Der Putzfimmel meiner Freundin

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Engherzigkeit Trägheit Faulheit Partnerschaft Rottweil

Ich möchte hiermit beichten, dass ich den Putzfimmel und den Aufräumwahn meiner Freundin ausnutze. Ich lasse mein Zeug mit voller Absicht liegen: meine Wäsche, die Brotkrümel auf der Arbeitsplatte, mein Geschirr und Ähnliches. Ich muss jedes Mal aufpassen, dass ich nicht lache. Der Gedanke, dass sie es sowieso sofort wegmachen wird und mir freiwillig hinterherräumt, amüsiert mich einfach sehr. Sorry Schatz.

Beichthaus.com Beichte #00032111 vom 25.10.2013 um 14:40:19 Uhr in Rottweil (4 Kommentare).

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Mein Schickimicki-Doppelleben

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Lügen Falschheit Engherzigkeit Morallosigkeit Studentenleben

Ich führe ein Doppelleben. Meine Eltern sind ziemlich wohlhabend und finanzierten mir eine gute Ausbildung. Für das Studium zog ich in eine andere Stadt und dort kauften sie mir eine nette kleine Eigentumswohnung. Bis ich vor einem halben Jahr dann einen heftigen Streit mit meinen Eltern hatte und sie mich aus der Wohnung warfen. Das war für mich nicht so schlimm, wie ich erst dachte. Ich hatte einen annehmbaren Nebenjob und habe ein paar Wochen bei Freunden gewohnt, bis ich eine neue Wohnung gefunden hatte. Im Vergleich zu der Wohnung meiner Eltern war das natürlich ein Loch, aber ich fand mich schnell mit meinem neuen Leben ab. Es war viel lockerer, als unter der Fuchtel meiner Eltern zu stehen. Ich suchte mir neben meinem Studium noch einen zweiten Nebenjob. Eigentlich verrichtete ich nur niedere Arbeiten, aber immerhin verdiente ich etwas. Ich ließ mir meine Haare und den Bart länger wachsen, ging mehr aus und begann zu trinken und zu kiffen. Nicht übermäßig, ich muss schließlich auch mein Studium voranbringen, damit ich keine Beihilfen verliere. Ich hatte auch eine Freundin, die meine Eltern nie geduldet hätten. Sie ist übergewichtig, tätowiert, hat gefärbte Haare und trinkt und raucht ebenfalls.


Alles in allem klingt das nach einem ziemlich heruntergekommenen Leben, aber ich war zufrieden. Ich war froh, nicht mehr das Schickimicki-Leben meiner Eltern leben zu müssen. Dann machte ich ein weiteres Praktikum, um mir etwas dazuzuverdienen. Dort hatte ich eine wundervolle Kollegin. Wir verbrachten die Pausen zusammen und verstanden uns sehr gut. Ich entwickelte Gefühle für sie und nach einigen schlaflosen Nächten, in denen ich viel nachdachte, verließ ich meine damalige Freundin. Ich lud die Arbeitskollegin ein und bald darauf waren wir ein Paar. Wenn ich sie allerdings zu mir nach Hause einlade, gehen wir in die Wohnung meiner Eltern, für die ich glücklicherweise noch einen Schlüssel habe. Und wenn wir gemeinsam mit meinen Freunden etwas unternehmen wollen, dann immer mit denen, die ich noch von früher kenne. Meiner Freundin und ihren Eltern, die ähnliche Snobs sind, wie meine, spiele ich also den zielstrebigen und ehrgeizigen Studenten vor. Was sie aber nicht wissen, ist, dass ich in einem Loch hause, weil ich nicht weiß, wann meine Eltern in ihre Wohnung kommen und ich nicht überrascht werden will. Sie wissen auch nicht, dass ich noch kiffe und eine versiffte Bar jeder Disco vorziehe. Oder dass mir Bier besser schmeckt, als ein teurer Wein aus dem letzten Jahrhundert. Mir ist klar, dass ich zumindest meiner Freundin irgendwann die Wahrheit sagen muss. Ich glaube zwar, dass sie mich verstehen wird, fürchte aber, dass sie sich nicht gegen ihre Eltern behaupten kann und nicht weiter mit mir zusammen sein wird. Also führe ich zwei Leben. Ich hoffe, es geht noch eine Weile gut.

