Falsche Kontrolleure

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Betrug Falschheit Bahn & Co. München

Ein Kumpel und ich waren mal total besoffen in München unterwegs. Wir waren extrem straff und hatten Lust, irgendwelchen Schwachsinn zu machen. In der Straßenbahn kam uns dann die Idee, einfach mal die Ausweise zu kontrollieren. Wir haben uns dann krass zusammengerissen und einfach so getan, als ob wir echte Kontrolleure wären. "Grüß Gott, die Fahrscheine bitte" ging es von da an und die Leute zeugten uns auch brav ihre Fahrscheine. Wir hatten zwar kein MVG-Ausweis oder so, aber die Fitnessstudiokarte hat es anscheinend auch getan. Als jemand keine dabei hatte, haben wir das einfach kulant toleriert und gesagt, dass er ein mutiges Kerlchen sei und wir ihn deshalb weiterfahren ließen. Irgendwann hat ein schlauer BWL-Student es dann gemerkt. Wir haben uns dann vor dem "Publikum" verbeugt und sind bei der nächsten Haltestelle ausgestiegen.

Beichthaus.com Beichte #00027126 vom 20.10.2009 um 15:58:20 Uhr in München (51 Kommentare).

Gebeichtet von engelkotzen
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Leidenschaftslos

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Engherzigkeit Feigheit Partnerschaft Salzburg

Ich steh drauf, mit meiner ungeduschten Freundin Sex zu haben. Leider ist sie genau der Typ, der sowas vermeiden will und sie steht eher auf braven Blümchensex und duscht fast immer vorher. Ich bin dann immer eher sehr leidenschaftslos. Aus diesem Grund fühlt sie sich wohl unwohl und unattraktiv und wir leben zur Zeit fast ohne Sex. Ich hab sie schon mehrmals drauf angesprochen aber sie hat kein Verständnis gezeigt, daher will ich mich nun von ihr trennen (es gibt dafür noch andere Gründe auch). Aber hauptsächlich ist es ihre Verklemmtheit und ihr Desinteresse an schmutzigem Sex. Jetzt suche ich nach einem anderen Grund, mich von ihr zu trennen.


Aber ich kann es ihr irgendwie nicht sagen, sie glaubt immer noch, dass alles okay sei. Wie soll ich es ihr nur sagen? Es ist schon wieder soweit, dass ich mich eher in der Pflicht fühle, sie nicht zu verletzen, als dass ich von Liebe sprechen könnte, weil ich selbst enttäuscht bin. Wir leben nun seit 8 Monaten zusammen in einer Wohnung, haben uns eingerichtet (hab fast alles ich gezahlt) und sind überhaupt schon 3,5 Jahre zusammen.
Ich hatte noch Hoffnung, dass sie noch auftaut und lebenshungriger wird, wenn wir ungestört zusammenleben, leider ist es das Gegenteil. Sie kommt nach Hause und tut Fernsehen. Wenn, dann muss ich sie zwingen, dass wir gemeinsam Schwimmen gehen oder so, weil wir haben ein Abo in einem Fitnessclub. Sie ist so faul, dass sie vor dem Fernseher einschläft und mich links liegen lässt.


Ich hasse mich selbst für diese Situation, weil ich mich auch in der Pflicht sehe, etwas dagegen zu tun, dass wir beide einer Zukunft zusteuern, an der zumindest ich zerbrechen würde.
Zwar hab ich ihr schon gesagt, dass ich Schluss machen will, aber im nächsten Moment muss ich irgendwie immer sagen, dass es ein Scherz ist, weil ich schon sehe, wie Hilflosigkeit in ihr Gesicht steigt. Ich habe auch schon in einem Chat mehrere Stunden mit anderen darüber gesprochen (anonym), und alle haben Mitleid. Ich bin ihr erster richtiger Freund, sie war noch Jungfrau und sie ist nun 26 Jahre alt und spricht von Heirat und Kindern.

Muss ich das zerstören? Ich fühle mich Scheiße. Vor allem, wenn ich daran denke, wie die Verwandtschaft reagieren wird. Der Zorn, usw. außerdem kann sie ja nicht einfach ausziehen, sie muss erst eine Bleibe finden, eine neue, weil ihr ehemaliges Zimmer bei ihren Eltern inzwischen nicht mehr frei ist.

