Der Autoüberführer

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Hass Zorn Arbeit Auto & Co.

Ich möchte beichten, dass ich in meinem Nebenjob ausgebeutet werde und teilweise deshalb nur auf 3-4 Euro Stundenlohn komme. Ich liefere für den größten Autokonzern in Deutschland Neuwagen aus. Da ich für 100 km nur 10 Euro bekomme, kann sich jeder ausrechnen was ich pro Stunde verdiene, also Auto abholen, auf etwaige Beschädigungen kontrollieren, Kennzeichen montieren. Oftmals muss dann auch noch für Sprit Geld ausgelegt werden. Letzten Monat habe ich für rund 300 Euro ganze 82 Stunden gearbeitet. Wird zum Beispiel ein Auto von mir nach Berlin gefahren, bekomme ich 50 Euro dafür, es wird dann von mir verlangt ein Auto zurückzunehmen und da ich ja sowieso zurückfahren muss wird dieser Wagen nicht entlohnt. Bin dann aber insgesamt locker 14-16 Stunden unterwegs gewesen und muss total übermüdet das Auto fahren. Die Belastung ist groß und die Motivation gering. Meist ruft dann der Chef auch noch an und fragt warum man zu spät ist. Meinen Frust lasse ich dann an den schönen Neuwagen aus, was gibt es besseres als eines der Baugruppen (beim einen mit dem ersten Buchstaben des Alphabets und einer Ziffer von 1-8 versehen beim anderen nennen sie sich dann wie ein Altherrensport oder wie ein Wüstenführer) mit bis zu 250 km/h auf der linken Spur auf der Autobahn zu bewegen und das DSG (Automatikgetriebe) permanent im Sportmodus zu haben. Jedes mal an der Ampel gebe ich dann Vollgas und freue mich dann wenn ich zu den Kunden sage: "Bitte fahren sie während der ersten 1.000 km den Motor nicht voll aus, also behutsam Gas geben bitte." Den Satz habe ich von einem Verkaufsleiter aufgeschnappt. Dann denke ich zurück wie ich eine Stunde zuvor noch die Traktionskontrolle mit einem weniger behutsamen Druck aufs Pedal getestet habe.


Die Kunden sind immer noch das Beste an dem Job, die sind meistens nett und wollen alles genau von mir wissen. Ich erzähle dann immer alles über das Auto was ich weiß, das ist nicht viel. Ich nehme das Auto ja nur entgegen und bekomme ja auch sonst keine Einweisung. Schön ist es auch immer einen Einblick in die Werkstatt zu bekommen, glaubt mir wenn ich euch sage das es ziemlich unqualifizierte Mitarbeiter gibt. Generell ist die Stimmung in Autohäusern ziemlich schlecht. Ich habe schon öfter mal erlebt wie Verkaufsleiter ausrasten und ihre Mitarbeiter (einschließlich mir) wie Dreck behandeln. Nehme ich einen Wagen zurück muss ich den Wagen auf Schäden prüfen und dann lass ich immer das penible Arschloch raus, jeden Kratzer und jeden noch so kleinen Steinschlag schreibe ich da rein. Die Kunden staunen dann nicht schlecht und ich sehe ihnen an wie sie richtig wütend werden. Letztendlich bin ich der letzte in der Reihe und derjenige der einen Neuwagen zum Kunden gibt. Aus Marketingtechnischen Gründen sollte man gerade dort sein Personal schulen, schließlich sorgt mein Auftritt auch für einen Eindruck beim Kunden. Aber das scheint ** nicht zu interessieren. Vielleicht wissen sie es ja auch nicht, dann hoffe ich das sie es an dieser Stelle erfahren. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00029492 vom 05.11.2011 um 19:12:02 Uhr (18 Kommentare).

