Wenn Tiere fressen...

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Dummheit Engherzigkeit Tiere

Seit meiner Kindheit liebe ich es, Tieren beim Fressen zu zusehen. Egal ob Vögel, Fische, Katzen oder Schlangen. Ich finde es toll, wie sie gierig das Futter in sich hinein schaufeln. Besonders toll sind Katzen, wenn sie genüsslich die Augen halb dabei geschlossen haben. Worauf ich hinaus will, passierte, als ich ungefähr acht Jahre alt war. Wir hatten einen schwarz-weißen Kater, welcher aus schlechter Haltung von meiner Mama gerettet wurde. Auch wenn ich es nicht sollte, habe ich ihm immer wieder Milch gegeben, denn die hatte er besonders gern. Nur hat er sich jedes Mal danach halb tot geschissen. Immer wenn er etwas getrunken hat, habe ich ihn mit dem Kopf in den Napf gedrückt, sodass er bis zu der Stirn nass war. Nach einer Zeit wurde er krank und ist daran gestorben. Als Kind habe ich den Zusammenhang nicht verstanden, aber heute, mit 21, bin ich davon überzeugt, dass unser Kater einen Schnupfen bekommen hat und daran gestorben ist. Das tut mir so unendlich leid. Seitdem habe ich das auch nie wieder gemacht. Zugucken tue ich trotzdem noch gerne, wenn Tiere essen.

Beichthaus.com Beichte #00031551 vom 04.07.2013 um 08:15:57 Uhr (16 Kommentare).

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Der Fake-Account

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Falschheit Dummheit Lügen Verzweiflung Halle

Alles fing vor über drei Jahren an. Damals war ich knapp 15-16 Jahre alt und in unserer Klasse ging ein merkwürdiger Trend um, nämlich das Erstellen von Fake-Accounts auf einer, damals noch sehr populären, Internetplattform. Immer mehr meiner Freundinnen erzählten mir, wie viele Nachrichten und Fotokommentare sie erhielten - eine andere Freundin zeigte mir sogar, wo ich Bilder erhalten konnte, bei denen man nicht sofort erkannte, dass es Fakes waren. Irgendwann meinte ich dann, ich müsse auch einen Fake erstellen. Gesagt, getan - ich erschuf einen Fake mit dem Namen Maddy und konnte mich danach kaum vor Nachrichten retten. Das Ganze betrieb ich einige Monate und schrieb mit vielen Leuten, meist jedoch nicht mehr als "Wie geht es dir?" "Was machst du?", oder ich bedankte mich für ihre Komplimente zu meinen Bildern.

Irgendwann wurde das zunehmend langweiliger, und wahrscheinlich hätte ich das Ganze auch bald beendet, hätte ich nicht einen Fotokommentar bekommen. In dem Fotokommentar schrieb ein Junge, dass ich sehr hübsch wäre, wenn ich es denn wirklich wäre. Schockiert über diese Anzweiflung reagierte ich prompt und kommentierte zickig den Kommentar. Was ich nicht ahnte, war, dass der Junge, der den Kommentar postete, ganz und gar kein Idiot war. Zuerst kommunizierten wir nur über Fotokommentare, dann irgendwann auch über Nachrichten. Er war der Erste, dem ich wirklich von Dingen aus meinem Leben berichtete, allen anderen hatte ich mit großer Freude aufregende Geschichten über "mein" Leben aufgetischt. So erfuhr ich, dass er später einmal Journalismus studieren wollte, und genau das wollte ich zu diesem Zeitpunkt auch. Ich erfuhr, dass wir beide seit Jahren denselben Musiker hörten und dass wir beide an derselben Universität studieren wollten. Wir hatten so viel gemeinsam, dass man es einfach nicht mehr als Zufall abstempeln konnte. Unsere Nachrichten umfassten oftmals mehr als fünf Seiten und uns gingen die Themen niemals aus.

Irgendwann kam es dann aber dazu, dass er kaum noch Lust hatte, so viel Zeit in eine einzige Nachricht zu stecken, denn das Verfassen einer solchen Nachricht dauerte oftmals Stunden, und der Kontakt brach ab. Das wunderte mich nicht, ich hatte mich schließlich auch darauf eingestellt, dass unser Kontakt nicht ewig gehen könnte, eben aufgrund meiner Lüge. Ich wollte den Account also endgültig löschen, brachte es aber letztlich nicht über mich, die Nachrichten zwischen mir und besagtem Jungen einfach zu löschen, und entschied mich kurzerhand dafür, meinen Namen in eine wahllose Buchstabenkombination zu ändern, und alle Bilder zu löschen. Zwei Jahre vergingen und ich hatte den Jungen nicht vergessen, ich wusste noch immer alle Geschichten, die er mir aus seiner Kindheit berichtet hatte, und dachte immer noch oft an ihn.

