Kiffen, trinken, klauen

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Drogen Trunksucht Diebstahl Verschwendung Oldenburg

Ich beichte, dass ich mal in der Stadt am Saufen war und auch gekifft habe. Da ich nicht mehr wusste, wo mein Fahrrad stand, "musste" ich mir eins klauen, um nicht nach Hause laufen zu müssen. Das war auch nicht das erste Mal. Ich bin also losgefahren, aber weiß nicht mehr genau wo lang. Jedenfalls, es war schon hell geworden, kam ich an einem Haus vorbei, aus dem gerade jemand herauskam, um die Ecke ging und die Tür angelehnt ließ. Ich, so mega dicht, wie ich war, kam auf die Idee mal dort reinzuschauen. Drehte mit dem Fahrrad um und stellte es vor der Haustür ab. Ich ging einfach dreist rein und lehnte die Tür wieder hinter mir an. Ich ging, glaube ich, durch einen kleinen Flur und ins nächste Zimmer. Dort angekommen, dachte ich mir, dass ich ja mal in den Kleiderschrank gucken könne. Da ich sowieso neue Klamotten brauchte, durchwühlte ich den ganzen Schrank, bis ich einige gute Hosen und T-Shirts fand. Die anderen Klamotten hatte ich einfach hinter mich auf den Boden geworfen.
Als ich nun die Sachen hatte, kam ich mir ein bisschen schlecht vor und kramte in meinen Hosentaschen und fand noch 5 Euro. Diese legte ich einfach auf den Tisch und verschwand wieder aus dem Haus.
Draußen legte ich die Sachen in den Fahrradkorb, der vorne angebracht war. Schnell stieg ich wieder aufs Fahrrad und fuhr los. Ein paar Straßen weiter wurde ich von irgendetwas abgelenkt, guckte nach rechts und fuhr volle Kanne gegen ein Strassenschildpfeiler. Zum Glück ist mir nichts passiert, da ich mich noch abrollen konnte, aber der Korb war total eingedrückt und die ganzen "gekauften" Klamotten lagen überall rum. Ich sammelte sie schnell wieder ein und quetschte sie wieder in den Korb.
Irgendwann bin ich dann irgendwie zu Hause angekommen und stellte das Fahrrad in den Schuppen, nahm noch die Sachen mit in mein Zimmer und bin eingepennt.


Am nächsten Morgen wachte ich auf und dachte im ersten Moment, dass ich das alles nur geträumt hätte. Aber als ich dann die Hosen usw. auf dem Boden sah, wurde mir klar, dass ich wieder mal voll die Scheisse gebaut hab. Zudem waren die Klamotten viel zu groß für mich und ich überlegte, wie ich die Sachen wieder loswerden könnte, ohne dass irgendjemand etwas merken würde. Am Abend, als es dunkel wurde und ich einigermaßen ausgenüchtert war, packte ich die Sachen in meinen Rucksack, stieg auf das geklaute Bike, fuhr zum nächsten See und schmiss die Klamotten dort einfach hin. Hatte vorher durch einen Anruf beim Kumpel erfahren, wo mein Fahrrad steht und fuhr dann mit dem Geklauten hin. Stellte es ab und fuhr mit meinem wieder nach Hause. So, das Fazit dessen ist, dass ich nicht mehr soviel trinken und grüne Pflanzen rauchen sollte und ich im Prinzip 5 Euro umsonst ausgegeben habe. Naja die Kleidungstücke waren wohl auch etwas wert und ich finde meine Aktion echt dreist und auch peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00027612 vom 12.03.2010 um 01:12:20 Uhr in Oldenburg (33 Kommentare).

