Der Mann, der nie mit dem Kauen aufhört

15

Faulheit Maßlosigkeit Völlerei Hamburg

Ich (m/28) beichte, dass ich den Staat aufgrund meiner Faulheit belaste. Ich habe mit 16 die Polizeiausbildung begonnen und diese mit 19 beendet. Mit 23 hatte ich das Glück verbeamtet zu werden, habe aber seitdem mich sehr gehen lassen. Anstatt wie ein guter Polizist gewissenhaft zu arbeiten, habe ich danach aufgehört Sport zu treiben und mehr gegessen, was natürlich nicht ohne Folgen blieb. Bin vor 4 Jahren in den Innendienst versetzt worden, weil meine körperliche Fitness nicht mehr ausreichte. Wie es so kam, habe ich angefangen aus Langeweile am Computer zu essen, viel zu essen.
Ich habe meine Ausbildung mit einem BMI von 22 beendet, die Verbeamtung auf Lebenszeit bekam ich mit einem BMI von 29, doch jetzt liege ich bei 47/48. Ich bin unter Kollegen bekannt als der, der immer Süßes isst und nie aufhört zu kauen. Obwohl mein Gewicht mich schon jetzt erheblich einschränkt, bekomme ich nicht den Allerwertesten hoch um etwas zu ändern. So bleibe und werde ich eher eine Belastung für den Staat, anstatt wie vorgesehen im Außendienst zu arbeiten und für Sicherheit zu sorgen.

Beichthaus.com Beichte #00041862 vom 21.06.2019 um 01:39:50 Uhr in Hamburg (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Mann hat Krebs im Endstadium

7

Verzweiflung Gesundheit Partnerschaft

Nach zähem Kampf gegen den Krebs, nach kurzem Sieg, vielen Niederlagen und immer wieder neuer Hoffnung, haben wir seit heute die Gewissheit, dass sich mein Mann im Endstadium befindet und der gesamte Bauchraum voller Metastasen ist. Es kann nicht mehr viel für ihn getan werden. Ich beichte, dass ich entgegen meiner festen Vorsätze, weiterhin diszipliniert zu bleiben, unsere Kinder gebührend zu versorgen, den Haushalt zu schmeißen etc. die Kinder bis auf den Kleinsten (er schläft) wegorganisiert habe (schlafen bei Freunden), eine Flasche Wein geöffnet habe und gerade auf dem Wege bin, mich hemmungslos zu betrinken. Es ist später Samstagabend und ich musste ihn im Krankenhaus zurücklassen. Wen auch immer ich anfunke: niemand ruft zurück. Ich weiß, dass das Betrinken eine Flucht ist und kein einziges Problem löst sondern eher neue schafft. Sicher könnte ich stattdessen zig andere Sachen tun, um Spannung abzubauen. Mir ist bewusst, dass es mir morgen vermutlich richtig mies gehen wird. Ja, ich bin schwach. Und doch sehe ich nach all den Monaten des Funktionierens heute Abend kein anderes Licht am Horizont als den Rausch.

Beichthaus.com Beichte #00041859 vom 15.06.2019 um 22:32:55 Uhr (7 Kommentare).

Gebeichtet von BelasBraut aus Frankfurt
In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Spardose: Schwester beklaut

7

Diebstahl Geld Familie Hamm

Ich (m/25) habe vor ungefähr 13 Jahren meine Schwester beklaut. Sie war gerade 18 und hatte neben der Schule einen Job, damit sie sich auch mal was leisten kann. Unseren Eltern ging es finanziell sehr schlecht. Ich hatte kaum Spielsachen, aber das soll keineswegs eine Entschuldigung sein. Meine Schwester hatte einige Monate Geld in einer Spardose gespart und der Schlitz war groß genug um die Scheine wieder herauszuholen. Als sie dann nach einigen Monaten mit ihrer Freundin die Spardose öffnete, merkte sie das circa 120 Euro fehlten. Ich bekam unglaublichen Ärger von meiner Mutter, aber ich habe geleugnet bis meine Mutter die Freundin verdächtigte, die bei der Öffnung zufällig auch da war. Ich bin mir sicher, meine Schwester wusste, dass ich dahintersteckte, aber irgendwann ist soviel Zeit vergangen, dass wir nie wieder darüber geredet haben. Das Traurige an der Sache ist, sie wusste natürlich wie es finanziell bei meinen Eltern stand und kaufte mir von ihrem verdienten Geld auch manchmal was. Trotzdem war ich undankbar und habe sie beklaut. Vor kurzem lieh sie sich 100 Euro von mir. Als sie mir das Geld wiedergeben wollte, habe ich es ihr unter einem banalen Vorwand geschenkt. Von dem Geld habe ich mir damals hauptsächlich Yugioh-Karten und Essen gekauft.

Beichthaus.com Beichte #00041856 vom 04.06.2019 um 00:09:49 Uhr in Hamm (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Warum muss man Kinder kriegen?

