Die Disziplin der Fahrgäste

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Engherzigkeit Zorn Bahn & Co. Wien

Die Disziplin der Fahrgäste
Ich bin seit fast zehn Jahren Straßenbahnfahrer. Ich fahre gerne, was mich aber stört, ist die Disziplin der Fahrgäste. Ich versuche jeden, der noch angerannt kommt, mitzunehmen - bloß irgendwann muss auch ich mal losfahren. Es gibt Haltestellen, an denen könnte ich fünf Minuten lang stehen und es würden immer noch Leute angerannt kommen, die unbedingt noch mitfahren wollen. Einfach weil sie keine drei Minuten auf die nächste Straßenbahn warten können. Die Fahrzeiten sind ohnehin schon sehr kurz bemessen und meine Pause verlängert sich durch die Wartezeiten an der Haltestelle auch nicht unbedingt. Und fährt man dann doch los, nachdem man noch den siebten angerannten Fahrgast hat einsteigen lassen, kann man sich von dem "Zurückgelassenen" - aber oft auch von den Fahrgästen im Zug - die nettesten Dinge anhören. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, die Fahrgäste zu disziplinieren. Solche, die rücksichtslos bei Rot über die Straße laufen, oft sogar noch ihre Kinder an der Hand haben und damit andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst massiv gefährden, nur weil sie unbedingt noch mitfahren wollen, lasse ich über die Straße, und wenn sie dann vor der Tür stehen, fahre ich los. Ich werde nie verstehen, dass man sich absichtlich in Gefahr begibt, nur weil man nicht noch drei Minuten warten kann. Es tut mir leid, da ich mit meinem Verhalten bestimmt viele Menschen verärgere, aber ich denke in der heutigen Zeit kann man nur so einen Lerneffekt bei den Menschen erreichen. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00032651 vom 30.01.2014 um 10:51:54 Uhr in 1070 Wien (Kaiserstraße) (26 Kommentare).

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Smartphone vs. Beziehung

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Verzweiflung Engherzigkeit Partnerschaft

Ich (w/27) lebe seit fast sechs Jahren in einer festen Partnerschaft und eigentlich ist es immer noch wie am ersten Tag. Meine Partnerin ist in kurzer Zeit in ihrem neuen Job sehr schnell aufgestiegen und dort sehr beliebt. Da sie zumeist jeden Tag zwei Schichten schieben muss, ist die gemeinsame Zeit rar. Was mich dann stört, ist, dass die Gute nur am Handy hängt und munter mit ihren Arbeitskollegen tickert, wenn ich mir abends mal meine Portion Zuneigung abholen möchte. Auch an freien Tagen ist es nicht besser. Jeder Versuch, sie darauf hinzuweisen, endet mit einem kleinen Streit. Ich beichte hiermit, dass dieses Verhalten mich wütend und traurig zugleich macht und dass ich deshalb sogar schon drüber nachgedacht habe, das Ganze zu beenden.

Beichthaus.com Beichte #00032641 vom 29.01.2014 um 06:31:23 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Verklebtes Zimmer

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Trunksucht Engherzigkeit Vandalismus

Ein guter Freund hat vor einigen Jahren eine große Geburtstagsfeier gegeben, die über ein ganzes Wochenende geplant war. Am letzten Katertag des Wochenendes haben mein damaliger Freund und ich (damals 16 Jahre alt) uns aus Langeweile etwas in dem Haus umgeschaut, in dem wir feierten. Und natürlich landeten wir in dem Zimmer der Schwester unseres Gastgebers. Auf ihrem Schreibtisch fanden wir einen Sekundenkleber und uns fiel dann nichts Sinnvolleres ein, als sämtliche beweglichen Gegenstände in dem Zimmer einfach festzukleben. Wir versuchten alles so aussehen zu lassen, als wäre nie etwas gewesen und hatten dabei den Spaß unseres Lebens. Die Vorstellung, wie man ahnungslos ins Zimmer kommt und denkt, man wäre verrückt geworden - zum Schießen! Im Nachhinein hat uns dann aber doch das schlechte Gewissen gepackt. Das zu beseitigen muss eine Menge Arbeit gewesen sein - ganz zu schweigen von den Dingen, die sie danach wegschmeißen konnte. Und gerade deswegen kam es für uns nicht infrage, die ganze Aktion zu gestehen. Liebe Schwester des Gastgebers: Es tut uns sehr leid.

Beichthaus.com Beichte #00032640 vom 28.01.2014 um 19:35:54 Uhr (11 Kommentare).

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Das System gelöscht

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Morallosigkeit Schule Schwarzenbek

Es ist schon ein paar Jährchen her - ich (m/34) war damals in der siebten Klasse, als wir im EDV-Unterricht neue Rechner bekamen. Es war ein vorsintflutliches Windows installiert, aber die meisten Programme liefen noch unter DOS. Da ich mich zu der Zeit intensiver mit dem PC befasste, kannte ich die ganzen DOS Befehle, und nach dem Durchwühlen der Festplatte kam ich auf die Idee, eine Batch-Datei mit dem Befehl "format c: /y" anzulegen und diese einfach "Start.bat" zu nennen. Für die, die es nicht wissen: gibt man nun einfach "start" und Enter im Eingabefeld von DOS ein, wird die Festplatte formatiert, das /y bedeutet ein automatisches bejahen, ob man das auch wirklich will. So vergingen ein paar Tage, bis wir wieder Unterricht hatten. Unsere Lehrerin sagte jedoch, dass einer der Computer-Plätze momentan nicht zu benutzen sei, weil jemand aus der unteren Klassenstufe mutwillig alles gelöscht hätte. Es war genau der Platz, an dem ich ein paar Tage zuvor die Datei angelegt hatte. Der arme Tropf hatte einen Verweis kassiert und mächtig Arger bekommen, weil er meine Datei dort ausgeführt hatte. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Daher möchte ich mich bei dem armen Kerl entschuldigen, aber insgeheim grinsen musste ich schon.

Beichthaus.com Beichte #00032635 vom 27.01.2014 um 12:31:24 Uhr in Schwarzenbek (12 Kommentare).

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Der Kuchen im Müll

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Stolz Verschwendung Engherzigkeit

Kürzlich habe ich (m/31) eine sehr beeindruckende Frau kennengelernt. Wir haben uns öfter getroffen, waren im Kino, haben viel zusammen gelacht, uns geküsst und so weiter. Wegen einer verlorenen Wette musste ich ihr dann einen Kuchen backen. Das habe ich noch nie zuvor gemacht und ich werde auch nie wieder einen Kuchen backen. Nachdem ich die ganzen Zutaten und eine Springform gekauft hatte, begab ich mich ans Werk um den Schokoladen-Nuss-Kirsch-Kuchen zusammenzubasteln. Da ich kein Rührgerät besitze, musste ich alles mit der Hand rühren und schaumig schlagen. Mir wäre fast der Arm abgefallen, aber ich dachte mir, dass es sich sicher auszahlen würde, wenn ich mich bemühe. Knapp zwei Stunden später war der Kuchen fertig und ich war stolz auf mich - er roch lecker und er sah noch leckerer aus. Am späten Nachmittag rief sie mich an und sagte unser Date ab, obwohl sie wusste, dass ich meine Wettschuld einlösen wollte. Am Telefon machte ich noch die bekannte gute Miene zum bösen Spiel. Aber ich möchte nun beichten, dass ich vor lauter Wut und Enttäuschung über diese Geringschätzung einen leckeren Kuchen weggeschmissen habe.

Beichthaus.com Beichte #00032630 vom 26.01.2014 um 19:29:59 Uhr (23 Kommentare).

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