Die Plantage im Wald

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Vor ungefähr 20 Jahren habe ich noch gekifft. Immer mit Genuss, und Bongrunden mochte ich auch nie besonders. Ich habe immer gefragt, ob dann jemand einen Joint mit mir rauchen mag, und bin dann mit den Leuten lieber rausgegangen. Eines Abends war ein Mädchen da, welches ich flüchtig kannte, und das meinte, dass sie auch keine Lust auf Bong habe. Wie es so kam, verabredeten wir uns für den nächsten Tag bei mir, und nach etwa einer Woche wurden wir ein Paar. Allerdings fiel mir anfangs ihre Kiff-Gier nicht auf. Sie hatte eine Bong am Bett und ließ abends immer genug Mischung für mindestens zwei Töpfe übrig, die sie morgens gierig wegzog, um dann erst mal Kaffee zu trinken. Der Sex war großartig, weil ich auf Gras ähnlich reagiert habe, wie andere auf Viagra, und soweit passte es auch. Doch mit der Zeit stellte ich fest, dass meine Vorräte (Ich war Craver, das heißt ich mußte immer größere Mengen da haben um nicht in Panik zu geraten) rapide schwanden, und zwar immer gleich vier bis fünf Gramm und mehr. Als ich sie drauf ansprach, sagte sie mir, sie hätte Geldprobleme gehabt und es verkauft, aber würde damit aufhören, weil die Sache auch erledigt sei.


Eines Tages kam ich wieder zu meiner Runde, und mich sprach ein Bekannter an. Ob ich wirklich mit XX zusammen sei und ob ich auch merke, dass sie mein Zeug klauen würde. Er fragte, ob ich einen Geheimvorrat hätte, als ich dies bejahte, meinte er, sie hätte diesen gewiss schon geplündert und ich sollte mich, wenn ich sie anspreche, auf etwas gefasst machen. Das Ganze sei eine Masche, hinter der ihr Bruder und ihr Cousin, zwei Kampfkiffer und Dealer ständen, die selber anbauen würden und so die Zeit zwischen zwei Ernten überbrücken, um kein Geld ausgeben zu müssen. Tatsächlich hatte ich in der Kühltruhe im Keller über 150 Gramm aus einem erfolgreichen Anbau, den ich eigentlich aus Jux begonnen hatte, aufbewahrt. Ich ging, okay ich rannte eher, heim und sah nach: Alles weg. Ich hatte ihr nie davon erzählt, aber diese Methode ist jetzt auch nicht gerade unbekannt und der Kellerschlüssel war im Schlüsselschränkchen zugänglich. Als ich sie zur Rede stellte, machte sie sofort Schluss, lachte mich aus und drohte mir, die beiden Jungs würden mein Gesicht zu Brei machen, wenn ich nur ein Wort davon irgendwo verlauten ließe. Nun, ich habe erstens keine Angst vor zwei Losern, die es nötig haben, andere zu beklauen, und zweitens wusste ich ungefähr, wo ihre Pflanzen stehen, da meine "Freundin" sich einmal verplappert hatte. Ich packte mir zwei Plastiktüten, ein halbes Kilo Salz und eine Rosenschere in meinen Wanderrucksack und zog los. Nach etwa einer Stunde hatte ich die Plantage in voller Blüte gefunden, sie war allerdings ziemlich gut versteckt und ich entdeckte sie nur zufällig. Ich schnitt die Blüten ab, packte sie ein, legte die Pflanzen um und streute das Salz darüber, damit dort nie mehr etwas wachsen sollte. Dann ging ich nach Hause, legte einen Baseballschläger bereit und harrte der Dinge, die da kommen mussten.


Etwa sechs Stunden später schlug es heftig gegen meine Tür, es war wohl ein Versuch, sie einzutreten, aber ich hörte nur ein "Au, fuck" und ging zu Tür. Dann öffnete ich sie und brüllte die beiden Halbaffen an, dass sie sofort verschwinden sollten, wenn ihnen ihre Gesundheit lieb wäre. Und dass sie ihre Hintern nie mehr auch nur in die Nähe meines Hauses schleppen sollten. Da ich ziemlich sauer aussehen kann, laut bin und einen Baseballschläger in der Hand hatte, flohen sie panisch und stolperten dabei noch übereinander. Absolut filmreif! Zufrieden schloss ich die Tür und sichtete meine Beute. Eine Menge, die mehrere Jahre reichen sollte, was dann auch so war. Nach fast zwei Jahren schenkte ich den Rest einem guten Freund. Mittlerweile habe ich fast völlig aufgehört, kriege aber ab und zu mal einen Joint zugesteckt. Die drei Klaugetiere wurden kategorisch aus der Runde ausgeschlossen und vorsorglich damit bedroht, dass wir alle gegen sie aussagen würden, falls sie auf die Idee kämen, zu den Cops zu laufen, denn damit würden sie selbst als Großdealer hingehängt werden. Es war schon eine wilde Zeit und in einem schlechteren Freundeskreis hätte ich richtig Ärger mit dem Gesetz bekommen können, aber ich bereue es absolut nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031649 vom 25.07.2013 um 16:17:51 Uhr in Gilserberg (42 Kommentare).

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