Öl auf der Fahrbahn

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Betrug Waghalsigkeit Boshaftigkeit Auto & Co.

Beim 24-Stunden-Rennen auf einer langen deutschen Rennstrecke im Jahre 1992 habe ich einen großen Fehler begangen, der mich bis heute um den Schlaf bringt. Die Schlaflosigkeit wird immer schlimmer, je näher das 24-Stunden-Rennen jedes Jahr rückt. Damals war ich mit einigen Freunden zum Rennen gefahren. Wir schlugen unser Camp im Bereich Metzgesfeld auf. Für Unwissende: Hier bremsen die Autos von ungefähr 200 km/h auf 130 km/h runter und fahren eine Links-Links-Rechts-Kurven-Kombination. Ich, als eingefleischter BMW-Fan, war natürlich voll und ganz in der Erwartung, dass BMW alles in Grund und Boden fährt und gewinnt. Beim Start sah das auch noch ganz gut aus, dann aber kam die Nacht. Es wurde kalt, das Wetter schlug auf Nebel und Regen um, die allrad-getriebenen Autos wurden immer schneller. Meine geliebten Heckantrieb-BMWs versanken in der Tiefe der Ergebnisliste. Das konnte ich nicht ertragen. Dann kam mir diese verdammte Schnapsidee. Ich nahm kurzerhand eine Rolle Butterbrot-Tüten für Pausenbrote, füllte einzelne Tüten mit Speiseöl und knotete sie gespannt zu. Dann - jedes Mal, wenn so ein Allrad-Ingolstädter kam, schleuderte ich einen dieser Beutel über den Zaun auf die Rennstrecke. Auch er schleuderte - aber gut geölt in die Leitplanken.


Keine Sorge: Die Autos und deren Sicherheitseinrichtung sind so sicher, kein Fahrer hat Schaden erlitten. Sonst hätte ich das nie gemacht. Aufgrund dessen gab es - keine Ahnung wie viele - "Gelbe-Flaggen-Phasen". Während einer solchen hielt mein geliebter BMW-Werksfahrer (genannt Smoking Joe) direkt bei uns an der Unfallstelle an und schnorrte sich eine Zigarette. Was ihm vom Rennleiter eine Stop Go Zeitstrafe bescherte - er wurde zum Kaffee geboten. BMW gewann dann dennoch mit einem traumhaft schönen M3 vor einem weiteren BMW, Opel wurde ganz starker Dritter. Mein Gewissen plagt mich bis heute, weil ich derjenige bin, der Audi um den Sieg gebracht hat. Der bin, der den Streckenposten einen Arsch voll Arbeit beschert hat, meine Freunde um unser Speiseöl beraubt hat und Smoking Joe zu einem Kaffeekränzchen beim Rennleiter verholfen hat. Reumutig erbitte ich Ablass.

Beichthaus.com Beichte #00032987 vom 03.04.2014 um 13:27:58 Uhr (21 Kommentare).

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Keine Eier in der Hose

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Verzweiflung Neid Begehrlichkeit Schule Ingolstadt-Zuchering

Das Ganze begann vor einem Jahr. Die Klassen meiner Stufe wurden gesplittet und bei dieser Gelegenheit wurde ich von einem Lehrer neben ein Mädchen gesetzt, das ich bis dahin nur vom Sehen kannte. Wie das so ist, kamen wir schnell ins Gespräch und haben uns echt gut verstanden, was heute im Übrigen immer noch so ist. Irgendwann machte sie dann mit ihrem Freund Schluss, was dazu führte, dass wir uns noch besser verstanden. Ich entwickelte Gefühle für sie, aber irgendwie habe ich mich zu doof angestellt und aus einer Beziehung wurde nichts. Bis sie dann wieder mit ihrem Ex zusammenkam. Dann dachte ich mir, dass es ja auch egal sei, schließlich gibt es noch andere hübsche Mädchen. Ich lernte auch recht schnell jemanden kennen, mit dem ich dann auch zusammenkam. Als dann aber die Abschlussklausuren vor der Tür standen, habe ich wieder mit meiner Sitznachbarin gelernt. Wobei man es nicht wirklich lernen nennen konnte. Wir haben die ganze Zeit rumgealbert und, wie ich Idiot eben bin, habe ich auch recht schnell wieder mehr für sie empfunden. Da es in meiner Beziehung auch mehr schlecht als recht lief, habe ich das Ganze nach zwei Monaten wieder beendet. Sie ist immer noch mit diesem Kerl zusammen, während ich alleine dastehe. Ich beichte also, dass ich keine Eier in der Hose habe, um ihr zu sagen, was ich für sie empfinde.

