Er hat meinen Hamster angezündet!

36

anhören

Gewalt Aggression Rache Mord Tiere

Letzte Woche habe ich (m) meinem Bruder den Arm gebrochen, weil er meinen Hamster, den ich über alles liebe, lebendig angezündet hat. Wie jeden Tag nach der Schule kümmerte ich mich intensiv um meinen kleinen Schatz namens Brösel. Den Namen bekam er, weil er immer so viele kleine Brösel und Krümel hinterlässt, wenn er gegessen hat. Man konnte die Spur immer vom Napf bis zum Häuschen verfolgen. Er war mein bester tierischer Freund. Ich hatte ihn so unglaublich lieb und habe mir immer neue Dinge einfallen lassen, um ihn glücklich zu machen. Mein großer Bruder mochte ihn nicht, besonders weil diese Tiere halt mehr was zum Angucken und nicht zum Kuscheln sind, wie beispielsweise eine Katze, oder so. Ständig war er am Meckern, weil ich lieber Brösel beobachtet habe, als mit ihm irgendetwas zu machen. Aber er ist eh ein riesiger Penner! Er behandelt jeden, der ihn nicht in den Himmel hebt, wie Müll. Selbst seine Freundin nennt er nur "Drei-Loch-Stute", falls ihr wisst, was das ist. Aber ich schweife ab.


An dem besagten Tag bin ich früher nach Hause gekommen und habe nur schnell meine Tasche ins Zimmer gestellt, als mein Bruder zu mir kam und wollte, dass ich ihn für seinen komischen Kanal filme. Ich habe gesagt, dass ich erst Brösels Futter und Wasser frisch machen muss, weil er da gerne auch mal Streu vom Buddeln reinwirft. Da sah ich schon, wie genervt er wieder war, wegen des Tiers. Ich habe dann nur fix die Sachen aus dem Terrarium geholt und bin nach unten zur Spüle gegangen. Auf einmal hörte ich ganz furchtbares Gequieke. Im Zimmer sah ich dann die Hölle: Brösels Körper stand komplett in Flammen und mein Bruder stand daneben, mit einem Feuerzeug. Sein kleiner Körper zuckte und er rannte wie wild hin und her, bis er zusammenbrach und einfach nur noch dalag. Mein Bruder grinste und meinte, dass ich ja jetzt mehr Zeit für ihn hätte, wo das dumme Vieh doch weg sei.


In dem Moment bin ich komplett ausgerastet! Wie ein wildes Tier bin ich auf ihn gestürzt und habe zugeschlagen, wie und wo ich nur konnte. Er versuchte mit seinem Arm zu blocken, aber ich nahm einen Schuh und habe wie besessen auf ihn eingedroschen. Unsere Eltern trennten, uns aber sein Arm sah schon ziemlich lädiert aus. Er musste ins Krankenhaus und geschient werden. Von unseren Eltern bekam er zwei Wochen Hausarrest wegen Brösel. Ich heule immer noch, wenn ich an sein zartes, süßes Gesicht denke und wie gerne er die Kerne von meiner Hand geklaut hat. Aber dann muss ich leider auch an diesen letzten Moment denken, wo er brennend und rauchend dalag. Es tut mir so weh und leid, dass ich meinen kleinen Brösel nicht beschützen konnte und ich in meinem Hass einen anderen Menschen verletzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00037787 vom 10.03.2016 um 14:46:30 Uhr (36 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich bin ein Versager

15

anhören

Verzweiflung Ungerechtigkeit

Ich (m/28) hatte eine sehr schwierige Kindheit. Ich war immer ein Außenseiter und wurde gemobbt, weil ich "anders" war. Dazu kamen noch Vorfälle, beispielsweise dass ich ins Krankenhaus geprügelt wurde. Aufgrund einer genetischen Vorbelastung und dieser Erfahrungen habe ich mehrere psychische Störungen entwickelt. Ich habe mein Abitur gemacht, bin aber seitdem im Berufsleben nur am Scheitern, unter anderem wegen meines "sonderbaren" Sozialverhaltens. Meine Familie möchte keinen Kontakt mehr zu mir, da ich ja nur ein Versager bin und nichts hinbekomme. Meine Mum meinte einmal zu mir, dass ich der größte Fehler ihres Lebens sei. Ich hatte auch noch nie in meinem Leben eine Beziehung, obwohl ich mich sehr nach Liebe und Geborgenheit sehne. Meine Beichte? Dass ich nicht dankbar für mein Leben sein kann, obwohl ich es möchte und ich trotz jeglicher Versuche nicht aus diesem Dauertief rauskomme.

