Das verlorene Paket

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Boshaftigkeit Falschheit Rache Internet Oranienburg

Ich hätte heute ein Paket erhalten müssen, jedoch war der Absender zu blöd, um die Adresse richtig zu lesen und hat den Firmennamen nicht auf das Paket gedruckt. Es war klar, dass das Paket nicht ankommt. Ich hätte es zwar an einen Paketshop liefern können, jedoch hätte ich da wieder ewig fahren müssen. Deshalb habe ich einfach bei GLS die Annahme online verweigert und der ganze Kram ist wieder zurück zum Absender gewandert. Dann noch kurz die Bestellung storniert und die Ware war kostenlos retourniert. Ich hätte es ja auf sich beruhen lassen können, aber da ich so sauer war, habe ich den Verkäufer mehrfach mit einem Stern bewertet und geschrieben, dass das Paket nie ankam - was im Grunde ja auch stimmte. Immerhin hat es ihm gleich einen Stern von der Gesamtbewertung abgezogen. Es tut mir leid für meinen Hass, aber es wäre eine dringende Sendung gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00035795 vom 26.05.2015 um 19:55:44 Uhr in Oranienburg (7 Kommentare).

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Gestank im KZ

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Morallosigkeit Ekel Schamlosigkeit Falschheit Schule Oranienburg

Vor etwa 16 Jahren war unsere Klasse, gemeinsam mit der Nachbarklasse, im KZ Sachsenhausen. Ich hatte an dem Tag ziemlich starke und äußerst delikat anmutende Blähungen und war froh, dass wir die ganze Zeit draußen waren. Nun begab es sich, dass beide Klassen in einen kleinen Vorführraum gebracht wurden, um einen etwa 45-minütigen Film über die Verbrechen der Nazis anzuschauen. Es freuten sich natürlich alle tierisch darüber, denn es war doch recht kalt draußen - nur ich nicht. Es fing nach wenigen Minuten schon an, dass sich gewisse Geruchsbringer am Ausgang meiner Rosette versammelten und über die Zeit des Films zu einer monströsen Ansammlung von stinkender Luft anwuchsen. Unter Aufbringung all meiner Kraft, damit verbundenen Bauchschmerzen und dem Gefühl, als würde ich im Sekundentakt von der Wüste in die Arktis wechseln, hielt ich das, was da kommen mochte, zurück. Aber ich wusste, das würde nicht gut enden. In meiner kindlichen Blödheit wagte ich es jedoch nicht, den Raum zu verlassen und mich meiner Qual zu entledigen - nein, ich stand den ganzen Film durch, ohne auch nur ein Tönchen von mir zu geben.


Als der Film nach gefühlten sieben Stunden dann endlich zu Ende war, versuchte ich so schnell wie möglich nach draußen zu kommen. Jedoch war die Tür zu klein, um die Massen von zwei Schulklassen mit je 25 Schülern auf einmal durchzulassen, also stand ich mitten drin und konnte nicht mehr an mich halten. Das Ergebnis war ein sehr langer, unhörbar leiser Ziehfurz mit dem Aroma von verfaulten Eiern, gepaart mit wochenaltem Harzer Käse inmitten zweier Schulklassen. Innerlich fing ich an zu grinsen, äußerlich schaffte ich es dann doch recht schnell, den Ort des Geschehens zu verlassen, und, draußen angekommen, fingen die meisten schon an zu meckern, welches Schwein denn da geschissen hätte. Was mir dabei leid tut, ist, dass keiner auf die Idee kam, dass ich der Übeltäter war, denn den Anschiss dafür bekam einer meiner Freunde. Ich fand das damals so lustig, dass ich den ganzen Tag vor mich hingegrinst habe und noch heute anfange zu lachen, wenn ich daran denke. Sorry mein alter Schulfreund.

Beichthaus.com Beichte #00032150 vom 31.10.2013 um 13:08:07 Uhr in 16515 Oranienburg (Straße der Nationen) (24 Kommentare).

