Die Tricks der Handwerker

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Betrug Lügen Habgier Arbeit Marienberg

Die Tricks der Handwerker
Als Handwerker zocke ich die Kunden ab. Ich bin mit 3% Provision am Umsatz beteiligt. Wenn ich Ware für 100 Euro einbaue, bekomme ich extra 3 Euro zum Lohn dazu. Ich verkaufe wie ein Weltmeister, manchmal sind das 50 Euro extra pro Tag plus Trinkgeld. Dazu muss ich den Leuten unnötige Dinge andrehen, die nicht kaputt sind. Die kennen sich aber mit Haustechnik nicht aus und vertrauen mir. So ein Ölbrenner kostet schon mal 1.000 Euro und die defekte Düse kostet nur 15 Euro, also verkaufe ich gleich einen neuen Brenner, wenn der auf Störung ist. Oder ich sage, das Ersatzteil gibt es nur am anderen Ende der Stadt und ich muss es holen, obwohl ich es im Auto liegen habe. In der Zwischenzeit mache ich schnell eine andere Störung und komme so auf 10 bezahlte Stunden, obwohl ich nur 8 Stunden gearbeitet habe. Meinen Lohn bekomme ich nach unterschriebenen Arbeitszettel, dem Chef ist es egal, Hauptsache die Rechnung wird bezahlt. Der Verkauf funktioniert mit fast jedem Teil. Armaturen, Pumpen, Regelungen, alles was teuer ist. Weil ich recht nett bin, bekomme ich noch jede Menge Trinkgeld, das ist manchmal recht peinlich. Ich schäme mich.

Beichthaus.com Beichte #00031788 vom 21.08.2013 um 16:18:42 Uhr in Marienberg (53 Kommentare).

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Die Stasi-Eltern

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Vorurteile Ungerechtigkeit Kinder Gesellschaft

Die Stasi-Eltern
Ich möchte etwas loswerden, was mich bedrückt. Es passierte Anfang 1990 in den neuen Bundesländern (ehemalige DDR), als die Hexenjagd auf die Mitarbeiter der Stasi eröffnet wurde. Wer entlarvt wurde, hatte einen Spießrutenlauf zu durchstehen. Einerseits auch heute noch verständlich, da der Apparat ja nicht zimperlich war und sich die Wut der Leute, angereichert mit erst damals bekannt gewordenen Informationen, entladen musste. Andererseits aber auch menschenverachtend, da selbst Pförtner und Köche ins Fadenkreuz des Mobbings gerieten. Damals war ich 14 Jahre alt und habe mit einem Großteil aus meiner Klasse in schändlicher Weise auf dem "Kreuzzug" teilgenommen. Ein Klassenkamerad hatte nämlich gleich zwei Stasi-Eltern (wofür er ja nun nichts konnte), und wir haben ihn in Sippenhaft genommen. Nicht, dass wir ihn direkt damit konfrontiert hätten, wir schimpften "nur" bei jeder Gelegenheit in seiner Gegenwart über die Schweine der Stasi. Auf dem Heimweg riefen wir ausdauernd die damals übliche Parole "Stasi raus!". Irgendwann schrie besagter Klassenkamerad sogar mit. Man muss sich mal in die Lage des Jungen versetzen, seine Eltern auf einmal arbeitslos und von allen geächtet, und wir geben ihm noch den Rest. Ich bereue, was ich ihm angetan habe. Etliche Jahre später hatten wir ein Klassentreffen, zu dem er nicht erschienen ist. Gern würde ich mich bei ihm persönlich dafür entschuldigen. Vielleicht sehe ich ihn ja einmal wieder. Nach seinem Namen Googeln hat jedenfalls nichts gebracht. Um Absolution bitte ich nicht, das schlechte Gewissen soll mich in Zukunft ermahnen, erst nachzudenken, bevor ich der Masse folge.

Beichthaus.com Beichte #00031787 vom 21.08.2013 um 15:39:59 Uhr (13 Kommentare).

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Kein Kontakt zu Mutter & Stiefvater

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Zwietracht Gewalt Missbrauch Familie

Ich habe mit 18 Jahren den Kontakt zu meiner Mutter und meinem Stiefvater abgebrochen. Ich will nicht behaupten, dass ich unschuldig an unseren Streitereien war. Ich hatte seine Schläge und sein ständiges Niedermachen, ich sei zu nichts zu gebrauchen, aber trotzdem […]
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Beichthaus.com Beichte #00031786 vom 21.08.2013 um 15:35:22 Uhr (14 Kommentare).