Beichthaus.com Beichte #00037762 vom 07.03.2016 um 10:10:47 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Sicherheitsdienst im Flüchtlingsheim

31

anhören

Zorn Vorurteile Misstrauen Gesellschaft Berlin

Ich arbeite bei einem Sicherheitsdienst. Das ist wirklich viel spannender, als die meisten glauben. Die Bezahlung ist nicht die Beste, aber es ist wirklich schön. Ich arbeite neben meinem Studium, da ich vor diesem zufällig die nötige Ausbildung abgeschlossen habe. Vielmehr war sie das. Aufgrund gewisser aktueller Gegebenheiten arbeite ich, wie auch viele andere Kollegen, nun hauptsächlich in Flüchtlingsheimen. Es ist eine Katastrophe, diese Menschen sind unglaublich furchtbar. Es kommt auch auf das Heim selbst an, aber grundsätzlich ist es einfach so, dass ich mich völlig begeistert dafür gemeldet hatte. Ich dachte, ich könnte diesen Menschen helfen und bin positiv eingestellt zur Arbeit gegangen. Schon am ersten Tag hatten wir einen halbtoten Tschetschenen, der von einem Syrer verprügelt wurde, weil er ein Salamibrot im Zimmer neben dem Moslem gegessen hat. Nun ist natürlich nicht jeder Moslem so. Grundsätzlich verhalten sich die meisten Männer ab 50 Jahren, die Frauen und die weiblichen Kinder recht angemessen und die könnten auch hierbleiben.


Aber wirklich daneben benimmt sich die Mehrzahl der Männer zwischen vier und 40 Jahren. Sie missachten einfach so ziemlich alle Regeln. Es gibt Verfolgung anderer Flüchtlinge aufgrund von Religion und sie werden so oft in Handschellen zurück ins Heim gebracht, dass wir das schon gar nicht mehr aufschreiben. Ich muss es endlich einmal loswerden, denn ich komme gerade von der Nachtschicht. Ich musste heute ein Kind ins Krankenhaus begleiten, da sein einziger Verwandter hier in Deutschland, sein Vater, ihn so hart verprügelt hat, dass er operiert werden musste, weil er mit einem Nicht-Moslem gespielt hat - er meint ein asiatisches, buddhistisches Kind.


Zu dieser Familie sei gesagt, dass seine Mutter und seine beiden Schwestern noch in Syrien sind. Über die Männer aus den anderen Ländern will ich gar nicht erst sprechen. Die Toiletten sind ein Albtraum, das Verhalten unmöglich, die eigenen Kinder werden vernachlässigt und verprügelt. Vor allem die Frauen tun mir erst so richtig leid. Es geht immer erst los, wenn die Sozialarbeiter, die Verwaltung und diese dummen freiwilligen Helfer raus sind. Dass ich selbst mal so naiv war... Wir tun was wir können, aber wir haben mittlerweile 72 Stunden Wochen, weil es einfach nicht mehr genug Wachen gibt. Einige kündigen lieber, als dort noch weiter zu arbeiten. Vielleicht schließe ich mich dem an. Das ist es einfach nicht wert und Hilfe hat in den Heimen fast keiner verdient. Die Auftragslage für unsere Firma war noch nie besser und trotzdem sind die Hälfte der Kollegen weg oder dauerhaft krank.

Beichthaus.com Beichte #00037742 vom 03.03.2016 um 10:32:02 Uhr in 10365 Berlin (Ruschestraße) (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine Familie besteht aus Rassisten

19

anhören

Zorn Ignoranz Dummheit Vorurteile Familie

Ich (w) beichte, dass ich die Hälfte meiner eigenen Familie seit der Flüchtlingsdebatte nicht mehr leiden kann. Alles begann damit, dass wir zu meinem Geburtstag in einem Restaurant zu Gast waren, meine Cousine einen über den Durst trank und anfing, übelste Hetzen vom Zaun zu brechen. Ihre Eltern stiegen mit ein. Ich hatte sie immer sehr lieb, aber seit diesem Abend kann ich sie nicht mehr ernst nehmen. Sie kommen auch eher aus der unteren Gesellschaftsschicht, haben wohl so eine Art "Neid" auf alle, die es in ihren Augen "leichter" haben, an Geld zu kommen und überhaupt kein Verständnis für solche Dinge. Das ist für sie alle so weit weg.


