Der Idioten-Handgriff

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Engherzigkeit Vorurteile Last Night

Ich (m/25) finde diese Tunnel im Ohr so bescheuert, dass selbst der dümmste Vollhonk neben so einem oder einer aussieht wie Einstein. Letztens habe ich mich mit Freunden und Freundinnen in der Disco getroffen und die Eine hatte einen neuen Macker mit besagtem Tunnel. Ihr müsst wissen, ich habe ein großes Mundwerk und scheue mich nicht davor, es zu nutzen. Jedenfalls fragte ich dann zwangsgesteuert in die Runde, wieso er sich denn so einen Idioten-Handgriff hat machen lassen. Erstmal große Empörung von allen Seiten und verblüffte Blicke. Der Typ sagte dann: Weil es einfach total cool und praktisch ist. Praktisch, was soll an so einem Ding praktisch sein?! Er fragte dann, wieso ich den Tunnel überhaupt Idioten-Handgriff nenne - daraufhin steckte ich meinen Finger durch seinen Tunnel und veranschaulichte gekonnt durch folgende Worte und Aktionen, wieso es ein Idioten-Handgriff ist: "Der Idiot hat sich sein Ohr so weit öffnen lassen, dass man ihn daran festhalten kann, egal in welche Richtung ich jetzt meinen Finger bewege, der Idiot wird mir folgen - aus Angst, dass sein Ohrläppchen reißt. So hat sich der Idiot selbst verkrüppelt und anderen Leuten die Möglichkeit gegeben, ihn an dem sogenannten Idioten-Handgriff zu packen."

Es gab großes Gelächter in der Runde - selbst von seiner Freundin, das hat ihm aber anscheinend nicht so gut gefallen, da er richtig rot wurde. Ob es Scham oder Wut war, konnte ich nicht sagen - ich war ja auch mit Lachen beschäftigt. Am nächsten Morgen bekam ich einen Anruf von der Freundin, dass der Typ sich doch von ihr getrennt hat - wegen dem, was vorgefallen war. Sie war natürlich böse, aber nach einem kurzen Privatgespräch und Entschuldigungen meinerseits war auch alles wieder gut. Dennoch fand sie die Aktion mit dem Idioten-Handgriff klasse und sieht das jetzt genau so wie ich. Es tut mir leid, dass ich den Armen so bloßgestellt habe und ich versuche es auch nie wieder zu tun, aber wenn ich solche Tunnel sehe, setzt es bei mir einfach aus.

Beichthaus.com Beichte #00039327 vom 09.02.2017 um 12:37:03 Uhr (33 Kommentare).

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Kopfkino mit reizvollen Frauen

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Begehrlichkeit Wollust Partnerschaft

Jede reizvolle Frau, die mir begegnet, lässt unglaubliches Kopfkino in mir (m/46) aufleben. Mit Mitte vierzig, ewig und drei Tage in die Liebe meines Lebens verheiratet, Kinder, Haus, Katze, Klo, alles da. Und doch kann ich meiner Fantasie nicht Einhalt gebieten, wenn […]
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Beichthaus.com Beichte #00039325 vom 08.02.2017 um 09:44:45 Uhr (19 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Das ist doch schwul!

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Aggression Zorn Ignoranz

Ich habe eine Abneigung gegen das Wort "schwul" entwickelt. Das Wort an sich stört mich nicht, jedoch was damit assoziiert wird. Alles Negative wird mit "schwul" gleichgesetzt. Gestern ist mein Zug ausgefallen, so schwul. Es regnet seit zwei Tagen, so schwul. Gestern hatten wir einen Test, wie schwul ist das denn. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschreiben, aber ich glaube, ihr habt es verstanden. Ich lebe selbst seit 20 Jahren offen schwul. Versteht mich nicht falsch, es steht nicht auf meiner Stirn geschrieben und die meisten Leute überrascht es, wenn ich sage, dass ich schwul bin. Am Anfang habe ich das Ganze immer mehr oder weniger ignorieren können. Jedoch ist es mittlerweile so normal geworden, dass es mich einfach stört. Auch in meinem Freundeskreis wird "schwul" oft benutzt, wenn einem etwas gegen den Strich geht. Da helfen mir Aussagen wie: „Du bist damit nicht gemeint“ oder „Du weißt, wie ich es meine, es ist nichts gegen dich“, äußerst wenig.