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Die Gang Bang Racheparty

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Rache Zwietracht Falschheit Feinde

Die Gang Bang Racheparty
Vor einigen Jahren gab es da jemanden, der saudumm war aber meinte, sie müsse ihre Dummheit auch noch groß hinaus posaunen und stehe über allen anderen. Diese dumme junge Dame fand in unserer Gegend, in der es nur so von Förderschülern wimmelt, noch viele andere Dumme, die sich ihr anschlossen und zusammen einen Haufen großkotziger und billiger Schlampen bildeten, die sich teilweise bereits mit 16 schwängern ließen, damit sie sich keine Arbeit suchen mussten. Nun kam es, dass mich diese jungen Damen schon bald hassten, wie die Pest, da ich eine höhere Schule besuchte, die besseren Männer abbekam und bei meinen Mitmenschen beliebter war, aufgrund meines weicheren und ruhigeren Gemütes, das im krassen Gegensatz zu ihrem "Aggro-Style" stand. Da es jedoch im Dorf nicht viele Möglichkeiten gab, am Wochenende abends wegzugehen, ließ es sich nicht vermeiden, dass sich unsere Wege des öfteren kreuzten, wobei mir der Neid und Hochmut dieser arroganten Proletenladies, jedes mal regelrecht ins Gesicht gesprungen ist, obwohl ich von ihnen gar nichts wissen wollte. Ich ging meinen eigenen Weg und scherte mich einen feuchten Dreck, um deren Ansichten. Nachdem ich auf ihre Angriffe nicht reagierte und anstatt mich darauf einzulassen ruhig blieb, verbreiteten sie haarsträubende Gerüchte über mich, die alleine vom Praktischen her, gar nicht der Wahrheit entsprechen können. So, da fing es an, mir zu reichen. Ich setzte mich an den Rechner, ging auf ein paar Sexseiten und inserierte eine Anzeige, in der eine private Gruppe männliche Verstärkung für ihre Sexparties suchte. Die Kerle meldeten sich darauf zahlreich mit recht eindeutigen Angeboten und nach zwei Monaten hatte ich ca. 150-200 sexhungrige Männer, aus allen Schichten zusammen, die an einem bestimmten Datum zu einer bestimmten Uhrzeit bei der Anführerin dieser Mädchengang vor der Türe stehen würden, im Glauben, es gäbe dort eine private Sexparty, im Kreis von 14 Leuten, mit Frauenüberschuss. Auch Telefonchecks waren natürlich kein Problem, da ich ja eine Frau bin. Natürlich verwendete ich beim E-Mailverkehr auch nicht die echten Bilder dieser Damen, zumal diese alles andere als Schönheiten waren, sondern griff auf privat anmutende Fotos von jungen, adretten Frauen aus dem Internet zurück.

Am Tage der Sexparty verschanzte ich mich in der Nähe und beobachtete das Schauspiel. Der erste Herr kam über eine Stunde zu früh und irrte verzweifelt und dennoch mit recht verstohlenem Blick auf der Straße herum. Es gesellten sich immer mehr liebestolle Mannsbilder hinzu, bis in der kleinen Seitenstraße eine regelrechte Blechlawine vor sich hinwallte und die betreffende Dame, die ja nun mit ihren 140 Kilo, keinerlei Ähnlichkeiten mit dem Model auf dem Bild aufwies, welches ich den Interessenten zugeschickt hatte, fertigte verstört ein Auto nach dem anderen ab. Ich hörte sie dabei nach den Adressen, der einzelnen Teilnehmer fragen aber die wollte verständlicherweise keiner dieser Herren herausrücken. Teilweise waren die Kerle sogar 600km weit gefahren, um an dieser Party teilzunehmen und ließen beim Anblick der adipösen Frau völlig verärgert die Reifen durchdrehen und fuhren mit hohem Tempo und rabiaten Lenkbewegungen davon. Von teuren Mercedes-Limousinen, bis hin zu alten halb verrosteten Schrottkisten und von taktvollen Männern, in Anzügen, bis zu unrasierten Kerlen in Jogginganzügen, war alles dabei. Manche stiegen auch aus, ließen die anderen hinter sich warten und stolperten verstört oder hasserfüllt in der Gegend herum. Andere übergaben der Übergewichtigen resigniert ihre Mitbringsel, die meistens aus einer Flasche Sekt oder einem Blumenstrauß bestanden, um danach wieder einzusteigen und mit betretenem Gesicht abzufahren. An diesem Tag war die Hauptstraße des kleinen Dorfes total verstopft und in der Seitengasse, war erst recht kein Durchkommen mehr.