Beichthaus.com Beichte #00027125 vom 20.10.2009 um 13:11:42 Uhr in Salzburg (49 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Brandstiftung in der Schule

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Waghalsigkeit Vandalismus Schule

Brandstiftung in der Schule
Ich möchte beichten, dass ich einmal fast die gesamte Schule in Brand gesetzt habe. Zumindest habe ich das gedacht. In der achten Klasse habe ich eine Mathe-Arbeit richtig danebengesetzt. Der Lehrer hat mir mit hämischem Grinsen die Sechs auf den Tisch geknallt, was war ich sauer. Außerdem war das die letzte Stunde an diesem Tag, deswegen habe ich die Wut im Bauch aus dem Klassenzimmer mitgenommen. Die Schule liegt in einem Waldstück, um den Bus pünktlich zu erreichen, liefen wir immer über Trampelpfade querfeldein zur nächsten Haltestelle. Ein Kumpel von mir rauchte damals schon. Um mal meinem Ärger richtig Luft zu machen und cool dazustehen, habe ich mir von ihm das Feuerzeug geborgt, die Arbeit angezündet und ins Gebüsch geschmissen. Wir standen quasi mitten in diesem Wald, der die Schule umgibt. Das war kurz vor den Sommerferien, ein warmer und trockener Sommer. Die brennende Arbeit haben wir liegen gelassen und ich bin, ganz stolz auf mich selber, mit den anderen aus dem Wald raus zum Bus gelaufen.

Wir standen keine zehn Minuten an der Haltestelle, als plötzlich drei oder vier Feuerwehrautos an uns vorbei rasten. Das war der erste Schock. Der Zweite folgte sofort, als ich bemerkte, dass die Autos abbogen und die Auffahrt in den Wald entlang fuhren. Minuten später kamen weitere Schüler aus dem Wald und sangen: "Hurra hurra die Schule brennt". Meine Kumpels konnten sich vor Lachen kaum halten. Mir wurden vor Angst die Knie weich. War ich das? Wird das rauskommen? Halten meine Kumpels dicht? Wer zahlt den Schaden? Ich wollte zurücklaufen und nachsehen, was passiert war. Aber vor den Kumpels das Gesicht verlieren? Als Täter am Tatort aufkreuzen und sich erwischen lassen? Nein, niemals. Äußerlich ganz cool, aber innerlich dem Zusammenbruch nahe, bin ich dann in den Bus gestiegen und hatte Mühe, meine Fahrkarte aus der Tasche zu ziehen. Der Bus fuhr immer ein Stück am Wald entlang, sodass man Teile vom Gebäude sehen konnte. Als wir langsam die Straße entlang fuhren, bemerkte ich das Unheil.

Über dem Gebäude konnte man schwarzen Rauch erkennen und Schüler strömten massenweise aus dem Gebäude, um sich an der Straße und auf dem Hof zu versammeln. Das alles schien meine Schuld zu sein! Hätte ich doch nur diese verdammte Arbeit nicht angezündet und ins Gebüsch geschmissen! Ein paar Haltestellen weiter mussten wir immer umsteigen, meine Kumpels wohnten zum Glück in einem anderen Dorf und wir verteilten uns auf verschiedene Busse. Natürlich habe ich noch cool gemeint "ist mir doch egal, ob der Laden abbrennt, ich fahr jetzt nach Hause und zisch ein paar Bier". Nichts war mir egal. Als sie in ihren Bus gestiegen waren, tat ich so, als hätte mein Handy geklingelt und ich würde gedankenverloren die Straße entlang schlendern. Ihr Bus fuhr dann endlich los, sodass sie mich nicht mehr sehen konnten. Statt in meinen zu steigen, rannte ich wie ein Verrückter den ganzen Weg zurück zur Schule. Inzwischen waren noch weitere Feuerwehrleute und Krankenwagen eingetroffen. Scheinbar war das ein richtig großer Einsatz. Kein Wunder, wenn der Wald um die Schule brennt!

