Vom Horrordate geflüchtet

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Falschheit Lügen Feigheit Dating Rheinstetten

Vom Horrordate geflüchtet
Ich war damals 19 Jahre alt, Single und auf der Suche nach der Richtigen. Da ich zu der Zeit viel in diversen Chaträumen unterwegs war, hatte ich auch immer ganz nette Internetbekanntschaften. Getroffen habe ich mich allerdings nur mit wenigen. Dieses eine Mal allerdings war es einfach bedeutend zu viel. Ich lernte die besagte Person also in einem Chat kennen. Wir unterhielten uns ein paar Mal nett und das, was ich auf dem Profilfoto sehen konnte, war auch echt hübsch. Etliche Chats später beschlossen wir, uns zu treffen und was trinken zu gehen, um uns auch mal real kennenzulernen. Gesagt, getan, fuhr ich also damals ein paar Ortschaften weiter, um die vermeintliche Topfrau zu treffen. Dass sie bei einer Hamburger Kette arbeitete, störte mich nicht weiter, denn sie sah ja gut aus, war nett und konnte sich sogar eine eigene Wohnung leisten. Doch wie Ihr euch denken könnt, kam alles anders. Nach Betätigen der Türklingel, meldete sich eine Kinderstimme über den Lautsprecher. "Komm rein, meine Schwester ist gleich fertig." Ihr kleiner Bruder ist wohl da, warum auch immer, dachte ich. Nachdem ich dann endlich im fünften Stock angekommen war, stand ein kleiner Junge in einer geöffneten Wohnungstüre und grinste mich breit an. Ich lächelte nett zurück und ging die letzten Stufen in Richtung des Eingangs. "Bin gleich fertig", hörte ich sie nur rufen und dann kam sie! Im Türrahmen erschien ein 1,60m mal gefühlt 1,60m großer Kasten mit langen schwarzen Haaren, geschminkt, jenseits von Gut und Böse und mit einer Stimme, an die ich mich heute noch erinnern kann. Kennt ihr diesen Wow-Effekt im negativen Sinne, der einen eigentlich mental gerade wieder fünf Stockwerke rückwärts die Treppe herunterfallen lässt? Ja, so fühlte ich mich.

Da ich aber eigentlich kein Arsch bin, der dann irgendwas Beleidigendes sagt, kam ich, mit eingezogenem Genick, in ihre Wohnung. Wohnung ist hierbei übertrieben. Bis zu dem Tag wusste ich nicht, wie klein eine Ein-Zimmer-Wohnung sein kann. Da ihre Mutter wohl unterwegs war, hatte sie die Aufsicht für ihren kleinen Bruder. Dieser wurde jedoch nach etwa zehn Minuten von der Mutter abgeholt. Dann kam sie wieder nach oben, lief an mir vorbei und setzte sich an den PC. Sie loggte sich in den Chat ein und hackte erst mal drauf los. Nach fünf Minuten Geduld fragte ich mich dann so langsam, was sie da eigentlich macht. Ich meine, es ist ja nicht gerade höflich, wenn man einen Gast hat und dann nur am PC sitzt. "Oh, ich rede gerade mit meinem Ex, der macht etwas Stress und will sich das Leben nehmen", sagte sie, als sie meinen langsam aber sicher genervten Blick sah. Warum der Typ sich das Leben nehmen wollte? Bei der Ex-Freundin - ich konnte ihn verstehen! Gut, dachte ich mir. Du gehst mit ihr eine Kleinigkeit trinken, unterhältst dich über irgendwas und dann zischt du wieder ab nach Hause. Nicht dass das Vorhaben schon schwer genug gewesen wäre, aber wie gesagt, ich lasse normalerweise nicht so den Arsch heraushängen. Als sie während des Chats jedoch noch ihre Schreibtischschublade öffnete, und sich eine Zigarette drehte, während der Tabak gerade so in die Tastatur rieselte, wurde es mir zu viel! Sie steckte sich die Kippe an und blies genüsslich den Rauch in die Luft in einer Minus-Ein-Zimmer-Wohnung mit geschlossenen Fenstern. Das alles zusammenbrachte in mir auf einmal einen ungeheuren Fluchtdrang hervor und es tat sich mir nur noch ein Gedanke auf: "Ich will hier raus!"

