Ich schlage und zerstöre meinen Freund

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Verzweiflung Eifersucht Gewalt Selbstsucht Partnerschaft

Ich (w/22) bin seit vier Jahren mit meinem Partner (m/23) zusammen. Ich liebe ihn über alles, aber ich bin total grundlos eifersüchtig. Ich kann es nicht mal ertragen, wenn er sich mit meiner Schwester unterhält. Ich will, dass er sich von allen Frauen dieser Welt fernhält und am besten auch von den Männern. Ich habe ständig Angst, dass ihn mir jemand wegnehmen könnte. Er weiß, wie ich fühle - er findet es sogar süß und fühlt sich geschmeichelt. Oft bietet er mir sogar an, nicht mit seinen Kumpels feiern zu gehen oder Ähnliches, da ich dann die ganze Nacht wach bin und nicht schlafen kann, weil ich mir Sorgen mache. Aber ich ermutige ihn immer, zu gehen, denn ich will, dass er wegen mir nicht auf irgendetwas verzichtet. Und außerdem ist mir auch klar, dass es nicht gesund sein kann, wenn ich ihn von der gesamten Außenwelt abschirme. Nichtsdestotrotz leide ich jedes Mal Höllenqualen und sterbe tausend Tode, wenn er dann mal wieder bei seiner besten Freundin war oder in den frühen Morgenstunden von einer durchzechten Nacht mit den Jungs heimkommt. Ich liebe ihn wirklich sehr und er mich auch. Ich bin von tiefster Seele davon überzeugt, dass wir perfekt zusammenpassen. Nie habe ich mehr gelacht und ihm geht es genauso. Nie haben wir einem anderen Menschen mehr vertraut als einander. Nie war Schweigen so unangenehm.

Aber nie habe ich einen Menschen gleichzeitig so glücklich wie unglücklich gemacht. Nicht nur meine ständigen Eifersüchteleien, es ist viel mehr. Es gibt viel mehr, das ich auf mein Gewissen geladen habe. Ich lade ihm alle meine Probleme auf. Weil ich nicht stark genug bin, muss er die Last tragen, die ich nicht auf mich nehmen kann. Und ich fürchte, er wird darunter zerbrechen. Als junges Mädchen wurde ich geschlagen, und als junge Frau mehrfach vergewaltigt - er hingegen unterstützt mich, wo er kann. Er hat Verständnis und erträgt alle meine "Episoden", wenn mal wieder alles zu viel ist. Und ich habe viele davon. Manchmal kommt alles hoch. Dann weiß ich nicht, wo ich bin oder wo er ist. Während einer dieser Panikattacken habe ich ihn geschlagen und das ganze Gesicht und die Brust zerkratzt. Und dann war er es, der mich gehalten und getröstet hat, obwohl ich ihn angegriffen habe. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Es gibt viel mehr. Ich möchte beichten, dass ich davon überzeugt bin, das Leben des Mannes, den ich über alles liebe, zu zerstören. Weil ich zu schwach bin, um mein Leben selbst in den Griff zu bekommen. Und vor allem bin ich zu schwach und zu selbstsüchtig, um mich von ihm zu trennen und ihn glücklich werden zu lassen. Ich beichte hiermit also, dass ich ein schrecklicher und egoistischer Mensch bin. Ich bitte um Absolution - sonst weiß ich nicht, wie ich mit dieser Schuld leben soll.

Beichthaus.com Beichte #00032645 vom 30.01.2014 um 21:41:24 Uhr (22 Kommentare).

