Feuer auf der Nordsee-Insel

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Dummheit Vandalismus Kinder

Ich beichte, dass ich als Kind im Sommerurlaub auf einer Nordsee-Insel im wahrsten Sinne des Wortes gerne mit dem Feuer gespielt habe. Es hat Spaß gemacht, vertrocknete Grasbüschel anzuzünden und beim Brennen zuzusehen. Leider ist mir einmal ein Feuer außer Kontrolle geraten, sodass die gesamte Dünenmulde ausbrannte, insgesamt bestimmt 100-200m², was einen großen Feuerwehreinsatz nach sich zog, ebenso wie die Polizei und mehrere Schaulustige. Ich wurde zwar offiziell nie verdächtigt, aber ein Nachbarsjunge schien etwas zu ahnen. Dem habe ich das Märchen aufgetischt, dass sich das Feuer wohl aufgrund von Glasscherben im Gras (Lichtbündelungseffekt) von selbst entzündet hat. Zu Schaden gekommen ist jedenfalls weder Mensch noch Tier, ich wurde nie beschuldigt und auch nach 20 Jahren tut mir diese Aktion ziemlich leid.

Beichthaus.com Beichte #00030289 vom 26.09.2012 um 12:36:17 Uhr (10 Kommentare).

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Katzenfreund

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Hass Tiere Gesundheit Frankfurt

Ich (m) bin eigentlich ein echter Haustierfreund. Meine Familie hatte seit jeher einen oder mehrere Hunde und ich bin seit Kindesalter an die Marotten, die unsere lieben tierischen Freunde besitzen, daher gut gewohnt. Ich habe aber in letzter Zeit einen tief sitzenden irrationalen Zorn auf Katzen entwickelt. Alles fing an, als eine Freundin sich Katzen ins Haus geschafft hat. Ich bin gelegentlich bei ihr zu Besuch und merkte, wie sich allmählich eine Katzenhaarallergie entwickelte. Ich bin bekam rote Augen und Schnupfen, bald sogar schon, wenn ich sie nur traf. Die Allergene sitzen an Haar und Kleidung fest und eine Umarmung mit ihr führt bei mir schon zu Niessattacken. Wenn ich dann mal bei ihr war, schienen die Katzen es förmlich zu riechen, dass ich sie nicht bei mir haben kann - in einer Tour sprangen sie mich an oder weigerten sich, sich von meinem Schoß zu entfernen, da konnte man sie noch zu sehr piesacken.

Das allein war noch nicht schlimm, aber mit der Zeit fielen mir in verschiedensten Erzählungen auf, wie dämlich Katzen eigentlich sind. Ständig tun die etwas Bescheuertes, machen Dinge kaputt oder nerven ihr menschliches Umfeld scheinbar mutwillig. Die Besitzer merken es scheinbar nicht selbst, denn die Erzählungen sind von dem immer gleichen debilen Grinsen begleitet, das mir scheinbar vermitteln soll, dass das Fehlverhalten der Muschis auch noch süß oder treudoof ist. Newsflash: Ist es nicht. Liebe Katzenmamas und -papas, wisst ihr, wie man so was bei einem Hund nennt? Scheiße erzogen! Seitdem dieser Hype im Internet mit lustigen Katzenbildern und Videos aufgekommen ist, wurde alles nur noch schlimmer. Ich bin inzwischen unterbewusst davon überzeugt, dass diese pelzigen Arschlöcher im Grunde böse sind. Katzenbesitzer würden jetzt sagen: "Meine Katze erzieht mich und nicht umgekehrt". Ich beichte, dass ich mir manchmal Katzenvideos im Internet ansehe und mir dabei vorstelle, wie ich einem der Viecher richtig eins rein trete, wenn irgendwas kaputt geht - auch wenn ich sowas nie tatsächlich tun würde.

Beichthaus.com Beichte #00030287 vom 25.09.2012 um 23:14:20 Uhr in 60320 Frankfurt (35 Kommentare).

Gebeichtet von schnudel
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Der Supporter

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Boshaftigkeit Zwietracht Telefon Kollegen Arbeit Zürich

Ich arbeite zurzeit am IT Service Desk. Da haben wir jeden Tag um die 300 Anrufe. An Spitzentagen sogar bis zu 600. Wir haben um die 7.000 Mitarbeiter und mit der Zeit kennt man die Leute, da immer wieder dieselben anrufen. Nun habe ich einmal das Telefon abgenommen und da hatte ich eine Frau von der Nationalbank dran, die gerne einen Tisch zu essen reservieren wollte. Da habe ich ihr kurzerhand die Nummer von einem Supporter gegeben, der mich nie gemocht hat und mir immer Drecksarbeit gegeben hat.
Ich gebe immer wieder externen Leuten, die sich zu uns verirren die Nummer von diesem Supporter. Er hat sich auch schon oft über solche Anrufe aufgeregt. Ich und die Kollegen vom Service Desk müssen dann immer Schmunzeln und uns manchmal auch beherrschen, dass wir nicht einfach laut loslachen. Der Supporter ist auch einer, der sehr unhöflich sein kann und ich habe einmal mitbekommen, wie er so eine Person angeschnauzt hat nicht seine Zeit zu verschwenden. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich die armen falschverbundenen Leute an so einen sozial inkompetenten Menschen verweise, mich darüber amüsiere und meine Stelle am Service Desk dafür ausnutze. Dafür, dass ich den Supporter so nerve, will ich keine Absolution, weil wir uns alle einig sind, dass er es verdient hat.

