Farbe und Form sehr den Sammelbüchsen ähnelte, bastelte ich mir eine Dose, setzte ein lustiges Hütchen auf und ging am besagten Tag in die Einkaufsstraße. Viele Passanten lächelten, ich lächelte zurück und sagte mein Sprüchlein auf, und in nur wenigen Stunden hatte ich einen prall mit Pfundstücken gefüllten Behälter. Mein Vermieter kam auch in gewissen Abständen vorbeigeradelt um nach dem Rechten zu sehen. Am Ende, als der Behälter schon zu schwer wurde, habe ich zusammengepackt und bin nach Hause gegangen. Meine Ausbeute betrug ungefähr 150 Pfund. Davon konnte ich zwei Wochen lang meine Miete bezahlen und mich mit Lebensmitteln eindecken. Ich schwöre, ich habe nur dieses eine Mal im Leben so etwas Verachtenswertes getan. Ich schäme mich heute sehr für diese Tat, und ich weiß auch, dass es nicht ungefährlich war. Denn das hätte, abgesehen von meinem Betrug an der Organisation, auch für mich schlimme Folgen haben können. Mich wundert es, dass hier keine Kontrollen am Werk gewesen sind. Ich erwarte in Beichthaus keine Absolution für diese Tat, aber ich musste das Ganze einfach einmal loswerden.

Beichthaus.com Beichte #00029979 vom 05.05.2012 um 11:36:41 Uhr in United Kingdom (Portsmouth) (22 Kommentare).

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Top kaputt

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Vandalismus Betrug Shopping Köln

Ich (w) war shoppen, als ich ein echt schönes Sommeroberteil entdeckte. Also ab in die Umkleidekabine, das Top passte mir gut - doch beim Ausziehen riss mir der Träger ab! Hätte ich es jetzt einfach zurückgelegt, wie es in der Situation wohl die meisten machen würden, wäre es schon schlimm genug gewesen. Ich beichte aber, dass ich zu der Verkäuferin ging, ihr das Kleidungsstück zeigte und ihr sagte, dass ich es eigentlich gerne kaufen würde - es aber ja leider kaputt sei. Ob ich dafür wohl Rabatt bekommen würde? Tatsächlich wurde mir ein großzügiger Rabatt gewährt. Das Top, das sich superleicht nähen ließ, trage ich jetzt mit schlechtem Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00029978 vom 04.05.2012 um 22:51:35 Uhr in Köln (Amsterdamer Straße) (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Würstchen geklaut

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Diebstahl Habgier Völlerei Steinfurt

Ich möchte etwas beichten was mich schon lange bedrückt. Mit circa 13 Jahren bin ich von daheim weggelaufen.
Zusammen mit einer Freundin und zwei Jungs. Einer davon kannte jemanden und bei dessen Bruder durften wir in einer Ein-Zimmer-Wohnung schlafen. Als unser Geld zu Ende ging und der Hunger uns plagte, sind wir beim hiesigen Metzgerladen eingebrochen und haben den ganzen Leberkäse und ein paar Würstchen geklaut. Das Geld in der Kasse haben wir nicht angerührt. Jedenfalls tut mir das sehr Leid, lieber Metzger und auch bei meinen Eltern will ich mich entschuldigen, dass ich zwei Wochen weg war. Dies ist 16 Jahre her und es ist schön, dass ich es mal loswerden konnte.

Beichthaus.com Beichte #00029977 vom 04.05.2012 um 14:57:50 Uhr in Steinfurt (12 Kommentare).

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Urlaub für alle!

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Faulheit Ignoranz Arbeit Zivi & Bund Schortens

Als ich bei der Bundeswehr war, wurde ich im Geschäftszimmer eingesetzt. Es war nie der Posten, den ich haben wollte, aber ich habe ihn leider bekommen, nachdem ich 6 Wochen aufgrund einer Operation nicht am Zugdienst teilnehmen konnte.
Ich wurde in eine andere Kompanie versetzt, da dort mangels Personal niemand mehr im Geschäftszimmer saß. Ich waltete also meines Amtes und begann mit der Aufarbeitung aller Unterlagen. Mein Vorgänger war eine richtig faule Sau (circa drei Jahre keine Altablage, ein Jahr keine normale Ablage usw.) und als ich dann zu allem Überfluss in einer Schublade knapp 400 nicht eingearbeitete Urlaubsscheine auffand, habe ich aus reiner Faulheit knapp die Hälfte in den Schredder gehauen. So hieß es also: Mehr Urlaub für alle! Einzig dem Typen, der mir die Arbeit hinterlassen hat, habe ich jeden einzelnen Tag von seinem Jahresurlaub abgezogen. Ich weiß zwar, dass es falsch war und das ich mich auch einfach etwas hätte anstrengen können, aber ich war zu dem Zeitpunkt einfach zu faul dazu. Ich bitte trotzdem um Absolution, da es ja doch irgendwie einem guten Zweck gedient hat.

Beichthaus.com Beichte #00029976 vom 04.05.2012 um 13:19:51 Uhr in 26419 Schortens (Upjeversche Straße) (19 Kommentare).

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Verlobt ohne meine Eltern

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Feigheit Partnerschaft Familie

Ich bin seit einigen Monaten verlobt und eigentlich sehr glücklich. Aber so richtig genießen kann ich es nicht, denn meine Familie weiß nichts davon. Ansonsten weiß es jeder, auch die Familie meines Freundes. Leider habe ich zu meiner ganzen Familie nicht gerade das Bilderbuch-Verhältnis, dass ich mir wünsche, da alle meine Verwandten sehr karriereorientiert sind und eigentlich nichts anderes von mir wollen, als dass ich ihnen nacheifere. Ich habe das Gefühl, sie kennen mich gar nicht wirklich: Sie wissen nichts von meiner konservativen Einstellung und meinen Zukunftswünschen. Sie würden es auch nicht verstehen. Ich bete einfach nur darum, dass ich irgendwann den Mut finde, ihnen davon zu erzählen. Eigentlich möchte ich sie ja nicht enttäuschen, aber ich weiß, dass ich genau das mit einer solchen "Enthüllung" machen würde.

Beichthaus.com Beichte #00029975 vom 04.05.2012 um 12:37:55 Uhr (22 Kommentare).

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