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Reaktorbrand

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Dummheit Hochmut Lügen Polizei

Vor circa 5 Jahren hat sich mein bester Kumpel ein Megaphon über das Internet bestellt. Er hatte es in erster Linie fürs Stadion gekauft. Es war nicht so ein kleines Anfängerteil, sondern ein richtig Großes mit extra Sirenen Modus, der einer Polizeisirene sowohl in Lautstärke, als auch im Klang sehr nahe kam. Ich traf mich noch mit einem anderen Freund bei ihm und wir entschlossen uns also für das Teil Batterien zu kaufen, um es ein wenig auszuprobieren. Gesagt getan, die Batterien waren gekauft, schnell eingebaut und siehe da: Das Megaphon funktionierte einwandfrei! Wir testeten die Lautstärke und die Reichweite zunächst vorsichtig auf einem Feldweg, indem wir mehrere hundert Meter weit auseinandergingen und uns gegenseitig zuriefen. Das Teil hatte wirklich eine wahnsinnige Reichweite.
Da wir damals noch minderjährig waren und daher keinen Führerschein besaßen, waren wir grundsätzlich mit dem Fahrrad unterwegs, wie auch an diesem Tag. Wir nahmen uns also das Megaphon, und fuhren ein bisschen durch unser 3.000-Einwohner-Dorf. Irgendwann kam ich auf die Idee beim Fahren einfach mal die Sirenen anzuschalten und das Megaphon in alle Richtungen zu halten, sodass es wirklich für jeden zu hören war. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Da wir direkt im Nachbarort ein Atomkraftwerk haben, kam mir spontan die Idee den Satz: "Achtung, Achtung! Im Atomkraftwerk hat es einen Reaktorbrand gegeben. Bitte schließen Sie Fenster und Türen und folgen Sie weiteren Anweisungen." durch das Megaphon in monotoner Stimme durchzurufen. Das ganze wiederholte ich auf dem Weg durch die Straßen 3-4 mal und dachte mir nichts weiter dabei.


Wir bekamen schließlich Hunger und da im Nachbarort auch ein Supermarkt war, entschlossen wir uns mit dem Rad rüberzufahren und etwas zu essen zu kaufen. Der Fahrradweg führt über eine Art Damm ins nächste Dorf. Als wir ungefähr auf halbem Weg waren, kam uns auf dem Fahrradweg ein graues Auto entgegen. Ich hatte das Megaphon noch immer in der Hand. Als wir gerade vorbei fahren wollten, stiegen zwei recht schlecht gelaunte Männer aus, die sich schnell mit Ausweisen als Polizisten zu erkennen gaben. Als ich mich nun umdrehte, sah ich, dass auch mittlerweile hinter uns mehrere Polizisten standen. Es kam zum üblichen Spiel: Guter Bulle - Böser Bulle. Der eine machte auf furchtbar wütend, der andere hingegen zeigte teilweise Verständnis für diesen dummen Streich. Das Ende vom Lied war, dass die Polizisten das Megaphon zu den Eltern von meinem Kumpel brachten, der auch eine Menge Ärger bekam. Ich hingegen wurde verschont, meine Eltern wissen bis heute nichts von dem Vorfall. Wenn ich mir heute überlege, welche Konsequenzen diese Aktion hätte haben können, bekomme ich immer wieder ein schlechtes Gewissen. Man stelle sich nur vor, eine ältere Dame oder ein älterer Herr hätte eine Panikattacke nach meinem Alarm bekommen. Jedenfalls bin ich froh, dass nichts weiter passiert ist und wir auch nicht weiter bestraft worden sind.

Beichthaus.com Beichte #00029487 vom 03.11.2011 um 23:59:18 Uhr (15 Kommentare).

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Erpressung für Nachhilfe

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Engherzigkeit Selbstsucht Wollust Morallosigkeit Studentenleben Koblenz

Zu meinen Studentenzeiten hatte ich eine Mitbewohnerin im Wohnheim. Wie ich, studierte sie Elektrotechnik, war jedoch auf diesem Gebiet talentfrei. Dauernd hatte sie irgendwelche Fragen und nervte. Ich konnte ihr meistens weiterhelfen, doch leider wurde dies nie honoriert. Um ihr zu helfen war ich immer gut genug, ansonsten ignorierte sie mich völlig. Das wurmte mich, denn sie gefiel mir sehr gut. Irgendwann stand eine wichtige Klausur an. Die hatte sie bereits zweimal verbockt, somit drohte ihr bei einem erneuten Durchrasseln die Exmatrikulation. Natürlich kam sie wieder zu mir und pienste rum. Ich erkannte meine Chance und sagte: "Ich habe Dir schon so oft geholfen, ich finde Du könntest mal ein bisschen netter zu mir sein. RICHTIG nett!" Sie raffte es nicht, also sagte ich es ihr nochmal in aller Deutlichkeit: "Für eine nette Nacht mache ich Dich klausur-tauglich." Sie war empört und kam auf die Tour, ich könnte sie doch jetzt nicht im Stich lassen, wir wären doch Freunde, wie könnte ich so etwas verlangen, blablabla. Ich habe nur gesagt: "Mädel erzähl nicht, Du hast keine Wahl, ich weiß dass das Dein letzter Versuch ist." Es kam was kommen musste, sie fing an zu heulen. Doch ich ließ mich nicht umstimmen, so eine Chance wollte ich nicht ungenutzt lassen. Am Abend hatte ich meine Ziel erreicht: Sie kam wie ein Häufchen Elend in mein Zimmer und ich nahm sie auf dem Bett nicht gerade zimperlich durch. Fast tat sie mir etwas Leid, aber ich war vorher immer nur der Depp vom Dienst für sie, jetzt hatte ich sie und das kostete ich hemmungslos aus.

Beichthaus.com Beichte #00029483 vom 03.11.2011 um 08:50:05 Uhr in Koblenz (77 Kommentare).

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Tour de France: Erfrischung für Erik Zabel

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Dummheit Ekel Boshaftigkeit Sport Urlaub Bordeaux

Tour de France: Erfrischung für Erik Zabel
Ich (m/24) möchte mir auch mal eine kleine Sünde von der Seele schreiben. Im Juli des Jahres 1997 fuhr ich gemeinsam mit meinen Eltern und meiner älteren Schwester mit dem Auto quer durch Frankreich, um dort den Sommerurlaub zu verbringen. Wie es der Zufall so wollte, war zu dieser Zeit gerade die Tour de France. Weder meine Eltern noch ich waren an dieser Veranstaltung interessiert. Da aber meine Schwester gefallen daran gefunden hatte, mussten wir natürlich einen kleinen Umweg fahren um vielleicht ein Blick auf Jan Ullrich und Co. zu erhaschen. Als wir an dieser Straße angekommen waren, mussten wir natürlich noch eine geraume Zeit warten, bevor die ersten Dopingfritzen den Berg hoch kamen.

Ich brauche nicht weiter erwähnen, dass ein 10-jähriger Junge nicht lange braucht um ungeduldig zu werden. Wir waren mitten in der Hitze abseits der Strecke in unserem Wohnwagen und brühten vor uns hin. Als mein Vater und meine Schwester dann zur Strecke gelaufen sind, weil die ersten hoch kamen, hatte ich auf einmal einen unnatürlichen Harndrang und musste ziemlich nötig auf die Toilette. Meine Mutter wollte natürlich nicht, dass ich vorzeitig das gute Wohnwagenklo schon vollmache und schickte mich hinter den Wohnwagen zum pinkeln. Ich lachte meine absolut zu der Zeit super angesagte Supersoaker an und entschloss diese mit 1A-Natursekt zu befüllen. Also rannte ich mit meiner neuen Ladung zur Strecke. Natürlich befand sich noch ein wenig Restwasser im Tank, jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass 70 Prozent des gesamten Inhalts astreines Urin war. Natürlich fragte ich meinen Papa, ob ich in Richtung der Radler schießen darf, was er doch prompt erlaubte. Er wusste ja nicht von meinem gemixten Cocktail. Da ich unmittelbar an der Begrenzung war, waren mir die Sportler zum greifen nah. Sie fanden meine Idee super und huschten einer nach dem anderen durch meinen Strahl, um sich zu erfrischen. Ich konnte ihr Verhalten verstehen, es waren um die 30 Grad, jedoch haben sie es bestimmt irgendwann bemerkt, dass es etwas komisch riecht. Hiermit möchte ich mich bei Erik Zabel und Co. entschuldigen für die unfreiwillige Erfrischung. Aber ein Gutes hatte das Ganze. Es war bestimmt die einzige Tour de France, bei der mindestens 10 Mann gleichzeitig das gelbe Trikot tragen durften.

Beichthaus.com Beichte #00029481 vom 01.11.2011 um 16:46:58 Uhr in Bordeaux (25 Kommentare).

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Rache an Ex-Freundin

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Rache Fremdgehen Neugier Verrat Ex

Ich muss beichten, dass ich mich an meiner Ex gerächt habe. Kurz zur Vorgeschichte: Wir waren zweieinhalb Jahre zusammen, sie erzählte mir während unserer Beziehung immer ich sei ihre große Liebe und sie würde mich nie verletzen und so weiter und so fort. Ich naiver Blödmann glaubte ihr das sogar noch, als ihre Freundinnen begannen, mich mitleidig anzugucken und einen Haufen Gerüchte die Runde machten, sie würde mir fremd gehen. Im Endeffekt stellte sich dann heraus, dass sie mir in den zweieinhalb Jahren mit ihrem Exfreund, ihrem besten Freund, zwei ihrer Kommilitonen vom Studium, ihrem Mathematikdozenten und einem Schulfreund von früher fremd gegangen ist, während sie mir zu Hause erzählte, wir könnten nicht miteinander schlafen, weil sie dabei Schmerzen habe. Kein Wunder. Einer ihrer Freundinnen gegenüber, die ich auch kenne, lästerte sie später ab, wie schlecht ich doch im Bett gewesen sei und wie gründlich sie mich ausgenommen habe. Nach unserem Beziehungsende forderte sie sogar noch Geld von mir, weil ich angeblich ihren Fernseher kaputtgemacht hätte, den sie als einziges Einrichtungsstück in unsere gemeinsame Wohnung mitgebracht hatte. Den Rest hatte ich gekauft. Verständlicherweise verschlug mir ihre Dreistigkeit die Sprache. Ich fasste einen Plan, mich an ihr zu rächen. Nachdem ich sie verlassen hatte, brauchte ich nicht allzu lange warten, bis sie mit einem ihrer Kommilitonen, mit dem sie mir fremd gegangen war, einen auf Beziehung machte. Ich rief ein paar Kumpels an und wir begannen sie zu beobachten. Ich weiß, dass stalken nicht gerade die feine englische Art ist, aber ich halte es mit dem alten Testament: Auge um Auge, Zahn um Zahn.


Jedenfalls sammelten wir einen Haufen Fotobeweise, dass sie ihrem neuen Freund auch fremdging. Das Kronjuwel unserer Sammlung war ein Video, in dem sie ihrem besten Freund auf einer Fahrradtour im Wald einen kaute. Das war sauschwierig zu beschaffen, aber man erkennt beide super auf dem Video. Dann schrieb ich ihren neuen Freund bei Facebook an, und beschrieb ihm haarklein, wie sie sich mir gegenüber in und nach der Beziehung verhalten hatte. Natürlich antwortete er nicht gleich darauf. Danach lies ich ihm sukzessive immer mehr Fotos von ihr mit anderen Typen, erst die harmloseren, dann die pikanteren, fein säuberlich versehen mit Datum und Ort zukommen. Schließlich schickte ich ihm das Video. Er war erst misstrauisch, aber das Video war wohl doch ziemlich überzeugend. Er verließ sie und sie drohte mir mit einer Anzeige. Ich drohte zurück, die kleine Liaison mit ihrem Mathedozenten auffliegen zu lassen, was vermutlich ihre Exmatrikulation zur Folge hätte. Ich bat sie außerdem sehr nachdrücklich, mich nie wieder vor ihren Freundinnen in den Dreck zu ziehen, wenn sie nicht wollte, dass das Video bei einschlägigen Homepages lande. Seitdem spricht sie nicht mehr mit und von mir, aber ihr Verhalten gegenüber ihrer neuesten Eroberung lässt darauf schließen, dass sie leider gar nichts gelernt hat.

Beichthaus.com Beichte #00029479 vom 01.11.2011 um 12:46:07 Uhr (28 Kommentare).

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