Pöbelei im Café

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Gewalt Aggression

Meine Beichte ist nun schon einige Monate her. Damals saß ich (m/24) mit meinem Vater in einer Bäckerei mit integriertem Café. Ich holte die Getränke, als ich gesehen habe, wie ein etwas stämmiger und stark nach Alkohol riechender Mensch eine Frau anpöbelte, welche angeblich auf "seinem" Platz saß. Die Frau war sehr eingeschüchtert und ich ging dazwischen, fragte mit fester Stimme, was los sei, woraufhin er fluchend an einen anderen Tisch ging. Die Frau bedankte sich und ich setzte mich zu meinem Vater. Ich hatte dieses Erlebnis gerade vergessen, da trat der nach Alkohol riechende Mann an unseren Tisch und brüllte mich an, dass ich meine Nase aus seinen Angelegenheiten raushalten sollte, andernfalls würde er mich windelweich prügeln.


In dem Moment sprangen mein Vater und ich simultan auf und der Typ machte kehrt. Hier hätte ich es auf sich beruhen lassen sollen, aber irgendwas ist bei mir gerissen. Ich lief ihm hinterher, mein Vater kam mir hinterher und brüllte ihn an, dass er im Krankenhaus landet, wenn er so etwas noch einmal bringt. Daraufhin schimpfte er noch mal und holte zu einem Schlag gegen mich aus. Daraufhin wich ich dem Schlag aus, mein Vater schlug im selben Moment auf ihn ein, der Alkoholiker fiel zu Boden. Hier war der zweite Moment, an dem ich hätte gehen sollen. Aber die ganze Vorgeschichte dazu, seine aggressive Art und alles, haben einen Schalter bei mir umgelegt. Ich bin also noch mal auf den am Boden liegenden Mann zu und habe ihn einen Tritt auf die Nase gegeben.


Im Nachhinein war es wohl dieser Wunsch, dass er uns nicht noch mal angeht. Die Polizei wurde in der Zwischenzeit gerufen, allerdings hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Notwehr eingestellt. Die Aussage besagter Frau und ein schönes Register bei der Polizei des Mannes taten ihr Übriges. Ich möchte aber beichten, dass ich einen am Boden liegenden Menschen getreten habe.

Beichthaus.com Beichte #00037211 vom 13.12.2015 um 13:28:53 Uhr (19 Kommentare).

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Eine Männerrunde auf dem einsamen Bauernhof

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Missbrauch Verzweiflung Engherzigkeit

Ich (m/48) gestehe heute, dass ich gerne Lieferjungen und Lieferfirmen verarsche. Nein, ich bestelle sie nicht an falsche Adressen, sie kommen schön brav zu mir. Doch mache ich in 95 Prozent der Fälle eben einfach nicht auf. Gerne bestelle ich zu Unzeiten. So ab drei Uhr morgens über die bekannten Apps. Warum? Ich weiß, das ist jetzt krank, aber ich hatte selber das Vergnügen mit 19 Jahren so einen Nebenjob zu haben. Eines Abends wurde ich zu einer "Männerrunde" auf einen einsamen Bauernhof gerufen, um dort Döner, Pizza und Bier abzugeben. Nur blieb es leider nicht dabei. Die "Herrenrunde" wusste wohl, dass, damals wie heute, das Essen von jungen Kerlen geliefert wird. Kurz gesagt - ich wurde damals drei Stunden lang extremst vergewaltigt, ernsthaft verletzt, lag eine Woche im Krankenhaus und stand am Ende alleine da. Sogar mein damaliger Arbeitgeber entließ mich und die Polizei lachte mich schon bei der Aufnahme der Anzeige aus.


Welcher "echte Kerl" ließe sich denn ficken und so weiter?? Ich sagte dem einen Bullen, er solle sich mal vorstellen, dass ihn zwei Riesen festhalten, während der dritte, vierte und fünfte den Ausgang zum Eingang machen. Ob er dann immer noch so dumm lachte, wollte ich wissen. Das brachte mir die Frage ein, ob ich ihn das ohne Uniform noch einmal fragen wolle. Typisch 1985 halt. Naja, wenigstens diesen Kampf gewann ich, den Bullen ohne Uniform und Waffe konnte ich in fünf Minuten ungespitzt in den Boden hämmern. Zu einem Prozess kam es nie. Ich will denen, die ich umsonst herbestelle, einfach nur ihren Job madig machen. Nicht, dass es ihnen ebenso ergeht wie mir.

Beichthaus.com Beichte #00037168 vom 06.12.2015 um 04:58:58 Uhr (18 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Reichtum durch Joghurt-Unfall

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Dummheit Peinlichkeit Habgier

Letztes Jahr habe ich mir einen Joghurt gekauft und abends machte ich ihn voller Vorfreude auf. Als ich den Deckel abschleckte, hatte ich übersehen, dass der Aludeckel an einer Stelle eingerissen war und etwas abstand. Als ich darüber schleckte, schnitt ich mir die Zunge auf. Zuerst merkte ich es gar nicht, aber als mir der Joghurt im Mund so warm vorkam und etwas komisch schmeckte, wusste ich, was los war. Der Schnitt war ziemlich groß und es hörte nicht auf zu bluten, sodass mein Freund mich ins Krankenhaus fahren musste, wo meine Zunge mit einigen Stichen genäht wurde. Da der Mund generell ein Bakterienherd ist, dauerte die Heilung mehrere Wochen und ich hatte zeitweise auch starke Schmerzen. Aufgrund der Schmerzen konnte ich auch nicht wirklich essen und ernährte mich überwiegend von Brei, Püree und dergleichen oder ließ generell ein, zwei Tage vergehen, bevor ich wieder eine Mahlzeit zu mir nahm.