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Der Weltenbummler

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Verzweiflung Begehrlichkeit Dummheit Hass Ex

Ich habe seit einiger Zeit wieder Kontakt zu meinem Ex. Wir hatten uns fast ein Jahr lang nicht mehr gesehen. In der Zwischenzeit hatte er sich aber bei mir gemeldet, irgendwann reagierte ich darauf und erfuhr, dass er für eine ganze Zeit ins Ausland gehen würde. Deswegen traf ich mich mit ihm und wir hatten Sex. So ganz typisch. Ich wollte es auch so. Nur ein letztes Mal miteinander schlafen, mehr nicht. Er meinte aber, mir ausgerechnet jetzt all seine Gefühle offenbaren zu müssen. Unter anderem auch, dass er mich immer noch mag. Ich hielt nicht viel davon und ging. Daraufhin hatten wir wieder ein paar Monate keinen Kontakt, bis ich mich schließlich bei ihm meldete, weil ich es einfach nicht mehr aushielt, ohne ihn zu sein. Ich hatte einfach noch viele Fragen. Seitdem schreiben wir uns täglich und es läuft eigentlich alles super. Nicht mehr lange, dann ist er wieder da und wir können endlich wieder zusammen sein. Ich freue mich auch schon extrem. Aber ich möchte hier ja etwas beichten und das ist Folgendes:


Ich bin dumm genug, mich noch mal auf ihn einzulassen, obwohl ich genau weiß, dass er früher oder später wieder abhauen wird, weil er auf der unendlichen Suche nach sich selbst durch die Kontinente streift. Mit anderen Worten weiß ich, dass er mir wieder das Herz brechen wird, was bisher noch niemand außer ihm geschafft hat, und lasse es einfach zu. Wirklich, wie dumm bin ich denn? Ich verstehe es nicht, warum kann ich keinen normalen Kerl mögen, der weiß, was er will? Ach, ich hasse ihn. Ich hasse ihn für das, was er mir einmal angetan hat. Ich hasse ihn dafür, dass er es wieder tun wird. Ich hasse ihn dafür, dass ich das weiß, aber mich nicht von ihm losreißen kann. Ich hasse ihn dafür, dass er für mich einfach der perfekteste Mensch dieser Welt ist. Ich hasse ihn dafür, dass ich ihn, obwohl ich es nicht will, immer mögen werde. Und ich hasse ihn dafür, dass ich wegen ihm so verzweifelt bin.

Beichthaus.com Beichte #00032643 vom 29.01.2014 um 20:18:54 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Lustobjekt für den Haarfetischisten

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Fetisch Betrug Verzweiflung Ekel Geld Herbstein-Stockhausen

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich heute Abend aufgrund einer Werbeanzeige zu einem 50 Jahre alten Knacker nach Hause gehen werde. Dieser Typ sucht nach Frauen, die ihre Haare fotografieren lassen, manche lassen sich die auch abschneiden oder mit Öl einreiben und kassieren dafür Geld. Ich habe eingewilligt, dass er mir zehn Zentimeter abschneiden darf, da ich eh zum Friseur muss. Außerdem darf er sie mir mit Babyöl einschmieren und wird sich einmal mit seiner "Fahrradpumpe" auf meinen Hinterkopf erleichtern. Dafür kassiere ich innerhalb einer Stunde einen nicht kleinen dreistelligen Betrag. Da ich unbedingt meine Miete zahlen muss und meine anderen Jobs nicht reichen, muss ich so das schnelle Geld suchen. Aber wie soll ich mit zwei festen Nebenjobs und einem aufwandsstarken Studium sonst meine Miete und die monatlichen Kosten zahlen? Noch dazu ist mein kleiner Bruder schwerstbehindert und meine Eltern arbeiten rund um die Uhr, um für ihn zu sorgen - einen Teil möchte ich Ihnen abgeben, ohne zu sagen, woher es kommt. Ehrlich, ich weiß einfach nicht, wie sonst Geld zu machen ist, wenn ich in meinem studierten Beruf noch nicht arbeiten kann.


