Das Spiel mit den Raupen

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Ekel Dummheit Tiere Kinder

Wir hatten vor unserer Volksschule ein kleines Wäldchen, welches jeden Frühling von einer Raupenplage befallen wurde. Dort tummelten sich tausende der kleinen grünbraunen Würmer und man konnte richtig beobachten, wie diese die Bäume, jeden Tag etwas mehr, in ein gruseliges Gespinst einwickelten. Eines Abends ging ich mit meinen Schulfreunden nach Hause und als wir an dem kleinen Wald vorbeiwanderten kam uns eine Idee: Raupenball. Wir nahmen uns eine handvoll Raupen, quetschten diese zu einem schleimigen, grünen Ball zusammen und beschossen uns gegenseitig damit. Es war quasi wie eine Schneeballschlacht, nur sehr viel widerlicher. Nach einigen Gesichtsschüssen bemerkten wir jedoch, dass es doch nicht so lustig war, wie wir es uns vorgestellt hatten und wir gingen, eingedeckt in grünen Raupenschmalz, nach Hause. Ich möchte mich bei meiner Mutter entschuldigen, die an diesem Tag meine Kleidung gewaschen hatte.

Beichthaus.com Beichte #00030395 vom 27.10.2012 um 22:43:22 Uhr (25 Kommentare).

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Der Fund aus der Vergangenheit

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Ekel Faulheit Dummheit Ernährung Kiel

Ich (m/25) habe heute seit gefühlten fünf Jahren mein Zimmer wieder aufgeräumt. Dabei habe ich unter meinem Bett einen Milchkarton gefunden. Mindesthaltbarkeitsdatum: 25.04.2009. Ich habe, anstatt den Karton wegzuschmeißen, ihn wieder unter mein Bett geworfen und angefangen, zu zocken. Ich bitte um Entschuldigung für mein faules Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030394 vom 27.10.2012 um 15:44:30 Uhr in Kiel (Hafenstraße ) (19 Kommentare).

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“Folge

Tierquälerei aus Langeweile

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Dummheit Morallosigkeit Kinder Tiere Polen

Ich (m/26) würde gerne von einer Begebenheit aus meiner frühen Kindheit, als ich so sieben bis acht Jahre alt war, berichten, auf die ich nicht besonders stolz bin. Meine Familie und ich sind Spätaussiedler aus Polen. Es war üblich, einmal im Jahr, vorzugsweise in den Sommerferien, in die alte Heimat zu fahren und unsere Verwandten zu besuchen. Meine wichtigste Bezugsperson dort war mein zwei Jahre älterer Cousin. Die Verhältnisse in Polen nach der Auflösung des kommunistischen Regimes waren nicht besonders gut und somit auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder eingeschränkter, als man es hier und heute gewohnt ist. Aber wir Kinder wussten uns zu beschäftigen und spielten meistens in den Höfen und Straßen. Wie es der Zufall so wollte, gab es in der Stadt tausende von streunenden Katzen, man könnte sogar sagen richtige Katzengangs. Den Kindern waren die Katzen ein Dorn im Auge und ich hatte im Nachhinein das Gefühl, dass sie von der Bevölkerung eher als Plage angesehen wurden. Der Respekt vor diesen Tieren war also eher gering. Ich weiß nicht, ob es schlussendlich die kindliche Gewissenlosigkeit oder der fehlende Respekt vor den Tieren war, aber die Katzen wurden gerne mal mit Steinen beworfen und/oder getreten. Mein Cousin und seine Kumpels gingen sogar so weit, die Katzen zu fangen und sie in einen Müllcontainer zu werfen, der im Hof stand. Der Container war vergleichbar mit Schuttcontainern, allerdings hatte er diese schweren Klappen, so dass die Tiere kaum eine Möglichkeit hatten, dort wieder herauszukommen. So furchtbar es klingt, auch ich habe mir einmal eine Katze geschnappt und sie in den Container geworfen. Was aus ihr geworden ist, weiß ich nicht. Ich muss gestehen, dass es mir damals nicht falsch vorkam und ich anfangs deswegen gar keine Gewissensbisse hatte. Einige Jahre später, als wir eine Katze bekamen, erinnerte ich mich wieder daran und mir wurde bewusst, was für eine Dummheit ich eigentlich gemacht habe. Lange Zeit ließ mich dieses eine Lebewesen, das ich in den Container geworfen habe, nicht los. Gestern ist mein Kater gestorben und ich musste wieder an das Schicksal der Katze in Polen denken.

Beichthaus.com Beichte #00030388 vom 26.10.2012 um 07:02:46 Uhr in Polen (Aleje Jerozolimskie, Warszawa) (26 Kommentare).

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Verschiedene Wege der Kindererziehung

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Dummheit Morallosigkeit Kinder