Mir kam eine Idee. Ich bemerkte in meiner Gesäßtasche meinen Feuerwehrmelder. Warum ich ihn an diesem Tag zu einer vermeintlichen Verabredung mitgenommen hatte, kann ich nicht mal genau sagen. Wahrscheinlich war es so eine böse Vorahnung. Jedenfalls hat das Gerät die Eigenschaft, wenn es aus und wieder eingeschaltet wird, einen Selbsttest durchzuführen. Dieser klingt dann so, als ob ein Alarm eingehen würde. Doch warum sollte ich jetzt auf einmal aufspringen, nur weil das Ding piept?! Und auch noch von einer Verabredung? In meiner grenzenlosen Not wurde ich auf einmal immer erfinderischer. Als sich die besagte "Traumfrau" wieder dem Chat mit ihrem Ex widmete, schrieb ich kurzerhand eine SMS an einen Feuerwehrkollegen mit dem Inhalt: "Ruf mich in fünf Minuten an, sag es ist was Schlimmes passiert, und alle werden gebraucht." Ich wusste nicht, ob mein Plan aufgehen würde, aber er musste es einfach. Irgendwie. Nach circa drei Minuten tat ich es einfach. Ich stellte den Melder aus und wieder an. Der Alarmton ertönte und ich schreckte, wie von einer Tarantel gestochen auf. "Oh Gott", schrie ich.

Als sie fragte, was los sei, sagte ich, dass das ein Alarm von der Feuerwehr wäre, ich aber nicht wisse, was los ist. Die Frage "musst du da jetzt weg" konnte ich nur mit einem "ich weiß es noch nicht" beantworten. Kurz darauf klingelte mein Handy. "Wo bist Du? Hier ist die Hölle los, die Firma XY brennt lichterloh, wir brauchen jeden Mann!" "Oh f*ck, ok, ich komme sofort". Aufgelegt, sie angeschaut: "Oh man, tut mir echt leid, aber du hast es ja mitbekommen, bei uns ist die Hölle los! Ich muss leider weg!" Sie schaute mich an und meinte dann nur "Das ist aber sehr schade, aber kann man nichts machen, wir reden dann wieder im Chat." Ich, die Treppe runter, zu meinem Auto gehechtet, Reifen durchdrehen lassen und ab um die nächste Ecke. Da stand ich nun, zwei Straßen weiter. Und erst im Nachhinein begriff ich, was ich da gerade für eine schauspielerische Leistung vollbracht hatte. Voller Erleichterung trat ich den Heimweg an. Ich finde es ist eine Schweinerei, wenn man falsche oder verfälschte Bilder von sich hergibt und damit prahlt! Gechattet haben wir danach übrigens noch einmal. Sie ist dann irgendwie wieder zu Ihrem Ex zurück. Es hat wohl nicht so geklappt, mit seinem Selbstmord. Armer Kerl!

Beichthaus.com Beichte #00027972 vom 09.07.2010 um 15:44:19 Uhr in Rheinstetten (52 Kommentare).

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Die Figur der Porzellanmanufaktur Meissen

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Waghalsigkeit Vandalismus Kinder

Meine Großmutter war eine leidenschaftliche Sammlerin wertvollen Porzellans, in erster Linie Meissner Porzellan, sie sammelte nicht nur Speise- und Kaffeeservice, sondern auch Skulpturen und kleine Figuren von großem Wert. Eines Tages erhielt sie von ihrem Ehemann eine mittelgroße Figur der Porzellanmanufaktur Meissen, deren Kaufpreis damals 2.000 DM betrug, er hatte lange dafür gespart. Ich war damals ein 9 Jahre altes Mädchen, lebhaft und zu allem Unsinn aufgelegt.
So kam natürlich auch diese Figur in meinen verhängnisvollen Wirkungskreis.
Sie stand als Dekoration auf einem kleinen Tisch, an dem meine Großmutter und ich oft zusammen saßen. Als meine Großmutter den Raum verließ, nahm ich die Figur in meine Hände und was geschah? Sie fiel auf den Tisch und ein Blättchen des Blumenstraußes, den der kleine Junge in seinen Händen hielt, brach ab.
Ich ließ das abgebrochene Blättchen auf dem Tisch liegen und verschwand unbemerkt und wartete voller Angst, was geschehen würde. Ich hatte Glück, ein Handwerker war an diesem Tag in der Wohnung, und meine Großmutter war der festen Überzeugung, er hätte seine Werkzeuge auf dem Tisch abgelegt und so die Figur beschädigt. Sie nahm es als Schicksal, klebte das Blättchen an die Figur an und erfuhr nie, wer der Übeltäter war.

