Kein Trinkgeld für den Taxifahrer

9

anhören

Geiz Habgier Ungerechtigkeit Last Night Auto & Co. Neuss-Norf

Es war das Finale der WM 2014, welches ich mit meiner damaligen Freundin in der Stadt angesehen habe. Da meine Wohnung etwas außerhalb ist und so spät keine Züge mehr fahren, war von vornherein klar, dass wir mit dem Taxi heimfahren werden. Nach dem Spiel habe ich Sparfuchs am Taxistand die Leute gefragt, ob sie in dieselbe Richtung fahren. Tatsächlich habe ich ein Paar gefunden, das zumindest in die Richtung wollte. Wir stiegen zu viert in das Taxi. Der Taxifahrer war, obwohl er offensichtlich nicht aus Deutschland stammte, äußerst euphorisch und nutzte jede rote Ampel aus, um Passanten mit seiner Vuvuzela anzutröten. Als das Paar ausstieg, zeigte das Taxameter um die 12 Euro an. Der freundliche Mann gab dem Fahrer 15 Euro und verabschiedete sich.


Wir fuhren dann den Rest zu meiner Wohnung. Der Taxifahrer hatte das Taxameter einfach weiterlaufen lassen, welches nun knapp 20 Euro anzeigte. Meine Beichte ist, dass ich dem Fahrer fünf Euro gegeben habe, die er ohne Kommentar annahm. Somit habe ich den sympathischen Taxifahrer aus purem Geiz nicht nur kein Trinkgeld gegeben, sondern ihm auch noch das Trinkgeld der anderen "geklaut." Verschlimmernd kommt hinzu, dass ich auf der Hinfahrt im Zug einen 50-Euro-Schein gefunden habe und besonders deshalb hätte großzügiger sein können. Es tut mir immer noch leid für den Taxifahrer, der statt zu feiern arbeiten geht und dann auch noch von einem geizigen Studenten abgezockt wird.

Beichthaus.com Beichte #00034836 vom 11.01.2015 um 20:16:56 Uhr in Neuss-Norf (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Sex als Schutz vor Fehlern

37

anhören

Dummheit Stolz Verzweiflung Dating Neuss

Ich (w/26) habe einen Mann kennengelernt. Gut aussehend, witzig, intelligent, kurz: perfekt! Ich war direkt in ihn verknallt wie eine 14-Jährige, er schien mich auch zu mögen. Es gab da nur zwei Probleme: sein Ruf als Aufreißer und die Tatsache, dass er eben das mir gegenüber auch zugegeben hat und klar sagte, dass er keine Beziehung möchte und nur seinen Spaß haben will. Er sagte, dass er mich echt mag und deswegen nur mit mir befreundet sein will. Einige Wochen hat das auch funktioniert, bis wir uns dann doch geküsst haben. Mehr nicht, ich habe das direkt abgeblockt. Ich wäre am liebsten direkt mit ihm ins Bett gesprungen, aber mein Stolz, oder die Vernunft, hielt mich davon ab. Wieder einige Wochen netter, freundschaftlicher Kontakt und dann der Klassiker: DVD-Abend. Ich weiß, da kann man direkt "Bock auf Sex?" fragen, aber es ging tatsächlich um einen Film, den wir gemeinsam gucken wollten. Da ich mir ja geschworen hatte, nicht mit ihm zu schlafen, um halt nicht eine von vielen zu sein, hatte ich jetzt ein echtes Problem. Mit ihm auf dem Bett liegen und einen Film mit Rumheulpotential gucken, kuscheln, knutschen, und letztendlich Sex haben - genau so würde es doch ablaufen. Ich war nie ein Kind von Traurigkeit, hatte auch öfters belanglosen Sex nur zum Spaß, aber mit dem Mann jetzt war das anders. Ich wollte nicht, dass eine reine Sexbeziehung daraus wird, ich wollte mehr, und vor allem wollte ich ihm nicht geben, was er ja wahrscheinlich nur wollte. Den DVD-Abend mochte ich aber auch nicht absagen, da ich mich sehr darauf freute, Zeit mit ihm zu verbringen. Dann hatte ich einen Plan. Ich dachte, das einzige, was mich davon abhalten kann, mich auf den geilen Kerl zu stürzen, ist vorherige Befriedigung und das letzte bisschen Anstand und Moral, das ich habe. Zwei Typen hintereinander? Finde ich ekelig, geht gar nicht. Eiskalt habe ich also einen "Bekannten" angerufen und ihn zu mir eingeladen. Einmal schnell Sex, so wie früher, danke schön, Eine rauchen, tschüss. Dann duschen gehen, Bett neu beziehen, den Traummann anrufen, "Ich bin jetzt Zuhause, du kannst zu mir kommen. Ja, ich freue mich auch, der Film ist echt super, bis gleich." Es war ein wunderschöner Abend, aus einem Film wurden vier, ich lag bei ihm ihm Arm, wir haben gekuschelt und geknutscht und als er mir die Haare aus dem Gesicht gestrichen und mich angelächelt hat, wusste ich, dass es doch mehr ist, auch für ihn. Ich habe an diesem Abend nicht mit ihm geschlafen, auch wenn es verdammt schwer war, da ich eigentlich nichts lieber wollte. Nach einigem Hin und Her waren wir dann doch zusammen. Das sind wir heute immer noch, seit mittlerweile fast zwei Jahren! Es läuft wirklich gut und ich bin glücklich und kann manchmal immer noch nicht glauben, dass ich es doch geschafft habe, dass dieser Beziehungsphobiker mein Freund wurde. Wir lachen heute darüber, wie es damals abgelaufen ist und wieviel Hickhack es gab. Ich habe meinem Freund allerdings nie erzählt, dass ich an diesem einen wunderschönen Abend vorher noch Sex mit einem anderen Typen hatte. Ich glaube, er würde mir das nicht verzeihen und damit nicht klarkommen, auch wenn wir da noch nicht zusammen waren und ich ihm seitdem absolut treu bin. Aber welcher Mann akzeptiert so etwas schon? Ich schäme mich und bereue es sehr. In dem Moment kam es mir absolut richtig und wahnsinnig schlau vor und heute frage ich mich, wie ich das tun konnte und habe Angst, dass mein "Bekannter" es meinem Freund irgendwann erzählt. Ich hoffe, dass es nie dazu kommt und habe auch weiterhin vor, zu schweigen. Mit dem schlechten Gewissen muss ich klarkommen, denke ich.

