Ausgespannt

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Zwietracht Habgier Partnerschaft

Ich habe meiner besten Freundin den Freund ausgespannt und das kam so: Meine beste Freundin lernte vor drei Jahren auf einem Konzert einen sehr hübschen und interessanten Typen kennen, nämlich den Gitarristen einer der Bands. Erst mochte ich ihn nicht so richtig, da er etwas arrogant herüberkam, aber bald stellte ich fest, dass er trotzdem sehr nett und umgänglich war. Meine beste Freundin hingegen ist eine ziemliche Zicke und kann unter Umständen sehr anstrengend werden, außerdem ist sie öfter mal ziemlich naiv und gleichzeitig selbstherrlich, was schon zu der einen oder anderen Verstimmung zwischen uns geführt hat. Bei mir entschuldigt sie sich dann zwar immer recht schnell, aber ich weiß, dass sie in Beziehungen nachtragend und eine regelrechte Drama Queen ist. Nachdem sie ein knappes Jahr mit ihrem neuen Freund zusammen war, berichtete sie mir auch schon eine Menge Beziehungsprobleme, die sie jedoch fast allesamt selbst auslöste ohne es mitzubekommen. Sie sprach davon, dass er immer so eifersüchtig wäre, postete allerdings öfter Fotos bei Facebook, auf denen sie mit irgendwelchen anderen Typen wesentlich mehr Körperkontakt hatte, als es für eine Frau in einer festen Beziehung angebracht gewesen wäre. Sie beschwerte sich darüber, dass er soviel Zeit mit seiner Band verbrachte, aber immer wenn er sich Zeit für sie nahm, wollte sie lieber mit mir und anderen Freundinnen shoppen gehen. Sie mäkelte daran herum, dass er verhältnismäßig wenig Geld hatte, ließ sich aber gleichzeitig mit teuren Geschenken überhäufen. Wenn seine Wohung nicht tiptop aussah, machte sie ihm eine Szene, weigerte sich aber selbst zu putzen und den Müll wegzuräumen, den sie hinterlassen hatte. Ich versuchte ihr mehrmals klar zu machen, dass sie viele ihrer Probleme mit ihm vermeiden
könnte, wenn sie einfach mal über ihr eigenes Verhalten ihm gegenüber nachdachte, aber das hielt nie wirklich lange vor und so gab es dieselben Auseinandersetzungen wieder und wieder.


Eines Tages erzählte sie mir, sie habe sich etwas in ihren Tanzlehrer verguckt, was mich etwas befremdete, denn dieser Typ ist nichts weiter als ein arroganter Aufreisser, der noch nichtmal wirklich gut aussieht. Ich sagte ihr, sie solle ja die Finger von ihm lassen, denn er meine es sowieso nicht ehrlich und außerdem wären viele Frauen froh darüber, einen Freund wie den ihren zu haben. Zwei Wochen später rief sie mich heulend mitten in der Nacht an und erzählte mir, sie habe sich mal wieder mit ihrem Freund gestritten und sei aus Trotz zu ihrem Tanzlehrer gefahren. Sie hätten miteinander geschlafen und jetzt wisse sie nicht was sie tun solle, sie liebe ja schließlich ihren Freund und wolle ihn nicht verlieren. Ich hielt mich mit Vorwürfen zurück, obwohl mir fast die Galle überkochte und empfahl ihr einfach die Klappe zu halten und in Zukunft nicht mehr fremdzugehen, wenn ihr ihr Freund tatsächlich so viel bedeutete. Einen ganzen Monat lang war Ruhe, und alles lief super zwischen den beiden, vermutlich gespeist durch ihre Schuldgefühle ihm gegenüber. Allerdings kühlte mein Verhältnis zu ihr in dieser Zeit recht gründlich aus, denn ich warf ihr in einer Diskussion vor, dass ihr Verhalten in ihrer Beziehung eine mittlere Katastrophe war und sie es nicht einmal schaffte, sich meine gut gemeinten Ratschläge zumindest mal ein kleines Bisschen zu Herzen zu nehmen. Nach diesem wunderbar ruhigen Monat krachte es das nächste Mal ganz gewaltig zwischen den Beiden, als er sie Händchen haltend mit einem ihrer männlichen Freunde in der Stadt erwischte. Sie war sich wie immer keiner Schuld bewusst. Diesmal war er jedoch derjenige, der mich anrief. Wir redeten sehr lange und ich merkte, dass es bei mir in der Magengegend gewaltig zu kribbeln anfing. Er und ich trafen uns anschließend, worauf sie mit einer Eifersuchtsattacke allererster Güte reagierte. Das hielt uns nicht davon ab, uns noch mehrmals heimlich zu treffen. Ich gestand ihm irgendwann, dass ich mich in ihn verliebt hatte und er trennte sich schließlich von ihr. Noch in derselben Nacht hatte ich den Sex meines Lebens mit ihm. Meine beste Freundin begann daraufhin eine Affäre mit ihrem Tanzlehrer, der sie aber nach Strich und Faden betrog. Mittlerweile hat sie einen neuen Freund und wir haben uns gegenseitig verziehen, obwohl es nicht dasselbe ist wie früher. Übrigens hat sie mir letzte Woche vorgeheult, was denn ihr Neuer für ein eifersüchtiger Hammel sei und er nie Zeit für sie habe.

Beichthaus.com Beichte #00029863 vom 15.03.2012 um 12:13:16 Uhr (25 Kommentare).

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Tagträumen

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Sucht Manie

Ich habe schon seit ich klein bin die Angewohnheit tagzuträumen. Allerdings mache ich das ganze ein wenig anders als die meisten Leute, ich nenne es hibbeln. Dabei stelle ich mich irgendwo in mein Zimmer vor einen Schrank und bewege meine Finger ganz schnell hoch und runter. Das ganze hilft mir irgendwie mich besser auf den Tagtraum zu konzentrieren und ich blende dabei meine Umgebung fast komplett aus. Ich weiß , das ganze klingt ziemlich strange aber es ist wie eine Sucht und manchmal mache ich das stundenlang, so dass mir die Füße vom vielen stehen wehtun. Es macht tierisch Spaß und ich male mir dabei die tollsten Dinge aus wie ich zum Beispiel dass Fußballprofi oder durch irgendeinen glücklichen Zufall reich werde. Natürlich stehe ich immer im Mittelpunkt. Ich habe noch nie jemandem davon erzählt und werde es wohl auch nicht tun, denn eigentlich bin ich ein ganz normaler Student der nur eine kleine Macke hat.

Beichthaus.com Beichte #00029860 vom 13.03.2012 um 14:09:05 Uhr (35 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Letzte Wahl

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Begehrlichkeit Zwietracht Rache

Ich habe auch eine Beichte aus der Friend-Zone. Zweieinhalb Jahre lang bin ich meiner "besten Freundin" hinterhergerannt, hab ihr unter anderem Valentinstags-Geschenke gemacht, sie zum Essen eingeladen, und ihr bei Problemen immer zur Seite gestanden. Einmal habe ich ihr zwei Konzertkarten für ihre Lieblingsband geschenkt, die sie mir freudestrahlend aus der Hand genommen hat, um anschließend mit irgend so einem Volltrottel, den sie damals grade toll fand, hinzugehen. Sie hat immer nur genommen, und nie irgendwas zurückgegeben. Ich durfte mir aber im Gegenzug gefallen lassen, dass sie mich mit fadenscheinigen Ausreden versetzte, ihre schlechte Laune an mir ausließ und mir auf der Tasche lag. Mindestens fünf Mal hat sie sich von mir ins Kino einladen lassen, und ich Trottel hab natürlich immer brav bezahlt, weil ich dachte, dass ich so früher oder später ihr Herz gewinnen würde. Aber Pustekuchen, Madame traf sich immer mit irgendwelchen Deppen, die sie mies behandelten und obendrein noch fremd gingen. Zum Ausheulen hatte sie ja dann mich. Sie blieb nach mehreren herben Enttäuschungen schließlich bei einem Typen hängen, dessen Freizeitbeschäftigungen vorwiegend aus kiffen, zocken und schlecht Skateboarden bestanden. Ich hatte keine Ahnung, was sie an ihm fand, denn er war weder besonders intelligent, noch besonders gut aussehend, noch besonders durchtrainiert. Was er aber definitiv war: besonders eifersüchtig. Deshalb verbot er mir und ihr den Umgang. Das stellte sich allerdings als Vorteil für mich heraus, weil ich mich so besser von ihr lösen konnte. Da sie seinen Lebensstil bald teilte, rauchte, trank und den ganzen Tag Chips aß, ruinierte sie sich relativ schnell die Figur und ihr sehr hübsches Gesicht. Ich erfuhr immer mal sporadisch, durch heimliche SMS, die sie mir ab und an schrieb, dass ihr Beziehungsalltag geprägt war von Langeweile, sinnlosen Streitereien und schlechtem Sex. Ihre Larmoyanz wurde mir bald zuwider und ich war kurz davor zu fragen, warum sie dann statt ihn nicht mich genommen hatte, ließ es aber bleiben.


Die Jahre zogen ins Land, ich ging ins Fitnessstudio, begann noch etwas mehr auf mein Äußeres zu achten, hatte Glück in meinem Job und sammelte unabhängig von ihr auch meine Erfahrungen mit Frauen. Irgendwann schickte sie mir eine SMS, dass wir uns unbedingt treffen müssten, mit ihrem Freund wäre Schluss, und es ginge ihr richtig mies. Ich war natürlich neugierig und traf mich mit ihr. Sie war ziemlich rund und unförmig geworden, hatte Augenringe, die auch ihr Make-up nicht verbergen konnte, und sah allgemein, trotz der Tatsache, dass sie sich ordentlich aufgebrezelt hatte, nicht besonders gut aus. Wir unterhielten uns über dies und das, und mir fiel auf, dass sie die ganze Zeit nervös an sich herum zupfte, mir ihren Ausschnitt unter die Nase hielt und mich öfter anfasste, als es eigentlich so ihre Art war. Sie versuchte das Treffen in die Länge zu ziehen und ich musste ihr versprechen, dass wir uns so schnell wie möglich wiedersehen. Mir wurde bewusst, dass sie mich jetzt wohl doch wollte. Diese Annahme bestätigte sich, als sie bald anfing über den Facebook-Chat mit mir zu flirten und mir per Mail ein Aktfoto von sich schickte, auf dem man leider aber sehr deutlich sehen konnte, wie gründlich ihre Figur gelitten hatte. Ich ließ ihre Annäherungsversuche zunächst unkommentiert. Nach einiger Zeit jedoch wurde sie immer offensiver, bis sie sich dazu steigerte zu behaupten, sie wisse doch ganz genau, dass ich auf sie stünde, schließlich wäre ich ihr schon vor fünf Jahren hinterhergerannt. Darauf antwortete ich nur, dass diese Zeiten längst vorbei seien. Eine Stunde später stand auf Facebook in ihrem Status, dass alle Männer gleich wären, nämlich Vollidioten. Mich packte in diesem Moment die pure Wut auf ihr selbstgerechtes Getue. Ich schrieb ihr eine Nachricht in der ich ihr jedes einzelne Mal aufzählte bei dem sie mir gegenüber egoistisch war, mich benutzt oder mies behandelt hatte, und an das ich mich noch erinnern konnte. Zusammenfassend schrieb ich außerdem, dass ich das alles ja nicht so schlimm fände, wenn sie einfach nicht mitbekommen hätte, dass ich in sie verliebt war, aber das hatte sie ja gerade eben erst zugegeben. Sie hatte mich also ganz bewusst ausgenutzt, und jetzt sei ich einfach nur die laue fünfte Wahl für sie, weil sie wisse, dass sie mit ihrem Aussehen schon lange nicht mehr Punkten könne. Andere Werte habe sie ja nicht wirklich. Was sie dabei aber völlig übersehe wäre, dass ich schon lange nicht mehr in ihrer Liga spielte, beziehungsweise sie nicht mehr in meiner. Diesen Text schickte ich ihr und lud ihn gleich noch als Blog hoch. Den Link zum Blog fügte ich in einem Kommentar unter ihrem Status ein. Bereits nach einer halben Stunde hatte ich über dreißig Likes. Leider hat sie ihren Status dann gelöscht. Wir haben derzeit keinerlei Kontakt mehr, und ich beabsichtige es dabei zu belassen.

Beichthaus.com Beichte #00029785 vom 07.02.2012 um 11:30:04 Uhr (35 Kommentare).

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Ich hasse Berlin!

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Hass Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Berlin

Ich hasse Berlin!
Seit Februar 2011 wohne ich aus beruflichen Gründen in Berlin. Der Job ist eigentlich ganz gut. Aber ich verachte inzwischen die arroganten Berliner, egal ob zugezogen oder gebürtig. Jeder Berliner hat grundsätzlich Recht und alle Wessis erstmal nicht. Fehler machen […]
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Beichthaus.com Beichte #00029780 vom 06.02.2012 um 14:29:53 Uhr in 10117 Berlin (Friedrichstraße) (97 Kommentare).

Gebeichtet von Trigger77 aus Neuenkirchen
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Zeitung austeilen

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Verschwendung Betrug Arbeit

Ich trage seit fast 3 Jahren jeden Samstag (bzw. Sonntagmorgen) Zeitungen aus. Ich bekomme 520 Exemplare geliefert und normalerweise mindestens eine Werbung, die ich noch in die Zeitung einsortieren muss. Wenn ich mich beeile, schaffe ich das (für 420 Stück) in etwa einer Stunde, da es aber unglaublich langweilig ist fällt es mir schwer mich zu konzentrieren, wodurch ich normalerweise 2-3 Stunden brauche. In die restlichen 100 Zeitungen tu ich keine Werbung. Darin besteht der erste Teil meiner Beichte: ich stelle für gewöhnlich nur etwa 450 Zeitungen zu. Circa 30 Haushalte möchten keine Werbung, weswegen sie nur die Zeitung bekommen. Die restlichen entsorgt meine Mutter auf ihrer Arbeit, damit es nicht auffällt. Allerdings stelle ich nur in Kaufhäusern, Bäckereien und anderen Geschäften nicht zu, die Privathaushalte werden dagegen alle beliefert. Beichten möchte ich heute, dass ich vergangenen Sonntagmorgen bei eisigen Temperaturen nur die erste Hälfte meiner Tour ordnungsgemäß beliefert habe. Als ich danach wieder zu Hause war, um die restlichen Zeitungen einzuladen, habe ich fast geheult und hatte einfach keine Lust mehr, ich wollte ins Bett. Daraufhin habe ich fast eine Stunde damit verbracht, so zu tun als ob ich die Zeitungen richtig zustellen würde, in Wirklichkeit habe ich jedoch nur nach unbeobachteten Mülltonnen Ausschau gehalten und in etwa 10 davon jeweils einen kleinen Stapel meiner Zeitungen entsorgt. Die Haushalte, die ich beliefert habe, haben jeweils etwa die doppelte Menge an Zeitungen bekommen wie sonst.

Ich bekomme für diese insgesamt 4-6 Stunden Arbeit nur 15-18 Euro, bin 18 Jahre alt und Schülerin. Ich fühle mich momentan einfach völlig überfordert und habe aus Verzweiflung so gehandelt, obwohl mir die Aktion zeittechnisch kaum was gebracht hat und ich mir seitdem Vorwürfe mache. Ich werde die nächsten Wochen um eine Vertretung bitten, damit sowas nicht nochmal passiert.

Beichthaus.com Beichte #00029760 vom 31.01.2012 um 15:50:50 Uhr (25 Kommentare).

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