Heizungskrieg - Es ist nie kalt genug

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Geiz Zwietracht Partnerschaft Waldshut

Ich (m/32) bin nicht geizig, eher ganz das Gegenteil, aber ich sehe die Heizung als unnötiges Luxusgut. Meine Heizung habe ich schon ein paar Jahre nicht mehr angestellt und jeden Winter tobt ein Heizungskrieg. Ich finde man kann sich einfach warm anziehen, wenn es zu kalt ist, in der Wohnung. Mein Vermieter meint ich muss die Heizung anstellen, da sonst die Rohre einfrieren und die Heizung kaputtgeht. Dieser Streit ist mittlerweile sogar vor Gericht. Wenn sie kaputt ist ist es doch besser, dann muss ich sie nicht mehr anschalten. Mehr belastet mich aber der Streit mit meiner Freundin. Sie möchte nicht mehr zu mir kommen, weil es ihr zu kalt ist. Ich besuche sie auch selten, da sie in einer WG wohnt und wir nie Privatsphäre haben.

Ich finde kuschelige 10-15 Grad in der Wohnung aber ganz okay. Im Schlafzimmer gerne kühler. Auch sonst besucht mich niemand mehr. Allen ist es zu kalt. Und dauernd diese dämlichen Diskussionen, dass ich doch einfach heizen soll. Was geht es denn andere Leute an, wie warm es in meiner Wohnung ist? Meistens stoße ich auf allen Seiten auf Unverständnis für meine Einstellung. Dabei schade ich dich niemandem damit. Ganz im Gegenteil. Ich schütze die Umwelt und stärke mein Immunsystem. Während andere mit dicken Winterjacken rumlaufen, frieren und erkältet sind, habe ich eine dünne Strickjacke an und war schon seit ein paar Jahren nicht mehr erkältet. Dafür schwitze ich im Sommer mehr. Sollte ich jemals Kinder haben, werde ich natürlich die Heizung einschalten, aber bis dahin bleibt sie aus, auch wenn es -20 Grad draußen hat. Früher haben es sie Leute auch ohne Heizung ausgehalten. Sind wir so verweichlicht worden? Die ewigen Diskussionen und der Heizungskrieg mit meinem Vermieter gehen mir echt auf die Nerven und der Streit mit meiner Freundin und dass sie mich nicht mehr besuchen möchte, machen mich traurig. Ich bitte dennoch um Absolution für meine sture Einstellung zum Thema Heizung.

Beichthaus.com Beichte #00041022 vom 26.02.2018 um 09:24:51 Uhr in Waldshut (36 Kommentare).

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Der Mord an unserem Priester

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Vorurteile Engherzigkeit Zorn Gesellschaft Mord

Vor zwei Tagen wurde der Priester meiner Gemeinde in seinem Büro getötet, was ein ziemlicher Schock für uns Gemeindemitglieder ist. Er war ein herzensguter Mensch, der die Menschen geliebt hat und er war sehr beliebt, denn er war immer für jeden da. Er war sehr selbstlos und hilfsbereit und hat sich für die Bedürftigen eingesetzt. Wir sind noch alle fassungslos über seinen Tod und unendlich traurig. Ein Tatverdächtiger wurde gefasst, über den Grund der Tat wurde jedoch noch nichts veröffentlicht. Unser Priester war gebürtiger Kongolese, in einem Bericht habe ich gelesen, dass der Täter vermutlich Kameruner ist. Man weiß bislang nur, das dem Mord ein Streit zwischen den beiden Männern vorausging. Nun wollte ich eben herausfinden, wann der Trauergottesdienst für unseren Priester stattfindet und bin, weil ich auf der Internetseite der Gemeinde nichts gefunden habe, auf Facebook gegangen. Durch die Suchfunktion habe ich einige News-Berichte zu dem Mord gefunden, bestimmt die Hälfte von Seiten rechtsradikaler Parteien und Organisationen. Es war schrecklich zu lesen, wie sich die ganzen Rassisten an dem Mord laben und aufgeilen, weil er ihnen Gelegenheit bietet gegen "Neger", Flüchtlinge und den Islam zu hetzen, die ihrer Meinung nach natürlich der Grund für diese Tat sind, die nur eine von etlichen sei.

Dass das Opfer selber schwarz war, wurde natürlich in keinem ihrer Berichte erwähnt, denn dann hätten sie ja über einen integrierten, wohltätigen und gebildeten Migranten schreiben müssen und die sind ja Luft für solche Menschen und zählen somit nicht. Die dürfen ja gar nicht existieren, denn das passt nicht in ihr engstirniges, beschränktes Weltbild. Da stand nur "Katholischer Priester von Afrikaner kaltblütig ermordet", um zu suggerieren dass das Opfer weiß war (und das glauben die rechten Kommentatoren natürlich auch alle). Aber über die "Lügenpresse" schimpfen, wenn in einem Bericht nicht der Migrationshintergrund eines Straftäters erwähnt wird. Und selbst natürlich nur über Straftaten berichten, die von Migranten begangen werden. Die wollen natürlich nichts davon wissen, dass der Täter gar kein Flüchtling war und die Tat auch nichts mit dem Islam zu tun hatte. Denn kongolesische Quellen vermuten, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt, die von der kongolesischen Botschaft ausging und auf die politischen Spannungen im Kongo zurückzuführen ist. Was auch immer diese schreckliche Tat herbeigeführt hat, mir tut es unendlich weh, dass der Tod unseres geliebten Priesters, dem wir alle sehr nahe standen, jetzt für die rassistische Hetze von Rechtsradikalen missbraucht wird, die die Tatsachen bewusst falsch darstellen, um ihre ungebildeten und minderbemittelten Wähler noch mehr aufzuhetzen. Ich beichte, dass ich nicht angemessen trauere, weil sich unter die Trauer Wut mischt auf diese hasserfüllten Menschen. Ich weiß, dass er nicht gewollt hätte, dass ich so wütend bin, denn er war immer für Vergebung und gegen Hass und Zorn.