Beichthaus.com Beichte #00032110 vom 24.10.2013 um 13:16:13 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Die verlorene Geldbörse

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Habgier Falschheit Selbstsucht

Ich habe vor ein paar Tagen einen Geldbeutel gefunden. Darin befanden sich weit über 300 Euro. EC-Karten, Führerschein, Mitgliedsausweise - wie man das halt kennt. Meine Beichte ist, dass ich das Geld ohne nachzudenken genommen habe. Selbst Schuld, wenn man mit so viel Geld rumläuft und es dann auch noch verschlampt. Für mich war es eine tolle Finanzspritze. Das Portemonnaie habe ich noch am selben Tag in ein kleines Paket gesteckt und es an den Besitzer zurückgeschickt. Ohne Notiz. Und ich habe nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Geld hat der Besitzer genug, was man sehen konnte, wenn man sich den Geldbeutel genauer ansah. Der Bonze ist selbst schuld. Den Laufkram und die Bürokratie habe ich ihm aber zumindest erspart.

Beichthaus.com Beichte #00032109 vom 23.10.2013 um 16:28:25 Uhr (24 Kommentare).

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Spießer vs. Übergewicht

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Maßlosigkeit Last Night

Vor etwa einem halben Jahr wurde ich (m/20) spontan zu einer kleinen Homeparty eingeladen. Da ich ungerne Pullover oder Ähnliches trage, hatte ich auch an diesem Abend einen Blazer an, der mich sehr oft begleitet. Ich war schon leicht alkoholisiert, als ein Mädchen zu mir: "Ich kann mich nicht mit deiner Spießigkeit abfinden" sagte. Ohne, dass es Anlass zu dieser Aussage gegeben hätte - aber vielleicht lag es am Blazer. Im Grunde bin ich ein sehr spaßiger Kerl und werde von fremden Leuten meistens gut aufgenommen. Deshalb war ich in dem Moment auch etwas überrascht, weshalb es mir an Schlagfertigkeit fehlte, was normalerweise nicht der Fall ist. Deshalb antwortete ich einfach, dass ich mich auch nicht mit ihrem Übergewicht abfinden könnte - obwohl sie relativ schlank war. Wir schauen uns seither nicht mehr an. Ich stehe zu meiner Aussage, aber trotzdem schäme ich mich ein wenig.

Beichthaus.com Beichte #00032108 vom 23.10.2013 um 15:40:36 Uhr (11 Kommentare).

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Ausgleich für den miesen Lohn

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Diebstahl Dummheit Habgier Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m) absolviere meine Ausbildung in einem bekannten belgischen Supermarkt. Eigentlich wollte ich auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen, doch auch nach unzähligen Bewerbungen hat es nicht geklappt. Hier fühle ich mich jedoch ungerecht behandelt. Ich mache Überstunden ohne Ende und arbeite von Montag bis Samstag - wenn man die Berufsschule mit einrechnet. Trotzdem bekomme ich monatlich nur 220 Euro - was natürlich zu wenig ist. Deshalb kann ich mir auch nichts auf die Seite legen und habe mir eine andere Möglichkeit überlegt. Ich nehme jetzt manchmal etwas mit. Seien es Zigaretten und Tabak oder Obst und Gemüse, das definitiv entsorgt werden würde oder Ähnliches. Ich halte diese Klauerei für asozial, aber dadurch bekomme ich ein besseres Gefühl und kann mir einreden, dass ich besser behandelt werde. Ich arbeite mich schließlich für einen lächerlichen Lohn kaputt! Es tut mir leid, dass ich zu so etwas gezwungen bin und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032107 vom 24.10.2013 um 22:06:12 Uhr (9 Kommentare).

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