Das Schlimme ist, dass ich einen Freund habe, den ich unglaublich liebe und für das kein Geld der Welt Preis genug ist, ihn zu verlieren. Ich habe so etwas noch nie gemacht und fühle mich jetzt schon schmutzig, obwohl mich der Typ nicht einmal anfassen darf und auch sonst keine Dienste von mir bekommen wird. Ich nehme es auf mich, ihm das Detail mit dem "Eiweiß" auf meinen Haaren nicht zu sagen, damit es ihn nicht belastet. Zusätzlich ist es Strafe genug, dass ich das mein Leben lang als Geheimnis mit mir herumtragen werde. Da mein Freund sehr sensibel, liebevoll und unglaublich toll ist, tut es mir im Herzen jetzt schon extrem weh, ihm das Ganze zu verschweigen. Er denkt sehr viel nach, glaubt kaum noch an das Gute im Menschen und hat einen Hang zu Paranoia. Daher denke ich, dass es egal ist, was ich ihm erzähle - er wird sich mehr ausmalen als ist und wird sich quälen. Von seinen Ex-Freundinnen wurde er oft betrogen und ist deshalb extrem vorsichtig in dieser Hinsicht. Dabei bin ich zu ihm ehrlicher als zu mir selbst und würde mich auch niemals vor anderen Männern ausziehen oder Ähnliches, weil ich weiß, dass ich ihn dadurch verlieren würde. Und obwohl ich keine sexuellen Handlungen mit dem Knacker vollführen werde, fühle ich mich unglaublich schuldig und schmutzig. Vermutlich bin ich eine Schlampe, und ich verdiene es, dass ihr auch als solche über mich sprecht. Ich fürchte, für mein Handeln wird es keine Absolution geben.

Beichthaus.com Beichte #00032642 vom 28.01.2014 um 15:17:10 Uhr in Herbstein-Stockhausen (39 Kommentare).

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Querdenker mit Fantasie

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Ignoranz Maßlosigkeit

Ich (m/26) muss beichten, dass ich allmählich immer mehr die Beziehung zur Realität verliere und in eine Traumwelt abgleite. Tagsüber träume ich die meiste Zeit. Ich gebe mich Allmachtsfantasien hin und male mir dabei aus, wie ich Heldentaten vollbringe. Die Szenarien ändern sich häufig. Mein Lieblingsszenario ist aber während der letzten Jahre geblieben, ich gebe mich ihm auch heute noch den größten Teil des Tages hin: Ich sitze in einem Flugzeug, das von arabischen Terroristen gekidnappt wird. Ich beobachte von meinem Sitz aus das Verhalten der Terroristen und fasse dann einen Plan, wie ich sie überwältige. Es gelingt mir, einen von ihnen außer Gefecht zu setzen und ihm seine Waffe abzunehmen. Mit dieser Waffe erschieße ich natürlich sofort den zweiten Terroristen und überwältige den Dritten, der im Cockpit die Piloten erschossen hat. Dann setze ich mich auf den Pilotensitz, und obwohl ich noch nie in meinem Leben ein Cockpit von innen gesehen habe, gelingt es mir, die Maschine sicher zu landen. Stunde um Stunde bringe ich damit zu, mir bis ins letzte Detail auszumalen, wie ich danach gefeiert und mit Orden überhäuft werde und mich vor Anfragen zu Fernsehinterviews und Talkshows weltweit nicht retten kann. Diese Anfragen lehne ich alle ab und genieße es, wie sich die ganze Welt darum reißt, mit mir Kontakt aufzunehmen. Nachdem ich mich einmal gnädig dazu herabgelassen habe, ein Interview im Fernsehen zu gewähren, bilden sich sofort dichte Trauben um mich, wenn ich auf der Straße erkannt werde.