Am Ende wurde ich jedoch Opfer meiner eigenen Dummheit, denn nach etwa sechs Wochen standen zwei Polizeibeamte in Zivil bei mir vor der Türe und verrieten mir, dass eine Anzeige wegen Beleidigung vorliege. Die Beleidigung würde sich daraus ergeben, dass über besagte Dame nun geredet würde, sie hätte die Party selbst veranstaltet und all diese Männer zum Sex eingeladen. Nun ja, die Gerüchte, welche sie über mich in die Welt gesetzt hatte, waren um einiges schlimmer, jedoch hielt ich meinen Mund, gestand und machte meine Aussage.

Zu guter letzt glaube ich dennoch, dass sich die an Adipositas Leidende, gewünscht hätte, sie hätte diese Anzeige niemals erstattet, denn die Gerichtsverhandlung, wurde zu einem einzigen peinlichen Auftritt für sie und die Strafe, welche ich bekam, war mehr als lächerlich - zuletzt, nachdem ich offen legte, warum ich das alles getan hatte, zeigte der Richter sogar Verständnis für meine Seite. Zurück zur eigentlichen Verhandlung: Besagte nicht sehr helle Frau, kam in den Verhandlungssaal getrampelt, schlug die Tür viel zu laut zu und wollte sich dann auf die Anklagebank setzen. Der Richter deutete ihr an sich woanders hinzusetzen, aber sie steuerte trotzdem geradewegs auf die Anklagebank zu. Der Richter sagte ihr also, sie solle sich einen anderen Platz suchen, sie schaute ihn dabei sogar an, läuft aber weiter auf die Anklagebank zu. Dort angekommen, wollte sie sich hinsetzen und der Richter erhob seine Stimme: "Hallo! Hören Sie mich schlecht? Nicht auf die Anklagebank! Oder sind Sie hier heute angeklagt?" Fräulein Großmaul, nun gar nicht mehr so großmäulig, schüttelte verlegen den Kopf und faselt irgendetwas von einer Erkältung. Verstört stammelte sie dann kaum verständliche Antworten auf die Fragen des Richters, der versuchte die Zusammenhänge und Abläufe nach ihren Aussagen zu rekonstruieren. Da dies eine Verhandlung vor dem Jugendgericht war, musste sie am Ende ihrer Aussage wieder den Saal verlassen, was sie aber ebenfalls irgendwie nicht begreifen konnte. Der Richter schickte sie erst in einem normalen Tonfall nach draußen - keine Reaktion. Auch beim zweiten Mal, machte sie keinerlei Anstand den Raum zu verlassen, erhob sich jedoch und guckte dumm. Der Staatsanwalt und die Frau von der Jugendgerichtshilfe grinsten bereits breit und schüttelten die Köpfe, bis der Richter, mit dem Finger auf die Türe deutend, erneut seine Stimme erhob: "Verstehen Sie mich nicht? Da ist die Tür! Dort geht es hinaus! Sie sollen hinaus, heraus!" Daraufhin wurde der Blick der Proletenlady beinahe weinerlich und ich befürchtete bereits, dass gleich eine Putzfrau kommen müsse, um eine Pfütze zwischen ihren Beinen vom Boden aufzuwischen. Jedoch bevor sie sich vollends blamierte, steuerte sie letztendlich den richtigen Weg an und fand sogar den richtigen Ausgang.

Meine Strafe bestand aus 20 sozialen Arbeitsstunden, welche ich in einem Altenheim ableistete, jedoch empfinde ich heute noch eine Genugtuung, beim Gedanken an das verängstigte Mädchen, das am liebsten vor Scham im Boden versunken wäre und das so gar nichts mehr aggressives und selbstsicheres an sich hatte. Mein Fazit: Meine Befriedigung war wesentlich größer, als ihre und ich würde es für 20 Stunden leichte Arbeit wieder tun!

Beichthaus.com Beichte #00027606 vom 10.03.2010 um 00:09:46 Uhr (55 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


200 Euro Trinkgeld für Zivi

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Falschheit Lügen Habgier Morallosigkeit Zivi & Bund 50+ Hamburg

Ich bin Zivi im Rettungsdienst und daher Rettungssanitäter. Neulich haben wir eine nette alte Dame, etwas verwirrt und sehr kurzsichtig, aus dem Krankenhaus nach Hause gebracht. Sie wohnt in Hamburg in einem schönen Haus, gut eingerichtet. Als Dankeschön für die Beförderung und die nette Unterhaltung während der Fahrt wollte sie mir ein kleines Trinkgeld geben. Eigentlich darf ich keine Geldgeschenke annehmen. Egal, ich mache es trotzdem immer. Zurück zu meiner Beichte: Die Dame schaut in ihre ordentlich bestückte Geldbörse und fischte einen 200 Euro Schein heraus. Sie fragte mich was das für ein Schein sei und ich sagte es wäre ein Zwanni. Sie freute sich und steckte mir den Schein in die Hand. Ich wiederum steckte ihn schnell ein, damit mein Kollege nicht sieht was ich da gerade bekommen habe. Mein Kollege ist ein Idiot, ich hasse ihn, weil er ein langweiliger Schnacker ist. Jedenfalls hab ich ihm im Auto gesagt wir hätten 20 Euro bekommen und ihm einen Zehner gegeben. Irgendwie hab ich ein schlechtes Gewissen, aber man muss ja heute zu Tage irgendwie zu Kohle kommen.

Beichthaus.com Beichte #00027605 vom 09.03.2010 um 22:01:03 Uhr in Hamburg (60 Kommentare).

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Heaven 54

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Drogen Trunksucht Maßlosigkeit Faulheit Studentenleben Hamburg

Heaven 54
Meine wohlhabenden Eltern hatten meiner Schwester und mir damals vor 20 Jahren fürs Studium in Hamburg eine große 5 Zimmer-Altbau-Wohnung gekauft. Nach einem Semester wechselte sie aber nach Heidelberg und ich fing an zuerst 2 Zimmer zu vermieten. Und zwar ausschließlich an Studentinnen! Ich suchte mir zuerst nur die schärfsten Geräte aus. Aber das war ein Fehler. Zickenalarm und endlose Diskussionen waren die Folgen. Nach einem Jahr hatte ich den Fehler bereinigt und die Trullas soweit ausgetauscht, dass ich nur noch Party taugliche, das Leben genießende Mitbewohnerinnen hatte. Ein drittes Zimmer vermietete ich dann auch noch. Zwei eigene reichten mir. Ein Mann, drei Party-Mäuse, das war genau das, worum mich alle meine Freunde beneideten. Und ich gab Vollgas!

Ich wollte mein Studentenleben wie in den amerikanischen High-School-Filmen zur Dauer-Fete machen und hatte das feste Ziel mir das Gehirn wegzurauchen oder wahlweise wegzusaufen (egal, was schneller ging). Am Anfang feierten die Mädels auch immer volle Kanne mit, und klar kam man sich da auch näher. Von Orgien mit meinen Mitbewohnerinnen würde ich nicht unbedingt sprechen, aber hier und da ging schon mal was. Aber länger als zwei Semester hielt es eh keine der Kommilitoninnen mit ernsthaften Studier-Absichten in meinem Party-Heaven aus, obwohl ich immer für genügend Alkohol und Gras zur freien Verfügung sorgte. Teilweise lagen wir zu viert tagelang alle in meinem Wohnzimmer, dicht bis oben hin, philosophierend, der Pizza-Mann brachte Süßigkeiten und die Mahlzeiten. Und immer, wenn einer drohte nüchtern zu werden, ließen wir schnell den Bong kreisen. Unsre Partys hatten keinen Anfang und kein Ende. Die Zimmer-Mieten für die Mädels waren günstiger als anderswo und es gab kostenlos eine Putzfrau die wöchentlich kam. Manchmal brauchte die arme Frau über 1 Stunde nur um das Leergut wegzubringen. Durch die hohe Fluktuation hatte ich immer wechselnde Belegschaft, was es super interessant machte. Wer sich hier wiedererkennt, dem sei gesagt, ja, meine Wohnung in Eimsbüttel hatte den Spitznamen "Heaven 54" (wg. der Hausnummer).

Ich lernte auf meinen unzähligen Partys die tollsten Leute kennen, mit denen ich noch heute ein gut funktionierendes Netzwerk unterhalte. Irgendwie bin ich dann doch durchs Studium gekommen und startete aufgrund der guten Kontakte aus meinem Netzwerk auch gleich richtig durch. Ich beichte, dass ich die schönste Zeit in meinem Leben auf Kosten meiner Eltern um 7 unnötige Semester verlängert habe, die ich absichtlich länger brauchte. Ich wollte einfach nicht, dass diese Non-Stop Party aufhört. Und ich beichte, dass ich dem einen oder anderen Mädel bestimmt das Studium versaut habe, weil sie durch mich auf den Geschmack von Party-All-The-Time gekommen sind und mehr Bücher über das Züchten von Hanf-Pflanzen gelesen haben, als Lehrbücher ihrer Fachrichtungen.

Beichthaus.com Beichte #00027601 vom 09.03.2010 um 10:32:49 Uhr in Hamburg (Eimsbüttel) (32 Kommentare).

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Das bekiffte Versicherungsgespräch

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Drogen Maßlosigkeit Peinlichkeit Dresden

Das bekiffte Versicherungsgespräch
Ich (m/29) habe vor knapp 11 Jahren noch bei meiner Mutter gewohnt. Zu der Zeit habe ich noch regelmäßig die Kräuter der Bronx genossen und an einem schönen Nachmittag war ein Freund und eine Freundin bei mir. Meine Mutter hatte mir vorher angekündigt, dass Abends gegen 20 Uhr ein Bekannter meiner Mutter, Versicherungskaufmann, vorbei kommen würde, um mit mir meine Autoversicherung abzuschließen. Da es gerade erst 15 Uhr war, hatten wir die glorreiche Idee einen netten holländischen Kakao zu trinken, und damit er ein bisschen schneller knallt noch einen Hut mit meiner Bong zu rauchen. Gesagt getan. Ungefähr eine Stunde später klingelte es an der Tür, 16 Uhr. Wer schon einmal Kakao mit Bröseligem getrunken hat, weiß das es eine Weile dauert bis es richtig bäng macht, aber wenn es dann passiert, meist recht knallig.
Ich also zur Türsprechanlage, und wer davor? Na klar, der Versicherungsmann.

Im ersten Schreck habe ich erstmal versucht ihn irgendwie abzuwimmeln, was aber nicht ging. Also musste ich ihn dann wohl oder übel reinlassen. Gegenüber der Türsprechanlage ist bei uns ein Spiegel, schönes Teil, in dem Moment aber eher gruselig was ich da sah. Leicht rote Augen in einem sich langsam ins weiß verfärbende Gesicht. Erstmal alles klar rücken und den guten Mann begrüßen. Als wir dann eine halbe Stunde in der Küche damit verbrachten triviale Daten abzufragen scheiterte ich glorreich am Geburtsdatum meiner Mutter, es wollte mir einfach nicht mehr einfallen, und ich hatte dazu noch die ganze Zeit massive Panik, dass er checken könnte wie ich immer dichter wurde. Also entschuldigte ich mich ersteinmal kurz bei ihm, ich glaube aus meinem Mund rieselte Staub, so trocken war der, und bin ersteinmal ab ins Bad.
Ehrlich, ich glaube, ich sah noch nie so dicht aus, wie in diesem Moment. Kalkweiß, dicke rote Augen und ein leicht wirrer Blick. Ich bin also wieder raus, nochmal fix in mein Zimmer, von meinen Freunden den Kommentar abgefasst "Alter, siehst du scheiße aus!" und wieder zum Versicherungsmann. Dieser hackte aber immer noch auf dem Geburtsdatum meiner Mutter rum, und mein Hirn wollte es immer noch nicht preisgeben. Es war eine schreckliche Zeit bis ich endlich das Türschloss hörte und meine Mutter kam. Ich bin nur noch aus der Küche mit einem "Meine Mutter kommt!" geflohen um mir direkt von ihr sagen zu lassen, ich soll doch die Wohnung erstmal zum spazieren gehen verlassen. Das habe ich dann auch gemacht.
Das war das peinlichste Erlebnis ever, und was es noch peinlicher macht, ist der Fakt, dass der gute Mann immer noch mein Versicherungsvertreter ist und mich jedes mal, wenn ich sein Büro betrete, angrinst. Danke, dass Sie trotzdem mein Auto versicherten, guter Mann.

Beichthaus.com Beichte #00027598 vom 08.03.2010 um 22:48:00 Uhr in Dresden (23 Kommentare).

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