Da ich recht schlagfertig bin, habe ich damit angefangen, den Spieß umzudrehen. Neulich im Pausenraum war ich mit zwei Arbeitskollegen, beide Moslems, am Plaudern - bis der eine etwas schwul fand. Beide wissen, dass ich schwul bin und da hat es mir einfach gereicht. Ich habe mir extra etwas Negatives ausgedacht und fand es dann halt einfach "Moslem". Die Gesichter hättet ihr sehen sollen! Ich wurde dann als Rassist betitelt und weiß nicht was alles. Aber ich muss mir jedes Mal die Scheiße anhören, wie schwul doch alles ist. Letzte Woche wurden unsere Drucker im Büro umgerüstet. Nun müssen wir Badges benutzen, um die Funktionen des Druckers wählen zu können. Der Installateur fand unsere Badges (schwarz) viel besser als die schwulen Grünen, die er hat. Ich habe kurz auf meine Hand geschaut und gesagt: "Ich wusste gar nicht, dass ich grün bin." Der Typ hat mich angeglotzt, bis er verstanden hat, was er rausgelassen hat. Letzten Freitag musste ich von unseren Mitarbeitern Fotos in Firmenhemden machen. Einer dieser Typen war sehr angetan davon und motzte rum, er sähe in diesem Hemd aus wie eine Schwuchtel. Ich habe ihm bloß gesagt, dass er sich nicht so aufregen soll, schließlich wäre er heute als Schwuchtel endlich mal gut angezogen. Langes Gesicht und offener Mund. Meine Beichte ist, dass es mich unglaublich nervt, mich auf dieses tiefe Niveau zu begeben, damit gewisse Leute raffen, dass gewisse Aussagen verletzend sind, auch wenn sie nicht böse gemeint sind.

Beichthaus.com Beichte #00039324 vom 08.02.2017 um 08:29:10 Uhr (34 Kommentare).

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Freundin oder Geld?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Geld Partnerschaft

Wie die meisten von euch komme ich aus einem - um es schonender zu sagen - eher bescheidenem Elternhause. Meine Eltern sind 99 nach Deutschland gekommen und haben versucht hier Fuß zu fassen. Dies ist ihnen mehr oder weniger gut gelungen. Dafür haben sie natürlich hart gearbeitet und hier setzt meine Beichte an. Meine Mutter hat mir von klein auf gepredigt: "Geld regiert die Welt, mein Junge. Und je mehr du davon hast, desto besser." Immer und immer wieder. Ich kannte die finanzielle Situation meiner Eltern immer. Ich kannte die Höhe der Schulden, die sie hatten. Ich kannte die laufenden Löhne und Ausgaben meiner Eltern. Ich wusste was passiert, wenn das Geld nicht reicht. Meine Eltern haben sich ständig des Geldes wegen gestritten. Mein Vater hat sich daraufhin oft in Alkohol geflüchtet. In jungen Jahren hat sich also in meinem Gehirn eine Verbindung zwischen glücklich sein und möglichst viel Geld haben gebildet.


Leider konnte ich diese Denkweise nie wieder ablegen. Schule hat sich für mich als Zeitverschwendung angefühlt - ich konnte damit kein Geld verdienen. Bereits Anfang meiner Mittleren Reife wusste ich, dass mir Schule nur dann was "bringt", wenn ich mein Leben als stinknormaler Arbeitnehmer fristen will. Das wollte ich auf gar keinen Fall - ich wusste ja, was passieren kann. Versteht mich nicht falsch: Ich hatte für meinen minimalen Einsatz in der Schule sehr gute Noten - nur haben mich diese nie wirklich interessiert und das habe ich den Lehrern mit meinem Verhalten mehr als verdeutlicht. Es vergingen ein paar Jahre: Ich habe meinen Abschluss gemacht, wusste aber nie so recht wohin. Ich wollte ja Geld verdienen - viel Geld. Weiterführende Schulen habe ich auch besucht, aber aufgrund meines bereits erwähnten mangelnden Interesses wieder abgebrochen. Nebenbei habe ich immer wieder mal ein paar Sachen ausprobiert. In die erste Ausbildung gerutscht - abgebrochen. Ein wenig auf dem Bau gearbeitet, um liquide zu bleiben. Zweite Ausbildung angefangen.

Während der zweiten Ausbildung immer wieder mal ein paar Sachen nebenher gestartet und probiert. Jetzt bin ich kurz vor Abschluss meiner Ausbildung und hier beginnt mein eigentliches Problem. Ich bin bereits 23. Meine Freundin erwartet von mir einen sicheren Job, Wohnung, zusammenziehen - das übliche halt. Ich dagegen bin immer noch am Träumen. Ich kann und will mich nicht damit abfinden mein ganzes Leben als Arbeitnehmer zu knechten, um kurz nach Renteneintritt in den Sarg zu hüpfen. Ich kann mich nicht damit abfinden, ein lächerliches Gehalt zu bekommen. Ich kann mich nicht damit abfinden, jeden Tag jemanden zu haben, der mir sagt was ich zu tun habe. Der mich zusammenscheißt, weil ich eine Minute nach acht Uhr ins Büro komme. Ich habe so viele Geschäftskonzepte, die ich ausprobieren bzw. umsetzen möchte. Ich habe diesen Traum von finanzieller Freiheit. Ich meine nicht wie Bill Gates. Nein. Ich meine einfach jeden Morgen aufwachen und aufs Neue entscheiden können, was ich heute tun möchte, ohne sich darüber Sorgen machen zu müssen, ob mir das Geld diesen Monat für die Miete reicht, oder mich darüber zu sorgen, dass ich zu spät ins Büro komme. Und als Arbeitnehmer rückt dieser Traum in fast unerreichbare Ferne. Also muss ich es über die Selbstständigkeit probieren.