Etwa zwei Stunden am Tag mache ich konzentriert die notwendigsten Arbeiten als Sachbearbeiter in der Exportabteilung. In Besprechungen schweige ich, erst gegen Schluss mache ich mit geschraubten Formulierungen eine inhaltlich unsinnige Äußerung. Meine Vorgesetzten sind aber begeistert von mir, ich gelte in der Firma als Querdenker mit unkonventionellen Ideen. Fast alle Einladungen zu irgendwelchen Geselligkeiten lehne ich ab, wobei ich mich gar nicht um Ausreden bemühe, sondern fein lächelnd sage, ich hätte an diesem Termin schon etwas anderes vor. Wenn ich es auf die Spitze treiben will, sage ich, ich hätte zu diesem Termin "voraussichtlich" schon andere Pläne. Das reizt die Leute erst richtig: Anstatt weniger bekomme ich immer mehr Einladungen, man reißt sich um mich. Abends bin ich meist im Internet in irgendwelchen Foren mit wechselnden Identitäten unterwegs und gebe vielen Leuten auf dem gesamten Globus tiefsinnige Ratschläge zur Bewältigung ihres Lebens, und die meisten sind mir auch überaus dankbar. Manchmal brauche ich nach meinen Ausflügen ins Reich der Fantasie einige Zeit, um mir darüber klar zu werden, wer ich wirklich bin. Realität und Traum verschwimmen in den letzten Jahren immer mehr. Bin ich verrückt? Mag sein. Immer öfter frage ich mich allerdings, ob ich selbst vielleicht normal bin und meine Umwelt verrückt ist.

Beichthaus.com Beichte #00032633 vom 27.01.2014 um 19:30:42 Uhr (21 Kommentare).

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Unser Beziehungs-Rezept

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Falschheit Neid Selbstsucht Partnerschaft

Ich führe zum ersten Mal in meinem Leben eine wirklich erfolgversprechende Beziehung, die mich rundum glücklich macht. Ich liebe meinen Partner mehr als alles andere und vor allem bewundere und respektiere ich ihn - und er mich. Wir wohnen nun seit über einem Jahr zusammen und sind seit drei Jahren ein Paar, planen gerade Familie und Haus. Eben unsere gemeinsame Zukunft. Es gibt jedoch eine Sache, für die ich mich unheimlich schäme. Ich bin - in Ermangelung eines besseren Wortes - eifersüchtig auf andere Paare, bei denen es ebenfalls gut läuft. Ich habe in den vergangenen Jahren oft gehört, wie beneidenswert es ist, dass mein Freund mich so sehr liebt und wie wundervoll wir zusammen sind. Und das von wirklich aufrichtigen, herzensguten Menschen. Warum um alles in der Welt kann ich damit dann nicht zufrieden sein? Ich bin so dankbar, dass ich meinen Freund kennengelernt habe. Und trotzdem nervt es mich, wenn ich mitkriege, dass andere Paare kein Interesse an unserem "Beziehungs-Rezept" haben, sondern auch ohne unsere Tipps zurecht kommen. Ich möchte einfach in die Welt hinausschreien, wie glücklich ich bin. Deswegen gönne ich anderen ihr eigenes Glück nicht weniger - ich verstehe einfach nicht, warum ich eifersüchtig bin, wenn andere auch zufrieden sind. Vor allem, wenn andere unglücklich sind, macht mich das Selbst auch traurig. Das wünsche ich doch keinem meiner Freunde! Ich würde niemals etwas tun, um andere unglücklich zu machen, oder mich in eine Beziehung einmischen, wenn ich nicht explizit um Rat gefragt werde. Nur meine Gefühle kann ich irgendwie nicht kontrollieren und vor allem nicht verstehen. Es tut mir leid, dass ich nicht mit dem zufrieden sein kann, was ich habe, sondern unbedingt möchte, dass jeder mich um mein Glück beneidet. Ich schäme mich fürchterlich und ich habe schreckliche Angst, dass ich irgendwann wieder in einer Beziehung stecke, in der ich so leide wie in meiner Letzten. Ich wünsche mir einfach, dass mir völlig egal ist, was andere denken.

Beichthaus.com Beichte #00032632 vom 28.01.2014 um 01:43:51 Uhr (14 Kommentare).

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