Beichthaus.com Beichte #00030381 vom 25.10.2012 um 04:29:57 Uhr in Neuss (Gielenstraße) (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Zahl die Schulden

27

anhören

Rache Maßlosigkeit Aggression Drogen Neuss

Ich hatte bis vor Kurzem einen sehr guten Freund, mit dem ich durch dick und dünn gegangen bin. In letzter Zeit häufte sich allerdings der Verdacht, dass dieser permanent Lügen über mich und Freunde verbreitet hat. Als ich dann von einer Bekannten von ihm nochmal alles bestätigt bekam, entschloss ich mich zu einer saftigen Rache. Da ich immer peinlichst genau darauf geachtet habe, dass ich Freunde nie in den Dreck ziehe oder schlechte Sachen über sie erzähle, sollte diese natürlich nachhaltig wirken.


Was folgte war mehr ein ausgearbeiteter Racheplan, den ich heute auch ein bisschen bereue. Es fing damit an, dass ich wusste, dass er zu Hause kiffte und es schon häufig großen Ärger deswegen gab. Ich kaufte also Gras für einen Zehner und warf in einer Nacht zum ersten Mal ein kleines Tütchen vor die Haustüre. Sein Vater, der Morgens immer mit dem Hund geht fand das Tütchen natürlich sofort und machte ihm "die Hölle heiß", wie er schockiert erzählte. Ein paar Tage später perfektionierten ein Joint im Garten und ein weiteres Tütchen vor der Haustür den perfiden Plan. Verständnisvoll nickte ich ihm zu, als er erzählte, dass es irgendwer anders gewesen sein muss und er jetzt deshalb kein Geld mehr von seinen Eltern bekommt. Gerne hätte ich das Spielchen weiter getrieben, hörte aber damit auf, bevor es zu auffällig wurde. Eigentlich tat er mir schon ein wenig Leid, allerdings erfuhr ich zwischendurch noch mehr Details, die mich dazu veranlassten, noch mehr anzurichten. Was eignete sich dazu mehr, als der bevorstehende 18. Geburtstag, der natürlich bei ihm zu Hause stattfand. Pünktlich ab 22 Uhr bestellte ich anonym die Polizei und versaute ihm so richtig seine Party, zu der er im Übrigen ein Auto geschenkt bekam.


Ich fühlte mich völlig ekstatisch, wenn ich nur an die Rachepläne gedacht habe und letztlich musste auch sein Auto dran glauben. Zitternd vor Angst, dass mich jemand entdecken könnte, ritzte ich in der Nacht "Zahl die Schulden" in den Lack, was natürlich bei ihm und seinen Eltern, die ihm nicht mehr glaubten, einen riesen Zoff verursachte. Wie es weiter gehen wird, weiß ich allerdings noch nicht. Nur eins ist für mich klar, aufhören werde ich nicht. Gut war allerdings, dass ich viel über Freundschaft gelernt habe und mich nun darauf besinnen kann, Freundschaften zu pflegen, die wirklich ehrlich sind.