In der Zeit nahm ich fast 20 Kilo ab. Eine Freundin hatte einen Termin beim Rechtsanwalt, weil ihre Großmutter vor einiger Zeit gestorben war. Ich war mit ihr schon zuvor einmal dort und begleitete sie auch bei diesem Termin. Der Anwalt fragte sofort, was denn mit mir passiert sei, weil ich so stark abgenommen hatte und generell schlecht aussah. Und ich erzählte ihm die Geschichte von dem Joghurtdeckel und meiner zerschnittenen Zunge. Er fragte mich, ob ich denn nicht Interesse hätte, den Hersteller zu verklagen. Er meinte auch, dass die Erfolgsaussichten aufgrund meines starken Gewichtsverlustes wegen der kaputten Zunge und der Schmerzen sehr hoch wären. Ich willigte ein und dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Eine Anhörung und zwei Verhandlungen später einigte sich mein Anwalt mit dem Rechtsvertreter des Joghurtherstellers auf die Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld und Erstattung meiner Gerichtskosten und seines Honorars.


Jetzt, ziemlich genau ein Jahr, nachdem mir der Joghurtunfall passiert ist, habe ich das Geld überwiesen bekommen. Eine ziemlich ordentliche Summe, von der ich mir einen neuen Mittelklassewagen gekauft habe. Ich möchte hiermit beichten, dass ich aufgrund meiner Dummheit, einen Joghurtdeckel ordentlich aufzumachen, zu einem ordentlichen Batzen Geld gekommen bin. Ich bitte um Vergebung für diese Sache.

Beichthaus.com Beichte #00037141 vom 30.11.2015 um 20:59:56 Uhr (26 Kommentare).

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Prügelei vor der Paketstation

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Gewalt Aggression Waghalsigkeit

Ich lasse mir, wenn ich etwas online bestelle, meine Pakete immer an eine Paketstation liefern, welche auf meinem Weg nach Hause liegt. Das ist sehr praktisch, denn so muss ich nicht zu Hause sein, wenn ich Pakete erwarte und kann rund um die Uhr abholen. Als ich letztes Mal abends zu meiner Paketstation kam, lehnte so ein zwielichtiger Typ am einen Ende des Automaten. Man kennt das ja, wenn einen solche Menschen dann auch noch so intensiv anstarren und man bekommt ein ungutes Gefühl. Aber egal, ich freute mich auf meine neue Jacke, welche ich gleich in Empfang nehmen würde. Und natürlich musste es so kommen: Das Türchen, hinter welchem sich mein Paket befand, sprang auf. Genau neben dem Typen, der dort lehnte. Der Automat hat gefühlte 1.000 Türen und mein Paket musste genau dort sein. Er machte das Türchen sofort auf und nahm mein Paket heraus.


Ich ging zu ihm und bedankte mich für das Herausnehmen - er schien jedoch nicht zu verstehen, was ich von ihm wollte. Als ich nach meinem Paket griff, zog er es zurück und stieß mich weg. Ich griff noch einmal in Richtung meines Paketes und er rief, in einer Sprache, die ich nicht verstand, ein paar Leute, die auf der anderen Straßenseite standen und noch furchteinflößender aussahen als der Kerl, der mein Paket nicht hergeben wollte. Diese bewegten sich in meine Richtung und ich sah mich schon verprügelt und ohne mein Paket im Krankenhaus liegen. In einer Kurzschlussreaktion holte ich aus und donnerte dem Typen volle Kanne eins in die Fresse. Er fiel um wie ein nasser Sack und ich konnte mein Paket an mich nehmen. Danach rannte ich jedoch um mein Leben, da mich die Leute verfolgten und mir irgendetwas Unverständliches hinterherriefen.


Nach ein paar Häuserblocks sprang ich in einen Bus, welcher gerade in einer Haltestelle die Türen geöffnet hatte, und fuhr mit diesem davon. Diese Paketabholstation werde ich in Zukunft eher meiden. Ich möchte hiermit beichten, dass ich, obwohl ich Gewalt ansonsten verabscheue, keine andere Wahl mehr gesehen habe, als einen Mann zu schlagen, da ich ansonsten mein Paket wohl nie wieder gesehen hätte. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00037113 vom 26.11.2015 um 08:29:17 Uhr (29 Kommentare).

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“Beichte

Ich bin das schwarze Schaf

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Drogen

In meiner, von meiner Umgebung angesehenen, Familie sind viele angesehene Berufsfelder und Eigenschaften vertreten. Mein Vater hat einen Doktortitel und unterrichtet an einer Uni, mein Bruder ist bei der Feuerwehr, mein Onkel und meine Tante sind hochdekorierte Polizisten, meine Mutter ist Ärztin und kommandiert die Krankenschwestern im Krankenhaus rum, wenn ich mal wieder eingewiesen werde, obwohl sie da nicht einmal arbeitet, mein Cousin ist Hochbegabt, mein Opa war Politiker. Und ich? Ich bin das schwarze Schaf. Ich bin nur der Junkie, der den Ansprüchen der Welt nicht nachkommen konnte und deshalb seinen stumpfsinnigen Verstand mit illegalen Substanzen betäubt.

Beichthaus.com Beichte #00037023 vom 12.11.2015 um 18:02:33 Uhr (25 Kommentare).

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