Bevor ihr jetzt mit: "Geld alleine macht nicht glücklich" kommt - stimmt, ihr habt recht. Aber Geld erkauft mir Freiheit. Die Freiheit, eben jeden Morgen aufs Neue entscheiden zu können. Und das würde mich glücklich machen. Ich fühle mich als Arbeitnehmer einfach in Ketten gelegt. Sowohl finanziell, als auch persönlich. Stellt euch doch die Frage, warum ihr jeden Morgen zur Arbeit geht? Ich denke, viele werden jetzt antworten: "Weil ich muss", oder "Ich muss Geld verdienen." Ich weiß nicht, ob ihr nachvollziehen könnt, wie ich mich fühle. Zusammengefasst: Meine Freundin wünscht sich einen bodenständigen Partner. Ich dagegen bin ein Träumer - vielleicht naiv. Mag sein. Ich muss mich also demnächst entscheiden - zwischen Freundin und Selbstständigkeit. Wähle ich meine Freundin, verliere ich meinen Traum. Warum? Ich hole mir einen Job, es kommt eine Wohnung, Heirat, Kinder, Verbindlichkeiten, aufgrund derer ich nicht das Risiko einer Selbstständigkeit eingehen kann und ehe ich blinzeln kann, bin ich 50 Jahre alt und das war es dann.

Wähle ich die Selbstständigkeit, laufe ich Gefahr in absehbarer Zeit meine Freundin zu verlieren. Sie beklagt sich ja jetzt schon, dass ich viel zu viel arbeite und kaum Zeit für sie finde (ist übrigens berechtigt). Und wenn ich erst mal an meinem eigenen Unternehmen in Vollzeit arbeiten kann, wird es nicht weniger. Sprich: In diesem Fall lebe ich meinen Traum und werde damit vielleicht erfolgreich, bezahle aber einen hohen Preis. Ich weiß nicht, was ich machen soll!

Beichthaus.com Beichte #00039321 vom 07.02.2017 um 20:20:50 Uhr (46 Kommentare).

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“Beichte

Susi das Walross

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Rache Schamlosigkeit Arbeit Nürnberg

Vor inzwischen zehn Jahren war ich als damals 19-jähriger Zivildienstleistender in einem Berufsbildungswerk für behinderte Jugendliche - die Klientel war also mein Alter, was meine Chefin offensichtlich verwirrte. So behandelte sie mich, einen jungen Menschen, der gerade sein Abitur in der Tasche hatte, wie unsere Anvertrauten, die zum großen Teil "Lernschwäche" oder "Entwicklungsverzögerung" aufwiesen, wie man so schön sagt. Meine Chefin begegnete mir nie auf Augenhöhe und anstatt mir Tipps zu geben oder ein aufrichtiges Gespräch mit mir zu führen, spann sie sogar Intrigen gegen mich, hetzte Kollegen gegen mich auf und wollte mich sogar vom Bereichsleiter loswerden lassen. Dabei bin ich ein wirklich sozialer Mensch, der immer sein Bestes gibt. Inzwischen bin ich Sozialarbeiter.

Jedenfalls hat mich die Situation seinerzeit sehr belastet, dass ich mich an meiner Chefin "Susi, dem Walross", wie sie meine Zivikollegen und ich immer liebevoll hintenrum nannten, rächen wollte. Als ich in einer Nachtschicht alleine im Dienst und auf dem Klo war, hatte ich spontan eine kreative Idee für einen Schabernack: Als ich gerade meine Blase auf der Mitarbeitertoilette entleerte, sprang mir der Flüssigseifenspender ins Auge. Ich brachte mich durch erotische Handyvideos in Stimmung, befriedigte mich selbst, spritzte in die Flüssigseife ab, rührte danach schön durch und verschraubte den Seifenspender wieder. Mir gefiel die Idee, dass sich dieser schlechte Mensch künftig immer mit meinem Sperma die Hände waschen würde. Ich selbst verzichtete ab sofort beim Händewaschen auf die Seife, finde die Aktion aus heutiger Sicht jedoch unreflektiert und kindisch, weswegen ich um Absolution bitte.

Beichthaus.com Beichte #00039318 vom 06.02.2017 um 11:30:00 Uhr in Nürnberg (10 Kommentare).

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