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Die Zaunanfasskinder

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Rache Gewalt Kinder Tiere Vienenburg

Die Zaunanfasskinder
Seit letztem Jahr September haben wir unsere beiden Pferde in einem Offenstall stehen, das heißt, es ist eine Koppel mit einem Unterstand. Nebenan haben wir eine gut besuchte Gaststätte, wo meistens auch einige Kinder dabei sind, aber auch Eltern mit ihren Kindern […]
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Beichthaus.com Beichte #00031785 vom 21.08.2013 um 15:30:33 Uhr in Vienenburg (51 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Nachbar petzt bei meinen Eltern

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Zwietracht Nachbarn Polizei Kassel

Ich (35) bin kürzlich, also Anfang Juni, umgezogen. Obwohl ich einen Job und alles habe, bestand mein Vermieter darauf, von meinen Eltern eine Mietbürgschaft zu bekommen, aber darum geht es hier nicht, daher hat er allerdings ihre Telefonnummer. Meine hat er aber auch. Jedenfalls wohnt er direkt unter mir, und kann daher jeden Schritt hören, den ich mache. Anfangs habe ich einmal eine Einweihungsparty gemacht und da kam trotz vorherigem Bescheid geben und seiner Aussage, es störe ihn nicht, um Punkt 22:01 Uhr ein Anruf meiner Mutter, er habe sie angerufen, weil sich die Nachbarn angeblich beschwert haben, ich solle leiser machen, sonst Polizei usw. Auf mein sofortiges Klopfen und eine Bitte um Erklärung kam aus der Wohnung nur unverständliches Gebrüll und Gefluche (zuvor wirkte er aber völlig normal). Er ist allerdings schwerkrank, und nimmt Medikamente, die ich nicht mal aus der Entfernung ansehen würde. Vielleicht erzeugen die eine Art Delirium oder so, wer weiß.


Als ich ihn im Treppenhaus mal Ansprach, er solle bitte mich anrufen, murmelte er irgendwas von Autorität der Eltern usw. und verschwand hinter seiner Türe. Ich bin 35, verdammt, und meine Eltern und ich sehen uns bestenfalls alle paar Tage. Jedenfalls passierte das noch zweimal, beide Male aus Sicht der Lautstärke durchaus berechtigt, doch sage ich jetzt mal, wenn man ein Lied hört, welches bis 22:03 Uhr geht, macht man halt danach leiser. Bzw. ist das Hauptproblem eher mein, sollte ich ihn voll aufdrehen, wahrhaft infernalischer Bass. Doch kürzlich ging es los: Ohne jeden Grund, der PC war nicht einmal an, kam eine SMS meiner Eltern, ich solle leise machen. 21:35 Uhr. Nun, da ich gerade ferngesehen habe, hab ich nur zurückgeschrieben "Ich bin es diesmal nicht" und hielt die Sache für erledigt. 10 Minuten später klingelte es, natürlich die Freunde und Helfer. Als sie sahen, dass ich Fern sah, fragten sie ob ich die Anlage jetzt ausgemacht hätte, weil ich mit ihnen gerechnet habe usw. aber ich sagte nein und da ich die Handlung des Filmes nacherzählte, glaubten sie mir wohl mehr oder weniger und gingen wieder.


Zur Beachtung: Der Vermieter selbst hat es weder für nötig befunden, MICH anzurufen, noch gar das Stockwerk mal hochzukommen um mit mir zu reden. Jedenfalls ist es wohl so, dass wenn irgendwo im Haus zu laut geflüstert wird, es automatisch der Neue war und sofort beim Vermieter angerufen wird, also sehe ich ihn auch nur als Prellbock der anderen Nachbarn, welche sowieso gelinde gesagt seltsam sind, wenn man sich vorstellt mit: Mit "Hallo, ich bin der neue Nachbar, meine Name ist blabla, mit wem habe ich das Vergnügen?", jemand nur auf sein Klingelschild tippt und die Tür zuhaut, ist das schon seltsam.

Naja, jedenfalls hatte ich nach der vierten falschen, weil unberechtigten Beschwerde mit Polizei genug. Die übrigens auch, Anrufe bei denen es um mich geht, werden mittlerweile von der Polizei abgewimmelt, weil die mir glauben und mich u.a. zweimal aus dem Bett holten. Ich lud mir einen extremen Basstest bei Youtube herunter, welcher nur aus Brummtönen aller möglichen Frequenzen besteht und dessen tiefster Ton kaum hörbar, aber sehr unangenehm spürbar ist und lasse diesen, zeitlich völlig unwillkürlich für 5-10 Sekunden voll aufgedreht laufen, sobald mich etwas stört. Seltsamerweise ist seitdem Ruhe. Allerdings plane ich trotzdem aus diesem Freilichtirrenhaus, welche meine direkte Nachbarschaft darstellt, schnellstens wieder auszuziehen, und die nächste Kautions- und Mietbürgschaft geht über die Bank oder gar nicht. Klar, könnte man auch hier Anwälte usw. einschalten, aber das ist es einfach nicht wert.

Beichthaus.com Beichte #00031784 vom 21.08.2013 um 15:28:49 Uhr in Kassel (16 Kommentare).

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