Ich (m, 22) bin vor kurzem Vater geworden. Obwohl ich noch recht jung bin, war es ein Wunschkind und ich liebe meine Tochter sehr. Ich liebe auch meine Freundin, nur hat sie eine Macke, die mir zunehmend auf den Pinsel geht: Sie spricht mit unserer Kleinen dauernd in dieser wirklich abscheulich beschränkten Teletubby-Sprache, bei der man jedes Mal auf den Gedanken kommen muss, es mit einer geistig Behinderten, beziehungsweise einer Besoffenen zu tun zu haben. Wenn ich höre, wie sie in höchstem Falsett ein "Uiiii Merle, hattu Kacka macht? Willdu Wauwau haben?" fiedelt, rollen sich mir die Zehennägel hoch. Ich habe sie mehrfach darauf angesprochen, die letzten Male auch zunehmend gereizt und muss mir dann anhören, ich wäre unsensibel und über-korrekt und unsere "Merle-Perle versteht das ja sowieso noch nicht, es kommt auf die Liebe an, die man ausstrahlt". Aha. Zu meiner Beichte nun: Wenn meine Freundin mal mit ihren Mädels auf Tour ist, gucke ich mir mit meiner Tochter Filme im Stil von Saw und ähnlichem an oder singe ihr sanft und leise Einschlaflieder, die sich dann etwa so anhören: "Schlaf, Miststück, schlaf. Ich fi** mit einem Schaf. Halt jetzt mal die Schnauze fein, sonst schlag' ich dir die Zähne ein. Schlaf, Miststück, schlaf..."
Es kommt ja schließlich auf die Liebe an, die man ausstrahlt. Trotzdem tut es mir leid, da ich nicht weiß, ob und wie viel sie von den Horrorfilmen mitkriegt. Und ein Schlappschwanz bin ich wohl auch, weil ich mich in dem Punkt nicht gegen meine Freundin durchsetzen kann. Ich hätte gerne die Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030384 vom 25.10.2012 um 18:44:12 Uhr (45 Kommentare).

Gebeichtet von Skatemylife
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Sex als Schutz vor Fehlern

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Dummheit Stolz Verzweiflung Dating Neuss

Ich (w/26) habe einen Mann kennengelernt. Gut aussehend, witzig, intelligent, kurz: perfekt! Ich war direkt in ihn verknallt wie eine 14-Jährige, er schien mich auch zu mögen. Es gab da nur zwei Probleme: sein Ruf als Aufreißer und die Tatsache, dass er eben das mir gegenüber auch zugegeben hat und klar sagte, dass er keine Beziehung möchte und nur seinen Spaß haben will. Er sagte, dass er mich echt mag und deswegen nur mit mir befreundet sein will. Einige Wochen hat das auch funktioniert, bis wir uns dann doch geküsst haben. Mehr nicht, ich habe das direkt abgeblockt. Ich wäre am liebsten direkt mit ihm ins Bett gesprungen, aber mein Stolz, oder die Vernunft, hielt mich davon ab. Wieder einige Wochen netter, freundschaftlicher Kontakt und dann der Klassiker: DVD-Abend. Ich weiß, da kann man direkt "Bock auf Sex?" fragen, aber es ging tatsächlich um einen Film, den wir gemeinsam gucken wollten. Da ich mir ja geschworen hatte, nicht mit ihm zu schlafen, um halt nicht eine von vielen zu sein, hatte ich jetzt ein echtes Problem. Mit ihm auf dem Bett liegen und einen Film mit Rumheulpotential gucken, kuscheln, knutschen, und letztendlich Sex haben - genau so würde es doch ablaufen. Ich war nie ein Kind von Traurigkeit, hatte auch öfters belanglosen Sex nur zum Spaß, aber mit dem Mann jetzt war das anders. Ich wollte nicht, dass eine reine Sexbeziehung daraus wird, ich wollte mehr, und vor allem wollte ich ihm nicht geben, was er ja wahrscheinlich nur wollte. Den DVD-Abend mochte ich aber auch nicht absagen, da ich mich sehr darauf freute, Zeit mit ihm zu verbringen. Dann hatte ich einen Plan. Ich dachte, das einzige, was mich davon abhalten kann, mich auf den geilen Kerl zu stürzen, ist vorherige Befriedigung und das letzte bisschen Anstand und Moral, das ich habe. Zwei Typen hintereinander? Finde ich ekelig, geht gar nicht. Eiskalt habe ich also einen "Bekannten" angerufen und ihn zu mir eingeladen. Einmal schnell Sex, so wie früher, danke schön, Eine rauchen, tschüss. Dann duschen gehen, Bett neu beziehen, den Traummann anrufen, "Ich bin jetzt Zuhause, du kannst zu mir kommen. Ja, ich freue mich auch, der Film ist echt super, bis gleich." Es war ein wunderschöner Abend, aus einem Film wurden vier, ich lag bei ihm ihm Arm, wir haben gekuschelt und geknutscht und als er mir die Haare aus dem Gesicht gestrichen und mich angelächelt hat, wusste ich, dass es doch mehr ist, auch für ihn. Ich habe an diesem Abend nicht mit ihm geschlafen, auch wenn es verdammt schwer war, da ich eigentlich nichts lieber wollte. Nach einigem Hin und Her waren wir dann doch zusammen. Das sind wir heute immer noch, seit mittlerweile fast zwei Jahren! Es läuft wirklich gut und ich bin glücklich und kann manchmal immer noch nicht glauben, dass ich es doch geschafft habe, dass dieser Beziehungsphobiker mein Freund wurde. Wir lachen heute darüber, wie es damals abgelaufen ist und wieviel Hickhack es gab. Ich habe meinem Freund allerdings nie erzählt, dass ich an diesem einen wunderschönen Abend vorher noch Sex mit einem anderen Typen hatte. Ich glaube, er würde mir das nicht verzeihen und damit nicht klarkommen, auch wenn wir da noch nicht zusammen waren und ich ihm seitdem absolut treu bin. Aber welcher Mann akzeptiert so etwas schon? Ich schäme mich und bereue es sehr. In dem Moment kam es mir absolut richtig und wahnsinnig schlau vor und heute frage ich mich, wie ich das tun konnte und habe Angst, dass mein "Bekannter" es meinem Freund irgendwann erzählt. Ich hoffe, dass es nie dazu kommt und habe auch weiterhin vor, zu schweigen. Mit dem schlechten Gewissen muss ich klarkommen, denke ich.

Beichthaus.com Beichte #00030381 vom 25.10.2012 um 04:29:57 Uhr in Neuss (Gielenstraße) (39 Kommentare).

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