Versicherungskunden

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Hass Zorn Aggression Geiz Arbeit Zweibrücken

Ich arbeite seit gut 15 Jahren für eine mittelgroße Deutsche Versicherungsgesellschaft. Gerade jetzt zum Jahreswechsel machen mich die Kunden, die durch die Werbung oder Tests in Zeitschriften und im Fernsehen angestachelt werden, ihre zu teuren Autoversicherung zu vergleichen wahnsinnig. Da gibt es zum einen diejenigen die jedes Jahr kommen und jedes Jahr die gleichen fragen stellen und dann behaupten, dass wir das mit den Typ- und Regionalklassen und Stufungen im Schadenfall jetzt ganz neu eingeführt haben. (Sorry für mein Versicherungsdeutsch.) Die nächste Art von Kunden sind die weitaus schlimmeren. Diese bringen Angebote von einschlägigen Vergleichsportalen mit, spricht ja grundsätzlich nichts dagegen, aber erstens "Der Ton macht die Musik" und zweitens entsprechen die Angebote zu 95% nicht dem was sie aktuell bei uns versichert haben. Diese dummdreiste Art so nach dem Motto "Den Preis will ich hier auch" aber natürlich keinen schlechteren Versicherungsschutz wie im mitgebrachten Angebot, sondern den bisherigen - halt nur zum günstigen Preis. Schon klar. Im Supermarkt an der Kasse hätte ich auch gerne dass Filetsteak zum Preis eines Schnitzels. Auf einer vernünftigen Basis lässt sich über vieles reden und es gibt sicherlich auch genügend Gesellschaften in Deutschland, die preislich über oder unter dem Durchschnitt liegen. Aber diese Geiz-ist-Geil-Mentalität der letzten Jahre kotzt mich an.


Nur ein Beispiel zur Dummheit mancher Kunden: Der Kunde X bringt ein Angebot mit, das 20 Euro teurer ist, ja TEURER, als sein jetziger Vertrag bei uns und legt es mir patzig auf den Schreibtisch. Ich solle was an seinem Preis machen – sprich den gleichen Preis wie im Angebot. Auf meinen Einwand, dass der Preis höher sei, meinte er nur lapidar, dass wir im nächsten Jahr auch teurer werden würden. Ohne eine Rechnung von uns erhalten zu haben. Also nachgeschaut und siehe da, er zahlt tatsächlich mehr – nämlich 8 Euro. Auf meine daraufhin folgende Frage, ob er mir dann den Differenzbetrag von rund 12 Euro gleich bar geben möchte, folgte ein Gesichtsausdruck, der mir den restlichen Tag ein lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Ich werde im fortschreitenden Tagesverlauf innerlich immer aggressiver gegenüber oben beschriebener Kundentypen und kann mir manchmal solche verbale Seitenhiebe nicht mehr verkneifen.

Beichthaus.com Beichte #00029546 vom 23.11.2011 um 16:52:56 Uhr in Zweibrücken (18 Kommentare).

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Rucksack auf und rein

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Diebstahl Habgier Schamlosigkeit

Ich klaue regelmäßig bei R*** und einem privaten Lebensmittelgeschäft. Eigentlich kam ich dazu, weil ich in der Woche nicht genug Geld habe um mir Lebensmittel leisten zu können, und auf hungern hatte ich keine Lust. Muss ehrlich gestehen, dass es recht einfach ist. R*** hat anscheinend keine Überwachungskameras und die Kontrollieren meinen Rucksack nie. Einfach drauf achten das niemand in der Nähe ist, Rucksack auf und rein mit dem Zeug; dann ganz normal den Laden verlassen. Fühle mich sehr schlecht dabei, aber wie gesagt, auf Hungern habe ich keine Lust.

Beichthaus.com Beichte #00029542 vom 22.11.2011 um 17:05:46 Uhr (39 Kommentare).

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“35.000

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Ich arbeite zu schnell

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Falschheit Ungerechtigkeit Arbeit

Ich arbeite zu schnell
In meiner Firma wird die erbrachte Leistung an der Zeit gemessen, die man in der Firma verbringt. Da ich leider ziemlich effektiv arbeite und somit recht schnell mit meinen Aufgaben fertig bin, werde ich falsch bewertet. Habe ich früher meinen zeitigen Feierabend genossen, während andere noch über profanen Excelformeln brüteten oder Werte in den Dokumenten gar mit einem Taschenrechner addierten (leider wahr), kam leider die Auffassung auf, ich würde viel weniger arbeiten, da ich ja so früh das Büro verlasse, alle anderen würden wesentlich mehr arbeiten. Ich habe mich dahingehend angepasst, dass ich im Schnitt genauso lange da bin wie alle anderen. Ich arbeite meine eigentlichen Aufgaben immer noch genauso effektiv ab, 70 Prozent meiner Arbeitszeit verbringe ich aber mit surfen, Bearbeiten von privaten Projekten (dadurch ergibt sich auch ein netter Nebenverdienst) und rumgammeln. Mancher mag jetzt sagen "Wieso sprichst Du nicht mit Deinem Chef?". Alles schon passiert, mit dem Resultat, dass ich dann tatsächlich weitere Aufgaben bekommen habe und damit andere Kollegen entlastet habe. Aber da sich das weder in der Bezahlung widerspiegelt oder zumindest der (sozialen) Anerkennung der Kollegen, habe ich mich mit der Zeit nach außen der Durchschnittsblödheit angepasst, mache vom Pensum her das gleiche wie der Rest und bekomme meinen verdienten Zusatzverdienst eben auf andere Weise.