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Die 50-Euro-Scheine meiner Tante

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Diebstahl Habgier Kinder Familie Nienburg

Als ich noch ein Kind war, waren meine Eltern und ich jedes Jahr für etwa eine Woche bei meiner Großtante zu Besuch.
Als ich elf Jahre alt war, habe ich beobachtet, wie sie ihr Einkaufsgeld aus einem Geldbeutel nahm. Es war erkennbar, dass in dem Geldbeutel sehr viel Geld war. Sicher über 1000 Euro. Da konnte ich nicht widerstehen und habe in einem unbeobachteten Moment einen 50-Euro-Schein aus dem Geldbeutel geklaut, da ich dachte, dass ihr das bei solch einem großen Betrag nicht auffallen würde. Den Schein habe ich dann irgendwo versteckt und an dem Tag, an dem wir zurückgefahren sind, in der Hosentasche mit nach Hause genommen. Schließlich war mir klar, dass der Rest der Familie den Schein auf gar keinen Fall sehen darf. Darüber, welchen Ärger ich bekommen würde, wenn der Diebstahl auffällt, habe ich mir gar keine großen Gedanken gemacht.

Zu Hause habe ich das Geld erst einmal in meiner Schreibtisch-Schublade versteckt, aber da wollte ich ihn auf Dauer nicht behalten, das war mir irgendwie zu riskant. Auf mein Konto einzahlen wollte ich die 50 Euro aber auch nicht, dass wäre noch eher aufgefallen. Schließlich waren 50 Euro für mich damals fast ein Jahr Taschengeld. Also habe ich das Geld immer in kleinen Raten eingezahlt, über das ganze Jahr hinweg. Im nächsten Jahr habe ich der Tante dann noch einmal 50 Euro geklaut. Der Geldbeutel war immer noch im gleichen Versteck und auch sonst bin ich genauso vorgegangen wie beim ersten Mal. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, gleich zwei 50-Euro-Scheine zu nehmen, aber das war mir dann glücklicherweise doch zu riskant. Ein schlechtes Gewissen hatte ich nicht, ich hatte nur Angst, doch irgendwie erwischt zu werden. Im folgenden Jahr habe ich nur nachgesehen, ob der Geldbeutel immer noch in der gleichen Schublade lag. Es war auch noch immer ein Haufen Geld drin, aber diesmal konnte ich der Versuchung widerstehen und habe nichts geklaut. Mittlerweile bereue ich es, meiner Großtante insgesamt 100 Euro von ihrer knappen Rente gestohlen zu haben. Ich habe das Geld ja nicht mal wirklich dringend gebraucht und habe es aus reiner Habgier geklaut.

Beichthaus.com Beichte #00031636 vom 22.07.2013 um 21:25:54 Uhr in Nienburg (12 Kommentare).

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Buddhistischer Liebesknoten

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Hass Zorn Partnerschaft Nienburg

Ich hasse das neue Tattoo meiner Freundin! Meine Freundin teilte mir letzte Woche mit, dass sie einen Termin im Tattoostudio hat und sich einen Buddhistischen Liebesknoten stechen lassen will. Gut, habe ich gedacht, das wird schon nicht so groß sein, weil ich Tattoos bei Frauen absolut unschön finde. Jetzt ist sie von ihrem Termin zurück und der halbe Rücken ist tätowiert und noch nicht mal fertig! Ich kriege echt die Krise. Bin schon am überlegen, ob ich das Ganze nicht beenden soll, weil sie in meinen Augen so viel von ihrer natürlichen Schönheit verloren hat. Bilderbuch lässt grüßen. Mein Gott, bin ich oberflächlich - ist aber nun mal so!

Beichthaus.com Beichte #00028696 vom 04.03.2011 um 08:49:46 Uhr in 31582 Nienburg (Lange Strasse) (44 Kommentare).

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