In meiner Panik habe ich mich unter die Leute gemischt, um vielleicht aus den Gesprächen etwas erfahren zu können. Der Brand war scheinbar wieder unter Kontrolle, zumindest konnte ich keinen Rauch mehr erkennen. Leider ließ sich nichts in Erfahrung bringen. Einfach jemanden ansprechen schied auch aus. Meine Nervosität hätte mich sonst verraten, sollte man schon nach dem Brandstifter suchen.
Also fuhr ich mit dem nächsten Bus nach Hause. Die folgenden Stunden waren fürchterlich, ich habe in der Nacht kein Auge zu bekommen und mich kaum sehen gelassen. Am nächsten Tag musste ich natürlich wieder zur Schule gehen, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Immer noch mit weichen Knien und kreidebleich fuhr ich zur Schule. Von einem Unterrichtsausfall wurde in den Nachrichten, die meine Eltern am Frühstückstisch immer hörten, nichts erwähnt. Auch meine Kumpels wussten von nichts. Zu meinem Entsetzen wurden wir alle in der Aula zusammengerufen. Würde man jetzt offiziell die Brandstiftung bekannt geben? Würden meine Kumpel aufspringen und mich verraten? Hatte man mich vielleicht sogar gesehen und gab jetzt bekannt, nach wem man sucht?

Ich versteckte mich hinter einem Pfeiler, in der Hoffnung, dass mich niemand bemerken würde, ich aber das Geschehen verfolgen könnte. Langsam trat der Schulleiter an das improvisierte Rednerpult. Eine riesige Last fiel von mir, als er die Ursache für den Brand bekannt gab: Am vorigen Tag hatte eine Gruppe Abiturienten mit ihrem Lehrer komplexe chemische Vorgänge untersuchen wollen.
Dabei kam es zu einem Unfall, giftige Dämpfe sollen ausgetreten sein. Die in den Räumen installierten Gasmelder hatten sofort die Feuerwehr alarmiert. Die Schüler haben die stechenden Dämpfe bemerkt und die Fenster geöffnet. Durch den plötzlich hereinströmenden Sauerstoff muss sich eine Apparatur entzündet haben, die den Raum mit tiefschwarzem Rauch vernebelt hat. Dieser Rauch ist durch die Fenster entwichen und über der Schule aufgestiegen. Die Feuerwehr konnte den Brand eindämmen, der Notarzt wurde gerufen, um die Schüler auf Vergiftungen zu untersuchen. Zwei wurden für wenige Stunden im Krankenhaus beobachtet, am nächsten Tag waren alle wieder wohlauf. Was für eine Erleichterung. Die abgebrannte Arbeit hat scheinbar niemand bemerkt. Nach dieser Erleichterung machte sich der Stress und Schlafmangel der vergangenen Stunden bemerkbar. Ich schloss mich auf der Toilette ein, da mir schwindelig wurde, und ließ mich von meinen Eltern abholen. Noch nie hatte ich so große Angst und noch nie habe ich mich so sehr darüber geärgert, vor anderen Leuten mein Gesicht wahren zu wollen, auch wenn ich als Konsequenz andere gefährde. Seit diesem Tag habe ich nie wieder irgendetwas angezündet und unbeobachtet abbrennen lassen. Zwar stehe ich jetzt nicht mehr so "cool" da, aber für das bisschen Anerkennung war es das einfach nicht wert.

Beichthaus.com Beichte #00027123 vom 20.10.2009 um 01:42:21 Uhr (23 Kommentare).

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Mehrfamilienhaus in Flammen

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Waghalsigkeit Hochmut Arbeit Kollegen