Es tut mir so weh. Seitdem stiegen auch andere Familienmitglieder auf diesen Zug auf. Zwei meiner Cousins schicken mir ständig solche hetzerischen Bildchen, auf die ich gar nicht reagiere. Sie sehen sich eben im Recht und denken gar nicht daran, dass sie sich mit solchen Meinungen bei jemandem ins Aus katapultieren können. Seitdem möchte ich sie alle nicht mehr sehen. Ich bin nicht ausnahmslos Pro-Asyl. Ich sehe sehr wohl, dass Deutschland an seine Grenzen kommt, teils total überfordert ist und mit einer reinen "Wir-schaffen-das-schon-irgendwie"-Mentalität niemandem geholfen ist. Das ist jedoch noch lange kein Grund, auf die ganzen erfundenen Vergewaltigungs-Geschichten hereinzufallen, erlogene Propaganda zu teilen oder sich so verdammt bildungsresistent zu geben.


Manche "Helden" meiner Kindheit haben es also geschafft, binnen weniger Sätze meinen gesamten Respekt zu verlieren. Ich beichte nun, dass ich meinen (in meiner Familie sehr angesehenen) Job in einem Krankenhaus gekündigt habe und jetzt Sanitäterin in einer Flüchtlingsunterkunft bin. Ich habe da auch schon einige Freunde gefunden. Manchmal fühle ich mich auch heuchlerisch, dass ich das nur gemacht habe, um mich meiner Familie gegenüber klar zu positionieren und primär weniger, um den Menschen da zu helfen. Auch wenn ich derart egoistische Gründe hatte, diesen Job anzutreten, genieße ich ihn mittlerweile sehr. Auf dem Geburtstag meiner Großmutter werde ich wieder auf einige meiner idiotischen Verwandten treffen. Da werde ich einerseits die Bombe mit meinem neuen Job platzen lassen und außerdem habe ich mit einem Freund verabredet, dass er mich begleiten wird und meinen neuen festen Freund spielen soll.


Er ist Deutscher (mit tunesischem Migrationshintergrund) und arbeitet in der Flüchtlingsunterkunft als Übersetzer. Oh, wir freuen uns beide schon darauf, diese dummen Gesichter zu sehen. Vergebt mir mein egoistisches Verhalten und diese kindische Aktion, aber ich habe dieses dringende Bedürfnis, mich von dem gemeinen Mob meiner Familie abzugrenzen!

Beichthaus.com Beichte #00037565 vom 10.02.2016 um 01:50:48 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die Nacktbilder meiner Ex

16

anhören

Fremdgehen Verzweiflung Rache Ex Internet

An meinem 19. Geburtstag habe ich meine große Liebe getroffen und wir verstanden uns zu meinem Glück direkt. Wir waren drei Jahre zusammen, bis ich nach langer Zeit mal wieder in ein soziales Netzwerk schauen wollte. Meine damalige Freundin und ich benutzten denselben PC, und als ich mich einloggen wollte, bemerkte ich, dass sie noch über ihren Account eingeloggt war. Auch wenn es nicht richtig war, hat mich die Neugier überwältigt und ich schaute mir ein paar ihrer Nachrichtenverläufe an. Kurz darauf war mir dann einfach nur noch schlecht, denn ich sah wirklich extreme Chatverläufe mit Männern, in denen sie Nacktfotos von sich verschickt hat und auch einige Treffen waren vereinbart worden. Jeder, der einen Menschen schon einmal wirklich geliebt hat, wird wohl nachvollziehen können, wie flau mir im Magen war. Mein Puls wurde spürbar schneller, mein Herz pochte wie verrückt und mein Hals fühlte sich an, als ob ich gerade gewürgt werde. Ich fand an diesem Tag heraus, dass ich über quasi den gesamten Zeitraum unserer Beziehung hintergangen wurde.