Beichthaus.com Beichte #00032021 vom 09.10.2013 um 18:57:33 Uhr in Ingolstadt-Zuchering (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Taschen-Kotzerei

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Trunksucht Maßlosigkeit Peinlichkeit Last Night München

Ich muss beichten, dass ich letztens als ich im Taxi auf dem Weg nach Hause von einer Party war, es nicht mehr langer aushalten konnte und mich unbedingt auf der Stelle übergeben musste. Doch anstatt dem netten Taxifahrer zu sagen, er solle kurz anhalten, kam mir eine andere Lösung für mein Problem in den Sinn. Also nahm ich meinen Geldbeutel aus meiner Longchamp Tasche raus, hielt den Kopf hinein und legte los. Danach ging es mir wieder besser. Meine Tasche hat sich auch wieder erholt, sie lag danach noch drei Tage lang in Persilpulver.

Beichthaus.com Beichte #00029869 vom 17.03.2012 um 23:23:06 Uhr in 80939 München (Ingolstädter Straße) (23 Kommentare).

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Keine andere Wahl

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Prostitution Verzweiflung Waghalsigkeit Arbeit Ingolstadt

Ich bin seit einigen Jahren eine Prostituierte. Ich habe damit eigentlich kein Problem, mein soziales Umfeld kommt gut damit zurecht und ich habe keine psychischen Schäden durch den Job oder so. Trotzdem weiß ich, dass das kein Job für die Ewigkeit sein sollte. Also habe ich vor 2 Jahren angefangen zu studieren. Eine Zeit lang habe ich dann auch einen anderen Job gemacht, aber ich bin ins Gewerbe zurück, weil es mir einige Vorteile bietet. Es ist mittlerweile aber sehr, sehr schlecht geworden. Und ich bin mittlerweile ziemlich dick. Ich verdiene gar nichts mehr, habe pro Woche nur noch einen Gast. Damit kann ich nicht mal meine laufenden Kosten decken, geschweige denn die Miete im Club bezahlen. Was bleibt mir also übrig? Abnehmen, das ist aber schwer und geht auch nicht von heute auf morgen. Ich muss aber trotzdem meine Wohnung, Strom etc. bezahlen. Ich arbeite mittlerweile übers Internet. Ich empfange die Freier in meiner Wohnung. Ich biete absolute Schleuderpreise und ich mache es mittlerweile sogar ohne Gummi. Das ist verdammt gefährlich. Ich habe Angst, aber ich habe keine andere Wahl.

Beichthaus.com Beichte #00028938 vom 17.05.2011 um 13:20:32 Uhr in Ingolstadt (46 Kommentare).

Gebeichtet von armin508
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Ausschabung

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Mord Morallosigkeit Schwangerschaft Ingolstadt

Ich war 18 Jahre alt und verliebt bis über beide Ohren. Mein damaliger Freund und jetziger Ehemann diente bei der Bundeswehr. An den Wochenenden war er immer zu hause und wir hatten wundervolle Tage und Nächte. Mit der Verhütung nahmen wir es nicht so genau und meinten beide, dass wohl nichts passieren würde. Leider war das ein Trugschluss, für den ich bitter büßen sollte. Eines Tages war mir übel und ich musste mich von dem Tag an jeden Morgen übergeben. Es war merkwürdig und mich beschlich ein ungutes Gefühl. Von der Angst getrieben, schwanger zu sein, machte ich mich auf den Weg zum Gynäkologen. Der bestätigte meinen Verdacht. Mir war in dem Moment, als zöge sich der Boden unter meinen Füßen weg. Ein Gefühl der Ohnmacht und Niedergeschlagenheit nahm mich gefangen. Inständig bat ich den Arzt, dass er mir helfen möge. Ich war so verzweifelt und wollte dieses Kind auf keinen Fall bekommen. Nach einer Woche Bedenkzeit und Panik bekam ich die Adresse von Pro Familia in der nächst größeren Stadt. Allein, ohne Freundin und ohne meinen Partner, ging ich zu dem Beratungsgespräch. Dieses war sehr intensiv und es wurden mir mehrere Lösungsvorschläge unterbreitet. Ich wollte aber eine Ausschabung und unterschrieb das dafür vorgesehene Formular. Zwei Tage später war es dann soweit. Ich fuhr mit der Straßenbahn zu Pro Familia und ein Arzt nahm den Abbruch vor. Anschließend fuhr ich geschwächt und teils erleichtert, teils voller Schuldgefühle, wieder mit der Bahn nach Hause. Niemand dort bemerkte was mit mir los war.

Beichthaus.com Beichte #00028639 vom 14.02.2011 um 18:59:04 Uhr in 85049 Ingolstadt (Holzmarkt) (61 Kommentare).

Gebeichtet von welcum
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