Mehrfamilienhaus in Flammen
Ich muss hier etwas beichten, dass mir jetzt schon viele Jahre auf der Seele brennt, ich aber noch keinem erzählen konnte. Ich hätte beinahe meinen besten Freund, den ich schon seit dem Kindergarten, also gute 25 Jahre kenne, umgebracht. Wir waren und sind es immer noch beide in der Freiwilligen Feuerwehr. Vielleicht sind hier auch Feuerwehrmänner bzw. -frauen anwesend und ich bitte euch, mich nicht zu verurteilen.
Wir hatten gerade beide erfolgreich unsere PA-Ausbildung, sprich Atemschutzgeräteträger-Ausbildung absolviert und brannten nur so auf einen Alarmruf. Der ließ auch nicht lange auf sich warten. Ein Mehrfamilienhaus stand in Flammen und wir meldeten uns sofort.
Man muss sagen, dass es noch nicht die Überhosen und -jacken gab, wie es heute der Fall ist. Wahrscheinlich wäre dann alles besser verlaufen.
Eine Person wurde noch vermisst und wir sind beide rein. Ein Glück wars nur im Erdgeschoss. Wir also rein und durch die ganze Aufregung machte sich der Sauerstoffvorrat unser beider Flaschen schnell flüchtig. Ich überredete meinen Freund, noch länger in dem Haus zu bleiben und diese Person zu finden, man müsse ja als vermeintlicher "Held" aus der Bude hinausmarschieren, mit der Person in den Armen.
Wie dumm das doch war. Komischer Weise, ich kannte es nur aus Filmen, jedoch habe ich sowas noch nie von PA-Trägern gehört, kamen tatsächlich auf einmal die Balken runter. Die Sauerstoffknappheit machte sich langsam bemerkbar und zu allem Überfluss traf ein Balken meinen Kameraden am Kopf und er wurde ohnmächtig. Wie geschockt stand ich da, als ich ihn am Boden liegen sah. Vereinzelte Balken versperrten mir den Weg und mein Sauerstoffvorrat war aufgebraucht. Alles auf eine Karte gesetzt, die Konsequenzen im Hinterkopf, dass die Balken die Decke stürzen könnten die Maske vom Kopf gerissen, Beil genommen und wie ein Besenkter auf die Balken eingekloppt. Schließlich hatte ich es geschafft und ich hatte "Glück" , dass er nur ohnmächtig war, da er flacher geatmet hatte und somit nicht ersticken konnte.
Mir und ihm die Sauerstoffflaschen abgeschnallt und ihn rausgeschleppt. Als man mich fragte, was denn passiert sei sagte ich, dass es ein Unfall war. Dass es sozusagen meine Schuld war verschweig ich.
Ich kam mit einer schweren Rauchvergiftung ins Krankenhaus und mein freund wegen einer Gehirnerschütterung. Seine Rettung, hat er mir verdankt, dass ich ihn in Gefahr gebracht habe, lässt er mich immer noch zum Spaß merken.
Die folgen der schweren Rauchvergiftung merke ich immer noch. Ich habe es immer schwerer mit meinem Sohn, der die große Welt immer ausgelassener erkundet mitzuhalten. Doch das war es mir wert, da ich meinen besten Freund nicht im Stich lassen konnte. Jetzt ist er der Pate meines Sohnes und ich werde der Pate seines Kindes. Ich möchte somit beichten, dass ich durch meinen Leichtsinn, den ich glücklicher Weise abgelegt habe, beinahe eine wundervolle Zukunft für mich und für meinen besten Freund zerstört hätte. Ich habe nur noch wenige PA-Einsätze absolviert, da mich die Ereignisse immer wieder einholen.

Beichthaus.com Beichte #00027103 vom 13.10.2009 um 16:01:14 Uhr (32 Kommentare).

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Unangekündigte Schulranzenkontrolle

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Dummheit Betrug Lügen Schule Frankfurt

Unangekündigte Schulranzenkontrolle
In meiner (w/33) blühendsten pubertären Phase (faul, undiszipliniert, unwillig was das Lernen anging) waren meine Noten in der Schule alles andere als berauschend und meine Eltern dementsprechend auf halb-Acht-Stellung. Dies bedeutete u.a. unangekündigte Schulranzenkontrolle, Hausaufgabenkontrolle etc. . An jenem Tag hatten wir Bio und ich seltenst eine 6. Um das Ganze so schnell wie möglich vergessen zu machen und gedanklich abhaken zu können, unterschrieb ich schon mal in der Schule direkt für meinen Daddy die Arbeit, um diese am nächsten Tag auch gleich beim Lehrer vorzeigen zu können. Es war zwar keine Routine für mich, aber die schlimmsten Arbeiten ersparte ich dadurch ab und an meinen Eltern. Ausgerechnet an diesem Abend schlug die Schulranzenkontrolle meines Vaters zu. Ich brav den Schulranzen ins Wohnzimmer gebracht, die Arbeit darin hatte ich schon total vergessen. Das Gefühl der Panik, das mich durchschoss, als mir während seiner bereits gestarteten Kontrolle einfiel, dass mein unterschriebener Sechser noch im Ranzen war, werde ich niemals vergessen. Ich betete noch, er möge sie nicht finden und einfach übersehen. Ein frommer Wunsch. Das Heftigste war sein Gesicht als er den Sechser sah. Die Unterschrift sah so perfekt wie seine aus, dass er tatsächlich erst noch überlegte und mich fragte, wann er die denn unterschrieben habe. Dann fiel sein Blick auf das Datum und dann fiel auch der Groschen. Sein Gesicht und mein Gefühl in diesem Moment werde ich nie vergessen. Ja genau, Dummheit gehört bestraft.

Beichthaus.com Beichte #00027101 vom 12.10.2009 um 17:11:37 Uhr in Frankfurt (36 Kommentare).

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