Beichthaus.com Beichte #00029539 vom 21.11.2011 um 20:14:57 Uhr (34 Kommentare).

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Schuh-Scheiterhaufen

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Maßlosigkeit Wollust Partnerschaft

Ich beichte, dass ich mich mit Mitte 30 immer noch benehme wie ein Teenager, was Beziehungen angeht. Ich verknalle mich wahnsinnig oft in irgendwelche Männer, mit denen ich dann eine Beziehung eingehe, nur um sie für den nächsten Hübschen, in den ich mich ein halbes Jahr darauf verliebe, zu verlassen. Schrecklich. Ich hasse es, wenn Alltag einzieht und alles unaufregend und normal wird. Zur Zeit habe ich einen Neunzehnjährigen am Start, der mich aber allerdings auch schon wieder beginnt zu langweilen. Er hat einen wirklich tollen Körper, aber im Bett ist er nicht so der Bringer. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich eine Fitnessstudiokette besitze und dementsprechend mit sehr vielen gut aussehenden Menschen in Kontakt komme. Schlimm wird es immer, wenn ich dann wegen eines anderen Schluss mache. Da gab es schon Dramen beinah biblischen Ausmaßes. Zwei haben sich um mich geprügelt, einer hat meine teure Schuh- und Klamottensammlung auf einen Haufen gelegt und angezündet, und einer hat mein Auto zerkratzt. Verletzte Männer können auch ganz schön rachsüchtig sein. Ich hab sogar schon versucht, mal in Therapie zu gehen, aber selbst der Therapeut hat mir so gut gefallen, dass ich da lieber nicht nochmal aufgeschlagen bin. Sicher ist sicher. Naja, jedenfalls überlege ich jetzt in diesem Moment gerade, meinem Neunzehnjährigen den Laufpass zu geben. In einem meiner Studios hat ein neuer hübscher Sportstudent als Trainer angefangen, habe ich Freitag gemerkt.

Beichthaus.com Beichte #00029536 vom 21.11.2011 um 10:09:58 Uhr (27 Kommentare).

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Mein altes Leben

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Maßlosigkeit Wollust Peinlichkeit

Ich (w/24) würde gerne mein früheres Leben ungeschehen machen. Als ich ein Teenager war, habe ich ziemlich exzessiv gelebt: geraucht, gesoffen, und in der Gegend herumgeflirtet. Okay, oft genug ist es nicht beim bloßen Flirten geblieben. Ich habe Jungs angebaggert und mit ihnen geschlafen, das hat meinem Selbstbewusstsein den ultimativen Kick gegeben, und ich habe es genossen. Die meisten waren zwar eher bescheiden im Bett, aber wie gesagt, es hat mein Ego gepusht. Leider habe ich mir damit in meinem Kaff (kleines Bergdorf in Sachsen) den Ruf erworben, sehr leicht zu haben zu sein, um es mal nett zu formulieren. Früher war mir das vollkommen egal, aber mittlerweile werde ich da schief angeguckt und es wird über mich getuschelt. Dazu kommt noch, dass ich seit einiger Zeit einen Freund habe, den ich über alles liebe, und dem ich nie fremd gehen würde. Dummerweise wird er von einigen der Jungs, mit denen mal was lief, oder die es sich zumindest mal gewünscht hätten, öfter angepöbelt und ausgelacht. Außerdem scheuen diese Trottel nicht mal davor zurück, mich direkt vor ihm anzugraben und teilweise darauf anzuspielen, dass sie schonmal was mit mir hatten. Ich werde auch ständig bei Facebook angeschrieben, die Nachrichten da sind oft ziemlich eindeutige und plumpe Anmachen. Mittlerweile reagiere ich darauf noch nicht einmal mehr mit einer sauren und zynischen Antwort, sondern ignoriere sie. Aber es hört einfach nicht auf. Mein Freund ist schon wahnsinnig misstrauisch und wir streiten auch öfter über das leidige Thema. Ich habe ihm aus lauter Angst, dass er mich sofort verlässt, nur marginale Bruchstücke über meine Vergangenheit erzählt und komme jetzt einfach nicht mehr aus der Nummer raus, ohne total vertrauensunwürdig auf ihn zu wirken. Er hat schon mal gesagt, dass er das Gefühl hat, bei mir eine Nummer gezogen zu haben und nur eine temporäre Liebschaft für mich zu sein. Ich möchte aber wirklich mit ihm alt werden. Ich bereue es jetzt wahnsinnig, nicht eher über die Konsequenzen bestimmter Handlungen nachgedacht zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00029529 vom 17.11.2011 um 12:02:45 Uhr (39 Kommentare).

Gebeichtet von guenclau
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