Beichthaus.com Beichte #00027961 vom 06.07.2010 um 20:30:03 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die letzten drei Seiten der Bibel

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Betrug Faulheit Waghalsigkeit Glückstadt

Die letzten drei Seiten der Bibel
Ich muss beichten, dass ich mich während meiner schulischen Ausbildung zur Grafik-Designerin zur ziemlichen guten Attest-Fälscherin hochgearbeitet habe! Immer wenn ich keine Lust hatte zur Schule zu gehen hab ich mir selber ein Attest gebastelt, dass von Zeit zu Zeit professioneller wurde. Als Vorlage hatte ich verschiedene Atteste von Zahnärzten, Hausärzten und Frauenärzten. Ich scannte diese ein und baute sie mit einem bekannten Grafikprogramm nach, sodass ich am Ende eine beträchtliche Menge an vorgefertigten Exemplaren hatte. Da die Atteste vom Hausarzt aus extrem dünnen Papier bestanden, und dieses in keinen Handel zu finden war, nahm ich meine Bibel aus Konfirmationszeiten und riss die letzten drei unbedruckten Seiten heraus. Das Papier hatte nämlich genau das benötigte Gewicht. Ich fixierte die Seiten mit Tesa auf handelsüblichen Druckerpapier und druckte das Attest passgenau darauf aus! Keinem fiel je etwas auf!

Beichthaus.com Beichte #00027949 vom 01.07.2010 um 13:02:07 Uhr in Glückstadt (45 Kommentare).

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Die ausgebrochene Schafherde

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Dummheit Waghalsigkeit Vandalismus Tiere Ulm

Vor vielen Jahren an einem schönen Sommertag spielte mein bester Kumpel und ich mal wieder auf der großen Wiese, die in der Nähe unserer Häuser lag. Es gab einen großen Fluss, einen kleinen Tümpel und ab und zu Schafherden auf der Wiese.
Wir waren schon immer viel an Tieren interessiert, so kamen wir an einem Tag auf die Idee mal ein Schaf zu bereiten und mit ihm ein bisschen rumzutraben. In dem mit Elektrozaun umschlossenen Gebiet befanden sich circa 300-400 Schafe.
Vor dem Elektrozaun stand ein kleines Gerät, es war das Gerät um die Stromstärke zu regulieren.
Nach rechts drehen die Voltzahl erhöht sich nach links, sie verringert sich. Da ich mir dachte wir wollen uns ja keinen Schock oder ähnlich holen drehte ich den Stromregulierer einfach mal solang nach links bis es nicht mehr weiter ging, wir sprangen über den Zaun und mein Kumpel sprang auf ein Schaf und dann passierte das Unglück.
Das Schaf erschreckte sich sehr stark und rannte Richtung Zaun und überrannte ihn einfach, nun kam der Dominoeffekt zum Einsatz, die komplette Viehherde bewegte sich zusammen mit dem ausgebrochenen Schaf, das wir heute als Charlie betiteln, in die Freiheit.
Was wir dann taten?
Wir rannten um unser Leben und das so schnell wie uns unsere Füße tragen konnten. Am nächsten Tag hat mir mein Opa erzählt das die Schafherde ausgebrochen sei und mehrere Schafe in dem Fluss nebenan ertranken, es tut mir heute noch Leid lieber Schafhirte und den Schafen ebenfalls.

Beichthaus.com Beichte #00027943 vom 30.06.2010 um 13:45:19 Uhr in Ulm (23 Kommentare).

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Meinen besten Kumpel verprügelt

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Fremdgehen Gewalt Aggression Ex Frankfurt

Ich (m/23) bin nicht der Typ, der viele Freundinnen hat. Mit 20 hatte ich dann meine erste Freundin. Es lief richtig gut und wir hatten Spaß zusammen. Bis mein bester, wirklich bester Kumpel mit ihr geschlafen hat. Als ich das erfuhr war ich völlig von Sinnen. Ich wusste zwar, das besagter Kumpel solche Dinge schon bei anderen Freunden gemacht hat, hätte aber damals nie gedacht, dass er dies auch bei mir tut. Schließlich gingen wir durch dick und dünn. Aber zurück zu dem Tag an dem ich erfuhr, was er getan hat. Nach der tollen Botschaft fuhr ich zu ihm, habe an seiner Tür geklingelt und sofort zugeschlagen. Er konnte nicht mal Hallo sagen. Ich habe mich damals wirklich nicht zurückgehalten, sondern so lange in ihn rein geprügelt bis er nichts mehr sagen konnte. Da überall Blut war habe ich noch den Krankenwagen gerufen und bin dann abgezischt. Angezeigt hat er mich nie, Kontakt hatten wir auch nie wieder. Zu der damaligen Freundin von mir habe ich auch keinen Kontakt mehr. Ich habe heute erfahren, dass er daraus nichts gelernt hat und immer noch ähnlich Aktionen abzieht.

Beichthaus.com Beichte #00027940 vom 30.06.2010 um 01:59:55 Uhr in Frankfurt (53 Kommentare).

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