Beichthaus.com Beichte #00041017 vom 24.02.2018 um 23:54:53 Uhr (14 Kommentare).

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Linkes Pack beim G20-Gipfel

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Aggression Gewalt Gesellschaft Vorurteile Politik München

Ich hasse dieses ganze linke Pack. Ich will jetzt gar nicht auf die wilde Horde vom G20-Gipfel eingehen, aber nehmen wir doch mal die Sicherheitskonferenz letztes Wochenende. Es ist Mitte Februar, saukalt und es schneit und ein paar tausend Idioten haben nichts Besseres zu tun, als gegen die Konferenz zu demonstrieren. Es interessiert die Mächtigen einen feuchten Dreck, ob da ein paar armeselige Hanseln durch die Stadt laufen und laut für den Weltfrieden schreien. Am Erbärmlichsten aber ist der sogenannte schwarze Block. Ein Haufen asozialer fauler Penner, die sich hinter transparenten Sonnenbrillen und Mützen verstecken, aber einen auf Dicke Hose machen. Und was passiert? Gar nichts, weil sie Angst vor der Polizei haben in München. Sich feige vermummen, rumschreien und auf die Polizei und den Rechtsstaat schimpfen, dass können sie, aber aus lauter Angst, aufs Maul zu bekommen, passiert nichts. Also bleibt einfach daheim, sucht euch andere Hobbys oder besser: "Geht arbeiten."

Beichthaus.com Beichte #00041013 vom 22.02.2018 um 09:41:44 Uhr in München (11 Kommentare).

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Albtraumjob Kindergärtnerin

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Verzweiflung Engherzigkeit Kindergarten

Ich (w/26) beichte, dass ich in einer Kindertagesstätte arbeite und total unglücklich in meinem Beruf bin, den viele für einen der schönsten der Welt halten. Anstatt dankbar dafür zu sein, überhaupt Arbeit zu haben und mich dann noch mit dem Wertvollsten unserer Gesellschaft, unserer Zukunft, den Kindern, zu beschäftigen, gehe ich jeden Morgen mit Bauchschmerzen hin und nachmittags völlig fertig zurück. Es macht mir keine Freude, die Kinder Fremder zu betreuen und die mehr oder minder engagierten Kolleginnen erdrücken mich. Diese Konkurrenz untereinander, Intrigen, Hackordnungen, jeder will der Chefin gefallen, welche ihre Macht ausspielt und nörgelt, wo immer sie kann, kaum jemals lobt...

Es ist jeden Tag der gleiche Ablauf, im Grunde immer dasselbe, was man macht und ein wirklich sichtbares Ergebnis am Ende des Tages zeigt sich mir nicht. Es ist die vierte Einrichtung, in der ich jetzt arbeite und überall kam ich an denselben Punkt: dass ich mich schon bald gefragt habe, was ich hier mache, wo mein Gefühl der inneren Erfüllung bleibt und wieder weg wollte. Dazu muss man immer schnelle Entscheidungungen treffen und die große Verantwortung tragen, all die Streitereien zwischen den Kindern schlichten, sehr oft steht man alleine mit der Gruppe da, der ganze Papierkram, selbst immer Vorbild sein, der ganze Pflegeaufwand, den man leistet... So viel, wie ihr vielleicht denkt, gibt einem die Tätigkeit nicht zurück. Ich habe meinen Beruf verfehlt, ja, damals war ich froh, eine Ausbildung zu haben, aber auszusteigen und etwas anderes zu lernen kann ich mir nicht finanzieren - wahrscheinlich ist es in jeder Branche so und woanders würde es mir nicht besser gehen.

Ich bin schon einige Jahre dabei und dachte, es wird schon besser werden mit der Zeit, doch es wird eher schlimmer. Da ist die Angst, dass ich irgendwann meine Stelle verliere, weil meine Arbeit immer schlechter wird und es sich auf die Kinder und die Kolleginnen überträgt. Keine Ahnung, wie lange ich das noch durchhalte, ohne daran kaputt zu gehen, in einem ungeliebten Beruf tätig zu sein. Bitte verzeiht mir mein Jammern auf hohem Niveau, denn es gibt viele Menschen, denen es weitaus schlechter geht als mir, das weiß ich...

Beichthaus.com Beichte #00040975 vom 10.02.2018 um 20:39:00 Uhr (12 Kommentare).

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Ihr habt die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen!

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Engherzigkeit Verzweiflung Gesellschaft Vorurteile Nebenan

Ich bin angewidert von den ganzen Spießern da draußen, die von hoher Moral reden, von Gewissen und Grenzen und glauben, über andere Menschen "richtig" urteilen zu können. Das Netz z. B. ist voll von denen, die denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und sich im vermeintlichen Mantel der Anonymität über andere auslassen und unerkannt glauben, wenn sie ihre Mitmenschen angreifen. Besonders die Themen Kinder, freier Sex und Tiere werden bis zum Gehtnichtmehr ausgeschlachtet und kommentiert, und einer will es besser als der andere wissen. Ich bitte um Absolution für diese Intoleranz gegen die "ganz Schlauen" dieser Welt.

Beichthaus.com Beichte #00040974 vom 10.02.2018 um 19:55:44 Uhr in Nebenan (10 Kommentare).

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