Also wollte ich mir die Nachrichten noch einmal durchlesen, wollte mich der Erinnerung hingeben, als ich jedoch online kam erkannte ich, dass er mir vor genau zehn Minuten eine Nachricht geschrieben hatte. Er schrieb, dass er nach all der Zeit noch an mich dachte, und dass es ihm leidtäte, alles kaputtgemacht zu haben. Entgegen aller Vernunft antwortete ich, wir begannen wieder miteinander zu schreiben, erkannten, dass sich noch mehr Gemeinsamkeiten gebildet hatten und wir schafften es sogar, die Sätze des Anderen zu vervollständigen. Ich erzählte ihm alles, von der Schule bis hin zu der Tatsache, dass ich nach Amerika gehen würde und er erzählte mir von seinen Sorgen und von seinen Plänen nach seinem diesjährigen Abitur. Gemeinsam entschieden wir, was er studieren wollte. Es blieb dabei bei ungefähr einer Nachricht am Tag.

Das Ganze ist etwa einen Monat her, und ich schrieb ihm vor drei Wochen die wohl letzte Nachricht, denn mein schlechtes Gewissen hatte gesiegt. Ich fand ihn bei Facebook und schrieb ihm von meinem richtigen Account die Wahrheit. Ich schrieb ihm alles, was ich dachte, ihm nicht mehr sagen zu können. Zurück geschrieben hat er nie, seitdem verfolgt mich mein schlechtes Gewissen. Ich träume beinahe täglich von ihm und wache unter Tränen auf. Ich kann meine Lieblingsmusik nicht mehr hören, weil es zu jedem Lied eine gemeinsame Geschichte gibt.

Es gibt kein Tag, an dem ich nicht bereue, was ich tat. Ich habe jemanden verloren, der mich ergänzen konnte, der mich verstanden hat, und der in der Lage war, über meine Fehler hinwegzusehen. Ich habe ihn verletzt und das kann, und werde, ich mir nicht verzeihen. Ich würde alles dafür geben, es irgendwie gut zu machen. Es tut mir unendlich leid, und ich hoffe mich jeden Tag in meinem Leben schmerzlich an einen Freund erinnern zu werden, den ich verloren habe. Ich möchte mein Leben in Sühne verbringen, um etwas gut zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00031532 vom 28.06.2013 um 11:18:47 Uhr in 06110 Halle (Steinweg) (17 Kommentare).

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“Beichte

Warum ich ohne Höschen zur Uni gehe

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Faulheit Trägheit Intim

Ich verbringe die Wochenenden grundsätzlich komplett bei meinem Freund. Da ich schmutzige Slips in seinen Wäschekorb werfe, aber nie weiß, ob er gerade zum Waschen gekommen ist, nahm ich immer frische Unterwäsche mit zu ihm. So ist eine Art Höschen-Vakuum entstanden. […]
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Beichthaus.com Beichte #00031514 vom 25.06.2013 um 23:29:44 Uhr (25 Kommentare).

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Unser Toilettenpapier-Diebstahl

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Diebstahl Morallosigkeit

Ich (w) und eine Freundin wohnen gerade für kurze Zeit in einem Wohnheim, in dem Klopapier nicht für alle zur Verfügung steht, sondern jeder sein eigenes Besorgen muss. Heute ist unseres ausgegangen, und da Sonntag ist, konnten wir auch keines kaufen. Die Idee, aus einer öffentlichen Toilette eine Rolle zu entwenden, lag auf der Hand und unsere Suche führte uns ziemlich schnell auf die Toilette einer Fast-Food-Filiale. Dort ist man aber so schlau, das Klopapier in großen Metallrollen zu lagern. Zum Glück entdeckte meine Freundin, dass es neben der Toilette Hygiene-Beutel gab! In diesen Beuteln konnten wir dann doch eine ansehnliche Menge Klopapier stehlen. Es ist schon komisch, jetzt immer lose Klopapierfetzen aus einer Tüte ziehen zu müssen. Naja, wir hatten halt einfach keine andere Möglichkeit. Wir bitten um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00031488 vom 23.06.2013 um 20:23:08 Uhr (13 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Affäre mit einer Hotel-Angestellten

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Neugier Eifersucht Fremdgehen Partnerschaft

Affäre mit einer Hotel-Angestellten
Mein Mann (36) hat seit mindestens zwei Jahren eine Affäre mit einer 24-jährigen Hotelangestellten. Der Hauptsitz seiner Firma ist in Wien, wo er somit Stammgast in einem Hotel ist. Ich beichte, dass ich durch mein Misstrauen einen wiener Detektiv engagiert habe, der ihn drei Tage lang beobachtete. Sie ist hübsch, hat eine gute Figur und scheint für jeden Spaß offen zu sein. Wahrscheinlich genau das Gegenteil von mir. Auch wenn mich die Eifersucht auffrisst und ich während jeder seiner Geschäftsreisen nächtelang kein Auge zumache, versuche ich meine Klappe zu halten und es zu ignorieren. Ich wünschte, ich hätte niemals Nachforschungen betrieben. Der einzige Gedanke, der mich bestärkt, ist der Glaube daran, dass er nur Abwechslung und sie nur Geld will.

Beichthaus.com Beichte #00031477 vom 20.06.2013 um 16:09:36 Uhr (57 Kommentare).

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