17

Gesellschaft Kinder

Ich (w/29) möchte beichten, dass ich Menschen verachte, die Kinder in die Welt setzen. Ich ärgere mich im Geheimen über Freunde und Bekannte die Kinder haben oder bekommen. Vor allem aber verstehe ich nicht, wieso man ein Kind bekommt, wenn man selbst nicht genug zu essen hat. Wieso um alles in der Welt bekommen Menschen die nichts haben ein Kind? Wollen sie ihr Leid, denn unbedingt an die nächste Generation weiter geben? Oder ist es vielleicht der animalische Trieb seine Gene weiter zu verbreiten? Wir sind intelligente Menschen und keine Tiere die nach ihren Instinkten handeln.

In meinen Augen gibt es keinen vernünftigen Grund ein Kind in diese Welt zu setzen. Die Erde ist extrem überbevölkert, die Menschen haben es geschafft, ihren eigenen Lebensraum in kürzester Zeit zu zerstören. Wir verschmutzen die Umwelt mit CO2, die Meere sind voll mit Plastik, wir haben die Natur unwiderruflich zerstört, das größte Artensterben seit den Dinosauriern ist in vollem Gange. Das alles, ist die Schuld der Menschen und keiner tut etwas dagegen. Meiner Meinung nach gibt es nur einen egoistischen Grund, sich für ein Kind zu entscheiden und zwar: Ich möchte eins. Versteht mich nicht falsch, ich liebe (manche) Kinder. Und wäre die Welt nicht derart überbevölkert, würde ich gerne Kinder haben. Die Wahrheit ist jedoch, die Welt braucht nicht noch mehr Menschen. Keiner weiß wie unser Planet in hundert Jahren aussehen wird.

Werden unsere Nachfahren noch genug zu Essen haben? Werden sie ums überleben Kämpfen müssen? Da ich zu feige bin, meinen züchtenden Freunden und Bekannten meine Meinung ins Gesicht zu sagen (und dies auch für unnötig halte) missbrauche ich Beichthaus, um mir meinen Frust von der Seele zu reden. Ich beichte, dass ich Tiere den Menschen vorziehe und ein toter, durch Plastikmüll verendeter Wal, mehr Mitgefühl in mir auslöst, als ein toter Mensch.

Beichthaus.com Beichte #00041850 vom 30.05.2019 um 17:41:00 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Was bleibt nach dem Tod meines besten Freundes?

26

Fremdgehen Ehebruch Begehrlichkeit Gießen

Es ist jetzt viele Jahre her. Mein bester Freund und ich fanden dieselbe Frau nett. Ich war Anfang 20, er war gerade 29 geworden und sie war 30 Jahre alt. Er kam mit ihr zusammen und insgeheim habe ich ihn fast dafür gehasst. Allerdings änderte das nichts an unserer Freundschaft. Eines Tages ging nur die Mailbox an sein Handy. Seine Freundin stand verzweifelt vor meiner Tür und ging davon aus, dass ihm etwas passiert sein musste. Ich war etwas genervt. Was sollte schon sein? Dennoch ließ ich mich dazu breit schlagen, ihn zu suchen. Wo steckte er nur?

Nach ergebnisloser Suche waren wir abends in ihrer Wohnung. Es klingelte. Zwei Polizisten fragten freundlich, ob sie in die Wohnung könnten. Scheiße! Mein bester Freund war tödlich verunglückt. Seine Freundin schrie und weinte. Ich war wie gelähmt. Warum er? Warum nicht ich? Mich würde keiner vermissen. Aber ihn! Er wurde doch gebraucht. Ich konnte nicht reden. Meine Kehle - zugeschnürt. Das durfte nicht wahr sein! Wir befanden uns im fünften Stock und ich hätte mich gerne vom Balkon gestürzt. Wenn ich nur mit ihm tauschen könnte. Um ihn war es schade. Ich bin eine Pfeife und natürlich hab ich es nicht geschafft, mich runterzustürzen. Mein Herz war zerrissen. Ich fühlte fast gar nichts mehr.

Seine Freundin flehte mich an, bei ihr zu bleiben. Ich blieb und schlief auf dem Sofa. Sie wollte, dass ich ins Bett käme. Nein, nein, nein! Verdammt, nein! Das ging doch nicht. Und leider ging es doch. Es passierte nichts. Aber irgendwann, wir waren zusammen unterwegs, da nannte ich sie versehentlich Schatz. Sie reagierte bewegt und brauchte wohl die Zuneigung. Wir schliefen miteinander. Nicht nur einmal. Es geschah immer wieder. Irgendwann kam sie mit einem Ex zusammen. Unser Techtelmechtel nahm ein unschönes Ende. Geblieben sind nur Schuldgefühle und Scham. Ich habe meinen besten Freund verraten, bin nicht für seine Freundin da gewesen und habe wohl, wenn auch unbeabsichtigt, ihre Trauer ausgenutzt. Das verfolgte mich über 10 Jahre. Es war ständig präsent. Es tat mir so verdammt leid, es tat weh und das einzige, was mich erleichterte, waren meine Schuldgefühle. Doch inzwischen sind selbst die verblasst. Ich frage mich nur, wie ich so abgewichst sein kann. Ich müsste doch vor Schuld zerfressen werden. Leider passiert das nicht mehr. Ich glaube, ich bin das schlimmste Ungeheuer auf dieser Erde. Was soll ich nur tun?

Beichthaus.com Beichte #00041845 vom 17.05.2019 um 21:55:13 Uhr in Gießen (Bruchstraße) (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000