Beichthaus.com Beichte #00029150 vom 12.07.2011 um 23:42:10 Uhr in Neuss (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Fetischist in unserer WG

26

anhören

Fetisch Boshaftigkeit Rache WG Neuss

Der Fetischist in unserer WG
Ich (w/24) wohne in einer WG mit meiner besten Freundin und ihrer jüngeren Schwester. Die jüngere Schwester hat einen Freund, den sie auch ziemlich oft vorbei bringt und der oft an den Wochenenden bei uns übernachtet. Der Freund ist an sich ganz nett, wenn er nicht einen nervenden Fetisch hätte. Anscheinend steht er auf Füße, Socken und Schuhe. Er hat es zwar nie offen gesagt, aber mir ist schon oft aufgefallen das er im Sommer wenn wir Barfuß waren oft Fotos von uns machte und ständig auf unsere und meine Füße schaute.
Vor ein paar Wochen bin ich Nachts aus meinem Zimmer um in die Küche zu gehen und ich sah ihn, wie er gerade einen Schuh von mir auf den Boden legte. Er hatte anscheinend an diesem gerochen, tat aber so als ob er sich vergriffen hatte und seinen Schuh suchte. Daraufhin prägte ich mir die Position meiner Schuhe ein und bemerkte oft nach seinen Besuchen, dass diese verrutscht bzw. anders standen. Ich wollte mir gar nicht vorstellen was er damit so macht außer daran zu riechen.

So habe ich dann vor ein paar Wochen über das Internet heimlich Knoblauchspray besorgt und es in meine ausrangierten Schuhe gesprüht. Der Gestank war so stark, dass ich mich beim sprayen fast übergeben musste und die Schuhe erst ein paar Stunden auf dem Balkon stellte bevor ich sie wieder an ihren Stammplatz legen konnte. Es scheint aber gewirkt zu haben, denn es dauerte nicht lange bis er mitten in der Nacht auf einmal würgend durch den Flur ging. Seiner Aussage nach natürlich nur weil er "zu viel getrunken hatte". Ich hoffe seitdem ist dieser Spuk vorbei. Die Schuhe habe ich direkt danach weggeworfen.

Beichthaus.com Beichte #00028419 vom 19.12.2010 um 15:03:16 Uhr in Neuss (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Erfüllen der Hausordnung

23

anhören

Faulheit Zwietracht Ekel Nachbarn Neuss

Meine (w) erste Wohnung befand sich in einem Mehrfamilienhaus. Die tägliche Treppenhausreinigung wurde von den Mietern im turnusmäßigen Wechsel vollzogen. Treppe wischen, Keller ausfegen, Bürgersteig kehren, Laub auffegen. Ich hatte da nie wirklich Lust zu und habe mich des Öfteren darum gedrückt. Sehr zum Leidwesen des Hausdrachens, meiner unmittelbaren Nachbarin zur Linken. Öfters schellte sie Sonntagmorgen und ich befreite mich aus den Fängen meiner Liebschaft, mit welcher ich sicher erst vor drei Stunden ins Bett gegangen bin und sie bestand darauf, dass ich die "HAUSORDNUNG" gefälligst bis Mittag erledigt haben sollte! Wenn ich mich wieder in meine Wohnung verkrochen hatte, schellte die alte Gewitterzehe bei meiner Nachbarin zur Rechten, Frau S., um mit ihr lautstark in Hasstiraden über mich zu verfallen! Ätzend! Manchmal gesellten sich noch andere Mieter zu den beiden und verhackstückelten mich und meine "Faulheit".

Irgendwann ergriff ich dann die Flucht vor den Putzteufeln und suchte mir eine pflegeleichtere Hausgemeinschaft. Meine damalige Liebschaft half mir gerade dabei, meine Waschmaschine aus dem Gemeinschaftswaschraum zu wuchten. Da kam mir die Idee. Die Maschine des Hausdrachen lief gerade im Sparprogramm und mich packte der blanke Hass auf alle Hausbewohner! Ich bat meine Liebschaft, der Ollen doch bitte in die Einspülkammern der Waschmaschine für Weichspüler und Hauptwaschgang zu pissen! Was er auch tat! Dafür hätte ich ihn heiraten sollen. Der blanke Enthusiasmus packte mich und ich, pullerte auch in einen kleinen Eimer um es dann allen Haus-Idioten in die jeweiligen Waschmaschinen zu füllen. Das befriedigte mich dermaßen - ich kann es kaum in Worte fassen. Den Briefkasten des Drachen befüllte ich zum Schluss noch mit meinem nicht weggefegten Laub und verließ die Wohnung mit einem super Gefühl der Genugtuung, ohne mich dafür zu schämen!

Beichthaus.com Beichte #00026504 vom 12.06.2009 um 21:39:11 Uhr in Neuss (Nierenhofstraße) (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht