Der Koffer mit dem Silberbesteck

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Diebstahl Habgier Dummheit Familie

Vor 2 Jahren war ich auf einer Hochzeit eines weit entfernten Verwandten. Wir konnten uns noch nie leiden und so war meine Anwesenheit reine Formsache. Nachdem die Feierlichkeiten vorbei waren, hatte ich einen kurzen Anfall von Elster-Syndrom und habe einen alten Koffer mit Silberbesteck mitgehen lassen. Optisch war es in nicht mehr besonders gutem Zustand, es war Vorkriegsbesteck. Ich bin damals gerade umgezogen und konnte zusammen passendes Besteck gut gebrauchen. Mittlerweile ist die Ehe in die Brüche gegangen und im Zuge der Besitzaufteilung sollte auch das Besteck geschätzt werden, was aber logischerweise nicht mehr da war. Jetzt beschuldigen sich Beide gegenseitig das gute Silber heimlich verkauft zu haben. Das heißt also, es ist 2 Jahre lang gar nicht aufgefallen, dass es weg war. Ich habe vor kurzem mal ein paar Teile von dem Besteck schätzen lassen und bin fast vom Glauben abgefallen. Der Juwelier hätte für das vollständige Set im Koffer über 2.500 Euro gezahlt. Der ideelle Sammlerwert dürfte noch weitaus höher liegen. Blöderweise habe ich den Koffer schon entsorgt und vom Besteck fehlen nach 2-jähriger Nutzung auch schon ein paar Teile, welche im Geschirrspüler im Laufe der Zeit unansehnlich wurden. Um die zerscherbte Ehe tut es mir nicht im geringsten Leid - die wäre sowieso gescheitert, aber das ich den Wert des Bestecksets so ruiniert habe, macht mich so sauer, dass ich mir am liebsten selber pausenlos eine reinhauen möchte.

Beichthaus.com Beichte #00029395 vom 28.09.2011 um 22:04:11 Uhr (35 Kommentare).

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Der cholerische Eismann

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Zwietracht Aggression Zorn Geld Arbeit Lucka

Ich möchte etwas beichten, was ich demnächst erst tun werde. Ich arbeite bei einer Bank in einer kleineren Dorffiliale und natürlich gibt es neben den vielen netten Kunden auch ein paar schwierigere - ist ja überall so. Ein Kunde allerdings ist ein richtiges - entschuldigt den Ausdruck - Arschloch. Dieser Mann betreibt in der Stadt in einem Kaufhaus einen Softeis-Stand und kommt immer alle paar Rutsch mal mit einem Mordseimer voller Kleingeld um es zählen und einzahlen zu lassen. Er hat alles vorher immer schon schön verpackt in den kleinen Rollen, was wir so aber natürlich nicht akzeptieren dürfen wegen Falschgeld und eventueller Ungenauigkeit beim Zählen. Zwei von uns müssen dann also immer den Eimer zur Zählmaschine schleppen, die ganzen Rollen aufdrehen, sie für den Kunden sammeln und das Geld in die Zählmaschine lassen - ist auch alles noch gar kein Problem. Besagter Kunde, nennen wir ihn mal X, dauert dieser circa 30-minütige Vorgang dann immer viel zu lange, also geht er in der Zwischenzeit einen Spaziergang machen und kommt dann später wieder. Letzte Woche war er dann wieder mal da. Meine Kollegin und ich gingen das Geld zählen, muss ja immer alles nach dem Vier-Augen-Prinzip ablaufen. Als wir fertig waren, notierten wir den Betrag und gingen wieder zurück in den Hauptraum. Nach 20 Minuten kam dann X wieder und wollte wissen wie viel Geld es war. Ich war gerade bei einer anderen Kundin, also wurde Herr X von der anderen Kollegin bedient. Sie nannte ihm den Betrag und daraufhin rastete er komplett aus, weil "wir" uns um einen kleinen Betrag (weniger als 5 Euro) verzählt hätten und meine Kollegin dies in die eigene Tasche gesteckt hätte. Hierzu muss ich kurz sagen, dass meine Kollegin eine herzensgute und liebenswerte Frau ist, so ein richtiger Mutti-Typ: Haste ein Problem mit irgendwas gehst du zu ihr, sie hört zu und hilft. Auch bei unseren Kunden ist sie extrem beliebt, sie bekommt von den alten Omis oft kleinere Präsente mitgebracht.


X beschuldigte also meine Kollegin in einer dermaßen unangebrachten Lautstärke (ich musste sogar aufhören die andere Kundin zu bedienen) und mit absolut unsachlichen Worten, sein Geld eingesteckt zu haben und dass das ja nicht das erste Mal sei dass das vorkäme (es gab ein paar Mal Falschgeld bei ihm, welches wir natürlich zur Zentralbank geschickt haben und dort nochmals extra auf Echtheit haben prüfen lassen) und so weiter. Meine Kollegin versuchte, ihn zu beruhigen und zu erklären, dass wir zu Zweit dort drinnen gewesen sind und dass das gar nicht sein hätte können und dass er sich vielleicht einfach verzählt hätte, das könne bei einem solchen Betrag (mehrere Tausend Euro) ja schon einmal vorkommen wenn man mit Hand zählt. Daraufhin drehte er komplett durch und meinte meine Kollegin solle lieber Ihren Job richtig machen, sie würde ja sonst eh nur rumsitzen und ihren Stuhl der Form ihres Hinterns anpassen und so weiter. Derweil kamen ich und eine andere Kollegin meiner Kollegin zur Hilfe und versuchten X zu beruhigen und zu klären, dass das ja so wohl nicht laufen kann und er sich hier nicht aufführen kann wie der Elefant im Porzellanladen, woraufhin wir beschuldigt wurden "alle unter einer Decke zu stecken". Freundlich machten wir ihn darauf aufmerksam, dass auch er als Kunde bei Summen über 500€, die wir in die Zählmaschine einlassen müssen, den Richtlinien zufolge 0,5% des Gesamtbetrags an die Bank zahlen hätte müssen, was in seinem Fall, allein an diesem Tag den Betrag wegen dem er sich hier so aufführte um ein Vielfaches überstieg und machten ihn auch gleich darauf aufmerksam, dass wir bisher gerne darauf verzichtet haben, aber dies zukünftig nicht mehr so laufen müsse, wenn er meine sich weiter so aufzuführen. Er drohte kurz die Bank zu wechseln, was - Vorsicht Ironie - ja sowas von fatal für uns wäre, wir erklärten aber schnell, dass viele andere Banken solche Beträge von vornherein schon gar nicht zählen, es einschicken lassen müssen oder höhere Gebühren dafür verlangten. Es ging dann noch eine Weile hin und her, er war die ganze Zeit über recht ausfallend und vulgär, schließlich rauschte er ab, nicht ohne damit zu drohen, am nächsten Tag nochmal zu kommen um mit unserem Chef (zu dieser Zeit außer Haus) zu reden.
Meine Kollegin klappte daraufhin völlig zusammen und heulte Rotz und Wasser und wir wussten nicht so recht wie wir ihr helfen konnten. Als unser Chef kam, berichteten wir ihm von dem Vorfall und er sagte uns natürlich seine Unterstützung zu. Herr X war nämlich bereits vorher schon in mehreren Teilen unseres Geschäftsgebietes als schreiender Choleriker aufgetreten, sein neuester Ausraster war nur die Spitze des Eisberges. Unser Chef meinte dann, er würde X am nächsten Tag beim Gespräch unseren Standpunkt energisch deutlich machen. Ob das so passiert ist, weiß ich nicht - sie waren ja unter vier Augen.


Mir lässt das Ganze aber irgendwie keine Ruhe und ich habe mir überlegt, meinen eigenen kleinen Racheplan auszuhecken. Nun kommt meine Beichte: Ich werde vorsätzlich das Geschäft dieses Mannes schädigen. Und zwar werde ich ihm das Gesundheitsamt auf den Hals hetzen. Es gibt bereits Zweifel an der Sauberkeit seiner Maschinen. - Ich werde also zwei, dreimal beim Gesundheitsamt anrufen und mich extremst beschweren, dass ich nach dem Verspeisen des dort gekauften Eises die ganze Nacht kotzend über meiner Toilettenschüssel hing, diese Variante wird dann von verschiedenen Stellen bestätigt und dem Amt gegebenenfalls ein bisschen Druck gemacht und dann will ich sehen wie dieser arrogante, widerlich stinkende Fettsack mit seinem roten Kopf und seiner Choleriker-Ader auf der Stirn in meine Filiale gekrochen kommt und versucht zu erklären, warum er seinen Kredit bei uns "jetzt erstmal nicht weiter abbezahlen kann".
Ich bin wirklich kein böser Mensch und ich will auch niemandem etwas böses, aber dieser Mensch hat es verdient! Der Mann ist überall bekannt als Choleriker und Schreihals und es wird mal langsam Zeit, dass ihm jemand einen Dämpfer verpasst. Wer meint, so respektlos mit seinen Mitmenschen umgehen zu müssen, hat es nicht anders verdient. Vielleicht lernt er ja was draus - wenn man netter zu seinen Mitmenschen ist, wollen die einem in der Regel auch nichts böses, vielleicht nimmt er sich das dann mal zu Herzen.

Beichthaus.com Beichte #00029391 vom 26.09.2011 um 16:31:54 Uhr in Lucka (35 Kommentare).

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Ablenkungsmanöver

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Wollust Peinlichkeit Falschheit 50+ Familie

Ich (m/23) gucke mir gerne mal ein heißes Filmchen am PC an. Neulich habe ich mir wieder einen schönen 15-minütigen Streifen angemacht und bin kurz vom PC weg, als plötzlich meine Mutter mit meiner Oma ins Zimmer traten. Ich wohne noch bei meinen Eltern und dachte, ich sei allein zu Hause. Mein PC steht direkt neben der Eingangstür, d.h. wenn man ein paar Schritte ins Zimmer geht, sieht man nicht, was sich auf dem Bildschirm so abspielt. Ich möchte nun beichten, dass ich meiner Mutter und meiner Oma die mitreißendsten Geschichten aus der Uni, dem Freundeskreis und der Liebe erzählte, nur um die 15 Minuten, in denen der Porno lief zu überbrücken. Glücklicherweise war der Ton aus. Und obwohl ich durch die Handlung des Filmes öfter abgelenkt zu werden drohte, gelang mein Kunststück. Meine Oma gab mir am Ende ihres Besuches 50 Euro und meinte, so gut hätte sie sich noch nie mit mir unterhalten. Gerade deshalb habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00029388 vom 25.09.2011 um 17:59:13 Uhr (21 Kommentare).

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In den Arm gebissen

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Gewalt Ignoranz Zwietracht Familie

Ich (22) beichte, dass ich es nicht fertig bringe meiner Schwester (20) zu verzeihen. Sie hat mir im vergangenen Dezember in einem Streit um eine Lappalie (Wer darf das Bad zuerst benutzen?) so sehr in den Arm gebissen, dass ich mit 15 Stichen genäht werden musste. Ich wohne nicht mehr zu hause und seither habe ich weder ein Wort mit ihr gesprochen noch auf Anrufe oder E-Mails reagiert. Sie beteuert immer wieder, dass sie ausgerastet sei, da sich ihr Freund an diesem Tag von ihr getrennt hat. Ich habe oft überlegt den Kontakt wieder aufzunehmen, aber dann sehe ich die Narbe an meinem Arm und schaffe es einfach nicht.

Beichthaus.com Beichte #00029385 vom 25.09.2011 um 05:42:33 Uhr (24 Kommentare).

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Playboy mit Gewissensbissen

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Maßlosigkeit Waghalsigkeit Engherzigkeit Wollust Partnerschaft Berlin

Als ich 18 Jahre alt war, hatte ich eine Zeit lang immer bis zu drei feste Freundinnen gleichzeitig. Ich hatte damals gerade meinen Realschulabschluss gemacht und keine Ausbildungsstelle gefunden. In dieser Zeit war ich insgesamt mit etwa 15 bis 20 Frauen zusammen, die ich alle nach Strich und Faden belogen habe. Einigen habe ich erzählt, dass ich an einer Abendschule das Abitur mache und deswegen nur Vormittags Zeit für sie habe, anderen habe ich von einer Ausbildung zum Physiotherapeuten, einem Job bei einer Sicherheitsfirma mit Schichtarbeit und ähnlichen Dingen erzählt. So konnte ich mich mit meinen unterschiedlichen Freundinnen zu verschiedenen Zeiten treffen und habe es hinbekommen, dass keine von ihnen Verdacht schöpfte. Es gab zwar immer mal wieder Situationen, in denen fast etwas aufgeflogen wäre, ich konnte mich aber immer mit weiteren Lügen irgendwie herausreden. Einigen, mit denen ich sowieso nur kurz zusammen bleiben wollte, habe ich nicht mal meinen richtigen Namen gesagt. Um selbst den Überblick zu behalten, hatte ich eine Excel-Liste auf dem Computer, in der ich die Namen meiner aktuellen Freundinnen und die Stories, die ich ihnen erzählt hatte, gespeichert habe. Immer vor einem Treffen prägte ich mir die wichtigsten Daten nochmals kurz ein, um mich nicht zu verplappern.


Erst durch einen Todesfall in meiner näheren Familie habe ich gemerkt, dass ich doch auch gerne mal eine Partnerin hätte, mit der ich eine wirklich vertrauensvolle und ehrliche Beziehung führen kann und auch über solche Dinge reden kann. Ich habe dann schlagartig mit diesem Verhalten aufgehört. Bei einigen meiner damaligen Freundinnen tut mir mein Verhalten mittlerweile wirklich Leid, bei anderen überhaupt nicht. Viele von ihnen waren echte "Hauptschul-Bitches", die es nicht anders verdient hatten. Es waren aber auch ein paar nette und intelligente Mädchen dabei. Für einige war ich der erste feste Freund. Vom ersten Freund nach dem ersten Sex direkt sitzen gelassen zu werden ist sicher nicht gerade schön, in diesen Fällen bereue ich mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00029379 vom 20.09.2011 um 17:43:57 Uhr in Berlin (23 Kommentare).

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