Beichthaus.com Beichte #00030281 vom 21.09.2012 um 13:22:57 Uhr in Zürich (Huttenstrasse) (11 Kommentare).

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Nebenjob mit Folgen

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Habgier Neugier Peinlichkeit Internet

Vor 2 Jahren habe ich im Internet eine Kleinanzeige aufgegeben, dass ich eine Arbeit suche. Prompt meldeten sich einige Leute, die eher unseriöse Angebote für mich hatten. Aus Langeweile bin ich auf einen Typen eingegangen, der mir 15 Euro für 10 Bilder von mir bot. Er überwies mir 20 Euro. Das gefiel mir und somit antwortete ich auch einem Herrn, der für ein Internetportal zuständig war, bei dem Frauen vor der Kamera strippen. Ich sollte es mal ausprobieren und schon nach 30 Minuten hatte ich 20 Euro verdient. Also machte ich das eine Woche (heimlich) weiter, bis ich feststellte, dass man einen Gewerbeschein braucht, um sich das Gehalt auszahlen zu lassen. Da hatte ich natürlich keinen Bock drauf, da ich es eher peinlich fand, wenn jemand wüsste, was ich für einen Nebenverdienst habe. Also löschte ich meinen Account.


Monate später googelte ich meinen eigenen eBayaccount (derselbe Nickname wie im besagten Onlineportal) und musste panisch feststellen, dass es 3.600 Seiten mit erotischen Fotos von Deutschland bis zu den philippinischen Inseln von mir gab. Ich schrieb einige Seiten an. Heute sind es nur noch ein paar 100. Ich hoffe, dass nie jemand meinen eBaynamen googelt.

Beichthaus.com Beichte #00030276 vom 20.09.2012 um 03:00:25 Uhr (22 Kommentare).

Gebeichtet von Fabi23
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Diktatur im Kindergarten

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Hochmut Stolz Ungerechtigkeit Kindergarten Kinder Neustadt am Rübenberge

Ich hatte damals das Glück, sowohl zum richtigen Zeitpunkt geboren worden zu sein, als auch eine liebe Mutti zu haben, weswegen ich erst mit 7 eingeschult wurde. Das machte mich eine ganze Weile zum Ältesten Kind im ganzen Kindergarten. Da es sich um einen Großkindergarten handelte, der vor allem eine nahe gelegene öffentliche Einrichtung und deren Mitarbeiter versorgte, soll das schon was heißen, bei rund 60 Kindern in 5 Gruppen. Im Nachhinein eine absolut tolle Zeit: Die Erzieher waren lieb und äußerst kompetent, das Spielzeugangebot mehr als luxuriös. Jedoch gab es einen Umstand, der mich meine ganzen frühen Jahre verfolgt hatte: Einen Mangel an guten Schaufeln. Dazu muss ich noch sagen, dass es üblich war, erstmal nach dem Mittagessen gemeinsam Zähne zu putzen und dann möglichst schnell ins Freigehege zu stürmen. Auf dem Weg dahin befand sich eine für unsere Verhältnisse damals riesige Box mit allem möglichen an Sandspielkram. Besonders beliebt waren Schaufeln und Spaten. Davon gab es sowohl eine billige, stumpfe Variante, mit der man total mies buddeln konnte, und dann noch die richtig guten Deluxe-Dinger. Wer älter, größer, schneller oder einfach nur harte Ellenbogen hatte, griff sich die guten Teile. Der Pöbel musste den Rest nehmen. Gelebter Sozialdarwinismus im Zwei-Kastensystem!

Als ich dann irgendwann aufgrund der natürlichen Rangfolge in die höhere Kaste aufstieg, entschied ich mich, diesem System ein Ende zu bereiten und entwickelte ein System zur gerechten Verteilung der Schaufeln. Erst mit körperlicher Gewalt etabliert, dann noch ein bisschen Heul-Manipulation mit Hilfe der Erzieher konnte ich unter den Mitkindern durchsetzen, dass die guten Schaufeln von mir und 2 damaligen Freunden (ebenfalls ältere) ausgeteilt wurden. Jeweils 3 Kinder bekamen eine gute Schaufel, womit innerhalb von kleinen Spielgruppen die Verteilung gewährleistet wurde. Wollte einer innerhalb einer Gruppe nicht seinen Spielgefährten die gute Schaufel abgeben, haben wir umgehend exekutiv den Missstand beseitigt. Was keiner wusste: Wir haben uns selbst vorher jeder eine der neuesten und besten Schaufeln beiseite gelegt; natürlich nur als Hoheitsanspruch unserer gütigen Verwaltung!
Im Nachhinein kommt mir das so unglaublich lächerlich wie genial vor, trotzdem möchte ich beichten, dass ich mit 6 Jahren meine erste kommunistische Mikronation erschaffen habe und im guten Glauben meiner Spielgefährten an die gerechte Umverteilung selbst bereichert habe, und das alles mit Hilfe eines ausgewählten Kaders an persönlichen Gefährten. Ich bin mittlerweile absolut unpolitisch.

Beichthaus.com Beichte #00030271 vom 18.09.2012 um 14:24:17 Uhr in Neustadt am Rübenberge (33 Kommentare).

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