Wenn ich jemand gewesen wäre, der leicht aufbrausend ist, oder mit dem man generell nicht reden kann, hätte ich es vielleicht noch verstanden, aber so war es einfach nur ein Schlag ins Gesicht. Ich entschloss mich, sofort die Beziehung zu beenden. Natürlich stritt sie alles ab - und als ich erklärte, woher ich von allem weiß, wurde ich noch als der Böse dargestellt. Nach ein paar Wochen hatte sich so weit erst einmal alles beruhigt und ich habe versucht, mich mit meiner Arbeit und guten Freunden abzulenken. Von jetzt auf gleich bekam ich plötzlich Drohanrufe von einigen ihrer vielen Verehrer, in denen mir gesagt wurde, dass ich noch dafür büßen würde, Nacktbilder von meiner Ex ins Internet gestellt zu haben. Man kann sich vorstellen, dass ich im ersten Moment schon geschockt war und erst einmal realisieren musste, was da gerade abging. Da ich das Ganze aufklären wollte, fuhr ich also direkt zu meiner Ex, die mir breit grinsend die Tür öffnete und erklärte, dass sie einen Ruf zu verlieren hätte und nicht zulassen kann, dass herauskommt, warum ich mit ihr Schluss gemacht habe.

Also hat sie erzählt, ich hätte ihr, nachdem sie sich von mir getrennt hat, etwas in ihr Getränk gemischt und sie dann dazu gebracht, diese Nacktfotos von sich zu machen. Übrigens wurden diese Bilder in Wirklichkeit von einem ihrer Macker hochgeladen, der wohl auch herausgefunden hatte, was für ein Spiel sie spielt. Als sie mir das alles so brühwarm erzählte, war ich wirklich geschockt und einfach nur wütend, aber ich habe einfach gehofft, dass niemand diesen Mist glaubt. Falsch gedacht! Zwei Wochen später lauerten mir abends zwei Typen auf, die mich ins Krankenhaus geprügelt haben und nochmals betonten, dass man einfach keine Nacktbilder seiner Ex ins Internet stellt. Danach ging ich natürlich zur Polizei und erzählte dort die ganze Geschichte. Schon während meiner Erzählung schmunzelte der Beamte, als würde er kein Wort glauben. Im Endeffekt haben sie nichts unternommen, nicht einmal auf meine Bitte, vielleicht mal ab und zu einen Streifenwagen durch meine Straße zu schicken, wurde eingegangen.

Da ich sowieso nichts mehr zu verlieren hatte, schmiedete ich einen Plan. Als meine Ex mal wieder feiern war, schlich ich mich in ihre Wohnung. Da ich noch immer wusste, wo ihr Ersatzschlüssel lag, war das kein Problem. Ich zog mir all ihre Chatverläufe in Form von Screenshots auf einen USB-Stick und entdeckte dabei sogar Videos von ihr. Nachdem ich alles gesichert hatte, notierte ich mir noch ihre Zugangsdaten für das soziale Netzwerk, was dank der Speicherfunktion des Browsers kein Problem war. In den nächsten Tagen beschäftigte ich mich eingehend mit dem Tor-Browser und einigen VPN-Anbietern, und nachdem ich sicher war, dass man mich nicht zurückverfolgen kann, habe ich all das Material in ihrem Profil hochgeladen. Ich fühlte mich einfach verarscht und von unseren Behörden nicht ernst genommen.

Heute tut mir all das schrecklich leid, denn all ihre Macker haben natürlich gemerkt, wie falsch sie war. Und von da an wurde das Ganze ein Selbstläufer, den ich - selbst wenn ich damals gewollt hätte - nicht mehr hätte stoppen können. Überall tauchten Webseiten mit ihren Bildern und Videos auf und machten ihr damit das Leben zur Hölle. Selbst heute erscheint noch dieses Material, wenn man ihren Namen sucht. Ich habe einfach falsch gehandelt, das ist mir heute klar, aber damals fühlte ich mich nach all dem einfach nur kaputt und im Stich gelassen. Selbst heute gibt es noch Momente, in denen ich mich frage, ob sie es nicht doch verdient hat. Aber so etwas hat niemand verdient.

Beichthaus.com Beichte #00037488 vom 28.01.2016 um 03:44:06 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht